Job kündigen (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

joyofrice10

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Hallo Leute,

ich wollte mal fragen ob ich Probleme mit dem JC bekomme wenn ich meinen Job meinerseits kündige.

Ich komme mit meinem Chef in letzter Zeit nicht mehr klar (obwohl wir ein sehr gutes verhältnis haben) und da laufen auch ein paar Sachen mit denen ich nicht einverstanden bin (zb.: das Kunden für Dinge bezahlen, die sie am Ende garnicht besitzen) und das geht bei mir garnicht.

Ich versuche schon parallel einen neuen Job zu finden wo ich, wenns klappt, sogar mehr verdiene.

Nicht dass das JC rummuckt und mir meinen Bezug streicht weil ich den Job meinerseits gekündigt habe.

Falls ja, wie kann ich verhindern dass das JC Probleme verursacht.

Danke schonmal im voraus.

MfG

joyofrice10
 

Lilastern

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Du musst vorher einen neuen Job finden, und da einen Arbeitsvertrag abgeschlossen haben, erst dann kannst du deinen Job selber kündigen.

Anders sieht es aus, wenn du deinen Job aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kannst. Da muss dein Arzt bestätigen, dass du nicht mehr arbeiten kannst.
 

joyofrice10

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Selbst kündigen heißt Sperrzeit beim ALG I und Sanktion beim ALG II.
Wie hoch wäre die Sanktion bei ALG 2?

Von Lilastern: Du musst vorher einen neuen Job finden, und da einen Arbeitsvertrag abgeschlossen haben, erst dann kannst du deinen Job selber kündigen.

Anders sieht es aus, wenn du deinen Job aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kannst. Da muss dein Arzt bestätigen, dass du nicht mehr arbeiten kannst.
Würde die Begründung die ich gegeben habe nicht ausreichen?
Kann man kein trifftigen Grund haben, warum man kündigt?
 
E

ExitUser

Gast
Wie hoch wäre die Sanktion bei ALG 2?



Würde die Begründung die ich gegeben habe nicht ausreichen?
Kann man kein trifftigen Grund haben, warum man kündigt?
Es gibt Gründe, die die Kündigung rechtfertigen. Z.B. wenn Dein Chef Dich nachweislich zum Betrug auffordert. Aber das müßtest Du beweisen können!
 

Protte

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(zb.: das Kunden für Dinge bezahlen, die sie am Ende garnicht besitzen) und das geht bei mir garnicht.
Dieser Punkt macht mich stutzig. Wenn dich dein Arbeitgeber zur strafbaren Handlung auffordert, wäre ein Gang zur Gewerkschaft und von daraus zum Handelsaufsicht sinnvoller.
Wie gesagt erst einmal ein Gespräch mit der Gewerkschaft suchen. Zu mindestens bringen dir solche Handlung ein Punkt näher, dass du alles unternommen hast um dein Arbeitsverhältnis aufrecht zu erhalten.
 

jockel

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Hallo Leute,

ich wollte mal fragen ob ich Probleme mit dem JC bekomme wenn ich meinen Job meinerseits kündige.

Ich komme mit meinem Chef in letzter Zeit nicht mehr klar (obwohl wir ein sehr gutes verhältnis haben) und da laufen auch ein paar Sachen mit denen ich nicht einverstanden bin (zb.: das Kunden für Dinge bezahlen, die sie am Ende garnicht besitzen) und das geht bei mir garnicht.

Ich versuche schon parallel einen neuen Job zu finden wo ich, wenns klappt, sogar mehr verdiene.

Nicht dass das JC rummuckt und mir meinen Bezug streicht weil ich den Job meinerseits gekündigt habe.

Falls ja, wie kann ich verhindern dass das JC Probleme verursacht.

Danke schonmal im voraus.

MfG

joyofrice10
Um ungeschoren mit einer AN-Kündigung bei den Arbeitslosenverwahrlosungsämtern davonzukommen, ohne in der 12-Wochen-Alg-Sperre zu landen, brauchst Du einen anerkannten wichtigen Grund, der das Arbeitsverhältnis dauerhaft unzumutbar macht.

Wichtige Gründe wären z.B.
  • Lohndumping und ausbleibender Lohn,
  • Mobbing
  • ständig Arbeiten ausführen, die gegen geltendes Recht oder Arbeitsschutzbestimmungen verstoßen.
Besser der AG entläßt Dich aus betriebsbedingten Gründen, z.B. wegen schlechter Auftragslage.

In den Kapiteln Zumutbarkeit der beiden Leitfäden vom Fachhochschulverlag findest Du noch mehr wichtige Gründe:

Leitfaden für ArbeitsloseDer Rechtsratgeber zum SGB III
28. Auflage · Erscheinungsjahr: April 2012 · 720 Seiten · Buch/kartoniert
2-farbig · ISBN: 978-3-940087-90-4 · Preis: 17.00 € inkl. 7.00% MwSt.

Leitfaden zum Arbeitslosengeld IIDer Rechtsratgeber zum SGB II
9. Auflage · Erscheinungsjahr: 2012 · 832 Seiten · Buch/kartoniert
2-farbig · ISBN: 978-3-940087-95-9 · Preis: 17.00 € inkl. 7.00% MwSt.

Beide Broschüren sind einsehbar in jeder Arbeitsloseninitiave oder in jeder Bibliothek.
 

joyofrice10

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Dieser Punkt macht mich stutzig. Wenn dich dein Arbeitgeber zur strafbaren Handlung auffordert, wäre ein Gang zur Gewerkschaft und von daraus zum Handelsaufsicht sinnvoller.
Wie gesagt erst einmal ein Gespräch mit der Gewerkschaft suchen. Zu mindestens bringen dir solche Handlung ein Punkt näher, dass du alles unternommen hast um dein Arbeitsverhältnis aufrecht zu erhalten.
Ja, die Sache ist, das ist nur ein "Ein-Mann-Betrieb" mit mir halt zwei Leute. Wie gesagt, ich komme ja mit meinem Chef auch eigentlich sehr gut klar und er ist mir auch sehr entgegen kommend.

Wenn ich jetzt deswegen zur Gewerkschaft laufe, gibts ein riesen trara wegen sowas auf der Arbeit und dass will ich auch nicht.

Er fordert mich auch nicht direkt zu einer Straftat auf UND er macht es auch nicht permanent bei allen Artikel. Er sagt halt hin und wieder bei dem ein oder anderen Artikel oder Kunden nicht ganz die Wahrheit, jedoch nervt mich das schon selbst wenn es nur ein Kunde oder ein Artikel ist.

Deswegen will ich einfach dort kündigen und mir einen neuen Job suchen und habe deswegen gefragt ob ich Probleme beim JC bekomme. Ich will ja ohnehin mir einen Job suchen, wo ich mehr verdienen kann und evtl. auch unabhängig vom JC wäre.
 

joyofrice10

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Besser der AG entläßt Dich aus betriebsbedingten Gründen, z.B. wegen schlechter Auftragslage.
Die Idee ist zwar gut aber das Problem dabei ist, dass es dann auf meinem Lebenslauf nicht gut aussieht, wenn ich da ein Kündigungsschreiben habe.

Kommt ja bei anderen AG nicht gut an.

Angenommen ich kündige jetzt einfach und habe dadurch die 12-Wochen-Sperre. Ist das eine Sanktion in der mein Bezug gemindert wird oder bekomme ich GARKEIN Geld mehr?
 
H

hass4

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Hallo Leute,

ich wollte mal fragen ob ich Probleme mit dem JC bekomme wenn ich meinen Job meinerseits kündige.

Ich komme mit meinem Chef in letzter Zeit nicht mehr klar (obwohl wir ein sehr gutes verhältnis haben) und da laufen auch ein paar Sachen mit denen ich nicht einverstanden bin (zb.: das Kunden für Dinge bezahlen, die sie am Ende garnicht besitzen) und das geht bei mir garnicht.

Ich versuche schon parallel einen neuen Job zu finden wo ich, wenns klappt, sogar mehr verdiene.

Nicht dass das JC rummuckt und mir meinen Bezug streicht weil ich den Job meinerseits gekündigt habe.

Falls ja, wie kann ich verhindern dass das JC Probleme verursacht.

Danke schonmal im voraus.

MfG

joyofrice10
wenn dein boss ein betrüger ist dann kannst du wohl kündigen wenn er dich da mit rein zieht.

das jobcenter wird der sache aber auf den grund gehen und deinen arbeitgeber bitten zu den vorwürfen stellung zunehmen.

dazu gibt es sogar ein formular was du unterschreiben musst!!

genau recherchieren ob da auch wirklich alles niet und nagelfest ist, nicht das die sanktion droht und von deinem arbeitgeber eine anzeige wegen verleumdung!!
 

jockel

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Die Idee ist zwar gut aber das Problem dabei ist, dass es dann auf meinem Lebenslauf nicht gut aussieht, wenn ich da ein Kündigungsschreiben habe.

Kommt ja bei anderen AG nicht gut an.

Angenommen ich kündige jetzt einfach und habe dadurch die 12-Wochen-Sperre. Ist das eine Sanktion in der mein Bezug gemindert wird oder bekomme ich GARKEIN Geld mehr?
AG-Kündigungen sind nicht anrüchig, sondern völlig normal. Das war zu DDR-Zeiten anders, wenn der Betrieb die Initiative zur Kündigung ergriff.

Im Kapitalismus ist es genau andersrum.

Da sind Eigenkündigungen und Aufhebungsverträge zu hinterfragen, weil damit die amtliche Unterstellung läuft, daß man sich auf diese Weise zu Unrecht Leistungen erschleichen will oder absichtlich hilfebedürftig macht.

Die jobsuchenden Erwerbslosen werden regelmäßig kriminalisiert.

Also mach Dir keine Rübe!
 

Protte

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Also zusammengefast, du hast mehre Möglichkeiten:


1:) AV eigenmächtig kündigen und dir eine Sanktion einhandeln. Bist du ALG1 Empfänger bekommst du 3 Monate Speerfrist. Bist du ALG 2 Empfänger bekommst du 3 Monate 30% weniger an Leistung. Sind etwas mehr als 100 Euro pro Monat. Wenn du länger als ein Jahr in einem sozialpflichtigen Beschäftigung bist bekommst du ALG 1.



2:) Eine Lösung mit deinem Arbeitgeber finden im zweifel Aufsichtsamt bzw. Gewerkschaft. Wobei der Weg zur Gewerkschaft der bessere ist, weil die Mitarbeiter besser bescheid wissen welcher der beste Weg für dich ist. Du kannst auch klare Arbeitsanweisung Ignorieren, wenn du sie für gesetzlich Fragwürdig hältst. Bei reinen moralischen Entscheidung handelst du dir schnell eine rechtmäßige Abmahnung bzw. Kündigung ein. Ob sie in diesen Fall Fristlos sein darf müsste man im Einzelfall prüfen. (Nicht Fristlos bedeutet idr man bekommst eine Abfindung bzw. 3 Monate bezahlten Urlaub).


3:) Es hinnehmen und nebenbei bewerben. In der Bewerbung kann man schön schreiben:


"Ich möchte mich beruflich verändern .... Ich befinde mich zu Zeit in einer ungekündigten Stelle der frühste Eintrittstermin wäre ... (Kündigungsfrist beachten)"


Punkt 3 ist immer der beste.
 

jockel

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Also zusammengefast, du hast mehre Möglichkeiten:


1:) AV eigenmächtig kündigen und dir eine Sanktion einhandeln. Bist du ALG1 Empfänger bekommst du 3 Monate Speerfrist. Bist du ALG 2 Empfänger bekommst du 3 Monate 30% weniger an Leistung. Sind etwas mehr als 100 Euro pro Monat. Wenn du länger als ein Jahr in einem sozialpflichtigen Beschäftigung bist bekommst du ALG 1.



2:) Eine Lösung mit deinem Arbeitgeber finden im zweifel Aufsichtsamt bzw. Gewerkschaft. Wobei der Weg zur Gewerkschaft der bessere ist, weil die Mitarbeiter besser bescheid wissen welcher der beste Weg für dich ist. Du kannst auch klare Arbeitsanweisung Ignorieren, wenn du sie für gesetzlich Fragwürdig hältst. Bei reinen moralischen Entscheidung handelst du dir schnell eine rechtmäßige Abmahnung bzw. Kündigung ein. Ob sie in diesen Fall Fristlos sein darf müsste man im Einzelfall prüfen. (Nicht Fristlos bedeutet idr man bekommst eine Abfindung bzw. 3 Monate bezahlten Urlaub).


3:) Es hinnehmen und nebenbei bewerben. In der Bewerbung kann man schön schreiben:


"Ich möchte mich beruflich verändern .... Ich befinde mich zu Zeit in einer ungekündigten Stelle der frühste Eintrittstermin wäre ... (Kündigungsfrist beachten)"


Punkt 3 ist immer der beste.
Eine fristlose Kündigung setzt eine, vom AN schuldhaft verursachte Arbeitspflichtverletzung voraus, die vor der AG-Kündigung erstmal die Abmahnung zur Folge hat, denn der AG muß seinem Beschäftigten die Gelegenheit geben, auf die Abmahnung einsichtig zu reagieren. Bleibt das einsichtige Verhalten des AN aus, dann folgt die Kündigung.

Schuldhafte Arbeitspflichtverletzung kann z.B. ein fahrlässig oder sogar vorsätzlich verursachter Schaden für die Firma sein, den der AN zu Teilen oder vollständig beheben muß. Es liegt an der Nachweisführung des AG, ob er gegenüber dem AN seine Arbeitsanweisungen zu dem möglichen Schadensrisiko vorausschauend klar und deutlich formulierte - also belehrte. Danach bestimmt sich die Einstufung in fahrlässigem oder vorsätzlichen Verhalten. Tritt ein Schaden ein, ohne daß eine Belehrung vorausging, kann man dem Schaden dem AN nicht anlasten. Dann hat der AG getrieft.

Zum Anspruch auf Abfindung bei einer Kündigung. Auf Abfindungen gibt es keinen Rechtsanspruch, sondern ist meist eine Ausgleichsregelung in einem Kündigungsschutzverfahren vorm Arbeitsgericht, zumeist in der Verfahrensphase der gütigen Einigung.

Problem mit der Abfindung: Die wollen die Ämter aufs Alg anrechnen und die Bezugsdauer vom Alg gleich mit einkürzen!

Die Ämter wissen eben wie sie den Hund Gassi führen.
 

joyofrice10

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Hallo,

sry dass ich erst nach zwei Monaten wieder schreibe.

Also mittlerweile hat sich das alles wieder ein wenig gelegt auf der Arbeit. Nichts desto trotz will ich in naher Zukunft kündigen und habe dies auch mehr oder weniger, indirekt bei meinem Chef angedeutet.

Also angenommen ich kündige, in welche Kategorie falle ich? Bekomme ich/wir eine Sperre oder Sanktion?

Ich bin seit über einem Jahr als Vollzeit und Sozialversicherungspflichtiger Mitarbeit tätig.

Daher meine Frage ob ich dann unter ALG 1 oder ALG 2 falle?

Zurzeit beziehe ich ALG 2 weil ich über meine Frau in einer Bedarfsgemeinschaft angemeldet bin.

Vielen Dank im Voraus und schönen Abend noch.

MfG

joyofrice10
 

Krizzo

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Ob du unter ALG I oder I+II fällst, hängt vom ALG I ab, da du länger als ein Jahr gearbeitet hast.

Du bekommst 60% deines letzen Nettolohnes, wenn das wenig genug ist um mit ALG II aufzustocken, dann bist du Aufstocker. Aber nicht automatisch, das zusätzliche ALG II musst du beantragen.
 
S

silka

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Hallo,
wer schon länger die Absicht hat, zu kündigen, ist gut beraten, das erst zu machen, wenn er einen Anschlußjob hat.
Sonst kommt auf jeden Fall eine Sperrzeit gem. § 159 SGB III und zwar für 3 Monate= 0€ ALG 1.
Da du sowieso schon in einer BG lebst, kommt vom JC dann gleich noch eine Strafe, die Sanktion gem. § 31 SGB II von 30%, auch für 3 Monate.
Das ist also eine Doppelstrafe für die Eigenkündigung!

Das wird alles sehr knapp!! mit der zu erwartenden Kohle

Ich rate dir, such dir erst einen anderen Job---möglichst mit gleichem oder mehr Lohn.
 

joyofrice10

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Hallo,
wer schon länger die Absicht hat, zu kündigen, ist gut beraten, das erst zu machen, wenn er einen Anschlußjob hat.
Sonst kommt auf jeden Fall eine Sperrzeit gem. § 159 SGB III und zwar für 3 Monate= 0€ ALG 1.
Da du sowieso schon in einer BG lebst, kommt vom JC dann gleich noch eine Strafe, die Sanktion gem. § 31 SGB II von 30%, auch für 3 Monate.
Das ist also eine Doppelstrafe für die Eigenkündigung!

Das wird alles sehr knapp!! mit der zu erwartenden Kohle

Ich rate dir, such dir erst einen anderen Job---möglichst mit gleichem oder mehr Lohn.
Oh wow, dass ist ja krass.

Dann weiß ich bescheid. Zu kündigen wäre ja nahezu tötlich für mich. Dann doch lieber warten und n neuen Job suchen dann wechseln.

Vielen Dank für die Hilfe und für die Kompetenten Antworten.

Macht weiter so!

Schönen Tag noch und mfG

joyofrice10
 

joyofrice10

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Hallo,
wer schon länger die Absicht hat, zu kündigen, ist gut beraten, das erst zu machen, wenn er einen Anschlußjob hat.
Sonst kommt auf jeden Fall eine Sperrzeit gem. § 159 SGB III und zwar für 3 Monate= 0€ ALG 1.
Da du sowieso schon in einer BG lebst, kommt vom JC dann gleich noch eine Strafe, die Sanktion gem. § 31 SGB II von 30%, auch für 3 Monate.
Das ist also eine Doppelstrafe für die Eigenkündigung!

Das wird alles sehr knapp!! mit der zu erwartenden Kohle

Ich rate dir, such dir erst einen anderen Job---möglichst mit gleichem oder mehr Lohn.
Sry dass ich hier nochmal das Thema ansprechen muss.
Hab da noch ne Frage und zwar, dass ich auf ALG I gestuft werde und dann drei Monate Sperre ist klar, aber wieso bekomme ich denn auch noch 30% weniger ALG II obwohls über meine Frau läuft?

Im Moment verdiene ich 900 Brutto also 715,62 Netto und bekomme von der Arge 817,48 (paar cent plus minus keine Ahnung).

Also wenn ich dann kündigen würde dann 0 € für ALG I und 30% von den 817 sind ca. 630€.

Wenn die drei Monate vorbei sind, was läuft denn dann eigt ab?
Ich bin ja dann nicht mehr über das JC gemeldet sondern Arbeitsamt. Sind die iwie fieser??

Wie viel € bekomme ich dann ein Jahr vom Arbeitsamt?

MfG
 
S

silka

Gast
Hallo, joyofrice10
Wenn ich das richtig verstanden habe, lebst du mit deiner Frau in einer BG.
Und zwar, weil das gemeinsame Einkommen für euch beide nicht reicht, den Bedarf zu decken.
Ihr seid also "Aufstocker" und kriegt ergänzendes Alg2.

Wenn dein Lohn wegen Eigenkündigung mit Sperrzeit bestraft wird, dann setzt das JC nochmals eine "Minderung nach §31SGB 2 wegen der Sperrzeit obendrauf.

Das Alg2 läuft nicht über deine Frau. Das läuft über euch beide, weil ihr verheiratet seid, also Partner seid und doch gemeinsam wirtschaftet und füreinander einsteht.
Du jetzt also auch mit für deine Frau verdienst.

Du kannst gern bis zum europäischen Gerichtshof klagen wegen dieser Doppelbestrafung.
Soviel ich weiß, wird man eigentlich für eine böse Tat nur einmal bestraft.
Warum im SGB das anders ist, kann ich nicht beantworten.
Ich habe bisher keine rechtsgrundlage gefunden, aber auch noch nie gehört, daß das als rechtswidrig zurückgenommen wurde.

Vielleicht erklärt dir das ein Jurist?

Zu den Zahlen:
Du bleibst beim JC, auch wenn du ALG1 von der Arbeitsagentur beziehst.
Du wirst auch vom JC in der Vermittlung betreut.
Mit dem Arbeitsamt/Arbeitsagentur hast du dann persönlich nichts weiter zu tun.
Alles von und mit dem JC.

Das ALG1 ist dann ab dem 4. Monat dein Einkommen.
Der Rest bis zum Bedarf wird dann vom JC aufgestockt.
Ihr bekommt dann ab dem 4.Monat mehr Alg2 als jetzt.
Weil du ja nur ALG1 bekommst.
Also insgesamt werdet ihr weniger zur Verfügung haben, denn bis auf 30,- mtl. fallen deine Freibeträge für Lohn doch dann weg.
Die 30,- gibts für das ALG1.

Ich denke, fieser als die vom JC geht nicht.

Du bekommst als ALG1 dann 60% des durchschnittlichen Nettoeinkommens der letzten 12 Monate.

Also rechne nach und such erst was passendes, bevor du den Job wegwirfst, den du hast...
 

joyofrice10

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Hallo,

ich bin's mal wieder.

Neue Sachlage steht an bzgl. meines Jobs.

Ich werde mich jetzt in dieser Woche für ein Studium bewerben welches (falls ich angenommen werde, was mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit so sein wird) ca. Ende März 2013 beginnt. Anmeldeschluss ist der 15 Januar.

Ich habe bis dahin aber ehrlich gesagt keine Lust mehr zu arbeiten also konnte ich mit meinem Chef so verbleiben dass er mich zum neuen Jahr kündigt.

So sollte ich keine Probleme mit dem JC bekommen hoffe ich mal. Ich weiß dass ich weniger Geld kriege aber das ist es mir wert und es sind ja "nur" vier Monate.

Diese Freizeit vor dem Studium muss ich mir einfach gönnen.

Meine Frage: Muss ich iwas beachten bzgl. dem JC und meiner Kündigung (seitens Arbeitgeber). Muss ich in ieiner Art und Weise das Datum vom Anmeldeschluss beachten mit der Kündigung etc.? Meine EGV wird soweit ich weiß im Dezember auslaufen. (Vereinbarung war dass ich mich am Ende des Monats melde bzgl. meiner Situation mit einem Studium dass ich mich informiere etc. und dann ggfs bewerbe welches der Fall sein wird.)

Ich werde sicherlich, wenn ich die Arbeit kündige ne neue EGV bekommen oder? (Da sie ohnehin eh schon im Dezember ausläuft)

Ne kleine Frage am Rande bzgl. der Neuberechnung vom ALG II. 715,72€ ist mein Netto Einkommen. 60% sind dann 429,43€. 30€ Freibetrag bleiben dann 399,43€ zum anrechnen. Also bekomme ich für meine Frau wie viel?

Danke nochmals für eure Hilfe.
 
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