Job gekündigt. Was hab ich für Möglichkeiten? (1 Betrachter)

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Selijovic

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Guten Tag alle zusammen,

Ich heiße Julian bin 19 Jahre alt und weiß nicht mehr weiter. Deswegen wende ich mich heute mal an euch.
Habe eben durch zufall, dieses Forum endeckt und glaube, dass der ein oder andere eine Lösung hat.

Kurz zu meiner Beruflichen Laufbahn:

Ich arbeite jetzt seid über 6 Monaten für eine Ökofrucht Firma. Meine Aufgaben beinhalten, Sortieren von Äpfeln ( Schlechte oder Kaputte raus), oder das Packen von Kisten auf die Palette ( Körperlich ziemlich anstrengend). Das Arbeitsklima ist vollkommen in Ordnung, ausser das halt wirklich wenig Leute überhaupt ein bisschen Deutsch verstehen oder Sprechen und ich als Deutscher kein Polnisch oder Romänisch kann.

Ich / wir arbeiten dort 10 Stunden am Tag, a, mindestens 5 Tage die woche, meisten müssen wir Samstags nochmal für mindestens 5 Stunden arbeiten. Das sind wirklich viele Stunden und einfach nichts für mich. Ich bin jung und möchte noch soviel im Leben sehen und unternehmen. Ich will einfach nicht nur für den Job Leben, so wie ich es grad mache.

An den Job passt mir die sehr langen Arbeitstage nicht und mit den vielen Stunden die man dort arbeiten muss. Ebenfalls blöd ist einfach, dass du dort keine guten Anschlussmöglichkeiten mit "kollegen" hast, denn wie oben schon geschrieben, einfach niemand deutsch spricht und versteht. Sprich, du bist eigendlich immer mehr allein als die anderen, denn die Reden zusammen, lachen zusammen, verstehen sich einfach und haben Spaß an der Arbeit. Ich nicht!!

Nun, ab morgen werde ich nicht mehr hingehen und meinen Chef bescheid sagen, dass ich aufhöre.

Ich bin schon seid Tagen am gucken was man machen könnte, was auf "jobbörse" angeboten wird, etc.
90% sind wirklich nur Zeitarbeitsfirmen, womit ich keine Erfahrung habe. Ob gut oder schlecht weiß ich nicht,. Hab bis jetzt aber auch nur negatives über Zeitarbeitsfirmen gelesen.

Das Amt, möchte ich ungern bescheid sagen, da sie mich sonst nerven und ich schonmal für knapp ein halbes Jahr zuhause war. Das war die Höhle. Tausend mal Termine vereinbaren, reden, gucken und böd anmachen lassen von meiner damaligen Sachbearbeiterin.

Ich hoffe es gibt hier ein paar Leute, die mir weiterhelfen können, bzw mir tipps oder tricks nennen können. Momenten bin ich schon etwas verzweifelt, weil ich einfach Angst habe nichts zu finden,


Ich danke euch fürs Lesen,


PS: Eine Ausbildung würde für mich eher nicht in Frage kommen. Hab zwar einen guten Hauptschulabschluss aber ich bin einfach nicht der Schultyp. Keine Lust nochmal 3 Jahre die Schulbank zu drücken.


Liebe grüße
Julian
 
G

Gast1

Gast
Hi Selijovic,

hoffentlich ist "Selijovic" nicht Dein echter Nachname, denn das Internet vergisst nie. Man sollte sich im Internet, in dessen öffentlichen Bereichen, nicht mit seinem Klarnamen bewegen. "Selijovic" ist jetzt über eine Google-Suche in diesem Forum, in diesem Thread auffindbar.

Zu Deinem Thread:

1. Jeden Tag 10 h arbeiten (ohne dass hierin Pausenzeiten enthalten sind) verstößt gegen das Arbeitszeitgesetz. Dein Arbeitgeber verstößt somit gegen das Gesetz, falls die reine tägliche Arbeitszeit von Mo bis Fr 10 h beträgt.

Ich zitiere aus § 3 des Arbeitszeitgesetzes:

Die werktägliche Arbeitszeit der Arbeitnehmer darf acht Stunden nicht überschreiten. Sie kann auf bis zu zehn Stunden nur verlängert werden, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen im Durchschnitt acht Stunden werktäglich nicht überschritten werden.
2. Wenn Du Deinen Job morgen kündigst, und Du musst dann Hartz IV beziehen, wird Dich das Jobcenter sanktionieren. Und zwar im ersten Schritt so, dass das Jobcenter nur Deine Mietkosten und Deine Krankenkasse übernimmt. Dein Regelsatz wird komplett gekürzt, um 100%. Dies alles für 3 Monate. Im zweiten Schritt, falls Du also innerhalb eines Jahres ein weiteres Mal z.B. einen Job ohne wichtigen Grund kündigst, sieht die dann eintretenden Sanktion so aus: Weder Deine Miete, noch Deine Krankenkasse bezahlt das Jobcenter dann, und Dein Regelsatz wird um 100% gestrichen. Dies alles auch wieder für die Dauer von 3 Monaten.

3. Du willst also keine Ausbildung machen. Dann frage ich Dich: Willst Du für den Rest Deines Lebens nur schlechtbezahlte Helferjobs machen und zwischen ihnen vom Jobcenter abhängig sein, das Dich drangsaliert?
 
Zuletzt bearbeitet:
A

ALGler

Gast
Hallo Selijovic,

schlaraffenland hat ja bereits alles gesagt was zu sagen war.

Um dir den ALG 2 Stress zu ersparen würde ich erst kündigen wenn du etwas Neues gefunden hast. ZAF sind zwar nicht die erste Wahl, manchmal aber eine nachdenkenswerte Option beim Neustart.


Also viel Erfolg bei der Suche und Gruß vom ALGler
 
M

mucel

Gast
PS: Eine Ausbildung würde für mich eher nicht in Frage kommen. Hab zwar einen guten Hauptschulabschluss aber ich bin einfach nicht der Schultyp. Keine Lust nochmal 3 Jahre die Schulbank zu drücken.
Das scheint in deinem Fall aber wirklich schade zu sein!

Dein Text ist ziemlich strukturiert und mal abgesehen von ein paar "allgemeinüblichen Rechtschreibfehlern"
für einen 19 jährigen echt gut. Also zumindest das Schreiben hast du drauf. Wenn du, was das Rechnen angeht, auf ähnlichem Niveau bist, dann wäre das echt schon fast eine Schande, wenn du dein Talent und deinen Verstand nicht nutzt und auf eine Ausbildung verzichtest.

Je nachdem, was für eine Ausbildung das wäre/wird, sind auch die heute nicht mehr unbedingt viel schlechter bezahlt, als die Jobs die dir ohne Ausbildung als Möglichkeiten bleiben. Wobei dann die Frage wäre, ob diese Jobs mal abgesehen von der Bezahlung, auf Dauer deinem offensichtlich ja vorhandenen geistigen Leistungsvermögen (deinem Verstand) gerecht werden.
 

Kerstin_K

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Hast Du eigentlich keine Kuendigungsfrist?
 

Selijovic

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Hallo,

danke für eure Antworten und tipps.

Leider bin ich was das betrifft, eher ein kleiner Sturkopf. Ich hab einfach keine Lust mehr auf die Arbeit. Alles geht mir auf den Sack und schlechte Laune ist ebenfalls da.

Bis jetzt hat mir jeder gesagt, dass ich eine Ausbildung anfangen sollte.
Also, ich bin nicht sonderlich erstaunt, dass hier ebenfalls welche Sind, die mir das Vorschlagen.

Ich denke das ich eine Ausbildung für dieses Jahr suche und mit etwas Glück bekomme ich noch eine.
Wenn ich eine gefunden habe und der Vertrag Unterschrieben ist, habe ich wohl nicht mehr so das Problem "Job finden"

Kündigungsfrist habe ich, soweit ich weiß 3 Monate. Aber die werd ich nicht einhalten. Da ich einfach so unmotiviert bin, dort noch irgendetwas zu machen. Vielleicht versuch ich noch so lang es geht, krank zu machen, kommt natürlich total scheiße rüber, aber da ich sowieso aufhören möchte, dürfte das mit dem "rüber kommen" wohl eher egal sein.


Mein Plan: Ausbildung suchen und durchziehen. Wenn man will schafft man alles. Und ich denke, dass ich das Zeug dafür habe. Ich werds schaffen!
 

arbeitsloskr

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Ich bin schon seid Tagen am gucken was man machen könnte, was auf "jobbörse" angeboten wird, etc.
90% sind wirklich nur Zeitarbeitsfirmen, womit ich keine Erfahrung habe. Ob gut oder schlecht weiß ich nicht,. Hab bis jetzt aber auch nur negatives über Zeitarbeitsfirmen gelesen.
Hallo Julian,

ein kleiner Tipp zur Benutzung der Jobbörse der AfA (sofern nicht schon bekannt), man kann dort unter "Erweiterte Suche" -> "Branchengruppen verwalten" ZAF und PAV abwählen, dann siehst du nur noch Stellen, von Unternehmen, die direkt einstellen. Allerdings "tarnen" sich einige ZAF als "Unternehmensberatung".

Ich denke das ich eine Ausbildung für dieses Jahr suche und mit etwas Glück bekomme ich noch eine.
Wenn ich eine gefunden habe und der Vertrag Unterschrieben ist, habe ich wohl nicht mehr so das Problem "Job finden"
Mit einer Ausbildung kann es leichter werden einen Job in jenem Bereich zu finden. Wichtiger dabei ist aber, dass du bei zukünftigen Arbeitslosigkeiten seitens AfA/JC nicht zu irgendwelchen "Berufserprobungen" oder ähnlichem verpflichtet werden kannst, sofern es sich um eine marktgängige und nachgefragte Ausbildung handelt und du hast Anspruch auf den jeweiligen Tariflohn/Tarifstufe für gelernte Mitarbeiter, sofern das jeweilige Unternehmen tarifgebunden ist.

Kündigungsfrist habe ich, soweit ich weiß 3 Monate. Aber die werd ich nicht einhalten. Da ich einfach so unmotiviert bin, dort noch irgendetwas zu machen. Vielleicht versuch ich noch so lang es geht, krank zu machen, kommt natürlich total Exkrement rüber, aber da ich sowieso aufhören möchte, dürfte das mit dem "rüber kommen" wohl eher egal sein.
Das ist eine ganz schlechte Idee, denn gerade bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle werden dich die Unternehmen fragen, wie du bisher in deinem jetzigen Job arbeitest. Hören die von dir oder lesen sie aus deinem Arbeitszeugnis, dass du zum Ende hin unmotiviert gearbeitet hast, dann wird es für dich schwieriger eine Ausbildungsstelle zu finden.
Gleichzeitig solltest du eine Kündigung seitens AG nicht so leichtfertig provozieren, denn sobald du auf ALG 2 angewiesen bist, unterliegst du deren Regelungen für Leute U 25 (diese wurden hier von schlaraffenland bereits genannt).
 

Michau

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Also hast du vor dein ganzes leben lang aushilfsjobs zu machen und dabei wohl immer mindestlohn zu verdienen? es ist nicht witzig von 8,81 euro die stunde zu leben.

ich hab 16 euro die stunde und kann mir kaum ne wohnung leisten in einer angesagten stadt oder geschweige ein kind zu unterhalten...

davon kannst du dir kein richtiges auto kaufen, keine guten möbel kaufen, keine kaution ansparen etc. ====>> das leben ist nicht das leben was man sich mit 19 erhofft....

abgesehen davon ist berufschule gar nicht so schlimm - normalerweise nur 1 tag in der woche und je nach beruf relativ easy.

mach dir bitte gedanken, ob du nicht dir den "stress" 3 jahre lang geben willst und dafür dann 45 jahre ein leichteres leben hast, ich hoffe du entscheidest dich für das richtige bald, mit jedem jahr wird es schwieriger sein eine ausbildung zu finden.....mit 25 will dich niemand mehr.....
 

Birgit63

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Wie kann man mit 19 Jahren schon so unmotiviert sein. Eine Ausbildung ist immer der beste Weg. Allerdings bezweifel ich, dass du die durchhälst. Man darf nicht vergessen, dass du als Azubi sicherlich ne Ecke weniger verdienst als jetzt. Auch wenn der Job jetzt bestimmt nicht der Supergau ist. Aber zu deinem Azubigehalt bekommst du ja noch das Kindergeld. Also mach dich auf den Weg. Such dir einen Ausbildungsplatz und zieh die Ausbildung durch. Ansonsten sehe ich für dich schwarz. Irgendwie klingst du nach null Bock. Bei null Bock ist das Amt sehr ungnädig.
 

Gaestin

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Birgit hat recht. Sehr. Aber wenn Du für den Rest Deines Lebens
Mindestlohn haben willst, dann verzichte auf die Ausbildung.
Ich würde an Deiner Stelle erwägen, Realschul-Online zu machen
und zu versuchen, einen Realschulabschluss zu erreichen, da gibt
es bessere Ausbildungen. Es wird mit Hauptschulabschluss nicht einfach sein.
Gibt es einen Beruf, den Du wirklich GERN ergreifen würdest,
also nicht nur fürs Geld?
 

Doppeloma

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Hallo Julian,

Ich arbeite jetzt seid über 6 Monaten für eine Ökofrucht Firma.
was hast du davor gemacht, gerade erst die Schule beendet, hast du schon eine eigene Wohnung oder lebst du noch bei deinen Eltern ?

Nun, ab morgen werde ich nicht mehr hingehen und meinen Chef bescheid sagen, dass ich aufhöre.
Das klingt (leider) alles noch nicht besonders "erwachsen", es wird nicht reichen deinem Chef einfach zu sagen "morgen komme ich nicht mehr", du hast einen Arbeitsvertrag und daraus ergeben sich selbst dann noch gewisse Verpflichtungen wenn man "keinen Bock mehr hat" ... eine Kündigung hat schon rechtlich gesehen schriftlich zu erfolgen.

Kündigungsfrist habe ich, soweit ich weiß 3 Monate. Aber die werd ich nicht einhalten.
Nach 6 Monaten Beschäftigung (da ist ja gerade die Probezeit abgelaufen) kann ich mir das nicht vorstellen, da sind Kündigungsfristen in der Regel noch nicht so lang.
Vielleicht solltest du mal nachlesen was du dazu im Arbeitsvertrag unterschrieben hast, du kannst nicht einfach "wegbleiben" wenn du keine Lust mehr hast.

Du möchtest also ohne Amt auskommen, schon um dort Ärger aus dem Wege zu gehen ...

Dann bist du nicht mehr Krankenversichert und kannst auch keine laufenden Kosten mehr bezahlen, es sei denn du lebst tatsächlich noch bei deinen Eltern, dann werden die für dich aufkommen müssen bis du wieder Arbeit gefunden hast oder besser einen Ausbildungsplatz.

Da schließe ich mich durchaus an, dass es wohl auf die Dauer der bessere Weg sein wird für deine weitere Zukunft, sonst wirst du immer wieder in solchen "Hilfs-Arbeiter-Jobs" landen, mit denen du nicht langfristig (wenigstens überwiegend) zufrieden sein kannst.

Hast du im realen Leben keine Freunde / Eltern / vielleicht sogar Geschwister mit denen du darüber mal genauer sprechen könntest, was so für dich eine gute Lösung wäre beruflich oder geh mal zur Berufsberatung bei der Agentur für Arbeit (BIZ), die sollen gar nicht so schlecht sein.

Hast du erwartet, dass dir hier eher Niemand anraten wird lieber zunächst eine Ausbildung anzustreben, es klingt nicht danach, dass du sehr erfreut darüber bist. :icon_kinn:

Aber denk mal darüber nach, dass es immer schwieriger wird, je älter man mal ist noch einen Beruf zu erlernen und dann auch einen AG damit zu finden, bei dem man sich vielleicht sogar langfristig wohlfühlen könnte.

MfG Doppeloma
 

Birgit63

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Ja ich verstehe das auch nicht. Unsere Tochter hatte eine Ausbildung angefangen. Im zweiten Lehrjahr teilte sie uns mit, dass das nicht das ist, was sie sich vorgestellt hat. Wir haben mit ihr darüber nachgedacht, was sie nun machen soll. Sie hat sich dann entschlossen, sich einen Ausbildungsplatz in einem anderen Beruf (war eigentlich sowieso ihr Traumberuf, den konnte sie aber erst ab 18 erlernen) zu suchen und wenn sie diesen hat, die erste Ausbildung abzubrechen. Genau so hat sie es gemacht. So hat sie keine Lücke im Lebenslauf. Das ist in der heutigen Zeit sehr wichtig. Rede mit deinen Eltern darüber. Denkt gemeinsam darüber nach und nimm einen Rat von Erwachsenen an. So wie du das durchziehen willst, geht der Schuss nach hinten los.
 
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