Job Center Antwort auf Terminabsage meiner Söhne (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

utafu

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schlimm

zu meiner Zeit durfte man eine Schule erstmal zu Ende bringen

und dann

igitt
 
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Ramblin Man

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Man bringt!! die Schule zuende und läßt sich diesbezüglich nicht von diesen Damen und Herren auf der Nase herumtanzen.
 
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Ramblin Man

Gast
Was unterscheidet Schüler, deren Eltern ALG2 beziehen, von solchen, die das nicht tun?
Hier wird wieder vorurteilsbeladen eine Zweiklassengesellschaft herangezüchtet.

Wäre die Mutter "steinreich", würde es diese "Berufsberater" einen Dreck kümmern, ob das Kind einen Abschluss schafft oder nicht.

Ein Freund von mir arbeitet in einer Privatschule, in der die die dümmsten Bälger reicher Eltern laut seinen Aussagen ein Gossenverhalten an den Tag legen, das seinesgleichen sucht.

Ich weiss dies nicht, aber ist das wirklich notwendig, dass die Kinder dahin müssen, unter Androhungen, und erstmals sturmreif geschossen werden für Zeitarbeit und co??

Meines Wissens (vielleicht gibt es gesetzliche Neuerungen) müssen sie keineswegs Zeugnisse und co vorlegen.

Ich würde mich an Stelle der TE erstmals an berufener Stelle darüber erkundigen, ob dem wirklich so ist, wie diese SB schreibt und dann weitersehen.

Die vorzeitige Diskriminierung dieser jungen Menschen geht gar nicht.
 

gelibeh

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In dem ganzen Schreiben finde ich nichts von einer Rechtsgrundlage, nach der denen das gestattet ist. Ohne dass die die mir nennen, würde ich meine Kinder nicht dort hin schicken.
 

Texter50

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In dem ganzen Schreiben finde ich nichts von einer Rechtsgrundlage, nach der denen das gestattet ist. Ohne dass die die mir nennen, würde ich meine Kinder nicht dort hin schicken.
Wahrscheinlich versucht sich wieder ein SB mit selbstverfassten Traktaten zu etablieren! Ich hab so was ähnliches die Tage hier schon mal gelesen:

Hartz4 Schüler werden mit Sanktionen bedroht - Gesellschaft, Politik, Wirtschaft - Gesellschaft und Politik - Seite 1 - spin.de

Vieleicht findet noch wer was, ich habs über die Suchmaschine gefunden.
 
E

ExitUser

Gast
Was unterscheidet Schüler, deren Eltern ALG2 beziehen, von solchen, die das nicht tun?
Hier wird wieder vorurteilsbeladen eine Zweiklassengesellschaft herangezüchtet.

Wäre die Mutter "steinreich", würde es diese "Berufsberater" einen Dreck kümmern, ob das Kind einen Abschluss schafft oder nicht.


Ein Freund von mir arbeitet in einer Privatschule, in der die die dümmsten Bälger reicher Eltern laut seinen Aussagen ein Gossenverhalten an den Tag legen, das seinesgleichen sucht.

Ich weiss dies nicht, aber ist das wirklich notwendig, dass die Kinder dahin müssen, unter Androhungen, und erstmals sturmreif geschossen werden für Zeitarbeit und co??

Meines Wissens (vielleicht gibt es gesetzliche Neuerungen) müssen sie keineswegs Zeugnisse und co vorlegen.

Ich würde mich an Stelle der TE erstmals an berufener Stelle darüber erkundigen, ob dem wirklich so ist, wie diese SB schreibt und dann weitersehen.

Die vorzeitige Diskriminierung dieser jungen Menschen geht gar nicht.
Das mag daran liegen, dass die "steinreiche Mutter" das Faulsein und die Dummheit ihrer Kinder aus eigenen Mitteln finanzieren würde und somit gar nicht auf einen Berufsberater angewiesen wäre.
 

Anna B.

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so sehe ich das auch...

wenn die KInder eh erst 2016 und 17 die Schule verlassen,dann dürfte es jetzt ein wenig früh sein, um schon mal Bewerbungsschreiben zu üben...

und Berufsberatung? die ist 1. freiwillig und 2. wird die doch in den SChulen angeboten...von der Agentur für ARbeit und nicht vom Job-Center...!!

Berufsberatung ist eine Leistung der Agentur für ARbeit...freiwillige Leistung..dazu darf niemand verdonnert werden....

und ob ein Schüler in seinen Leistungen abfällt oder nicht..das geht einen SB des JC nun gar nichts an..

demnächst müssen die Mädels den SB noch mitteilen, ob ihre Periode pünktlich ist, damit sie überwachen können, ob noch ein weiteres Mitglied zur Bedarfsgemeisnchaft dazu kommt...
oder die Mädels müssen sich demnächst jeden morgen die Pille beim JC abholen...

so langsam gehört denen aber wirklich mal gezeigt, wo der Hammer hängt...

ich würde mich auch mit dem Datenschutz in Verbindung setzen, ob nun derartige Daten (Zeugnisse, Info's über Zensuren usw.) vom JC gefordert werden dürfen...

manchmal muss man einfach den Weg des Widerstandes gehen...denn heute wollen sie die Zeugnisse und morgen das ganze Kind...

wie im Fall mit der Wegeunfähigkeitsbescheinigung...

sie haben so lange Druck gemacht, dass ein Arbeitsunfähiger nun automatisch die WUB mit einreicht und was nun? Nun reicht die nicht...er wäre nicht au und nicht wegeunfähig....

wir müssen wirklich alle dazu übergehen, und bei jedem problematischen Fall die Gerichte einschalten..so langsam nimmt es ja überhand...
 

Markus1977

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Das stimmt, Anna.

Wir leben Hier in einem Staat, in dem man nur noch überlebt, indem man mit allen rechtlichen Mitteln gegen offenkundig volksfeindliche Behörden (AA, JC, Versorgungsämter, Landratsämter, Sozialämter, DRV) vorgeht.
 

Markus1977

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Eben, Schüler sind keine Arbeitnehmer.

Ich würde mir einen Beratungshilfeschein holen, zum SGB-Anwalt gehen und Der soll doch mal einen "netten" Brief an diese Schergen schicken.
 

Seepferdchen 2010

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utafu

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Eben, Schüler sind keine Arbeitnehmer.

Ich würde mir einen Beratungshilfeschein holen, zum SGB-Anwalt gehen und Der soll doch mal einen "netten" Brief an diese Schergen schicken.
Ich habe einen Anwalt als Bekannten ....der kann meine "Negativhaltung " nicht nachvollziehen ...die wollen doch alle nur unserer Bestes:icon_dampf:
 

EyeODragon

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Das mag daran liegen, dass die "steinreiche Mutter" das Faulsein und die Dummheit ihrer Kinder aus eigenen Mitteln finanzieren würde und somit gar nicht auf einen Berufsberater angewiesen wäre.
Es ist aber wie schon in deinem zitierten Beitrag ein Vorurteil gegenüber Kindern, die in Bedarfsgemeinschaften leben. Anscheinend geht man davon aus, das diese Kinder als Traumbeschäftigung "rumharzen" wollen. Das wird vielleicht auf wenige Jugendliche zutreffen, die allerdings die Schule schwänzen, da kann ich denn bei Maßnahmen diese Haltung vom Jobcenter nachvollziehen, aber nicht grundsätzlich bei allen Kindern von ALG II Empfängern.

Genau diese Bilder werden in die Köpfe gesetzt, Eltern angeblich faul und arbeitsunwillig, Kind dann automatisch auch, eine absolute Katastrophe dieses Verhalten.

Vor allem werden die Schüler in den letzten Jahrgängen automatisch von der Agentur für Arbeit betreut inklusive dem Besuch eines Berufsberaters bzw. Besuch in der Agentur für Arbeit der gesamten Klasse. Der Berufsberater kann gerne mit einer Notiz in seinen Unterlagen zu gewissen Schülern in die Veranstaltung gehen, natürlich aber unauffällig dann agieren, wenn die Berufswünsche von entsprechenden Kindern kommen und irgendwie merkwürdig dabei agieren, dann kann man immer noch reagieren, aber nicht grundsätzlich.
 

utafu

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Vor allem werden die Schüler in den letzten Jahrgängen automatisch von der Agentur für Arbeit betreut inklusive dem Besuch eines Berufsberaters bzw. Besuch in der Agentur für Arbeit der gesamten Klasse. Der Berufsberater kann gerne mit einer Notiz in seinen Unterlagen zu gewissen Schülern in die Veranstaltung gehen, natürlich aber unauffällig dann agieren, wenn die Berufswünsche von entsprechenden Kindern kommen und irgendwie merkwürdig dabei agieren, kann man immer noch reagieren, aber nicht grundsätzlich.


So wie untem im Artikel ist es bei uns auch .
Die Berufsberatung der BA die in die Schule kommt, darf nicht mehr mit BG-Kindern sprechen.

Für Hartz-IV-Kinder sind nun Jobcenter zuständig: Zwei Klassen bei der Berufsberatung | Archiv*- Berliner Zeitung
Die Trennung geht quer durch die Klassen: Ab sofort müssen sich Kinder, deren Eltern Arbeitslosengeld II beziehen, für eine Berufsberatung an die Jobcenter wenden. Dagegen sind für ihre Mitschüler weiterhin die Arbeitsagenturen zuständig. In einem Merkblatt, das an den Schulen verteilt wird, weist die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit auf diese Neuerung nach den Winterferien hin.
 

Sonntagsmaja

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Ich würde, gerade weil keine §§ die "Zwangsvorführung" angegeben wurden, von meinem Aufenthaltsbestimmungsrecht gebrauch machen und statt der Kinder als Bevollmächtigter selbst den Termin wahrnehmen:icon_idee:

Das kannst Du, das darfst Du, weil dieses Recht gesetzlich verankert ist (im Gegensatz zu der eigenmächtigen Darstellung des Jobcenters). Den dazugehörigen § haust Du denen um die Ohren ->>
BGB § 1631
Inhalt und Grenzen der Personensorge

(1) Die Personensorge umfasst insbesondere die Pflicht und das Recht, das Kind zu pflegen, zu erziehen, zu beaufsichtigen und seinen Aufenthalt zu bestimmen.
 

biddy

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@utafu

Könntest Du das bzw. die Einladungsschreiben (wegen der Paragraphen und überhaupt) auch noch mal anonymisiert hier hochladen?
 

heutehier

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Ich würde, gerade weil keine §§ die "Zwangsvorführung" angegeben wurden, von meinem Aufenthaltsbestimmungsrecht gebrauch machen und statt der Kinder als Bevollmächtigter selbst den Termin wahrnehmen:icon_idee:

Das kannst Du, das darfst Du, weil dieses Recht gesetzlich verankert ist (im Gegensatz zu der eigenmächtigen Darstellung des Jobcenters). Den dazugehörigen § haust Du denen um die Ohren ->>
das Aufenthalstbestimmungsrecht hat auch seine Grenzen z. B. Schule
 

Sonntagsmaja

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das Aufenthalstbestimmungsrecht hat auch seine Grenzen z. B. Schule
Stimmt. Denn da greift die Schulpflicht. Aber die Pflicht zum Besuch eines SBs im Jobcenter ist für Minderjährige nicht gesetzlich verankert.
Wohl aber daß ein Bevollmächtigter für Dich, ergo auch Du für Deiner Kinder, diesen Termin wahrnimmt.

Wer da meint das gelte in dem Fall nicht, möge mir den/die §§ dazu benennen:icon_confused:
 

Hamburgeryn1

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Stimmt. Denn da greift die Schulpflicht. Aber die Pflicht zum Besuch eines SBs im Jobcenter ist für Minderjährige nicht gesetzlich verankert.
Mit dem Hinweis auf die Schulpflicht habe ich damals bei meinen Töchern argumentiert.

Meine Jüngste war damals just 15 geworden, als die SB das dringende Bedürfnis verspürte, sie während des Schulunterrichts zu einem Sinnlos-Gespräch über die berufliche Zukunft vorladen zu müssen.

Ich habe der SB sinngemäss zurückgeschrieben, dass meine Tochter der allgemeinen Schulpflicht untersteht.

Als Erziehungsberechtigte habe den gesetzlichen Auftrag, dafür Sorge zu tragen, dass meine Tochter täglich am Schulunterricht teilnimmt.
Anlage: 1 Schulbescheinigung

Daraufhin folgte zunächst nichts mehr seitens des JC.

Ein gutes Jahr später - meine Tochter war zwischenzeitlich 17 geworden - trudelte erneut eine Vorladung ins Haus.
Kurz zuvor hatte mein Nachwuchs gerade auf eine Fachschule mit dem Ziel des fachbezogenen Realschulabschlusses - gewechselt.

Wieder wünschte eine SB meine Tochter während der Unterrichtszeit zu sehen.

Erneut schrieb ich einen Dreizeiler, verwies dabei auf die Schulpflicht, mein Erziehungsrecht -und pflicht, das Hamburgische Schulgesetz und auf einen Zusatz der Schulbescheinigung, aus dem explizit hervorging, dass es sich bei der Unterrichtsform um eine ausbildungsbezogene Beschulung handelt, bei der tägliche Anwesenheitspflicht zwingende Voraussetzung für den Abschluss ist.
Anlage: 1 Schulbescheinigung

Wieder war Ruhe im JC.
Wohl aber daß ein Bevollmächtigter für Dich, ergo auch Du für Deiner Kinder, diesen Termin wahrnimmt.
So sieht es aus.

Schließlich hat man als Erziehungsberechtigte nicht nur das Recht die Interessen des Kindes überall zu vertreten, man hat sogar die Pflicht es zu tun!

Persönlich würde ich mein Kind zur Schule schicken, mir einen Beistand suchen, bei der SB aufschlagen, mir ihr Verslein anhören; erklären, dass mein Filius bis "in alle Ewigkeiten" die Schule besuchen wird und mir am Ende die Anwesenheit bestätigen lassen.
 
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