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Job auf Honorarbasis - Berechnung?

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Nicht offen für weitere Antworten.

DomiOh

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#1
Hallo,

ich habe die Möglichkeit einen Job auf Honorarbasis zu bekommen.
Meine Frage dazu: Wie wird das bei der ArGe abgerechnet.

Hypotetisches Rechenbeispiel:

ALG-II mtl. 1300 EUR
Honorar 1426 EUR

Dieses Honrar übersteigt meinen Anspruch auf ALG-II
ABER: Ich muss dann die Krankenversicherung und Rentenversicherung selber tragen. Das sind ca. 450 Euro.
1426 - 450 = 976 Euro.
Außerdem würden nach einem Jahr auch 19% UmSt fällig (da das Einkommen höher als 15000 Euro pro Jahr wäre).
Das heisst, da bleibt noch weniger übrig.

Wie sieht es da mit ALG-II aus? Weiß das evtl. jemand?
 

Rounddancer

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#2
Nein, da wird nur das "bereinigte Nettoeinkommen" berücksichtigt, d.h. was zeitnah an Kosten anfällt, um das Honorar zu bekommen, wird vor der Anrechnung auf ALG II abgezogen,-
wichtig ist nur, daß Du mit Deinem SB ausmachst, daß Du mit denen nicht monatlich, sondern alles 12 oder 6 Monate, in der Not alle 3 Monate abrechnest. Monatlich ist blöd, weil dann fällt das Honorar in den einen, die Kosten aber in den anderen Monat,- dann haste im einen Monat zuviel Zufluß, im anderen keinen,- aber Kosten weden nur dann verrechnet, wenn im selben Zeitraum auch Zufluß ist, sonst sind die aus Sicht des Amtes Deine Privatsache,- und das ist so unpräktisch wie blöd.
Für die Steuer mußte natürlich Rücklagen bilden können,- auch wenn das ein arger SB einer argen Arge nicht einsieht, am Besten schickste das, was eh der Steuer dann u.U. zusteht, gleich in dem Monat, in dem der Zufluß reinkommt, anteilig an das Finanzamt,- und wenn dann am Jahresende tatsächlich Umsatzsteuerpflicht besteht, dann haste die schon geleistet, haste keine, kommts ja wieder raus, bzw Du kannst das dann u.U. aufs Folgejahr übertagen lassen (in der Hoffnung, daß Du dann ohne das aufstockende Alg II auskommen kannst...)

Mach Dich auch sachkundig zum Thema Einstiegsgeld,- das wird zwar mit Zuflüssen verrechnet, kann aber eine Erleichterung am Anfang sein.

Siehe auch z.B. die Infos bei
https://www.xing.com/net/existenzgruender/
(XING-Basis-Mitgliedschaft (=gratis) reicht, um bei XING-Gruppen mitmachen zu können.)
 

DomiOh

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#3
Und das bedeutet? Das ich im Endeffekt weniger übrig habe, als ich mit ALG-II hätte?
Da ist doch irgendwo ein großer Fehler im System.
 

Rounddancer

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#4
Je größer der Abrechnungszeitraum zwischen Deinem SB und Dir ist, desto geringer ist diese Gefahr.

Und wenn Du Einstiegsgeld kriegst, laufen Renten- und Krankenversicherung eh weiter übers Alg II.
 

DomiOh

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#5
Ich denke, das Risiko ist mir zu groß.
Und wieder: Ein Arbeitsloser der einen Job aufgrund der Engstirnigkeit unserer Gesetzte nicht annehmen kann.
Pech für die Arge, pech für mich.
 

Rounddancer

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#6
Ich würds erst mal probieren, mit einem Beistand, vielleicht mitt einem, der selbst aus Alg II selbstständig wurde, hin, und mit dem SB verhandeln über einen Abrechnungszeitraum (=möglichst lang),- es gibt durchaus SB, die da zugänglich siind.
Und PAp's, die sich den SB zur Seite nehmen und ihm raten, dem "Kunden" nicht in den Rücken zu fallen, sondern ihn zu unterstützen.

Nur nicht vorschnell die Flinte ins Korn werfen!
 

DomiOh

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#7
Das Problem liegt bei mir da, dass ich am Montag einen Probetag arbeiten soll. Bis dahin habe ich keinerlei Möglichkeiten, meinen FM irgendwie zu erreichen.

Der potenzielle Arbeitgeber hat es da sehr eilig. Ich hätte schon Anfang dieser Woche probearbeiten sollen, jedoch habe ich es da schon verschoben.
Seitdem versuche ich, meinen FM, meinen Sachbearbeiter in der Leistungsabteilung oder sonstwen zu erreichen.
Ohne Erfolg.

Den Einzigen den ich erreiche ist die besch...eidene Hotline.
 

Kerstin_K

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#8
Probetag bei Arbeit auf Honorarbasis? Was soll sowas denn?

Also für mich riecht das doch sehr nach Scheinselbständigkeit. Will der AG vielleicht die Sozialabgaben sparen?
 

DomiOh

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#9
Das hat schon alles seine Richtigkeit.
Das ist in der Branche um die es geht üblich.
 

Rounddancer

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#10
Dann schreib(!) das Deinem SB,- und na mach den Probetag,-
bevor ein anderer Dir die Chance wegschnappt oder der Auftraggeber merkt, daß er es auch selbst machen könnte,

und wenn mehr drauß wird, na sagst Deinem SB, wie es weitergehen wird.

Merke: Wer kämpft, kann verlieren, aber wer nicht kämpft, hat schon verloren.
 

DomiOh

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#11
Ganz ehrlich und auf die Gefahr (oder das Wissen) hin, dass jetzt wieder die ganzen Buh-Rufe kommen: Ich habe es satt zu kämpfen.

Ich habe in meinem relativ kurzen Leben (bin 33) sooft gekämpft (allerdings nicht nur mit der ArGe), dass ich die Nase echt voll habe vom Kämpfen. Besonders für eine Sache, die sich für mich im Endeffekt nicht wirklich lohnt.
 

Rounddancer

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#12
Warum nicht lohnt? Du willst doch wieder eine bezahlte Arbeit haben,- und raus aus der Misere,- oder nicht? Schlimmer als jetzt, tiefer als jetzt, gehts eh nimmer, also kann es nur aufwärts gehen.
 

DomiOh

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#13
Ganz einfach, weil Arbeit auf Honorarbasis keine gesicherte Arbeit ist...
 

Rounddancer

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#14
Das ist Sache des Vertrages.
Zudem kannste Dir ja dann weitere Aufträge anderer Auftraggeber an Land ziehen. Und wenn Du Deine Sache gut machst, hilft auch Mund-zu-Mund-Propaganda Dir weiter.
 
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