Jetzt Sozialhilfe, bald Eingliederungshilfe und Bundesteilhabe ?

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hansgans

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Hallo zusammen,

ich möchte mich informieren, wie es finanziell für mich weitergehen kann, da ich mich im Stich gelassen fühle, obwohl ich krank bin und ich alleine dastehe. Fallmanagerin nimmt Lage nicht allzu ernst und ich blicke bei all den Gesetzen noch nicht vollständig durch, daher habe ich Fragen:

Kurze Zusammenfassung der Situation:
Alter 35+
Sozialhilfe SGB XII
Volle Erwerbsunfähigkeitsrente
nun Grad der Behinderung von 50 (Psyche)

1. Kann ich einen Mehrbedarf beantragen, da ich EU-Rente bekomme und nun den Schwerbehindertenausweis habe?
2. Wäre nicht eigentlich die Eingliederungshilfe (neu SGB IX) deshalb für mich zuständig an Leistungen und nicht die Sozialhilfe?
3. Greift ab 2020 das Bundesteilhabegesetz für mich? Wäre interessant zwecks Partnereinkommen und Vermögen!
4. Welcher Dienst kann mich für Rehabilitation beraten und kann ich Persönliches Budget für Psychotherapie beantragen?

Vielen Dank für Ratschläge
 

hansgans

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Hallo danke erstmal für die Antworten, auch wenn noch nicht komplett.

1. Ich habe doch einen Schwerbehindertenausweis, aufgrund psychischer Probleme, steht mir da kein Geld zu, nur weil ich nicht gehbehindert bin? Ist eine körperliche Beeinträchtigung also schlimmer als meine Panikattacken, Phobien und Depression? Hmm, was kann ich da denn tun?

2. Eingliederungshilfe wäre Einzelfallhilfe und soetwas, richtig? Gut, dann werde ich das beantragen.

3. Wie sieht es denn aus mit SGB IX ab 2020? Falle ich dort rein, weil ich EU-Rentner bin? Oder brauche ich da auch wieder nen Rollstuhl?

4. Ich hatte eine Therapie, nun wird keine weitere von der Kasse bewilligt, außer eine andere Therapieform, bringt mir aber nichts. Daher meine Idee, die Therapiesitzungen mit Persönlichem Budget selbst zu zahlen?

Was meinen Sie? Danke.
 

hansgans

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Das hat mit nicht gefallen nichts zu tun, ich werde einfach Eingliederungshilfe in Anspruch nehmen und dann falle ich sowieso 2020 unter das Bundesteilhabegesetz. Soweit richtig?
Zudem habe ich mir mal Termine bei verschiedenen Eingliederungs/Reha Trägern gemacht, die mich besser beraten können. Ich denke das macht für mich mehr Sinn.
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

Gast
Die Eingliederungshilfe ist was anderes als GruSi/Hilfe zum Lebensunterhalt, deswegen werden SGB XII und SGB IX ja getrennt. GruSi/HzL laufen weiter wie bisher (nur mit höherem Schonvermögen).
Die Änderung in den Vermögens- und Verdienstgrenzen und in Sachen Partnereinkommen sind daher nur für Leute relevant, die nicht auf Sozialleistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts angewiesen sind.

Unter Eingliederungshilfe Teilhabeleistungen wie z.B. ambulant betreutes Wohnen, Elternassistenz, Mitgliedschaft im Sportverein oder Begleitung zu kulturellen Veranstaltungen u.ä..

Eine Psychotherapie kann man darüber eigentlich nicht finanzieren. Meine Ergotherapeutin rechnet bei Klienten, wo es anders nicht geht, darüber übers persönliche Budget aber Betreuungsstunden ab, so ein bisschen lässt sich da wohl mauscheln. ;) Der Stundensatz reicht aber nicht für Psychotherapie.
Ich hab aber vor, Psychotherapie einfach mal darüber zu beantragen, wenn sie bei mir über die KK ausgelaufen ist. Kann man ja gut begründen, dass die Weiterführung der Therapie für die Teilhabe unerlässlich ist... Mal sehen was bei rauskommt.

Was man beantragen kann, wie man das organisiert (ob pers. Budget oder Träger) ist ziemlich undurchsichtig, da hilft die unabhängige Teilhabeberatung. Die wird teils von Vereinen betrieben, die eine spezifische Zielgruppe haben, durchgeführt, die beraten aber grundsätzlich jeden.
 

grün_fink

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Unter Eingliederungshilfe Teilhabeleistungen wie z.B. ambulant betreutes Wohnen, Elternassistenz, Mitgliedschaft im Sportverein oder Begleitung zu kulturellen Veranstaltungen u.ä..

Hallo Caye,

frage zum Sportverein.
Mir wurde bisher zum Sportverein und ähnlichen Dingen immer gesagt, das ginge nicht über die Eingliederungsleistungen, weil das im Regelbedarf enthalten wäre.
Wieso soll denn das jetzt anders werden, vor allem aber denen gewährt werden, die das aus ihrem Einkommen bezahlen können, welches höher als die Sozialhilfe ist? Wird es da eine Zweiklassen-Teilhabechance geben: Wer Sozialhilfe bezieht, kann das nicht bekommen oder muss aus seiner Sozialhilfe etwas bezahlen, was er gar nicht "darf", weil davon kein Posten im Regelbedarf ist? Der der das bezahlen könnte wegen Verdienst, bekommt das geschenkt über Eingliederung?

Mein Arzt wird sich freuen, wenn ich dem demnächst vielleicht sage: Sport im Sportverein geht nicht, kann ich aus meinem Regelsatz nicht bezahlen, Diabetes und Depression hin oder her. Denn ich will auch anderes im Leben erleben/tun.
Weißt du etwas dazu?

Wo es weniger Probs geben könnte wäre eine Fahrkarte, speziell wenn man die bekommt wegen Fahrt in Tagesstätten für Kranke.

LG Gertrud
 

gila

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Hallo Caye,

frage zum Sportverein.

Wieso kaperst du hier ein Fremdes Thema? Nun müsste man langwierig rückfragen, was bei dir denn Sachstand ist!
Das macht das Thema HIER aber kaputt - dafür macht man eigene Threads auf!


Hallo danke erstmal für die Antworten, auch wenn noch nicht komplett.

1. Ich habe doch einen Schwerbehindertenausweis, aufgrund psychischer Probleme, steht mir da kein Geld zu, nur weil ich nicht gehbehindert bin? Ist eine körperliche Beeinträchtigung also schlimmer als meine Panikattacken, Phobien und Depression? Hmm, was kann ich da denn tun?

2. Eingliederungshilfe wäre Einzelfallhilfe und soetwas, richtig? Gut, dann werde ich das beantragen.

3. Wie sieht es denn aus mit SGB IX ab 2020? Falle ich dort rein, weil ich EU-Rentner bin? Oder brauche ich da auch wieder nen Rollstuhl?

4. Ich hatte eine Therapie, nun wird keine weitere von der Kasse bewilligt, außer eine andere Therapieform, bringt mir aber nichts. Daher meine Idee, die Therapiesitzungen mit Persönlichem Budget selbst zu zahlen?

Was meinen Sie? Danke.

Zu 1.) - es gibt natürlich auch noch andere "Mehrbedarfe", meine Tochter in ähnl. Situation hat z.B. einen krankheitsbedingten erhöhten Strom- und Wasserverbrauch, sowie auch Kleidung, Pflegeprodukte, Waschen und Trocknen.
Die Krankheit, die zu einem solch erhöhten "Mehrbedarf" führt, muss attestiert werden, dann Antrag stellen beim Sozialamt.



Zu 2.) - mach dich über Eingliederung bzw. TEILHABE mal kundig: BMAS - Teilhabe behinderter Menschen - Leistungen nach SGB IX

Hast du einen Sozialbetreuer/in? Oder ähnliches? Die können dich da durch auch begleiten.

Zu 4.) - Frage wieso bekommst du keine Therapie mehr bewilligt? Meine Tochter hatte "zig" und jetzt nach einer Pause sind wieder weitere Themen dran.

- hier Infos Persönliches Budget BMAS - Persönliches Budget – Hier finden Sie Informationen über das persönliche Budget

und NEIN - Therapie ist die KK zuständig - es würde bei einem sog. "Trägerübergreifenden Budget" die Leistungen, die du beantragst, ob Sport, Verein, Betreuung, Begleitung, Einkaufshilfe, Putzhilfe, Therapien, Präventionsmaßnahmen etc. etc. jeweils geprüft, wer hierfür EIGENTLICH in der Zuständigkeit ist.
Das PB AN SICH wird dann über das Sozialamt bzw. in Bayern ist es die Regierung Oberbayern/ Bezirk zentral aufgenommen, Hilfeplangespräche, Sondierung ... weitere Anfragen an die div. Träger - abgewickelt.

Es sollte auch an deinem Wohnort eine "unabhängige" Beratung geben - man kann auch beim BMAS anrufen, Servicetelefon, und auch hier seine Fragen dazu stellen.

Gut wäre eine "betreute Wohnform" - denn ein Betreuer an deiner Seite kann auch übers PB abgerechnet werden, hat Ahnung, und begleitet auch durch sonstigen Behördendschungel.
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

Gast
Das mit den Sportvereinen ist nicht neu. Ist auch nur ein Beispiel, es kann auch der Briefmarkensammlerverein sein oder wasauchimmer.

Und auf diese Art von Teilhabeleistungen haben natürlich auch Menschen Anspruch, die Leistungen nach SGB XII beziehen.

Man muss es halt nur beantragen und das ist nicht ganz einfach.

Zum Thema Therapie: Je nach Richtlinienverfahren hat man halt eine gewisse Anzahl Stunden, dann muss man zwei Jahre warten, bevor die KK wieder bezahlt. Ist total bescheuert, aber ist so.
In dieser Zeit kann man das Richtlinienverfahren wechseln oder über Institutsambulanzen gehen, die da kein Limit haben, aber das bedeutet immer auch einen Therapeutenwechsel.

Bei mir ist die Grenze aktuell noch nicht ganz erreicht. Wenn das der Fall ist, werde ich den Antrag über die Eingliederungshilfe versuchen.
Ohne die Therapie wird es mir schlechter gehen, meine Teilhabe wird eingeschränkt sein, vermutlich sogar so weit, dass regelmäßig Klinikaufenthalte nötig sind, nur weil die KK diese dusselige Begrenzung hat.
Ein Therapeutenwechsel behebt dieses Problem nicht, mal ganz davon ab dass ich sowieso keinen anderen finden würde. Eine spezialisierte Ambulanz, die tatsächlich Therapieplätze bietet, gibt es hier auch nicht.
Da soll mir das Sozialamt mal bitte erklären, wieso sie mir andre Dinge finanzieren würden, die ich nicht in Anspruch nehmen könnte, weil die Therapie als Basis für die Stabilisierung wegfällt.

Wie gesagt... Ich werde es versuchen und habe dafür gute Argumente. Ob und wie das klappt - mal sehen. Mir ist klar, dass das so nicht vorgesehen ist.
Aber ich sehe auch nicht ein, dieses Versorgungsloch kampflos hinzunehmen.
 

gila

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Es gibt aber immer auch ein Aber und Ausnahmen:


Wie lange dauert eine Psychotherapie?
Eine Sitzung dauert in der Regel 50 Minuten. Die Länge einer Psychotherapie hängt von der Schwere und Dauer der Erkrankung sowie der Therapiemethode ab. In der Regel wird zunächst entweder eine Kurzzeittherapie von 12 Sitzungen oder eine Langzeittherapie von bis zu 60 Therapiestunden beantragt. Bei Bedarf kann im Anschluss in mehreren Schritten noch verlängert werden.

Bei Kurzzeittherapien übernehmen die gesetzlichen Kassen bis zu 12 Therapiestunden, bei Verlängerung bis zu 24 Stunden. Bei Langzeittherapien ist die Kostenübernahme der gesetzlichen Krankenkassen abhängig vom Therapieverfahren: Für Verhaltenstherapie sind es bis zu 60 Therapiestunden (bei Verlängerung bis zu 80 Stunden), für tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie sind es bis zu 60 Therapiestunden (bei Verlängerung bis zu 100 Stunden), bei Analytischer Psychotherapie sind es max. 160 Therapiestunden (bei Verlängerung bis zu 300 Stunden).


Was passiert nach Ablauf der Sitzungen?

Nach Beendigung einer Psychotherapie wird bei gesetzlich versicherten Patienten eine weitere Psychotherapie dann bewilligt, wenn eine entsprechende Indikation vorliegt. Es kann auch schon innerhalb von zwei Jahren eine neue Psychotherapie beantragt werden, allerdings muss der Psychotherapeut/ die Psychotherapeutin die Indikation besonders begründen.

Psychotherapie als Leistung der Krankenkassen ist keine dauerhafte Lebenshilfe, sondern eine gezielte Behandlung für ein bestimmtes Problem. Wenn Sie jedoch behandlungsbedürftig sind, so steht Ihnen neben einer stationären Aufnahme auch die erneute Beantragung der Kostenübernahme für eine ambulante Psychotherapie offen.
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

Gast
Psychotherapie als Leistung der Krankenkassen ist keine dauerhafte Lebenshilfe, sondern eine gezielte Behandlung für ein bestimmtes Problem.

Dummerweise lassen sich manche Probleme eben nicht in 100 oder auch 300 Stunden heilen.

Und ne neue Behandlungsindikation kann ich denen auch nicht bieten. Ist immer noch die alte.
Wir sind aktuell schon bei 90 bewilligten Stunden VT. Das wird nicht ewig so weitergehen.

Deswegen habe ich Plan B, C, D und E.
 

hansgans

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Hallo

wenns keine Umstände macht wäre ich doch sehr dafür, für alle Sporverein Fragen ein neues Thema aufzumachen, damit wir hier bei meinen Angelegenheiten bleiben können!!!

@ Caye: zum Thema Partnereinkommen und Bundesteilhabegesetz:

Ich hatte eine Einzelfallhelferin, doch die hat die Arbeit mit mir beendet, weil sie auf andere Wege mehr Geld verdienen konnte. Nun bin ich alleine in besagtem Loch.
Nächster Schritt ist, das Betreute Einzelwohnen zu beantragen, damit hätte ich ja Eingliederungshilfe, oder?

Meije Frage dazu: Würde ich somit dann unter das Bundesteilhabegesetz 2020 fallen und hätte anrecht auf das nicht anrechenbare Partnervermögen sowie höhere Freibeträge? (ginge dann ums Erben) und ob ich mit Partnerin zu7sammenziehen würde.

@ Therapie: Meine KK zahlt nach 80 Stunden verhaltenstherapie keine weiteren Stunden, ich dürfe nur eine Tiefenpsycholgische T. machen, aber das bringt mir bei meinem Krankheitsbild nichts. Daher bin ich nun quasi 2 jahre gesperrt.

Und ja, den ganzen Tag zu hause ohne Freunde und Familie lässt natürlich den stromintensiven Computer ständig laufen....................

kline Nebenfrage: Ist es rechtens, wenn meine 100€ EU Rente voll angerechnet werden und wieviel € darf ich mit Mini Job dazuverdienen?

DANKE wiedermals.

Die Eingliederungshilfe ist was anderes als GruSi/Hilfe zum Lebensunterhalt, deswegen werden SGB XII und SGB IX ja getrennt. GruSi/HzL laufen weiter wie bisher (nur mit höherem Schonvermögen).
Die Änderung in den Vermögens- und Verdienstgrenzen und in Sachen Partnereinkommen sind daher nur für Leute relevant, die nicht auf Sozialleistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts angewiesen sind.

OH NO, also hätte ich einen Partner, dann würde mir auch ab 2020 dessen Einkommen angerechnet werden und ich darf nicht diese 54.000€ Freibetrag haben? Solange ich Sozialhilfe bekomme, oder eine Betreuung habe oder eine Umschulung mache?
 

grün_fink

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Leider ist das so.
Bei Sozialhilfe wird Partnereinkommen angerechnet, bei Eingliederungshilfe nicht.
Bei Sozialhilfe gelten die niedrigeren Vermögensfreigrenzen, so dass man als SoHi-Bezieher nicht von den höheren Freigrenzen der Eingliederungshilfe profitieren kann.
Profitieren von den großzügigeren Grenzen der Eingliederungshilfe tun nur die, deren Verdienst ausreicht, um (ohne Eingliederungshilfe) ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Tut der Verdienst das nicht, fällt man unter die Grenzen des SGB XII.
Heißt, es dürfte erfahrungsgemäß fast niemand profitieren.
Aber das Ziel war ja auch, dass die Behinderten mit Erwerbseinkommen nicht mehr wegen ihrer Behinderung in die SoHi fallen, im Zuge der Abschaffung von Benachteiligung durch Behinderung. An wenigverdienende oder nichtverdienende Behinderte war da nicht gedacht worden.
Wenn ich recht habe, bitte korrigieren.

Wenn man das ändern will, muss man das aktiv als Recht erstreiten.
 

hansgans

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Moment, jetzt redest du von Eingliederungshilfe.
Ich denke, diese Hilfe ist sowas wie Betreutes Wohnen und keine Hilfe zum Lebensunterhalt.
Und ein Teil der Sozialhilfe? Jetzt verwirrst du mich.
Meinst du nicht eher Teilhabe am Arbeitsleben? Also Bundesteilhabegesetz?!

OK, also werde ich erst mit dem Partner feste zusammenziehen, wenn ich meinen Lebensunterhalt selbst nach einer Reha/Umschulung bestreiten kann.
Selbst wenn ich behindert bin, und selbst wenn ich Betreutes Wohnen oder Einzelfallhilfe habe? Dann wird das also noch dauern.
Und an Kinder ist dann auch sowieso nicht zu denken, grummel.

Wobei ich es ja ok finde, wenn man als Behinderter soweit fit ist um sich durchzuboxen, zwar Hilfen bekommt aber deshalb nicht gleich in Sozialhilfe runterfällt.
Ich kenne das Elend ja und mache jeden Monat 200-300€ Verlust, die ich durch Leihen und Goodies ausgleichen muss :-((
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

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Meije Frage dazu: Würde ich somit dann unter das Bundesteilhabegesetz 2020 fallen und hätte anrecht auf das nicht anrechenbare Partnervermögen sowie höhere Freibeträge? (ginge dann ums Erben) und ob ich mit Partnerin zu7sammenziehen würde.

In Bezug auf die Eingliederungshilfe tust du das, aber für deinen Lebensunterhalt nicht.


OH NO, also hätte ich einen Partner, dann würde mir auch ab 2020 dessen Einkommen angerechnet werden und ich darf nicht diese 54.000€ Freibetrag haben? Solange ich Sozialhilfe bekomme, oder eine Betreuung habe oder eine Umschulung mache?

Solange du Sozialhilfe bekommst.
Die Betreuung würde in die Eingliederungshilfe fallen, für die man ja jetzt schon mehr Vermögen haben darf und ab 2020 das Partnereinkommen nicht mehr berücksichtigt wird, und bei der Umschulung kommt es auf den Kostenträger an.

Heißt, es dürfte erfahrungsgemäß fast niemand profitieren.

Das stimmt nicht. Es gibt viele Leute, die mit Behinderung arbeiten und bisher trotz gutem Verdienst auf Sozialhilfeniveau leben müssen, weil ihre Teilhabe so viel kostet.
Und noch viel mehr Familien, die die EGH nicht nutzen, weil sie es sich nicht leisten können - vielleicht ein Eigenheim haben, schon massiv darunter leiden dass ein Einkommen durch Krankheit oder Unfall plötzlich weggefallen ist. Nach altem Gesetz müsste man alles Vermögen inkl. Eigenheim aufgeben, angemessenes Wohneigentum gibt es im SGB XII nicht, und auf Sozialhilfeniveau leben. Stattdessen sitzt das behinderte Familienmitglied dann halt allein und nicht ausreichend versorgt zuhause herum.

Schon für mich lohnt es sich. Aktuell müsste ich mind. 300€ im Monat selbst bezahlen. Also nehme ich kein abw in Anspruch und kann die Tagesstätte, die ich gern besuchen würde, um hoffentlich irgendwann mal eine berufliche Reha zu versuchen, nicht besuchen.
Aktuell liegt mein Freibetrag bei Miete + doppelter RS + 200nochwas Euro für meinen Mann und darauf wird unser volles gemeinsames Einkommen angerechnet.
Ab 2020 wird nur noch meine Rente auf meinen Mietanteil + doppelten RS angerechnet.
Das führt selbst bei Wenigverdienern zu einer Verbesserung.
 

hansgans

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In Bezug auf die Eingliederungshilfe tust du das, aber für deinen Lebensunterhalt nicht.

Solange du Sozialhilfe bekommst.
Die Betreuung würde in die Eingliederungshilfe fallen, für die man ja jetzt schon mehr Vermögen haben darf und ab 2020 das Partnereinkommen nicht mehr berücksichtigt wird, und bei der Umschulung kommt es auf den Kostenträger an.

Wie jetzt?
Sobald ich Eingliederungshilfe bekomme (und die werde ich durch Betreutes Einzelwohnen bekommen ?!) dann gilt es auch für mich, dass meinem eventuellem Partner auch nicht mehr das Vermögen angerechnet wird?
Und ich würde dann keine Sozialhilfe mehr bekommen oder wie? Oder ist es dann mit der Sozialhilfe egal, weil ich Eingliederugshilfe bekomme?
Weil du oben ja geschrieben hast, dass ich nicht unter das Bundesteilhabegesetz falle, wegen dem Lebensunterhalt?

Bin grade echt verwirrt, wann das nun mit dem Partnereinkommen und der besseren Vermögensgrenze für mich gilt und wann nicht.
Ui und wenn ich dann eine Umschulung mache, dann wäre es wieder anders? Dann wir der Partner am Ende doch wieder rangezogen oder wie?
 

grün_fink

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Caye, dass das eine Verbesserung sein kann, wusste ich nicht. Ich verstehe es immer noch nicht.
Seid ihr bisher keine BG?
Und wie wird das ab 2020? Wieso könnt ihr von den neuen Regelungen bezüglich der Eingliederungshilfe profitieren, aber keine BG für den normalen Lebensunterhalt sein? Verdient er so viel, dass er sich dich als Frau "leisten" kann, ohne dass er in die SoHi fällt? Oder ist deine Rente hoch genug für deinen Anteil an euren Lebenshaltungskosten, so dass ihr keine Aufstockung benötigt?

hansgans, wenn ich von mir als Single ausgehe, würde ich mit meiner Minirente in die SoHi fallen und diesen Vermögensfreigrenzen unterliegen. Ich hätte dann nicht die Möglichkeit, für die Eingliederung so viel Geld zu haben, wie man dafür haben darf, eben wegen der geringeren Grenzen im SGB XII für Lebensunterhalt.

Infos:
und wohl auch beim Ministerium.
 
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hansgans

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ich glaube ich verstehe noch nicht, siehe oben, was das nun mit der Eingliederungshilfe ist? Ich dachte das wäre eine Betreuerin, Betreutes Einzelwohnen?
Und damit wäre ich befreit vom Partnereinkommen? Würde aber dennoch Sozialhilfe weiterhin bekommen? Richtig so, doer wie nun?
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

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Sobald ich Eingliederungshilfe bekomme (und die werde ich durch Betreutes Einzelwohnen bekommen ?!) dann gilt es auch für mich, dass meinem eventuellem Partner auch nicht mehr das Vermögen angerechnet wird?

Ja, für die EGH gelten die höheren Grenzen und die Nichtanrechnung des Partnereinkommens.

Aber du bekommst doch auch Grundsicherung oder Hilfe zum Lebensunterhalt, dafür gilt das nicht! Solange du das brauchst, bringen dir die höheren Grenzen der EGH also nichts.

Das sind zwei völlig verschiedene Dinge und Töpfe - EGH einerseits und GruSi/HzL andrerseits.

Für die EGH gelten neue Regelungen, aber deine GruSi/HzL brauchst du ja auch, und dafür gibts keine Änderung.

Seid ihr bisher keine BG?

Wir sind verheiratet, aber bekommen keine Sozialleistungen. Also jein. ;)

Verdient er so viel, dass er sich dich als Frau "leisten" kann, ohne dass er in die SoHi fällt? Oder ist deine Rente hoch genug für deinen Anteil an euren Lebenshaltungskosten, so dass ihr keine Aufstockung benötigt?

Letzteres. Sowohl meine Rente als auch sein Einkommen reichen für sich, um ohne Sozialleistungen über die Runden zu kommen - viel mehr ist es nicht, aber es reicht.
Noch krasser wirkt sich das natürlich bei Partnerschaften aus, in denen der gesunde Partner ein wesentlich höheres Einkommen hat. Aber selbst bei uns, die wir ungefähr gleich viel haben, macht es was aus.
 

hansgans

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Ja, für die EGH gelten die höheren Grenzen und die Nichtanrechnung des Partnereinkommens.

Aber du bekommst doch auch Grundsicherung oder Hilfe zum Lebensunterhalt, dafür gilt das nicht! Solange du das brauchst, bringen dir die höheren Grenzen der EGH also nichts.

Das sind zwei völlig verschiedene Dinge und Töpfe - EGH einerseits und GruSi/HzL andrerseits.

Für die EGH gelten neue Regelungen, aber deine GruSi/HzL brauchst du ja auch, und dafür gibts keine Änderung.

OK ich habe jetzt nur verstanden, dass es 2 verschiedene Dinge sind.
Bei der EGH wird mein Partner nicht zur Kasse gebeten, aber bei meiner SoziHilfe SGB 12 schon.

Und genau das verwirrt mich abermals (sorry).

Wenn der Partner nun 2.000€ netto hat und man wegen der neune EGH nicht ran darf, schön und gut, aber dann könen sie doch spätestens dann ran wenn man sieht, ich habe Sozialhilfe.
Also im Endeffekt sollte ich dann nicht mit dem Partner zusammen wohnen? Bei EGH darf ich, bei SGB 12 darf ich nicht?

Oder dürfen sie dann nur nicht an sein Geld, wenn es darum geht, mir die Einzelfallhilfe zu zahlen, wenn es ABER darum geht, meinen Lebensunterhalt zu besttreiten, dann MUSS er doch zahlen?

So das das Endergebnis also wäre: ich würde NICHT profitieren?
hab ich das nun endlich so verstanden? (sorry habe wieder 48 Stunden nicht geschlafen und meine Psyche lässt mich nicht klar denken seit heute Morgen).will nicht mehr ins Detail.
 

grün_fink

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ich glaube ich verstehe noch nicht, siehe oben, was das nun mit der Eingliederungshilfe ist? Ich dachte das wäre eine Betreuerin, Betreutes Einzelwohnen?
Eingliederunshilfe kann Betreuer sein, aber auch ganz andere Sachen. Gucke hier
Da bekommst du in diesem und den folgenden Paragrafen einen Überblick
sechstes Kapitel SGB XII.
So als grobe Richtschnur, welche Art Leistungen möglich sein kann, auch wenn das ab Jahresende heraus gelöst wird aus SGB XII ins SGB IX.

Und damit wäre ich befreit vom Partnereinkommen? Würde aber dennoch Sozialhilfe weiterhin bekommen? Richtig so, doer wie nun?
Das musst du durchrechnen.
Zuallererst kommt es darauf an, ob du ohne Eingliederungsleistungen zu benötigen, deinen Lebensunterhalt von deinem Einkommen und/oder Vermögen bestreiten kannst bzw. nach den Bestimmungen des SGB XII bestreiten musst. Da muss u.U. Partner mit ran, wenn du nich genug Einkommen/Vermögen hast.
Erst dann kommt die Frage, wie sich das verhält, wenn zusätzlich Eingliederungshilfe benötigt wird. Siehe mein Link von oben.
So habe ich das verstanden, wenn dem nicht so ist, bitte mich korrigieren.
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

Gast
Ja, du siehst das richtig. Da du sowieso auf Leistungen zur Sicherung deines Lebensunterhaltes angewiesen bist, profitierst du von den Änderungen für EGH-Leistungen leider nicht.

Zusammenziehen ohne eine BG zu werden wäre möglich, dazu gibt es hier im Forum viele Infos, aber das ist ein riskanter Kampf - leider.

@grün_fink hier war die Rede von 100€ Rente, da geht ohne GruSi/HzL definitiv nix.
 

grün_fink

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Ja, du siehst das richtig. Da du sowieso auf Leistungen zur Sicherung deines Lebensunterhaltes angewiesen bist, profitierst du von den Änderungen für EGH-Leistungen leider nicht.

Zusammenziehen ohne eine BG zu werden wäre möglich, dazu gibt es hier im Forum viele Infos, aber das ist ein riskanter Kampf - leider.

@grün_fink hier war die Rede von 100€ Rente, da geht ohne GruSi/HzL definitiv nix.

Dann ist ja jetzt alles erklärt und auch klar.
Ich habe das mit dem Einkommen/Vermögen nochmal erklärt, weil nicht sicher ist, ob neben der Minirente auch Vermögen da ist, oder andere wesentliche Einkommensquellen, solls ja geben manchmal.

Caye, da habt ihr Glück, ohne die SoHi durchzukommen, wenn auch nur knapp oder nicht üppig.
Bei mir ist die Rente etwa 500€ und damit ehr Partnerverhinderungsprogramm.

hansgans, wünsch dir erholsamen Schlaf heute.

Nächtle zusammen.
 

hansgans

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Ja, du siehst das richtig. Da du sowieso auf Leistungen zur Sicherung deines Lebensunterhaltes angewiesen bist, profitierst du von den Änderungen für EGH-Leistungen leider nicht.

Dieser Satz lässt auch mich denn alles verstehen ^^
Also ist für mich alles was an Partnereikommen oder Vermögensgrenze nun verbessert wird, sowieso hinfälliug.

Oh man ich muss echt da raus, sonst wird das mit ner Familie ja niemals was.

Aber ich brauche die Sozialhilfe, auch wenn ich noch 212€ dazuverdienen würde. Das Geld reicht hinten und vorne nicht.
Klar, Zuzahlungsbefreit, keine GEZ, halber Eintritt ist schön, aber ich mache soviel Minus jeden Monat.

Wenn da nicht das EWrbe über 3 Ecken von der Oma da wäre, dann würde ich bankrott anmelden müssen. So wird immerhin ab und an mal mein Konto ausgeglichen. Aus dem Minus komme ich seit jahren nicht raus.

Es ist echt ätzend, krank zu sein, nicht gesund zu werden, dazu die finanziellen Ängste, und das mit 35. Das lässt mich dann nicht schlafen.
Und die sozialen Ängste werden immer mehr, weil ich nur noch daheim bin, wie auch, ohne Geld. Kino 11€, Cocktail 7€, an Achterbahn fahren garnicht zu denken.

So ist das ein ewiger Kreislauf. Ich hoffe nut, die nächste Therapie kann bald starten um den Bann zu brechen.
Genug geheult, ich danke euch für die Aufklärung.

Und werde versuchen zu schlafen, es stehen wieder viele Arzttermine an um einigermaßen beisammen zu bleiben.
DANKE und schlaft lieb.
 
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