Jetzt ist es wieder der Sozialismus schuld

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zebulon

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Verfasst von Claus Vogt am 08.01.2008 um 12:23 Uhr
Sozialismus im Aufwärtstrend


Den Kalten Krieg gegen die sozialistischen Diktaturen des Ostens hat der Westen unter der Führung Amerikas bekanntlich gewonnen. Der Kampf gegen die schleichende Einführung des Sozialismus scheint jedoch mehr denn je verloren zu sein.

Der Nobelpreisträger Friedrich August von Hayek hat diesen Prozess in seinem 1944 in England erschienen und auch heute noch überaus lesenswerten Buch "The Road to Serfdom" ("Der Weg zur Knechtschaft") auf klare und eindringliche Weise beschrieben. Darin macht Hayek deutlich, dass selbst gut gemeinte staatliche Interventionen, deren erklärtes Ziel ausdrücklich nicht die Abschaffung der Marktwirtschaft ist, langfristig dennoch genau dazu führen. Am Ende dieses schleichenden Prozesses steht aber nicht nur die Abschaffung der Marktwirtschaft, sondern sehr viel umfassender die Abschaffung einer Vielzahl individueller Freiheiten und die Unterwerfung des Bürgers unter einen allumfassenden Staatsapparat.

weiterlesen....


Diesen Artikel finde ich lesenswert. Er beschreibt die Ursachen der Finanzkrise und die Fehlentscheidungen der Zentralbanken korrekt. Allein bleibt rätselhaft, was das mit Sozialismus zu tun haben soll, bzw. wieso es der Sozialismus sein soll, der zu dieser Katatstrophe geführt hat. Es sei denn, man bezeichnet die Umverteilung des Volkseigentums zugunsten der Renditeerwartung der 1000 Reichsten der Welt als Sozialismus.
Der Sozialismus will aber genau das Gegenteil erreichen, nämlich die Versorgung der gesamten Bevölkerung mit lebenswichtigen Gütern, Wohnraum, Energie und Bildung durch eine Beschneidung von Einzelinteressen. Ob das nun richtig ist, oder zum erhofften Erfolg führen kann, darüber könnte man ja noch konstruktiv streiten. Was in den letzten Jahren geschehen ist, ist jedoch nach meiner Sicht das genaue Gegenteil. Diese Fehlsteuerung zeigt ja schon die sich immer stärker spreizende Einkommenschere zwischen Arm und Reich.

Interessant ist, dass der Begriff Sozialismus in dem Artikel denn auch nur in der Überschrift und im Schlusssatz als Fazit vorkommt, als hätte man das in einen vorformulierten Artikel nachträglich 'reingesetzt und die Überschrift kurzerhand geändert.

Mir ist in den vertangenen Tagen schon aufgefallen, dass häufiger in Medien behauptet wurde, wir hätten eigentlich einen Sozialismus, DAS wäre nämlich der Fehler im System. Hier wird über Medienmanipulation offensichtlich eine ganz neue Nummer geturnt, der Schwerverbrecher zeigt auf den Zuschauer und ruft "Haltet den Dieb". Ich schätze mal, dass wir uns vermehrt auf solche Darstellungen in den nächsten Monaten gefasst machen dürfen.
 

moni64

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Verfasst von Claus Vogt am 08.01.2008 um 12:23 Uhr
Sozialismus im Aufwärtstrend

..
Der Sozialismus will aber genau das Gegenteil erreichen, nämlich die Versorgung der gesamten Bevölkerung mit lebenswichtigen Gütern, Wohnraum....

Da muß ich dir 100 % zustimmen. Die Versorgung mit Wohnraum war doch Klasse in der DDR, ich weiß garnicht warum ALGII Leute partout nicht in die inzwischen renovierten Plattenbauten einziehen wollen.

Auch bei der führenden Kraft des Sozialismus, der Sowjetunion, da ist man ganz neue Wege gegangen mit der Wohnraumversorgung.

200000 Moskauer Familien sind heute noch dankbar über die innovativen Ansätze der Wohnraumversorgung in sog. "Komunalkas", Wohnungen für sechs Familien, neinnein, nicht in einem Mehrfamilienhaus, in einer Wohnung. Jede Familie hat praktisch und übersichtlich ein Zimmer, in der Küche sechs Herde nebeneinander. Ganz sozialistisch rustikal, die Töpfe mit einen Vorhangschloß versehen und aufs Klo, für jede Familie eine bequeme Klobrille die man sich vorher selbst mitnimmt.

Details für Interessenten dieser sozialistischen Wohnkultur hier: Lexikon
 

zebulon

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Berühmte Einzeiler von Arania und Commi. Das ist wie Stanislaw Lems "Vorworte zu Büchern die nie geschrieben wurden".

Ihr kennt ja sicher das Sprichwort:
"Wenn man die zwei in einen Sack steckt und draufhaut, trifft man immer den richtigen"

:icon_twisted:

@Fleet:

Was will man von einer Bank anders erwarten. " Wess' Brot ich ess, des Lied ich sing' ".
Hofschreiberling.
 
E

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Da muß ich dir 100 % zustimmen. Die Versorgung mit Wohnraum war doch Klasse in der DDR, ich weiß garnicht warum ALGII Leute partout nicht in die inzwischen renovierten Plattenbauten einziehen wollen.

Auch bei der führenden Kraft des Sozialismus, der Sowjetunion, da ist man ganz neue Wege gegangen mit der Wohnraumversorgung.

200000 Moskauer Familien sind heute noch dankbar über die innovativen Ansätze der Wohnraumversorgung in sog. "Komunalkas", Wohnungen für sechs Familien, neinnein, nicht in einem Mehrfamilienhaus, in einer Wohnung. Jede Familie hat praktisch und übersichtlich ein Zimmer, in der Küche sechs Herde nebeneinander. Ganz sozialistisch rustikal, die Töpfe mit einen Vorhangschloß versehen und aufs Klo, für jede Familie eine bequeme Klobrille die man sich vorher selbst mitnimmt.

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Habe gerade vor Lachen in die Tischkante beißen müssen.
Eigentlich unpassend!
Das was du schreibst ist bzw. war immerhin der real existierende Sozialismus.
 

Liebe Tweety

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Da muß ich dir 100 % zustimmen. Die Versorgung mit Wohnraum war doch Klasse in der DDR, ich weiß garnicht warum ALGII Leute partout nicht in die inzwischen renovierten Plattenbauten einziehen wollen.

Auch bei der führenden Kraft des Sozialismus, der Sowjetunion, da ist man ganz neue Wege gegangen mit der Wohnraumversorgung.

200000 Moskauer Familien sind heute noch dankbar über die innovativen Ansätze der Wohnraumversorgung in sog. "Komunalkas", Wohnungen für sechs Familien, neinnein, nicht in einem Mehrfamilienhaus, in einer Wohnung. Jede Familie hat praktisch und übersichtlich ein Zimmer, in der Küche sechs Herde nebeneinander. Ganz sozialistisch rustikal, die Töpfe mit einen Vorhangschloß versehen und aufs Klo, für jede Familie eine bequeme Klobrille die man sich vorher selbst mitnimmt.

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??? Es gab genug Probleme, nur man sollte schon wissen woher die SU kam und was es für Probleme in der DDR gab. Übrigens die Plattenbauten waren voll und es konnte nicht genug davon geben, denn bis 89 gab es die Wohnraumnot. Gründe gab es auch genug, denn man konnte nicht aus den vollen Schöpfen. Das gilt für beide Länder und in allen Ostblockstaaten, wobei die gesamten Ostblockstaaten schlimmer dran waren wie die DDR. Der II Weltkrieg hat die spätere DDR gewaltet geschadet, denn 60 % der Wohnungen waren unbewohnbar.
 

Stefano

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30-Stundenwoche bei vollem Lohn- und Personalausgleich,

Da muß ich dir 100 % zustimmen. Die Versorgung mit Wohnraum war doch Klasse in der DDR, ich weiß garnicht warum ALGII Leute partout nicht in die inzwischen renovierten Plattenbauten einziehen wollen.

Auch bei der führenden Kraft des Sozialismus, der Sowjetunion, da ist man ganz neue Wege gegangen mit der Wohnraumversorgung.

Ja, ja moni, solange die UdSSR, seit den 50er Jahren nur eine schlechte Karikatur auf den Sozialismus, als angeblich "großer Feind" unserer Gesellschaftsordnung existierte, spielten die Verteidiger dieses Wirtschaftssystems den Wolf im Schafspelz, um uns vorzugaukeln, dass der Kapitalismus im netten Kleidchen der "sozialen Marktwirtschaft" ein menschliches Gesicht trägt. Damit sollte der Gedanke an einer Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung verdrängt werden. Jetzt zeigt aber der "Kapitalismus" seine dreckige Fratze.

Es ist schon Bemerkenswert, was die Verteidiger eines Systems, das nicht in der Lage ist, die rasant wachsende Produktivität im Interesse der breiten Bevölkerung einzusetzen, auf die Tagesordnung bringe. Diesem System fällt dann nur ein, Schwierigkeiten auf die Arbeiter und Angestellten abzuwälzen, Steuern zu erhöhen etc. 18 Jahre nach dem Zusammenbruch des bürokratischen Systems des Ostblocks ersticken nun die Propagandisten „vom Ende der Geschichte" an ihrer eigenen Parolen. Das Streben nach Weltherrschaft der internationalen Konzerne verschärft den Konkurrenzkampf. Doch spätestens an der chinesischen Mauer ist aber Ende des Wettbewerbs! Denn gegen chinesische Arbeitsbedingungen sind wir nämlich selbst dann noch zu Teuer, wenn wir umsonst arbeiten würden.

Arbeiter und Angestellte sind aber keine Opfer, sondern offensichtlich diejenigen, die alle modernen Maschinen und Computer bedienen oder überwachen und selbst angehalten werden, die Produktionsmethoden laufend zu verbessern. Damit können sie ganz andere gesellschaftliche Verhältnisse schaffen. Allerdings denke ich nicht an einen idealisierten kapitalistischen Staat, der Demokratie nur abgestuft nach Geld und Macht zulässt.
Es stellt sich daher die Frage, werden sich diejenigen, die alle Steuern (auch "Unternehmenssteuern" sowie die unverschämten Gehälter der Spitzenmanagern) erwirtschaften, damit zufrieden geben, dass nur eine Minderheit darüber verfügt und die Ziele bestimmt?

In der kurzen Zeit nach der letzten Bundestagswahl ging es Schlag auf Schlag: Ein Konzern nach dem anderen kündigten die Vernichtung von Arbeitsplätzen, Entlassungen und umfassende Angriffe auf die Belegschaften (länger arbeiten für weniger Geld) an. Die führenden Spitzenkonzerne in Deutschland sind vorne weg: Daimler-Chrysler, Siemens, Adam OPEL, Telekom, VW, Deutsche Steinkohle...

Der Holzmann-Konzern, die Kirch-Gruppe, der Schreibwarenhersteller Herlitz, Walter Bau, BenQu und der Maschinenbaukonzern Babcock sind jedoch die markanteste Beispiele dafür, das länger arbeiten für weniger Geld keinen einzigen Arbeitsplatz gerettet oder geschaffen hat.

Wenn der Gesellschaft die "Arbeit" wirklich ausgeht, wie dies in den Medien zum Ausdruck gebracht wird, warum wird dann nicht weltweit ein gleicher Lohn für gleiche Arbeit und die 30-Stundenwoche bei vollem Lohn- und Personalausgleich, auf die Tagesordnung gesetzt?
Bei gleichem Produktionsumfang würde allein Deutschland rechnerisch ca. 8 Millionen Arbeitsplätze zusätzlich benötigen.
Höchste Zeit also für neue Zeiten! 6-Std/Tag, von Mo-Fr.
Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat bereits verloren!
 

Liebe Tweety

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Habe gerade vor Lachen in die Tischkante beißen müssen.
Eigentlich unpassend!
Das was du schreibst ist bzw. war immerhin der real existierende Sozialismus.

Ist viel Wahrheit dran aber nichts zu lachen, aber es ist schon komisch wenn man so etwas unvorstellbares auf einmal liest und nie in Berührung damit kam. So etwas konnte man aber begründen und damit jahrelang die Bürger ruhig gestellt.
 

zebulon

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Eigentlich ging es bei dem Artikel gar nicht darum, wer nun die schlechteren Ergebnisse für die Allgemeinheit hervorbringt, Sozialismus oder ungezügelter Kapitalismus. Hier geht es darum, dass dem Sozialismus das angekreidet wird, was der Kapitalismus verbockt hat.


@Stefano:
Ich gebe dir zwar im Prinzip recht, du übersiehst allerdings dabei, dass die Probleme nicht durch den Gegensatz Kapitalismus/Sozialismus enstehen, sondern meiner Meinung nach schlichtweg durch einen Fehler in unserem Geld- und Finanzsystem. Da versagen beide Systeme bzw. ohne diesen Fehler könnten vielleicht auch beide funktionieren. Die Fronten sind da meiner Meinung nach an der falschen Stelle. Vermutlich war sogar eine Art Mischform wie der "rheinische Kapitalismus" gar nicht so schlecht. Aber in der Endphase des Schuldgeldsystems ist dieser Kompromis dann auch nicht mehr haltbar.
 

Liebe Tweety

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Eigentlich ging es bei dem Artikel gar nicht darum, wer nun die schlechteren Ergebnisse für Allgemeinheit hervorbringt, Sozialismus oder ungezügelter Kapitalismus. Hier geht es darum, dass dem Sozialismus das angekreidet wird, was der Kapitalismus verbockt hat.

Andersrum kommt es aber eher hin, sollte man nicht vergessen.

Ich gebe dir zwar im Prinzip recht, du übersiehst allerdings dabei, dass die Probleme nicht durch den Gegensatz Kapitalismus/Sozialismus enstehen, sondern meiner Meinung nach schlichtweg durch einen Fehler in unserem Geld- und Finanzsystem.

So ist es Ursachen und Wirkung

Da versagen beide Systeme bzw. ohne diesen Fehler könnten vielleicht auch beide funktionieren. Die Fronten sind da meiner Meinung nach an der falschen Stelle. Vermutlich war sogar eine Art Mischform wie der "rheinische Kapitalismus" gar nicht so schlecht. Aber in der Endpha se des Schuldgeldsystems ist dieser Kompromis dann auch nicht mehr haltbar.

Richtig angefangen könnte aber nur der Sozialismus / Kommunismus überleben. Nur bis dahin siehe Marx dauert es noch, er ging von 250 Jahre aus und das nicht nur Alleine. Er war mit Engels der einzige der es so aussprach und so fest hielt. Ich hatte mal ein kleines Büchlein gelesen, war damals eine Teilausgabe des Manifestes datiert war es als Ausgabe von 1930, da stand das so drin. Wurde damals rausgegeben von der KPD. Fiel mir damals als Kind in den Händen.
 

Stefano

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rheinische Kapitalismus

@Stefano:
Ich gebe dir zwar im Prinzip recht, du übersiehst allerdings dabei, dass die Probleme nicht durch den Gegensatz Kapitalismus/Sozialismus enstehen, sondern meiner Meinung nach schlichtweg durch einen Fehler in unserem Geld- und Finanzsystem. Da versagen beide Systeme bzw. ohne diesen Fehler könnten vielleicht auch beide funktionieren.

Das klingt ja nach der These von Margit Kennedy "Geld ohne Zinsen und Inflation"

Die Fronten sind da meiner Meinung nach an der falschen Stelle. Vermutlich war sogar eine Art Mischform wie der "rheinische Kapitalismus" gar nicht so schlecht. Aber in der Endpha se des Schuldgeldsystems ist dieser Kompromis dann auch nicht mehr haltbar.

Ja, ja ich weiß Zebulon, "wir müssen alle an einem Strang ziehen!" Doch ein Strang hat zwei Enden und man muss sich schon entscheiden, an welchen Ende man zieht. Ich habe mich bereits entschieden! Denn allein in der Wohnungsmiete stecken bis 70 % Zinsen. Der "rheinische Kapitalismus" ist daher in meinen Augen nicht anderes als ein Schmusekurs der Gewerkschaftsführung mit den Arbeitgebern.
 

redwitch

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wieso es der Sozialismus sein soll, der zu dieser Katatstrophe geführt hat
was erwartest du denn sonst von einer Seite wie den goldseiten, die sonst den Kapitalismus götzengleich anbetet? Wenn der 'Sozialismus' für solche Leute einen Sinn hat, dann ist es der schuld zu sein.
 

zebulon

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Hallo redwich,

das finde ich jetzt, nachdem ich mich mit dem Thema "Finanzwesen" mal allgemein ausgedrückt, ein Jahr lang intensiv beschäftigt habe, eine doch stark reduzierte Sichtweise.

Zunächst mal sind solche tendenziellen Artikel auf Goldseiten eher selten. Es gibt in diesem Kosmos der Finanz-/Geldanlagewesens auch ideologisch sehr unterschiedliche Strömungen.

Dann ist der Zweig der Edelmetallanleger eher herrschaftsfeindlich eingestellt. Auch die Umschichtung von Vermögen in Edelmetallen richtet sich prinzipiell gegen die Wall-Street Akteure und auch gegen die Bush-Clique und die Kriegspläne im mittleren Osten, was ich bei den Leuten begrüße.

Letztlich ist es für den Einzelnen egal von wem er enteignet wird.

Die Sozialisten/Kommunisten enteignen zunächst. Sie versprechen zwar in der späteren Phase der Entwicklung bessere Lebensqualität und gerechte Verteilung für alle. Leider bleibt das in Realität dann aus.

Im Kapitalismus werden die Leute dann in der Spätphase durch Sozialabbau und Geldentwertung enteignet. Es bleibt einem also nichts anderes übrig, als selber zu gucken wo man bleibt. Man schichtet dann also seine Erparnisse auch in Gold und Silber um, wenn man später noch was zu beißen haben will.

Ich finde ehrlich gesagt diese polarisierte Sicht des "entweder Sozialismus oder Kapitalismus" auf die Probleme die wir haben sehr einengend. Und ich möchte mir persönlich solche Scheuklappen nicht anlegen, auch wenn ich dadurch öfters anecke. Gerade die derzeitige Lage zeigt mir, dass man seinen Blick eher auf unser Geld/Finanzsystem richten sollte, wenn man die Situation verstehen will und weniger auf solche Ideologien, obwohl man darüber auch mal gesondert diskutieren könnte.

Mir persönlich ist es auch nicht so wichtig, in einem Luxus zu leben, der uns hier über Medienbilder als Leitvorstellung verkauft wird.

"Last not least" hätte ich das hier auch nicht gepostet, wenn solche "Argumente" in letzter Zeit nicht auch aus anderen Quellen zu hören gewesen wären. Darauf wollte ich halt aufmerksam machen, weil ich da System dahinter vermute.
 

redwitch

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@zebulon

ich habe hier weder für noch gegen etwas geschrieben, sondern nur darauf hingewiesen, dass es einen nicht verwundern sollte, wenn es auf goldseiten.de, die num mal nicht jenseits des Kapitalismus denken können oder wollen, für die Mißstände des kapitalistischen Systems der Sozialismus verantwortlich gemacht wird. Das ist die Hypokrisie dieser Leute, die tagtäglich miterleben müssen, wie das von ihnen verehrte System versagt (ob grundsätzlich oder partiell ist eine andere Frage), es sich aber nicht eingestehen wollen und einen anderen (den Sozialismus, der Islamismus oder wen auch immer) dafür verantwortlich machen
 
E

ExitUser

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zebulon meinte:
Dann ist der Zweig der Edelmetallanleger eher herrschaftsfeindlich eingestellt. Auch die Umschichtung von Vermögen in Edelmetallen richtet sich prinzipiell gegen die Wall-Street Akteure und auch gegen die Bush-Clique und die Kriegspläne im mittleren Osten, was ich bei den Leuten begrüße.

Das ist nur relativ zu betrachten. Denn die "Gemeinde" der Goldseiten ist eher auch "noch" als Minderheit zu betrachten. Das Attribut herrschaftsfeindlich sagt nichts weiter in diesem Zusammenhang aus, als dass sie andere Wege gehen/sehen und oft genug ist eine "Siegeshymne" zu lesen: "Ein gutes Jahr für Gold"

Setzt sich diese vermeintliche Minderheit durch dann erhält Sie auch Herrschaft.

Ich lese dort gerne, weil einmal meine Erwartungshaltung in gewissem Maße erfüllt, mein Horrizont und Beurteilungsspektrum erweitert wird.
 

zebulon

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Ich lese dort gerne, weil einmal meine Erwartungshaltung in gewissem Maße erfüllt, mein Horrizont und Beurteilungsspektrum erweitert wird.

Das sehe ich ganz genau so. Klischees sind gut, um einen Sachverhalt zu verdeutlichen, sie schränken einen aber auch im Denken ein, wenn man sie für sich selber ernst nimmt.
 

Volker

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Verfasst von Claus Vogt am 08.01.2008 um 12:23 Uhr
Sozialismus im Aufwärtstrend


Den Kalten Krieg gegen die sozialistischen Diktaturen des Ostens hat der Westen unter der Führung Amerikas bekanntlich gewonnen.

Es heisst wohl eher so:
Der Kapitalismus hat den kalten Krieg nicht gewonnen,
es hat ihn nur überlebt.

Volker

Schoenen Tach noch.
 

HartzDieter

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.... Hier geht es darum, dass dem Sozialismus das angekreidet wird, was der Kapitalismus verbockt hat.


@Stefano:
Ich gebe dir zwar im Prinzip recht, du übersiehst allerdings dabei, dass die Probleme nicht durch den Gegensatz Kapitalismus/Sozialismus enstehen, sondern meiner Meinung nach schlichtweg durch einen Fehler in unserem Geld- und Finanzsystem. .... Aber in der Endpha se des Schuldgeldsystems ist dieser Kompromis dann auch nicht mehr haltbar.


:icon_daumen: @Zebulon

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