Jetzt ist es passiert-100 % Sanktion

Status
Für weitere Antworten geschlossen.

fuchsbau

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
10 Februar 2009
Beiträge
6
Bewertungen
0
Hallo an alle zusammen:icon_smile:

ich hab letzte Woche schon einen Thread hier eröffnet zum Thema Ortsabwesenheit :https://www.elo-forum.org/allgemeine-fragen/35392-100%-sanktion-droht-brauche-rat.html

Ich konnte den Meldetermin leider erst einen Tag später wahrnehmen. Ich hab sogar etwas schriftliches bekommen in der ARGE, nämlich eine Kundenweiterleitung zu meinem Arbeitsvermittler. Der war aber nicht da in seinem Büro, also bin ich wieder gegangen.

Heute dann der absolute Schock :eek:

Ich hab zwei Briefe bekommenvon der ARGE!

Brief 1: Ein Aufhebungsbescheid da aufgrund meiner Meldversäumnisse von einer unerlaubten Ortsabwesenheit ausgegangen wird. ALLE LEISTUNGEN werden mir gestrichen.

Brief 2: Ich soll Leistungen in Höhe von 506 Euro für den Zeitraum vom 9.2 bis 28.2 zurückzahlen.

Das ist der absolute Hammer finde ich. Ich war nie ortsabwesend. Jetzt werden mir nicht nur alle Leistungen gestrichen, ich soll also auch noch Geld zurückzahlen.

Hat jemand einen guten Rat was ich jetzt machen soll ?

Die Miete für März kann ich nicht bezahlen. Die ARGE stellt auf stur. Ich hab eben angerufen um die Sache zu klären aber mein Arbeitsvermittler ist nicht zu erreichen und die Dame am Telefon konnte mir auch nicht weiter helfen.
Ich hab das Gefühl bei der ARGE erreiche ich nichts mehr.

Der Gang zum Gericht scheint unausweichlich. Kann mir jemand sagen ob ich Hilfe von einem Anwalt beanspruchen kann trotz des Aufhebungsbescheides ??? Oder muss ich den Anwalt selber bezahlen ????
 

Mario Nette

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
13 Dezember 2007
Beiträge
12.325
Bewertungen
847
Ich würde versuchen, beim Amtsgericht einen Beratungshilfeschein zu beantragen - trotz des Aufhebungsbescheids. Ferne solltest du gegen beide Bescheide je einen Widerspruch einlegen. Kannst ja reinschreiben als Begründung: "Eine Begründung wird nachgereicht." Diese Widersprüche sind Grundlage dafür, dass überhaupt das Gericht tätig werden kann.

Mario Nette
 

physicus

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
1 März 2008
Beiträge
6.713
Bewertungen
1.086
Ich konnte den Meldetermin leider erst einen Tag später wahrnehmen. Ich hab sogar etwas schriftliches bekommen in der ARGE, nämlich eine Kundenweiterleitung zu meinem Arbeitsvermittler. Der war aber nicht da in seinem Büro, also bin ich wieder gegangen.
einen tag später, warum?
weil du bei dem arbeitsvermittler warst oder wie?
das ist bissel komisch vormuliert.

der war nicht in seinem büro, war irgend jemand anderes dort, der als zeuge auftreten kann das du DORT warst?

Brief 1: Ein Aufhebungsbescheid da aufgrund meiner Meldversäumnisse von einer unerlaubten Ortsabwesenheit ausgegangen wird. ALLE LEISTUNGEN werden mir gestrichen.

Brief 2: Ich soll Leistungen in Höhe von 506 Euro für den Zeitraum vom 9.2 bis 28.2 zurückzahlen.
wie mein vorredner meinte, sofort und NACHWEISLICH widerspruch einlegen, nachweislich heist hier, persönlich abgeben in der ARGE und jeweils eine kopie mit eingangsstempel als nachweis der abgabe versehen lassen!!

Das ist der absolute Hammer finde ich. Ich war nie ortsabwesend. Jetzt werden mir nicht nur alle Leistungen gestrichen, ich soll also auch noch Geld zurückzahlen.
kannst du nachweisen, das du anwesend warst?
- nachbarn
- eltern etc
wenn ja hast du schon gewonnen, die arge hält sich ja nur an dem schreiben fest, weil du nicht draif reagiert hast, implementiert sie hier eine ortsabwesenheit.

Der Gang zum Gericht scheint unausweichlich. Kann mir jemand sagen ob ich Hilfe von einem Anwalt beanspruchen kann trotz des Aufhebungsbescheides ??? Oder muss ich den Anwalt selber bezahlen ????
da du eine sanktion von 100% bekommen hast, gehst du nun auf die ARGE und holst dir lebensmittelgutscheine, die gelten als LEISTUNG, das heist du bist leistungsbezieher und kannst somit auch deinen beratungsschein bekommen!
das wiederrum heist du musst nur 10 euro für den anwalt zahlen.


ps. in die widersprüche schreibst du mit hinein das eine detailierte begründung nachgereicht wird, die soll dann dein anwalt machen, das musst du ihm aber sagen und ihm die widerspruchsschreiben in kopie übergeben! <- das ist WICHTIG

mfg physicus
 

fuchsbau

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
10 Februar 2009
Beiträge
6
Bewertungen
0
einen tag später, warum?
weil du bei dem arbeitsvermittler warst oder wie?
das ist bissel komisch vormuliert.

der war nicht in seinem büro, war irgend jemand anderes dort, der als zeuge auftreten kann das du DORT warst?



wie mein vorredner meinte, sofort und NACHWEISLICH widerspruch einlegen, nachweislich heist hier, persönlich abgeben in der ARGE und jeweils eine kopie mit eingangsstempel als nachweis der abgabe versehen lassen!!



kannst du nachweisen, das du anwesend warst?
- nachbarn
- eltern etc
wenn ja hast du schon gewonnen, die arge hält sich ja nur an dem schreiben fest, weil du nicht draif reagiert hast, implementiert sie hier eine ortsabwesenheit.



da du eine sanktion von 100% bekommen hast, gehst du nun auf die ARGE und holst dir lebensmittelgutscheine, die gelten als LEISTUNG, das heist du bist leistungsbezieher und kannst somit auch deinen beratungsschein bekommen!
das wiederrum heist du musst nur 10 euro für den anwalt zahlen.


ps. in die widersprüche schreibst du mit hinein das eine detailierte begründung nachgereicht wird, die soll dann dein anwalt machen, das musst du ihm aber sagen und ihm die widerspruchsschreiben in kopie übergeben! <- das ist WICHTIG

mfg physicus
Danke schonmal für die vielen Tipps :icon_smile:

Ich war gestern und heute beim Anwalt und er hat die Widersprüche und EA (bzw. "Antrag auf wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung" wie es im Brief heißt) bereits rausgeschickt.

Beratungsschein brauchte ich nicht, das läuft alles über die Prozeßkostenhilfe da ich sehr gute Erfolgsaussichten habe meinte mein Anwalt.
 

Hexe45

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
26 November 2006
Beiträge
1.778
Bewertungen
532
Ähm 100% Sanktion wegen angeblicher OA ????

Aus dem Versäumen eines Meldetermines eine OA abzuleiten ist ja wohl gradezu abenteuerlich.

Bei einem Meldeversäumnis sind doch nur 10%.

Gabs eine Anhörung ?

Im übrigen muß die Arge eine OA beweisen können und nicht umgekehrt.

Selbst bei einer nicht genehigten OA enfallen die Bezüge für die Dauer der OA.

Aber aus nem verpaßten Meldetermin eine OA über einen langen Zeitraum zu konstrieren ist einfach kriminell.

LG
Hexe
 

fuchsbau

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
10 Februar 2009
Beiträge
6
Bewertungen
0
Ähm 100% Sanktion wegen angeblicher OA ????

Aus dem Versäumen eines Meldetermines eine OA abzuleiten ist ja wohl gradezu abenteuerlich.

Bei einem Meldeversäumnis sind doch nur 10%.

Gabs eine Anhörung ?

Im übrigen muß die Arge eine OA beweisen können und nicht umgekehrt.

Selbst bei einer nicht genehigten OA enfallen die Bezüge für die Dauer der OA.

Aber aus nem verpaßten Meldetermin eine OA über einen langen Zeitraum zu konstrieren ist einfach kriminell.

LG
Hexe
Der Ansicht bin ich auch das es nicht in Ordnung ist. Es wird einfach irgendein Vorwand konstruiert um jemanden eine 100% Sanktion zu verpassen. Das grenzt schon fast an Mobbing was die ARGE betreibt.

Zur Beweislast der OA: Hierzu habe ich auch meinen Anwalt gefragt wer denn die Beweislast trägt in dem Verfahren. Die Beweislast trage ICH und nicht die ARGE!!! Frag mich nicht warum, das ist wohl so. Das ist aber nicht schlimm da es in meinem Fall genügend schriftliche Beweise gibt die der OA widersprechen. Heftig finde ich es dennoch.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Oben Unten