Jetzt hagelts Widersprüche

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten. Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln, auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.
Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

fixundfoxy

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
16 November 2007
Beiträge
43
Bewertungen
2
Hallo liebe Leute,

ich möchte hier einfach meine Geschichte erzählen, meine Vorgehensweisen schildern und vllt gibts ja jemanden, der in der gleichen Situation ist wie ich oder der ein paar gute Ideen hat, Feedback ist willkommen.

Also, ich versuche mich für die Vorgeschichte kurz zu fassen:


  1. Meine Wenigkeit befindet sich momentan in einem 1€-Job und hatte für Dezember zusätzlich einen 400€-Job an Land gezogen, mit 2 Kindern und Haushalt etc. eine echte Gratwanderung, körperlich sowie auch moralisch, wie ich feststellen mußte.
  2. Anfang Dezember wurde mir der Folgeantrag fürs neue Jahr zugesendet, den füllte ich aus, sendete ihn zurück, same procedure as every year.
  3. Mitte Dezember erhalte ich einen Brief von der ARGE mit der Aufforderung, den möglichen Anspruch meiner Kinder auf Wohngeld prüfen zu lassen.
  4. Gesagt, getan, um den 20.12. rum erhielt ich vom WG-Amt einen Brief, in dem stand, daß meine Kinder Anspruch hätten, es wurden zwei Beträge genannt, gleichzeitig aber auch betont, daß: (original Wortlaut)
    Diese Berechnung ist nur überschlägig und bewirkt keinen Rechtsanspruch auf Wohngeld. Wenn Sie ienen verbindlichen Bescheid erhalten wollen, dann stellen Sie bitte einen Wohngeldantrag.
  5. Mit diesem Schrieb ging ich zur ARGE, zeigte ihn vor und fragte, ob ich denn nun einen solchen Antrag stellen solle. Man antwortete mir, ich solle abwarten.
  6. Nach Weihnachten habe ich immer noch keinen Bescheid der ARGE im Briefkasten, also gehe ich hin und frage, wo er denn bliebe.
  7. Der sei schon raus und auch das Geld, wieviel könne man mir nicht sagen...???
  8. Am 31.12 kommt der Bescheid und eine Aufforderung, für meine Kinder WG zu beantragen.
  9. In dem Bescheid wurde mir das vorab berechnete überschlägige WG abgezogen + 20€ weniger, wegen der Kindergelderhöhung und irgendwelche Abzüge, die ich absolut nicht nachvollziehen kann (das kann unmöglich das Geld vom 400€-Job sein, da die Abzüge gestaffelt über das kommende halbe Jahr verlaufen)... überwiesen wurden mir ganze 373,41€, das ist gerade mal die Hälfte der Miete.
So.. ich habe dagegen Widerspruch eingelegt, denn die können ja nicht einfach dieses überschlägige und wie ja vom Wohngeldamt selbst als unverbindlich formulierte Schreiben als Berechnungsgrundlage nehmen. Natürlich werde ich WG beantragen und den Bescheid, den ich dann erhalte, mit dem dürfen sie dann...

Ich habe auch dagegen Widerspruch eingelegt, daß mir die Kindergelderhöhung abgezogen wird, auch wenn ich mir da nicht viel Hoffnungen mache, es ist einfach unfair.

Das Beste:
Gestern bekomme ich einen Brief vom Jugendamt.
Da ich für meinen Kleinen Unterhaltsvorschuß erhalte.

In dem Schrieb steht, daß sich der Entwurf des "Gesetzes zur Förderung von Familien und haushaltsnahen Dienstleistungen" (har har) im Gesetzgebungsverfahren befindet und das Kindergeld erhöht wurde, was auch Auswirkungen auf die Leistungen nach dem UVG habe:

10€ weniger UHV ab Februar.

Also werde ich nochmal einen Widerspruch formulieren, denn der Berechnung liegt stets der volle Betrag zugrunde.
Nächsten Freitag habe ich einen Termin bei der Leistungsabteilung, um mir die Berechnungen erklären zu lassen und nötigenfalls gleich wieder Widerspruch einzulegen.

Ich bin angepißt und jetzt reichts mir einfach. Wie ich meine Miete zahlen soll, weiß ich nicht.

Gehts noch jemandem so? Machts jemand ebenso wie ich? :icon_twisted:
 

biddy

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
6 Mai 2007
Beiträge
13.404
Bewertungen
4.585
Zur "voreiligen" Anrechnung von evtl. zustehendem Wohngeld gibt's eine Geschäftsanweisung an die ARGEn vom 21.11.08:

4.1 Weitergewährung Alg II und Anzeige des Erstattungsanspruches

Bei laufenden Leistungsfällen ist Alg II zunächst weiterzugewähren und der Kunde zur Antragstellung auf Wohngeld und/oder Kinderzuschlag aufzufordern. Zeitgleich ist ein Erstattungsanspruch nach § 104 SGB X dem Grunde nach gegenüber der Wohngeldstelle sowie ggf. gegenüber der Familien-kasse anzuzeigen.

Voraussetzung für einen Anspruch auf Wohngeld und Kinderzuschlag ist, dass ein entsprechender Antrag gestellt ist. Daraus folgt, dass die Hilfebedürftigkeit frühestens zu dem Zeitpunkt beendet wer-den kann, zu dem diese Anträge Wirkung entfalten.
Quelle und mehr: https://www.harald-thome.de/media/files/Dies und das/20081121_GA41_Wohngeld_KiZ.pdf

"Wirkung entfalten" heißt für mich, dass Dir das Wohngeld auch wirklich bedarfsdeckend zugeflossen ist.

Dazu auch: Hartz IV: Behördlicher Umgang mit Wohngeld Hartz IV 4 | ALG II | Hilfe & News zu Hartz 4
 
E

ExitUser

Gast
@biddy

Kannst du mich bitte aufklären? :confused:Also gibt es jetzt doch Wohngeld UND ALG2? Anspruch auf KIZU hat sie nämlich nicht und ALG2 wurde ihr doch weiter gewährt, wenn auch viel weniger.
 

biddy

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
6 Mai 2007
Beiträge
13.404
Bewertungen
4.585
Hi andine. Nö, hier geht's doch nur um Weitergewährung von Alg II bis zur wirklichen Zahlung von Wohngeld. Oft wird ja schon die Alg-II-Zahlung mit dem Hinweis auf mögliche Antragstellung auf Wohngeld eingestellt, so wie in diesem Fall.
 
E

ExitUser

Gast
Ich verstehe das trotzdem nicht. Seit wann gibt es Wohngeld und ALG2. Auch wenn sie noch nicht real Wohngeld bekommen hat, die Arge hat ihr trotzdem etwas ALG2 überwiesen. Es ist nicht ganz weg gefallen.

überwiesen wurden mir ganze 373,41€, das ist gerade mal die Hälfte der Miete.
Deshalb meine Frage, seit wann es Wohngeld und ALG2 gibt?
 

ela1953

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
16 März 2008
Beiträge
6.800
Bewertungen
2.192
Ich verstehe das trotzdem nicht. Seit wann gibt es Wohngeld und ALG2. Auch wenn sie noch nicht real Wohngeld bekommen hat, die Arge hat ihr trotzdem etwas ALG2 überwiesen. Es ist nicht ganz weg gefallen.


Deshalb meine Frage, seit wann es Wohngeld und ALG2 gibt?

Ich vermute, dass es das Wohngeld für die Kinder ist, die wegen eigenem Einkommens aus der BG fallen. Dann bekommt die Mutter weiterhin ALG II und die Kinder Unterhalt, Kindergeld und Wohngeld
 

biddy

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
6 Mai 2007
Beiträge
13.404
Bewertungen
4.585
Deshalb meine Frage, seit wann es Wohngeld und ALG2 gibt?
Ach so ... Missverständnis meinerseits.

Stimmt, seltsam ... allerdings habe ich schon von Fällen gelesen, in denen das auch dauerhaft so praktiziert wird, obwohl eigentlich nicht rechtens.

Es kann sich aber in diesem Fall auch um das berechtigte Alg II der Mutter handeln, da nur für die Kids Wohngeld beantragt werden soll.
 

fixundfoxy

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
16 November 2007
Beiträge
43
Bewertungen
2
Also, um hier mal ein wenig Klarheit zu schaffen: :icon_smile:

Ja, meine Kinder haben wohl (seit 2009) Anspruch auf Wohngeld, welches ich aber noch nicht beantragt habe, ich selbst nicht.... zur Beantragung des WG kam es noch nicht, zum einen, weil ich trotz Nachfrage bei der ARGE zum Warten aufgefordert wurde, zum anderen, weil ich aufgrund von Arbeit und Feiertagen einfach noch nicht dazu kam.

Das Wohngeld wurde mir aber schon angerechnet, obwohl ich es noch gar nicht beziehe, ja noch nichteinmal beantragt habe.... der von mir genannte Betrag, den mir die ARGE überwies, stellt gerade mal ein Drittel dessen dar, was ich bisher von der ARGE erhielt. Wie gesagt, ich bin nun nicht mal in der Lage, meine Miete zu bezahlen.

Berechnungsgrundlage der ARGE war die "überschlagene Prüfung" des Wohngeldamtes, welche nach deren eigener Aussage nicht als Bescheid anzusehen ist.

Bis ich dann irgendwann einen (gültigen) Bescheid vom Wohngeldamt erhalte, muß ich jetzt wohl, nach Annahme der ARGE, meinen Vermieter irgendwie vertrösten, oder wie stellen die sich das vor?

Das mit dem Unterhaltsvorschuß ist eine Nebenerscheinung der Erhöhung des Kindergeldes, die sicher auch einigen anderen Alleinerziehenden blüht.
Aufgrund dessen senkt sich der Betrag bei mir um 10€. Die ARGE rechnet aber mit dem vollen Betrag, darauf werde ich sie halt aufmerksam machen müssen.



Danke übrigens für die interessanten Links.
 
E

ExitUser

Gast
Das mit dem Unterhaltsvorschuß ist eine Nebenerscheinung der Erhöhung des Kindergeldes, die sicher auch einigen anderen Alleinerziehenden blüht.
Aufgrund dessen senkt sich der Betrag bei mir um 10€. Die ARGE rechnet aber mit dem vollen Betrag, darauf werde ich sie halt aufmerksam machen müssen.
Dafür gibt es das Formular Änderungsmitteilung, in dem du das geänderte UVG anzeigst. Letztendlich hast du kein Minus. 10€ Kindergelderhöhung und deshalb 10€ weniger UVG=0. Bei der Kindergelderhöhung sind die Ämter die Gewinner, nicht wir.
Bin selbst betroffen.

Das Wohngeld wurde mir aber schon angerechnet, obwohl ich es noch gar nicht beziehe, ja noch nichteinmal beantragt habe.... der von mir genannte Betrag, den mir die ARGE überwies, stellt gerade mal ein Drittel dessen dar, was ich bisher von der ARGE erhielt. Wie gesagt, ich bin nun nicht mal in der Lage, meine Miete zu bezahlen.
Das ist nicht rechtens.
 
E

ExitUser

Gast
Bei den älteren Kindern sind es 10€ weniger UVG, bei mir 8€.

Altersstufe Bisheriger
Unterhaltsvorschuss
Unterhaltsvorschuss
ab 2009
0-5 Jahre (279 – 154) = 125 Euro (281 – 164) = 117 Euro
6-11 Jahre (322 – 154) = 168 Euro (322 – 164) = 158 Euro
Ich bekomme 117€, also 8 Euro weniger und die Arge rafft sich die 2 Euro Erhöhung vom Kindergeld, die noch übrig bleiben, nachdem 8€ beim Unterhaltsvorschuss berechnet werden.

Was für ein Irrsinn!!!
 

fixundfoxy

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
16 November 2007
Beiträge
43
Bewertungen
2
Dafür gibt es das Formular Änderungsmitteilung, in dem du das geänderte UVG anzeigst. Letztendlich hast du kein Minus. 10€ Kindergelderhöhung und deshalb 10€ weniger UVG=0. Bei der Kindergelderhöhung sind die Ämter die Gewinner, nicht wir.
Bin selbst betroffen.
Das ist nicht rechtens.
Ja, letztendlich habe ich kein Minus, aktuell aber eines von 10€, wie ich schon sagte, große Hoffnung, daß ich mit dem Betrag der Kindergelderhöhung durchkomme, mache ich mir nicht, aber ich bin im Moment grad sauer genug, ums mal drauf ankommen zu lassen.... vor allem, da sie bei der einen Änderung ruck-zuck kürzen, was nur geht und auf der anderen Seite nix wissen... naja... Daß die Anrechnung des WG (so wier es nun bei mir geschieht) nicht rechtens ist, hab ich hier auch gelesen, ich bin echt froh, daß man sich hier informieren kann... ich bin mal gespannt, was dabei rauskommt.
 

Hartzige

Elo-User*in
Mitglied seit
8 Dezember 2005
Beiträge
309
Bewertungen
30
Mit dem Wohngeld ab 01.01.2009 lief/läuft es bei uns gerade so:

Im Dezember bekam ich schon zweimal (warum auch immer) die Bewilligung des Fortzahlungsantrages - sie waren wie immer.

Kurz vor Weihnachten kam der dritte. Darin wurde mir mitgeteilt, dass meine Tochter rausfällt, sie interne Wohngeldberechnungen erstellt haben und meiner Tochter Wohngeld zustehe und ich jenes für sie sofort beantragen MUSS. Dafür wollten sie einen Nachweis.

Am selben Tag noch ging ich zur Gemeinde, holte den Wohngeldantrag, sammelte meine Unterlagen zusammen und gab den Antrag ab. Sehr schwierig den *Beweis* meiner Abgabe dafür zu erhalten. Mehrmals *bettelte* ich dahin, dass ich eine Bestätigung brauche, dass ich den Antrag abgegeben habe.
Widerwillig unterschrieb mir eine Mitarbeiterin, mein vorbereitetes Schreiben, welches ich noch am selben Tag zur Arge schickte.

Nun war ich auf die Auszahlung für Januar sehr gespannt. Wird mir das zu erwartende Wohngeld schon abgezogen?
Nein wurde es nicht. Bekam das volle Geld. ALG II sowie den Wohngeldantrag stellt man hier beide beim Landratsamt und ich denke bei Bewilligung des Wohngeldes werden die versch. Abteilungen dann miteinander verrechnen. Hoffe ich doch.
Ich wage es nämlich nicht, das Geld welches meiner Tochter zusteht, (sie motzt schon gewaltig) rauszugeben, da ich nicht weiss wie es weiterläuft bis zur Bewilligung des Wohngeldantrages.
Könnte im Febr. dann keine Miete bezahlen.
Sonst ebenfalls ein monatl. minus von 320 Euro, bis das wieder alles läuft.

Gerade sehr eng hier, da das Kindergeld auf sich warten lässt, Antrag zur *Fortzahlung* ab 18 J. stellte ich bereits am 1. Nov. 2008. Sie lassen nichts hören. Telefonisch meckern geht gar nicht, am Empfang wird man schon abgeschmettert. Die Familienkasse ist 80 km weit weg.

So schauts aus.

Gruß Hartzige
 

münchnerkindl

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
5 November 2006
Beiträge
1.730
Bewertungen
106
  1. Meine Wenigkeit befindet sich momentan in einem 1€-Job und hatte für Dezember zusätzlich einen 400€-Job an Land gezogen, mit 2 Kindern und Haushalt etc. eine echte Gratwanderung, körperlich sowie auch moralisch, wie ich feststellen mußte.
Wenn du einen regulären 400 Euro Job findest bist du aus dem EEJ raus...
 

fixundfoxy

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
16 November 2007
Beiträge
43
Bewertungen
2
Nee, der 400€-Job war nur befristet und es kamen auch nicht ganz 400€ dabei raus.

Auf jeden Fall haben sie mir erst mal pauschal bis zum Juni ein Einkommen über 400€ angerechnet, obwohl ich den Vertrag schon abgegeben hatte, auf dem "befristet" stand... naja.

Gestern habe ich versucht, das fehlende Geld zu erhalten, was mir aber nicht gelang. Die "Arbeitsanweisung Nr. 41" gilt nicht für mich, da mein Bescheid ab Januar gültig ist. Also jongliere ich nun irgendwie rum, bis der Wohngeldantrag durch ist.
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten. Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln, auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.
Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten