Jetzt habe ich meinen Rentenbescheid für eine volle EM-Rente erhalten, kann ich mit einen Mini-Job aufstocken, was muß ich beachten,ich bitte um einen Hinweis. (2 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

benny114

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Hallo Zusammen,

mir ist der Rentenbescheid in Haus geflattert, volle Erwerbsminderungsrente unbefristet aber durch Krankheit etc. und Arbeitslosigkeit sind es nur knapp über 500,- Euro EMR-Rente
wie sieht es da mit Aufstockung aus? oder einen Minijob mit diesem Betrag werden meine Probleme nicht weniger sondern der Druck nimmt weiter zu, kann mir da emand weiterhelfen was ich beachten muss?

Vielen Dank im vorraus
LG Benny
 

Goldfield

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Bei einem Minijob gibt man der DRV Gründe die Rente zu überprüfen, lese ich in letzter Zeit immer öfter in div.Foren, da die DRV wohl angezogen hat-auch bei unbefristeten Renten, sieht man auch an Weiterbew.Anträge die dann nicht verlängert werden u.a auch hier im Forum immer öfter.Natürlich muss es bei dir nicht so sein-zumal grade erst Bewilligt, aber man sollte auf die Gefahr drauf Hinweisen.

Wenn du Alleine wohnst dann ist das Sozialamt für dich zuständig, bei mir war der Antrag dafür auch dabei als unbefristet kam, brauchte ich aber nicht da ich mit meiner erwerbsfähigen aber nicht Arbeitende Frau und Kinder in einer BG lebe, somit ist weiterhin das JC zuständig, meine Rente wird komplett angerechnet, einzige was mir mehr bleibt ist der Mehrbedarf für das Merkzeichen G.

Am Ende müsstest du egal wo du Aufstocken musst ob JC bei einer BG oder Sozialamt wenn keine BG, den gleichen Regelsatz wie ein ALG II Empfänger haben.
 

Seepferdchen 2010

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Guten Morgen benny114

ich möchte dir noch mal den Beitrag von @Curt The Cat in Erinnerung bringen zum Thema
eine aussagekräftige Überschrift zu erstellen,wie zum Beispiel ein vollständigen Satz, heute ergänze ich
deine Überschrift "Volle EMR und Aufstockung" noch einmal.

Ich wünsche dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt im Forum.

 

Heidschnucke

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Laut Deiner Aussage bekommst Du volle EM Rente bis zum Eintritt in die Regelaltersrente.
Damit ist Du bei HARZ IV raus, (SGB II) weil Du ja nicht mehr "arbeitsfähig" bist.
Für Dich kommt nun Grundsicherung in Frage SGB XII ist von der Sache her das selbe blos das das mit dem Job Vermittlung weg fällt.

Was nun einen Mini Job angeht, Du darfst natürlich einen Mini Job annehmen Du kannst ohne Anrechnung ca. 6500 im Jahr dazu verdienen also ein 450 € Job aber nicht mehr wie 3 h Täglich, das musst Du der DRV Mitteilen, bekommen die sowieso mit weil Datenabgleich.
Ich habe einen kleinen Dreizeiler geschrieben und gut war.
Kommst Du mit Deinen Verdienst über die 6500€ im Jahr musst Du Leistungen an die DRV zurück zahlen. Pass bitte auf Stichtag ist der Juli glaub ich zu wissen.

Übrigens wenn Du Grundsicherung beantrag hast und bekommst musst Du den 450 € Job mit angeben also machst Du da nichts gut.

Wie oben schon geschrieben mit einen Mini Job kann die DRV natürlich an der bewilligten Rente zweifeln, aber auch die bewilligten Renten wie bei Dir werden in regelmäßigen abständen überprüft, das ist normal, aber hältst Du dich an die Regeln bekommst Du das nicht mal mit.

Ich bekomme auch eine Voll EM-Rente bis zum Eintritt in die Regelaltersrente (da ich als ich noch arbeiten Konnte immer gut verdient habe und lange Jahre auch eingezahlt habe) kommt für mich Grundsicherung nicht in Frage, aber ich gehe noch arbeiten an zwei Tagen die Woche für je 3h, es geht mir nicht um das Geld sondern mehr darum nicht den sozialen Kontakt zu verlieren, und vor allen einen gewissen Tagesablauf zu haben.

PS: bitte noch mal die Werte (6500 €/J und Stichtag) genau recherchieren, habe ich nicht so 100% im Kopf, ist aber auf der Seite der DRV Problemlos möglich!
 

Larsson

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Ich arbeite auch nebenher. 2x3 Std die Woche, so habe ich es der DRV mitgeteilt und gefragt, ob das i. O. ist. Meine DRV schrieb mir, dass es Ihnen nur auf den Jahresverdienst ankommt, dieser werde zum Juli eines jeden Jahres geprüft. So war es dann auch. Im Juli kam der Brief mit einem Einzeiler „Jahreseinkommen geprüft, Grenze eingehalten, an der Rente ändert sich nichts.“
Den Gesundheitszustand behalten sie sich jederzeit vor, wieder zu überprüfen, steht auch so im Bescheid.
Die Hinzuverdienstgrenze liegt bei 6500€ im Jahr.
Ich bekomme keine Grundsicherung, da meine Rente zu hoch ist, weil ich im Eigenheim wohne und keine Miete zahlen muss. Allerdings habe ich nach Abzug der Fixkosten nicht mehr als Hartz IV. Damit kann ich aber keine Rücklagen fürs Haus bilden, wenn mal etwas repariert werden muss, was ich nicht selber kann. Deswegen arbeite ich nebenher, was mir einiges abverlangt. Meinen Verdienst lege ich mir zur Seite.
Und ja, einen Nebenjob musst du bei der Grundsicherung ebenso angeben, das wird auch etwas angerechnet.
 

grün_fink

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Den größten Teil haben ja die anderen schon geschrieben.

Ich bekomme auch volle EM unbefristet, ungefähr so viel wie du.
Bei mir hieß es, ich solle einen Antrag des Sozialamtes ausfüllen, keinen der DRV oder aus dem Internet.
Die Bewilligung ging recht zügig, und erfolgte rückwirkend bis zum Datum Rentenbeginn.
Verrechnet wurde mit dem Jobcenter deren Leistungen, und ich bekam die Bescheide.

Je nachdem wo du wohnst, bekommst du mehr oder weniger Aufstockung.
Ich habe für mich ausgerechnet, dass sich das Arbeiten nicht lohnt. Da im SGB XII ab dem ersten verdienten Euro (abzüglich der Aufwendungen für die Arbeit) 70 % auf die Aufstockung angerechnet werden, habe ich in keinem Fall mehr als knapp 130€ übrig bei Bewältigung vieler Arbeitsstunden pro Woche. Aus der Sozialhilfe würde ich nie raus kommen.
Lebe in einem Ballungsraum mit relativ günstiger Miete, und trotzdem wäre es nicht möglich.
Arbeiten darf man unter 15 Stunden wöchentlich, und die traue ich mir nicht zu und es wäre mir zu wenig, was übrig bleibt.
Diese Kombi lässt mich das Arbeiten fürchten.

Günstiger kann es bei ehrenamtlichen Tätigkeiten sein, wenn man eine Aufwandsentschädigung bekommt.

Aber: Man kommt mal etwas zur Ruhe und kann das Leben aufarbeiten, und hat Kraft, sich einigen schönen Dingen zu widmen und dem, was einem wichtig ist.

Gruß von hier.
 

grün_fink

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@Kerstin_K

Entscheidend ist doch die Summe von Regelbedarf und Miete, im Verhältnis zur Rente.
Wohnkosten entstehen ja auch. Und in manchen Gegenden werden selbst von den Ämtern bis knapp 650€ Miete übernommen.

Wo Mieten sehr hoch (wie hier im Ballungsraum) und Renten niedrig (nur wenige Jahre Arbeit und das in Anlerntätigkeit) sind, müsste man um aus der Sozialhilfe zu kommen, eben mehr verdienen bzw. schafft es niemals.

Ich müsste etwa mindestens 400€ erwirtschaften plus einige Extras (Kosten Erreichen der Abeitsstelle und für Jobtauglichkeit, also schicker und so). Irgendwann hab ich das mal ausgerechnet:
Rechne davon 15mal4,3 (Monatsarbeitszeit) und nimm etwa den Mindestlohn. Dann sieht man, ob das erwirtschaftbar ist. Bei jedem Job, der weniger einbringt, bleiben ja nur 30% vom Verdienst übrig. Faustregel ist, dass wenn man weiter aufstocken muss, von einem Minijob max. 130€ übrig bleiben.

Hat man einen Job, der richtig gut pro Stunde bezahlt wird (vorausgesetzt der ist bei Ungelernten Kranken überhaupt erzielbar), ist man gleich im sozialversicherungspflichtigen Bereich, was sich mit voller EM-Rente nicht verträgt.

Rente ist zu niedrig für hohe Lebenshaltungskosten, obwohl es jetzt ja bei mir 100€ mehr gibt als anfangs.
Hätte ich eine ortsübliche Miete, wäre es noch viel schlimmer.
Da würde nur noch Partner helfen mit hohem Verdienst, oder unerlaubte Sachen.

Bei niedriger Miete sieht es anders aus. Aber da hat man dann bei 500€ Rente das Problem der Mobilitätskosten, die dann garantiert höher sind als im Regelbedarf vorgesehen.
Oder wenn man bei niedriger Rente in abbezahltem Wohneigentum lebt, Wohngeld (Lastenzuschuss) beziehen kann, sonstwoher noch Zuschüsse oder Arbeitsverdienst bekommt, um nicht in die Sozialhilfe zu fallen.
Ist aber bei mir alles nicht der Fall. Deshalb die Erklärung mit der Sozialhilfe.

Gruß vom grünen Finken
 

saurbier

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Hallo grün_fink,

Ich müsste etwa mindestens 400€ erwirtschaften plus einige Extras (Kosten Erreichen der Abeitsstelle und für Jobtauglichkeit, also schicker und so). Irgendwann hab ich das mal ausgerechnet:
Rechne davon 15mal4,3 (Monatsarbeitszeit) und nimm etwa den Mindestlohn. Dann sieht man, ob das erwirtschaftbar ist. Bei jedem Job, der weniger einbringt, bleiben ja nur 30% vom Verdienst übrig. Faustregel ist, dass wenn man weiter aufstocken muss, von einem Minijob max. 130€ übrig bleiben.
Na da geht doch deine Rechnung nicht auf.

Ich hab bin Anfang des Jahres einen Minijob gehabt, wo ich nur 2 Std./tägl. einfache und leichte Arbeit gemacht hab. Konisch damit hatte ich am Monatsende aber meine 450,-€ verdient. Leider hatte der Herr kein Interesse mehr prünktlich zu zahlen, weshalb wir uns trennen mußten.

Und schwubs, 500,-€ Rente plus Minijob kämst du in den Bereich wo es Wohngeld gäbe und wärst weg von der staatlichen Führsorge.

Das aber setzt natürlich auch voraus, daß dir die DRV den Minijob überhaupt aus gesundheitlichen Gründen erlauben würde.


Grüße saurbier
 

grün_fink

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Danke Stauer, das hat sich etwas geändert. Könnte klappen aber nur knapp, wird ich mal genauer durchrechnen und mich erkundigen.
Nun will ich den Thread nicht Schreddern.
 
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