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Jetzt Anhörung, weil ich zum April´14 gekündigt wurde

PandorasBox

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Hallo liebe Foris.
Ich habe eine Anhörung nach §24 bla.... bekommen, in dem beabsichtigt wird mich für 3 Monate um 30% im Regelbedarf zu senken.

Begründung:
Das Arbeitsverhältnis mit dem AG******* wurde innerhalb der Probezeit durch den AG zum April 2014 gekündigt.

Hiermit gebe ich Ihnen die Gelegenheit, sich zum o.g. Sachverhalt zu äußern.


Zur Info für Euch:
Zu dieser Zeit lief ich über die Rentenversicherung und bezog aufstockenderweise ALG II. Die Rentenversicherung zahlte Förderung an AG, wenn sie mich für 1 Jahr einstellen und haben schön kassiert.
Kurz vor Probezeitende erhielt ich die Kündigung ohne einen Grund anzugeben, was ja bekanntlicherweise innerhalb der Probezeit nicht vonnöten ist.

Nun will die Tante vom JC irgendwas wissen, was ich ihr nicht geben kann. Kündigung hat sie vorliegen. Aus dieser geht, wie schon oben geschrieben nichts hervor, was der Kündigungsgrund ist.

Grundsätzlich weiß ich auch, dass ich auf dieses Anhörungsschreiben nicht antworten bräuchte, will der Tante jedoch keinen unqualifizierten Vorschub geben, damit sie sich nicht daran festbeißen kann.

Wozu ratet Ihr mir?

Ich danke schon einmal fürs lesen und antworten.
LG
 

Lilastern

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@PandorasBox;

Ja, dann würde ich in die Anhörung reinschreiben, dass dir innerhalb der Probezeit ohne Angaben von Gründen gekündigt wurde.

Innerhalb der Probezeit kann der Arbeitgeber ohne Angabe von Gründen kündigen.

Und du selber weist nicht, was der wahre Grund war? Kannst es dir auch nicht denken?

Hast du dann Übergangsgeld von der DRV bekommen + aufstockendes ALG 2?
 

Seepferdchen

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Hallo,

was mich wundert das du erst jetzt eine Anhörung bekommen hast.

Mal eine Frage, was genau steht denn in dem Kündigungsschreiben?

Eine Begründung in der Probezeit ist natürlich nicht gegeben.

Ich verstehe nicht was dem SB veranlasst jetzt erst dich anzuschreiben?
 

PandorasBox

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@PandorasBox;

Ja, dann würde ich in die Anhörung reinschreiben, dass dir innerhalb der Probezeit ohne Angaben von Gründen gekündigt wurde.

Innerhalb der Probezeit kann der Arbeitgeber ohne Angabe von Gründen kündigen.

Und du selber weist nicht, was der wahre Grund war? Kannst es dir auch nicht denken?

Hast du dann Übergangsgeld von der DRV bekommen + aufstockendes ALG 2?
Leider kann man sich vieles denken, Lilastern *schulterzuck* Nur hilft mir das nicht weiter Vermutungen anzustellen, warum, wieso, weshalb...
Das Problem ist, mit Vermutungen könnte ich auch nicht kommen, da mir sonst vllt. auch noch vom AG Schwierigkeiten bereitet werden könnten.. Das möchte ich natürlich vermeiden.

Mir wurde einfach nur Montags gesagt, dass ich nicht weiter beschäftigt werde.. ich frug vor Schock dann nur, wann mein letzter Arbeitstag wäre an dem ich erscheinen muss und das war es. Hatte ja noch aus der ganzen Zeit den Urlaub und brauchte dann ab Donnerstag nicht mehr hin... Sofort zur Arge und die schoben mich, da mir ein paar Wochen fehlten für ALG I, sofort ans JC für SGB II weiter...

Ich frage mich allerdings ernsthaft, warum jetzt nach fast 4 Monaten ein JC darauf kommt mich anzuhören.. hätte das nicht damals gleich schon sein müssen?

Ich habe während der Arbeit, die auf 5 Stunden begrenzt war Lohn durch den AG bekommen und aufstockend ALG II. Nix mit Übergangsgeld, da ich vorher eine 1-jährige Wiedereingliederung in Arbeit aus gesundheitlichen Gründen über die Rentenversicherung mit anschließender 1/2 jährlicher Förderung für den AG machte, wenn ich 1 Jahr bei ihm beschäftigt sei.
Musste damals schon übel kämpfen dass die Rentenversicherung das endlich übernahm, denn ein JC war mit mir und meinem gesundheitlichen Zustand eindeutig überfordert bzw. konnte/wollte mich nicht mehr...
 

PandorasBox

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Hallo,

was mich wundert das du erst jetzt eine Anhörung bekommen hast.

Mal eine Frage, was genau steht denn in dem Kündigungsschreiben?

Eine Begründung in der Probezeit ist natürlich nicht gegeben.

Ich verstehe nicht was dem SB veranlasst jetzt erst dich anzuschreiben?
Ja, das frug ich mich auch, als ich das Schreiben bekam Seepferdchen. Hier auf dem JC sind sie alle nicht ganz so schnell anscheinend... ehe meine Beantragung durch war, musste ich mit rechtlichen Schritten beim SG drohen, damit das JC endlich neu beschied.

Das hat ganze 3 Monate gedauert ehe die in die Puschen kamen. Wollten diese und jene Unterlagen doppelt und dreifach, habe ihnen die Gesetze und Urteile unter die Nase gerieben und trotzdem zog es sich so lange hin, bis endlich Bewegung in die Sache kam..

In meinem Kündigungsschreiben steht, dass mir fristgerecht zum 02.04.2014 gekündigt wird. Mehr nicht.
 

DuliebesBißchen

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Anhörung...
1. Es liegt nicht in deinem Ermessensbereich, dem Arbeitgeber die Firma zu führen. Eine Kündigung in der Probezeit ist nicht unüblich und mittlerweile sogar vorgesehen...
2. Ich denke, da hat der Herr SB einfach lange Weile und denkt sich, dass du dir vielleicht eine Blöße gibst.
3. Anhörung: ... kann ich zu der Firmenpolitik keine Aussage machen... - weniger ist mehr...​
 

ThisIsTheEnd

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Ich frage mich allerdings ernsthaft, warum jetzt nach fast 4 Monaten ein JC darauf kommt mich anzuhören.. hätte das nicht damals gleich schon sein müssen
Weil sie es können. Innerhalb von sechs Monaten nach Feststellung einer Pflichtverletzung kann sanktioniert werden.
 

Seepferdchen

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In meinem Kündigungsschreiben steht, dass mir fristgerecht zum 02.04.2014 gekündigt wird. Mehr nicht.
Und genau auf das Schreiben beziehst du dich in der Anhörung und das kurz und knapp.

Keine weitere Erklärung.

Das ganze gibst du gegen Empfangsbestättigung auf der Kopie beim JC ab oder
schickst es per Fax mit qualifiziertem Sendebericht (Kopie der ersten Sendeseite)
zum JC.

Und dann mal abwarten ob noch was kommt.
 

PandorasBox

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Weil sie es können. Innerhalb von sechs Monaten nach Feststellung einer Pflichtverletzung kann sanktioniert werden.
Können ja, aber Recht bekommen Gott sei dank Nicht... jedenfalls glaub ich nicht daran in meinem momentanen Fall. Ich habe ja meine Pflicht nicht verletzt, da ich gekündigt wurde ohne zu wissen warum...
 

PandorasBox

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Und genau auf das Schreiben beziehst du dich in der Anhörung und das kurz und knapp.

Keine weitere Erklärung.

Das ganze gibst du gegen Empfangsbestättigung auf der Kopie beim JC ab oder
schickst es per Fax mit qualifiziertem Sendebericht (Kopie der ersten Sendeseite)
zum JC.

Und dann mal abwarten ob noch was kommt.
Ich habe das jetzt mal so vorbereitet..


[FONT=&quot]Landkreis ******[/FONT]
[FONT=&quot]Jobcenter[/FONT]
[FONT=&quot]Fallmanagement[/FONT]
[FONT=&quot]Frau *****[/FONT]
[FONT=&quot]Straße[/FONT]
[FONT=&quot]Ort , den 28.07.2014[/FONT]
[FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]Ihr Schreiben vom 22.07.2014, Anhörung gem. § 24 SGB X[/FONT]
[FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]Sehr geehrte Frau ****,[/FONT]
[FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]da die Kündigung in der Probezeit erfolgte, ist es nicht die Pflicht eines AG`s eine Begründung für seine Kündigung in der Probezeit anzugeben.[/FONT]
[FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]Mir sind auch keine bekannt. [/FONT]
[FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]Mit freundlichen Grüßen[/FONT]

PandorasBox



Ich hoffe, das reicht so?
 

Seepferdchen

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Vorschlag:


Die Kündigung erfolgte laut Arbeitsvertrag in der festgelegten Probezeit, daher ohne Begründung.

Mir persönlich ist auch kein Grund bekannt.

PS.: Mehr nicht du bist nicht in der Rolle der Rechtfertigung.

Landkreis ******
Jobcenter
Fallmanagement
Frau *****
Straße
per Fax Nummer

oder

-persönliche Abgabe-

unter der Adresse
 

PandorasBox

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Vielen lieben Dank Seepferdchen.:icon_klatsch:

Selbstverständlich per Fax, persönlich erscheine ich nur noch auf "Anordnung" dort.

Wird eh lustig beim nächsten Date im JC... ich sag nur EGV:icon_hihi:
 

Seepferdchen

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Hmm naja das kennst du ja schon alles und schreib mal wie deine Angelegenheit
ausgegangen ist, wenn du Zeit und Lust hast.

Gruß und Daumendrücken:icon_stern:
 

PandorasBox

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Alles kenne ich leider nicht, auch wenn ich schon länger hier bin. Gibt ja immer neues zu beachten und sich neu anzueignen und zu festigen, damit man gewappnet ist.

Ich werde berichten, was herausgekommen ist. Sehr gern sogar. :biggrin:
 

ThisIsTheEnd

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[FONT=&quot]Mir sind auch keine bekannt. [/FONT]
Das würde ich sogar noch streichen. Das sieht dann wieder nach Rechtfertigung aus. Dir wurde innerhalb der Probezeit gekündigt. Fertig. Eventuell würde ich es drauf ankommen lassen und gar nicht antworten. Die wollen einen Sanktionsgrund konstruieren, das ist in der Angelegenheit wohl offensichtlich.
 

Seepferdchen

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Eventuell würde ich es drauf ankommen lassen und gar nicht antworten
Hmm wieso, soll sie/er ggf. noch sich mit dem SB rumärgern?
Nö also kurz und bündig.

Recht hast du mit den Satz streichen, der kann weg.
 

TheLovingKind

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Das Jobcenter wird dann oder auch gleichzeitg den ehemaligen Arbeitgeber gemäß § 57 Satz 2 SGB II anschreiben. Der Arbeitgeber ist auch bei Kündigung innerhalb der Probezeit in der Pflicht die Frage nach dem Beendigungsgrund zu beantworten. Der Paragraph schließt die Probezeit eben nicht aus.

§ 57 Auskunftspflicht von Arbeitgebern
Arbeitgeber haben der Agentur für Arbeit auf deren Verlangen Auskunft über solche Tatsachen zu geben, die für die Entscheidung über einen Anspruch auf Leistungen nach diesem Buch erheblich sein können; die Agentur für Arbeit kann hierfür die Benutzung eines Vordrucks verlangen. Die Auskunftspflicht erstreckt sich auch auf Angaben über das Ende und den Grund für die Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses.


Die Anhörung des Jobcenters ergeht nur vorsorglich, sie bedeutet noch lange nicht, dass das Jobcenter von einer Pflichtverletzung ausgeht. Hätte das Jobcenter bereits einen Verdacht in diese Richtung, hätte das Jobcenter diese auch in der Anhörung benannt, damit sich der Hilfebedürftige direkt dazu äußern kann. Das Jobcenter muss nur von Amts wegen prüfen. Deswegen sollte man sich nicht gleich verrückt machen. Anhörungen bei Kündigungen bleiben eigentlich nur aus, wenn der Arbeitgeber in der Kündigung direkt schreibt, dass die Kündigung aus betriebsbedingten Gründen erfolgte. Bei Kündigungen mit diversen anderen Gründen und besonders auch bei Kündigungen ohne Angabe von Gründen muss das Jobcenter nachforschen.
 

PandorasBox

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Das würde ich sogar noch streichen. Das sieht dann wieder nach Rechtfertigung aus. Dir wurde innerhalb der Probezeit gekündigt. Fertig. Eventuell würde ich es drauf ankommen lassen und gar nicht antworten. Die wollen einen Sanktionsgrund konstruieren, das ist in der Angelegenheit wohl offensichtlich.
Mir ist sehr klar, dass die nen Grund sucht mich zu schickanieren und zu sanktionieren. Bisher hat es keiner geschafft bzw. mussten die zurückrudern, weil sie zu weit raus gefahren sind und ihnen Riesenwellen den Weg abschnitten .....und sie werden es auch nicht schaffen, egal wie sie es versuchen.

Dank der Hilfe hier im Forum bin ich denen immer mindestens 2 Gehirnwindungen voraus :biggrin:

Gar nicht antworten, will ich nicht, denn sonst fährt die vllt nach Ihren ihnen vorliegenen Erkenntnissen, wie sie mir androhte... Wie die Erkenntnisse aussehen, davon werde ich mich dann persönlich bei dem Termin zum Möchtegernabschluss einer EGV gern überzeugen:icon_mrgreen:


Hmm wieso, soll sie/er ggf. noch sich mit dem SB rumärgern?
Nö also kurz und bündig.

Recht hast du mit den Satz streichen, der kann weg.
Richtig will mich nicht unnötig rumärgern, eher effizient gegen ihre vermeintlichen Sanktionsfingungsversuche = ihre achso hochgelobten vorliegenden Erkenntnissen, vorgehen. Ist eh eine neue Vermittlerin, die muss ich mir sicher erst mal ein wenig erziehen:icon_pfeiff:...

Den letzten Satz streiche ich und bin gespannt, was sie eventuell inpetto hat oder vllt auch nicht :wink:
 

PandorasBox

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Das Jobcenter wird dann oder auch gleichzeitg den ehemaligen Arbeitgeber gemäß § 57 Satz 2 SGB II anschreiben. Der Arbeitgeber ist auch bei Kündigung innerhalb der Probezeit in der Pflicht die Frage nach dem Beendigungsgrund zu beantworten. Der Paragraph schließt die Probezeit eben nicht aus.

§ 57 Auskunftspflicht von Arbeitgebern
Arbeitgeber haben der Agentur für Arbeit auf deren Verlangen Auskunft über solche Tatsachen zu geben, die für die Entscheidung über einen Anspruch auf Leistungen nach diesem Buch erheblich sein können; die Agentur für Arbeit kann hierfür die Benutzung eines Vordrucks verlangen. Die Auskunftspflicht erstreckt sich auch auf Angaben über das Ende und den Grund für die Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses.


Die Anhörung des Jobcenters ergeht nur vorsorglich, sie bedeutet noch lange nicht, dass das Jobcenter von einer Pflichtverletzung ausgeht. Hätte das Jobcenter bereits einen Verdacht in diese Richtung, hätte das Jobcenter diese auch in der Anhörung benannt, damit sich der Hilfebedürftige direkt dazu äußern kann. Das Jobcenter muss nur von Amts wegen prüfen. Deswegen sollte man sich nicht gleich verrückt machen. Anhörungen bei Kündigungen bleiben eigentlich nur aus, wenn der Arbeitgeber in der Kündigung direkt schreibt, dass die Kündigung aus betriebsbedingten Gründen erfolgte. Bei Kündigungen mit diversen anderen Gründen und besonders auch bei Kündigungen ohne Angabe von Gründen muss das Jobcenter nachforschen.

Na da bin ich ja mal gespannt... mein Ex-AG hat es nicht einmal für nötig befunden der Rentenversicherung Auskunft über die Kündigung zu geben, meinste da kann ein dahergelaufenes JC mehr ausrichten?
Die können prüfen, was sie wollen müssen aber aufpassen, wenn ich spitzbekomme, dass sie den AG kontaktieren ohne meine Einwilligung. Datenschutzrechtliche Gründe..

Ich gehe davon aus, dass mich vorher das JC informiert, was sie zu tun gedenken...Genau wie die Rentenversicherung (die selbstverständlich meine Einwilligung vorher einholten)...
 

Seepferdchen

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Hmm @LovingKind nur hier lief die Förderung über die RV.

Die Rentenversicherung zahlte Förderung an AG, wenn sie mich für 1 Jahr einstellen und haben schön kassiert.
Aber dennoch Danke für dein Hinweis, das wäre dann die Erklärung dafür
das erst jetzt eine Anhörung gekommen ist und ein Indiz dafür ist, so wie du
ihn oben in deinem Post beschrieben hast.
 
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