Jens Spahn als HartzIV Peitscher - des Rätsels Lösung

RobbiRob

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Eben.

Aber es ist schon bezeichnend, dass man direkt „neidisch“ sein soll.

Sorry, auf was soll ich „neidisch“ sein?
Ich verzichte momentan freiwillig auf Alg1 und zahle freiwillig >180€ KV/PV.

Aber diese Diskussion gebe ich zu, regt mich zum Nachdenken an, dies zu ändern. Danke dafür ;-) ...

Ich bin weder neidisch, noch habe ich Mitleid oder ähnliches.

Mich nervt extrem an Hartz IV, dass es Menschen gibt, die 30 Jahre gearbeitet haben und nun auf einer Stufe stehen, mit Menschen die nie einen Cent in die Sozialkassen oder Steuern entrichtet haben.

Damit das direkt klar ist, ich meine damit nicht explizit die Refugees, auch wenn die nun nach und nach auch dazu zählen.
Das wird noch ein nettes Pulverfass.

Da kommt dann eher der Neid der weniger Betuchten gegen die Ärmsten auf.

Wer aber nicht begreifen will, dass eben eine schweigende Mehrheit im Land das alles nicht mehr mit Steuern und Abgaben finanzieren will, sollte sich warm anziehen.

Der Schock wird kommen, sobald die Konjunktur abflacht und die Steuergelder nicht mehr so sprudeln.
Das fliegt uns um die Ohren.

Alg2 war als Überbrückung gedacht und danach werden abseits der Realität auch in der Politik die Weichen gestellt.

Da könnt Ihr noch so oft Däumchen nach unten drücken bei meinen Beiträgen.
 
E

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Gast
Fakt ist, dass ein Student in der Regel weniger Geld zum Leben hat als ein Hartz IV-Empfänger und sich normalerweise nicht als arm bezeichnet.
Wie kommst du denn auf solche merkwürdige "Fakten"? Und was hat das mit dem Thema zu tun?
 

Tricia

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(...) positive Veränderungen für sozial Schwächere (...)
Mag ja sein, dass Du "sozial" schwach bist, ich bin jedenfalls nur "finanziell" nicht so stark...

https://de.wikipedia.org/wiki/Sozial
In der Umgangssprache bedeutet „sozial“ den Bezug einer Person auf eine oder mehrere andere Personen; dies schließt die Fähigkeit (zumeist) einer Person, sich für andere zu interessieren und sich einzufühlen mit ein. Aber es bedeutet auch, anderen zu helfen und eigene Interessen zurückzustellen.
Leute wie Spahn & Co sind sozial schwach...

Ich will die nicht ....., ich will auch kein Hartz IV, da war ich eher ein Fan der Arbeitslosenhilfe. (Koppelung an vorheriger Beitragszahlung und Lebensleistung)
Die Arbeitslosenhilfe wurde auch aus Steuergeldern finanziert und hatte mit einer Lebensleistung rein gar nichts zu tun. Berechtigt war u. a., wer innerhalb der Vorfrist (ein Jahr vor Antragstellung) mindestens einen Tag Arbeitslosengeld oder Arbeitslosenhilfe bezogen hatte.

Da brauchte man also nur ein Jährchen einen gut bezahlten Job machen und konnte dann für unbegrennzte Zeit von deinen "echten Steuergeldern" leben. Wer hingegen nur einen schlechtbezahlten Job hatte, der durfte dann, um von "deinen" Steuern auch Miete zahlen zu können, noch zusätzlich Wohngeld beantragen und eventuell auch noch zum Sozialamt rennen. Drei Ämter, auch das war mit der Arbeitlosenhilfe für viele Realität. Und das würde auf die meisten hier zukommen, wenn dieses System von heute auf morgen wieder da wäre.

https://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitslosenhilfe

"Hartz IV" ist da wesentlich besser und wäre auch viel sozialer, wenn der Satz nicht so niedrig wäre und die Sanktionen wegfallen würden. Aber das wäre dann ja eine Art Grundeinkommen, einzige Bedingung wäre eine Bedürftigkeitsprüfung bei Antragstellung...
 

RobbiRob

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Der arbeitende Personenkreis den ich kenne, würde mit Arbeitslosenhilfe besser fahren.

Es geht auch nicht um Daueralimentierung, sondern um Überbrückung.

Und das Problem sind nicht die ausgebildeten mit >50, die erstmals Alg2 beziehen und dann keine Arbeit mehr finden.
Das sind eher die Leidtragenden dieses Systems.
 

Zeitkind

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Kannst du mir aus der Vergangenheit auch nur eine Partei nennen, ...
die die „Wohltaten“ die sie den Menschen versprochen haben bevor sie Mehrheiten zur Entscheidung hatten,
dann auch umgesetzt haben, als sie dann endlich die Mehrheit hatten, also Regierende waren?
Nein, allerdings steht die Linke auch in der Vergangenheit nicht zur Auswahl.
Deswegen ist Deine Frage noch immer kein Kriterium, weil sie das Objekt ausschließt.
Du drehst Dich mit Deiner Vermutung also weiter im Kreis.

Die nächste Frage ist selbst für dieses abschweifende Thema OT.
Für Vergleiche dazu und Deine Vermutung, daß eine Partei nicht wählbar ist,
weil andere Parteien ihre Versprechen nicht halten,
bitte ggf. ein eigenes Thema eröffnen. :icon_wink:

Zurück zu Jens Spahn ..., dessen Werdegang übrigens kein Vorbild für den gesellschaftlichen Anspruch an einen Politker darstellt.
So wie die Scheindemokraten in der letzten Regierungsperiode eine Ungelernte zur Arbeitsministerin delegiert haben,
besetzen die Scheinchristen den Posten des Gesundheitsministers mit einem ► Pharmalobbyisten.
Dort, wo den gierigen Konzernen Regulierung droht, werden wichtige Schaltstellen mit Strohmännern besetzt.
Tomas Wolfe meinte:
Bis März 2015 war Spahn zudem Vorsitzender vom „Beirat Gesundheit“, einer Gesellschaft zum Studium strukturpolitischer Fragen,
die Unternehmen und Verbände mit Abgeordneten und Vertretern der Bundesregierung zusammenbringt,
um Gesetzesinitiativen vorzubereiten – rein zufällig ist der PKV auch hier ein bedeutendes Mitglied. (Quelle:nachdenkseiten.de)
 
D

Dinobot

Gast
hier ein weiterer "neuer" Einpeitscher. E Er ist "optimistisch", dass sich mit "Fordern" und entsprechender "Aktivierung" im "Osten" "die Arbeitslosenzahlen sehr gut entwickeln werden":
Herr Hirte ist Rechtsanwalt, welcher in dieser Position mittelständische Unternehmen vertritt. Dessen Geisteshaltung ist von der Aussicht und Erwartung geprägt, dass das "Fordern" seiner Klientel zugute kommt und billige Arbeitskräfte zum Nulltarif dabei rauskommen. Meint wahrscheinlich mittels Fördergeldern für seine Klientel, weil ja die meisten ansonsten "Vermittlungshemmnisse" hätten.

Welche Statistik der Arbeitslosen meint denn Herr Hirte da?

Die BA hat unzählige zur Auswahl.

Herr Hirte betreibt PR für seine Klientel, weil er weiß, dass die Gewinnmaximierung der Unternehmen mithin auch seinem Portemonnaie zugute käme.

Wenn er Jens Spahn unterstützt, dann deshalb, weil dessen Gerede den Unternehmen genauso zugute kommen soll.

Und damit erscheint geklärt, wer sich hinter dem Gerede des Herrn Spahn verbirgt und zu welchem Zweck es eigentlich dienen soll.

Mich nervt extrem an Hartz IV, dass es Menschen gibt, die 30 Jahre gearbeitet haben und nun auf einer Stufe stehen, mit Menschen die nie einen Cent in die Sozialkassen oder Steuern entrichtet haben.
Es gibt sogar Menschen, die haben 40 Jahre lang gearbeitet und bekommen dafür soviel Rente wie ein Hartz iV Bezieher, der noch nie gearbeitet hat. Oder sogar noch weniger.

Was kann der Hartz iV Bezieher dafür?

Für solche Verwerfungen in der deutschen Gesellschaft ist der Staat verantwortlich. Und nur der. Du bedienst hier uralte Klischees und verlagerst und übertünchst hier das Versagen des Staates.

Studenten kommen übrigens mehrheitlich aus gutbürgerlichem Elternhaus und haben deshalb nicht unbedingt weniger zum Leben. Zumindest steht es Ihnen frei, ihre Eltern auf Unterhalt zu verklagen.
 
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Herr Hirte ist Rechtsanwalt, welcher in dieser Position mittelständische Unternehmen vertritt.
und nicht nur den sog. Mittelstand, der hat seine Finger fast überall drin:

https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Hirte

Haushaltsausschuss, Finanzausschuss, Bundesfinanzierungsgremium,Transatlantikbrücke, Wirtschaft und Energie, Neue Medien, Aufsichtsrat des Klinikums Bad Salzungen, Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Parlamentskreis Elektromobilität...
 

Wholesaler

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Im Gegensatz zu den Nebelkerzen der Linken, halt ich mich an Fakten.
Zudem ist es mir nicht egal, wie oder von was der ganze Sozialstaat finanziert wird. Die Leute hier im Forum müssen mal auf den Boden der Tatsachen kommen und realisieren, dass eine Mehrheit nicht bereit ist unendlich mit Steuern einzustehen, für einen immer größeren Sozialstaat.
Deine Betrachtungsweise ist mir zu einseitig. Zu diesem Sozialstaat gehört seit der Agenda 2010 auch die Armutsindustrie. Das sind in erster Linie Maßnahme- und Bildungsträger. Keine Frage, diese Institute muss es geben. Was dort allerdings mit Arbeitslosen auf Anordnung der Jobcenter veranstaltet wird, bringt die Betroffenen garantiert nicht in Arbeit, sondern ist lediglich ein Mittel, um die Statistik zu schönen. Solche sinnlose Beschäftigungstherapien kosten dem Steuerzahler (somit auch dir) jedes Jahr zig Millionen für nichts und wieder nichts. Und das sind keine linken Nebelkerzen, sondern schlichtweg Fakten, die von dir allerdings beflissentlich ausgeblendet werden.
 

Junggeselle

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Ich weiß nicht wie es euch geht, aber in bin viel in FB unterwegs und lese am liebsten die Kommentare der Leute bei Spiegel, Stern, Handelsblatt etc.
Dort kommentieren alle möglichen Leute, auch die, die man ziemlich eindeutig in die linke oder rechte Ecke stellen könnte.
Dennoch habe ich das Gefühl, dass sich immer mehr Leute mit ALG2-Empfängern solidarisieren, weil solche Aussagen von Herrn Spahn auch Leute nerven/schockieren/verwundern, die sich mit ALG2 nie oder kaum befasst haben oder ALG2-Empfänger höchstens aus der BLÖD-Zeitung kennen.

Die Ignoranz von diesem Typen geht den meisten Leuten mächtig auf die Nerven und bis auf ein paar Ausnahmen, die immernoch überzeugt sind dass ALG2-Empfänger einfach nur zu faul zum Arbeiten sind, lese ich dort viel Solidarität.

Mein Lieblingskommentar war:
"Die BRD gibt so viel Geld für alles mögliche aus, so viele Milliardengräber und Bürokratiemonster. Gebt den Hartzern einfach ihre 100€ mehr im Monat, das würde keinem weh tun und man hilft Millionen von Menschen"


Auch sehr nett ist der neue Artikel im Postillion :wink:

"Selbsttest im Restaurant: Jens Spahn beweist, dass man von 416 Euro Hartz IV locker satt wird"

https://www.der-postillon.com/2018/03/spahn-IV.html
 

RobbiRob

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Ja, da bin ich bei Dir mit der Armutsindustrie.

Allerdings bezieht sich das nicht nur auf die teilweise unsinnigen Bildungsträger.

Und vor allem, was ist mit den Leuten, die solche Instrumente wirklich brauchen?
Oder glaubst Du das ausnahmslos alle, die hier Tipps im Forum holen zur Vermeidung von Bewerbungstraining dies nicht benötigt?

Aber das zu differenzieren ist schlicht unmöglich, auch wenn das die eigentliche Aufgabe der SB wäre.

@Junggeselle: Deinen Lieblingskommentar mal ausgerechnet? ;-) ... anderer Leute Geld .....
 
C

ckl1969

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Nein, allerdings steht die Linke auch in der Vergangenheit nicht zur Auswahl.
Deswegen ist Deine Frage noch immer kein Kriterium, weil sie das Objekt ausschließt.
Du drehst Dich mit Deiner Vermutung also weiter im Kreis.
Du hast vollkommen recht. Sie waren bisher nicht mit einer eigenen Mehrheit oder einer Koalitionsmehrheit im Bund in Regierungsverantwortung. Somit waren sie bisher auch nie in der Lage, ihre Wahlversprechen oder Positionen, umzusetzen. Insofern läßt sich weder etwas belegen noch widerlegen.

Und da ich, zumindest mal für die nächsten 2, 3, Wahlperioden davon ausgehe, daß sich daran auch nichts ändern wird, ist die Diskussion „was wäre wenn“, die ich hier losgetreten habe, doch rein theoretischer Natur.
 

Zeitkind

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dass eine Mehrheit nicht bereit ist unendlich mit Steuern einzustehen, für einen immer größeren Sozialstaat.
Das wäre doch eigentlich die richtige Richtung. Gegenwärtig ist die Mehrheit offensichtlich bereit
für den Profit der Konzerne, zur "Rettung" von Banken und zur Aufrüstung unendlich mit Steuern einzustehen. :icon_wink:
Und nun frage Dich, wer der Staat ist und wohin eigentlich die Steuern fließen sollten.
Deine Idee vom immer größeren Sozialstaat ist beachtenswert und richtungsweisend.
Nur der Kontex Deiner Argumentation steht sämtlichen Fakten entgegen.
... ist die Diskussion „was wäre wenn“, die ich hier losgetreten habe, doch rein theoretischer Natur.
:icon_klatsch:
 

Wholesaler

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Ich verzichte momentan freiwillig auf Alg1 und zahle freiwillig >180€ KV/PV.
Warum machst du das denn? Wenn ich Beiträge für etwas bezahlt habe, möchte ich im Ernstfall (Arbeitslosigkeit) auch entsprechende Leistungen erhalten. Oder willst du mit gutem Beispiel vorangehen und dem Sozialstaat nicht zur Last fallen?

@Tricia: Ob das nun sozial Schwache oder finanziell nicht so starke Menschen sind, ist vollkommen wumpe. Diese Personengruppe braucht sich keinen großen Illusionen mehr hingeben. Richtig. Die Arbeitslosenhilfe wurde auch aus Steuergeldern finanziert und vorher fand wie bei Hartz4 eine Bedürftigkeitsprüfung statt. Die Leistungen reduzierten sich von Jahr zu Jahr. Wer meint, dass die Arbeitslosenhilfe ein Leben in der sozialen Hängematte ermöglichte, ist auf dem Holzweg.
 

gelika56

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Insgesamt beträgt der Anteil sozialpolitischer Ausgaben mit ca. 140 Mrd. € etwa 55% des Bundeshaushaltes. D. h. mehr als jeder zweite Euro, 140 Mrd. € werden umverteilt. Jedes Jahr. Dazu kommen noch die Umverteilungsmechanismen in den Sozialversicherungen. Und hier wird so getan als lasse Deutschland sozial Schwache quasi verhungern. Einfach unredlich, denn das Gegenteil ist der Fall: Wir haben eines der besten Sozialsysteme der Welt. Da hat Herr Spahn einfach Recht.
 

Bettelstudent

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Hallo Ckl1969 du hast das --> Ach ja das ganze natürlich auf einer Insel in der Beringstraße, damit man schön Heizkosten und Strom braucht auch gelesen ? :) Und zu den Parteien Doch sie haben sich vor langer Zeit auch nach den Wahlen an ihre Versprechen von davor erinnert und sogar einiges umgesetzt. Aber da waren sie auch noch "volksnah" im Bundesdorf Bonn. Wie auch der normale Bürger mussten sie mit Behelfen leben wie zum B. die SPD in ihrer Holzbaracke. Die Abgehobenheit fing da an, wo sie in die ersten Protzpaläste" umzogen (SPD wie auch CDU/CSU). Und mit Berlin als neuer Hauptstadt war dann ganz Schluß. Agenda 2010 von einem SPD-Kanzler........heute kannst du allen Parteien in einen Sack stecken und du triffst immer den richtigen.
Denn egal ob rechts --links --- oder mittig,die denken als erstes nur an sich und alles abzukassieren, was da zu haben ist.
@Wholesaler Das stimmt so nicht, die Arbeitslosenhilfe wurde nahtlos an das Arbeitslosengeld gezahlt und du bliebst auch weiterhin bei deinem Vermittler im Arbeitsamt. Die Verschlimmbesserungen kamen erst kurz vor der berüchtigten Agenda 2010 ab 1998 wenn ich das noch richtig im Kopf habe.
 
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@gelika56

Das Wort "umverteilt" ist das Einzige, was an deiner Aussage stimmt. Denn wohin wird denn "umverteilt"? In einen riesigen Selbstverwaltungsapparat (BA/BMAS/AfA/JC/OKs), Pseudo-Bildungsklitschen, ZAFs, PVAs, AGH-Träger (Kommunen), privatwirtschaftliche Unternehmen und sog. "Arbeitgeber", Diakonien, sogar "Pflegeeinrichtungen", sonstige "mildtätige Einrichtungen" und die "Tafel" gehört letztendlich auch dazu.

Beim ELO landet nur der allerkleinste Krümel des Kuchens und nichtmal der wird ihm gegönnt, nein dieser "Krümel" degradiert ihn zum Abschaum der "Gesellschaft". Allein die Sprache nach über 10 Jahren immer noch "Hartz-4-Empfänger", "sozial schwach", für jeden Betroffenen immer wieder ein klatschender Schlag ins Gesicht.

Dementsprechend sprechen Steinmeiers Worte ebenso Bände: "die Zahl der Hartz-4-Empfänger muss reduziert werden". Es fällt anscheinend noch nichtmal mehr jemandem auf, dass inzwischen - ganz frank und frei - eine Anzahl von Menschen reduziert werden soll.
 

Wholesaler

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Und vor allem, was ist mit den Leuten, die solche Instrumente wirklich brauchen?
Die sollen (evtl. sogar müssen) diese Maßnahmen dann in Anspruch nehmen. Bei dem Großteil der Arbeitslosen liegt es auch nicht an den Bewerbungsunterlagen, sondern an anderen Dingen (Alter, Krankheit, kein Führerschein/Auto, überlaufener oder "ausgestorbener" Beruf, usw.). Qualitativ hochwertige Weiterbildungen werden kaum (noch) finanziert. Der Grundsatz "Fördern und Fordern" beschränkt sich überwiegend auf den zweiten Aspekt.
 

Zeitkind

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Insgesamt beträgt der Anteil sozialpolitischer Ausgaben mit ca. 140 Mrd. € etwa 55% des Bundeshaushaltes.
D. h. mehr als jeder zweite Euro, 140 Mrd. € werden umverteilt.
Das ist auch gut so, denn eine Gesellschaft lebt von Umverteilung. :icon_wink:
Allerdings entziehen sich einer solchen gerade die, deren Vermögen von der Gesellschaft erarbeitet wurde.
Dazu kommen noch die Umverteilungsmechanismen in den Sozialversicherungen.
Nicht vergessen, ca. 72% der von Dir genannten Gesamtausgaben ► fließen in die Rentenversicherung.
Und hier wird so getan als lasse Deutschland sozial Schwache quasi verhungern.
Nein, es wird darauf verwiesen, daß es besser ginge.
 

Gehatzter

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Definiere bitte zu wenig Gehalt in Verbindung mit Anzahl geleisteter Arbeitsstunden.
Es ist nunmal so, dass die meisten Aufstocker eben nicht Vollzeit arbeiten.
Über die Gründe kann man trefflich streiten, Fakt bleibt, dass man mit Teilzeit in der Regel kein Leben oberhalb des Existenzminimum führen kann.
Wobei man nicht vergessen darf, und das ist das größte Problem, das von der BRD berechnete Existenzminium defacto keines ist, sondern massive Unterdeckung hat. Dann kann man sich entscheiden, ob man lieber ausreichend Fressen kauft und dafür das Licht und die Heizung so gut wie auslässt oder man das ÖPNV-Ticket spart und zur Mindestlohn-Arbeit mit Klamotten aus der der Diakonie hinläuft. Viele Insassen der BRD haben ein massives Problem, die Kosten für alltägliche Dinge wachsen sehr viel schneller als das staatliche Almosen und der lächerliche gesetzliche Mindestlohn. Man kann nur noch auf ne "mörderische" Eskalation hoffen, um diese skandalösen Zustände in der BRD zu bereinigen.
 

Wholesaler

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Das stimmt so nicht, die Arbeitslosenhilfe wurde nahtlos an das Arbeitslosengeld gezahlt und du bliebst auch weiterhin bei deinem Vermittler im Arbeitsamt. Die Verschlimmbesserungen kamen erst kurz vor der berüchtigten Agenda 2010 ab 1998 wenn ich das noch richtig im Kopf habe.
Arbeitslosenhilfe wurde nur gezahlt, wenn Bedürftigkeit vorlag. Das war eine der Voraussetzungen. Ansonsten hatte man nach Auslaufen des Arbeitslosengeldes keinen Anspruch. Die Verschlimmbesserungen kamen stufenweise nach der Jahrtausendwende. Der Leistungssatz wurde mehrfach gesenkt und der Vermögensfreibetrag pro Lebensjahr reduzierte sich auch. Als Hartz4 im Jahr 2005 "auf den Markt kam", erhielt jeder nur noch den Regelsatz von damals 345 EUR (West) bzw. 331 EUR (Ost).
 
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