Jeder zehnte Deutsche will der Linkspartei seine Stimme geben

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wolliohne

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E

ExitUser

Gast
Da habe ich natürlich mitgezeichnet. Es sind noch zu wenig Stimmen!!!!

@ Martin
Auch muss man an die Bestätigung des e-mail-Links denken, sonst zählt die Stimme nicht. *zwinker*
 
B

B. Trueger

Gast
Lach, die Linke heuchelt ja auch ganz schön im Land umher. Die Linke hat, zusammen mit der FDP auf deren Antrag der ARCHE in Berlin-Hellersdorf sämtliche Hilfsmittel gestrichen. Das ist wahrlich links:icon_rolleyes:
 

Borgi

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Zitat Zebulon
Forscht man aber noch ein biß'schen weiter, so stellt man fest, dass der smarte Professor Hüther Mitglied bei der Initiative neue soziale Marktwirtschaft ist.

Jetzt frage ich mich allerdings, wieso Hüther solche Artikel in der sozialistischen Tageszeitung NEUES DEUTSCHLAND veröffentlichen darf, dessen Herausgeber Lothar Bisky ist und ob ich mit den LINKEN nicht meine Gegner wähle ? :icon_eek:
Irgendwie ist keine Partei mehr wählbar, dabei hatte ich mich dieses Mal auf die Linke eingeschossen
 
B

B. Trueger

Gast
Nun Borgi, nicht den Kopf in den Sand stecken. Vielleicht mal den werten Lothar Bisky auffordern, dazu Stellung zu nehmen, warum er, bzw. die Chefredakteure es gestatten, einem neoliberalen Individuum wie dem Prof. Hüther eine Plattform im "NEUES DEUTSCHLAND" gegeben wurde.

Kommt keine Reaktion auf die Anfrage, würde ich das wahlabhängig machen. Entspricht die Begründung nicht meinen Vorstellungen, würde mich das auch wahlabhängig machen. Solltest du vielleicht bei einer Anfrage erwähnen.
 
E

ExitUser

Gast
Leute, ich denke, hier geht es hauptsächlich um das Mitzeichnen der Solidaritäts-Erklärung : Nokia-Mitarbeiter.

Das steht in wolli's Post ein klein bisschen weiter unten :biggrin:
und ich denke, diese Leute haben unsere Stimme wirklich verdient, oder?
 
B

B. Trueger

Gast
Von mir bekommt kein Nokia-Ex-Arbeiter eine Solidaritätsbekundung. Hatten die Herrschaften bisweilen auch nicht für nötig gehalten, sich mit den Ärmsten der Armen zu solidarisieren.

Mit welcher Begründung auch sollte man sich mit denen solidarisieren? Sie sind die gleichen Schachfiguren auf dem selben Spielfeld wie wir alle. Die Bauern sind gefallen, das interessierte bisweilen niemand. Nun sind die Läufer dran. Punkt
 

mercator

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Von mir bekommt kein Nokia-Ex-Arbeiter eine Solidaritätsbekundung. Hatten die Herrschaften bisweilen auch nicht für nötig gehalten, sich mit den Ärmsten der Armen zu solidarisieren.

Was genau meinst Du?
 
E

ExitUser

Gast
Nun, das kapiere ich auch nicht, B.Trueger.

Interpretiere ich das richtig, dass Du meinst, es ist egal, ob die Nokia-Mitarbeiter ihre Stelle verlieren, weil sie sich bisher mit uns( jetzige ALGII'ler) auch nicht solidarisch erklärt haben?



(hoffentlich liege ich falsch!)
 
B

B. Trueger

Gast
Was genau meinst Du?


Was werde ich wohl gemeint haben? Liest sich das nicht aus dem Beitrag heraus? Ich solidarisiere mich nicht mit den Nokia-Arbeitern, weil ich dafür keine Veranlassung sehe.


@Tinkalla, ja, es ist mir egal, dass sie ihre Stellen verlieren. Je mehr desto besser. Je mehr sich in der gleichen Situation wiederfinden wie ein Großteil eben derer, die schon unten sind und eben auch von den Nocharbeitenden kein Gehör finden, desto besser können sie sich eventuell ein wahres Bild davon machen, wie es zugeht.

Heute kreischen doch die Nocharbeitenden immer, sie müssten die ganzen faulen Sozialschmarotzer durchfüttern und sind auch mit jeder weiteren Gesetzesverschärfung zum Nachteil der Arbeitslosen vollkommen konform.

Soll ich da noch Beifall klatschen und meine Solidarität bekunden: Ach, das tut mir jetzt aber Leid, dass ihr euren Job verloren habt. Andere stehen schon seit Jahren auf der Straße und werden noch von Erwerbstätigen diffamiert und diskreditiert.
 
B

B. Trueger

Gast
Nachtrag

Übrigens, beim Sternenmarsch beispielsweise nach Berlin war auch kein Transparent zu sehen: Wir Opelaner oder Nokianer solidarisieren uns mit euch. Ja nicht einmal die Sachbearbeiter an der Front der ARGEn sehen sich dazu veranlasst.
 
E

ExitUser

Gast
Was werde ich wohl gemeint haben? Liest sich das nicht aus dem Beitrag heraus? Ich solidarisiere mich nicht mit den Nokia-Arbeitern, weil ich dafür keine Veranlassung sehe.


@Tinkalla, ja, es ist mir egal, dass sie ihre Stellen verlieren. Je mehr desto besser. Je mehr sich in der gleichen Situation wiederfinden wie ein Großteil eben derer, die schon unten sind und eben auch von den Nocharbeitenden kein Gehör finden, desto besser können sie sich eventuell ein wahres Bild davon machen, wie es zugeht.

Heute kreischen doch die Nocharbeitenden immer, sie müssten die ganzen faulen Sozialschmarotzer durchfüttern und sind auch mit jeder weiteren Gesetzesverschärfung zum Nachteil der Arbeitslosen vollkommen konform.

Soll ich da noch Beifall klatschen und meine Solidarität bekunden: Ach, das tut mir jetzt aber Leid, dass ihr euren Job verloren habt. Andere stehen schon seit Jahren auf der Straße und werden noch von Erwerbstätigen diffamiert und diskreditiert.

Überdenke das doch noch einmal.
Ich denke, wir sind alle bitter und je nach dem, wieviel der Einzelne von uns z.Zt. durchleben(durchleiden) muss, kommen sciher diese Gedanken hoch.

Auf der anderen Seite geht es hier aber nicht NUR um die Mitarbeiter von Nokia, sondern vor allen Dingen um die schmarotzende Art und Weise der Firmenbosse ( und auch hier nicht nur Nokia). Hier bei Nokia wurden immerhin 98 mill.€ erschnorrt! Und kein Regelsatz von 347€. Und es werden wieder einmal - wie bei Siemens- die Mitarbeiter erpresst, denn sie kriechen ja schon wieder um wollen sich auf Verzichte am Lohn einigen.

Bleiben Solidaritätsbekundungen aus und gehen nicht alle geschlossen konform, die dieses Gespenst H4 betrifft,- egal, ob bereits drin oder kurz davor,- wird es wohl NIE MEHR dazu kommen, dass vernünftige und vernünftig bezahlte Stellen angeboten werden können. Dann wissen diese Bosse genau, dass sie es eh nur mit einer Minderheit von,- wie hier bei Nokia-, 4.000 Leuten zu tun haben, und nicht mit einer weit grösseren Masse .

Wenn es also weiter so fortschreiten soll, dass hier nur 10% der Bevölkerung bestimmen, wo es lang geht und die anderen sich mit einem leeren Magen beschäftigen dürfen, ja, dann sollte man sich wirklich nicht solidarisch erklären und weiterhin sein kleines, verletztes Ego pflegen und sich auf den Standpunkt stellen, dass es noch mehr sein müssen, die sich im Dreck suhlen dürfen.
 
B

B. Trueger

Gast
Tinkalla, das hat nichts mit meinem kleinen, verletzten Ego etwas zu tun, mein Ego steht hier auch gar nicht zur Debatte.

Sicherlich ist dir in gewissen Dingen zuzustimmen. Was die Subvention Nokias anbelangt, diese wurde und wird seit eh und je von der Politik, in Deutschland von immer den selben Parteien forciert. Und liebe Tankella, du wirst sehen, am 27. Januar bei der Landtagswahl in Hesse werden wieder massig Leute die Parteien wählen, die für eben genau das Desaster wie derzeit Nokia, verantwortlich sind. So.

Nun wählen alle weiterhin SPD und CDU und FDP usw. und in einem halben Jahr macht der nächste Laden zu. Wieder Solidarität bekunden? Wieder sich mit jenen solidarisieren, die jene Parteien wählten, die auch die nächste Schließung zu verantworten haben?

Ich mag ja deiner Ansicht nach ein gestörtes Ego haben aber ich bin nicht bescheuert und nehme diejenigen Schafe in den Arm, die immer und immer wieder ihren eigenen Metzger wählen.
 

Liebe Tweety

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Überdenke das doch noch einmal.
Ich denke, wir sind alle bitter und je nach dem, wieviel der Einzelne von uns z.Zt. durchleben(durchleiden) muss, kommen sciher diese Gedanken hoch.

Auf der anderen Seite geht es hier aber nicht NUR um die Mitarbeiter von Nokia, sondern vor allen Dingen um die schmarotzende Art und Weise der Firmenbosse ( und auch hier nicht nur Nokia). Hier bei Nokia wurden immerhin 98 mill.€ erschnorrt! Und kein Regelsatz von 347€. Und es werden wieder einmal - wie bei Siemens- die Mitarbeiter erpresst, denn sie kriechen ja schon wieder um wollen sich auf Verzichte am Lohn einigen.

Bleiben Solidaritätsbekundungen aus und gehen nicht alle geschlossen konform, die dieses Gespenst H4 betrifft,- egal, ob bereits drin oder kurz davor,- wird es wohl NIE MEHR dazu kommen, dass vernünftige und vernünftig bezahlte Stellen angeboten werden können. Dann wissen diese Bosse genau, dass sie es eh nur mit einer Minderheit von,- wie hier bei Nokia-, 4.000 Leuten zu tun haben, und nicht mit einer weit grösseren Masse .

Tut mir Leid ich sehe auch kein Grund, Mitleid zu haben , das zu bedauern. Desto schneller Menschen einsehen das sie doch nur das kleine Rädchen sind desto besser ist es. Es passiert nur etwas, wenn die Masse es will. So kommt keine Solidarität zu stande. Ich war damals in den ersten Versammlungen von der MLPD und musste die Erfahrung machen das sie sich nur durch H.IV ein Aushängeschildchen besorgten. Wenn ich höre Sozialhilfe Empfänger sind zu Faul zum Arbeiten wird mir schlecht, da ich aus einer Stadt komme die hieß mal Stadt des Schwermaschinenbaus und es waren Massen in den Großbetrieben wovon wir 7 Großbetriebe hatten.

Wenn es also weiter so fortschreiten soll, dass hier nur 10% der Bevölkerung bestimmen, wo es lang geht und die anderen sich mit einem leeren Magen beschäftigen dürfen, ja, dann sollte man sich wirklich nicht solidarisch erklären und weiterhin sein kleines, verletztes Ego pflegen und sich auf den Standpunkt stellen, dass es noch mehr sein müssen, die sich im Dreck suhlen dürfen.

Hatte keiner Mitleid gehabt mit den Oberen 70 % einer Stadt, denn knapp 50 % hat das weite gesucht und wir haben heute noch eine 20 % Arbeitslosigkeit
 

mercator

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Was werde ich wohl gemeint haben? Liest sich das nicht aus dem Beitrag heraus?

Nein, das liest sich nicht heraus. So wie Du es geschrieben hast, dachte ich, Du meinst irgendeine bestimmte Veranstaltung, auf der Du deine Beobachtungen gemacht hast und enttäuscht wurdest. Offensichtlich ist dem nicht so. Konkret ist Dir also gar nicht klar, ob sich je irgendein Mitarbeiter von Nokia irgendwann einmal mit ALG2-Empfängern solidarisiert hat. Was Du also nur weißt ist, dass sich nie alle Nokia Mitarbeiter oder ein großer Teil von ihnen solidarisch zeigten.

Du bist wirklich verbittert. Aber das ist verständlich.
 

Bielsteinbräu

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Betrüger
Da arbeitest Du den Herrschenden ja gut zu. Bloß keine Solidartät unter den Betroffenen ! Da freut sich das Kapital, wenn es uns so gut spalten kann. Vielleicht hat ein Ego das noch nicht erkannt. Horizont = Radius 0 ??
So schaffen wir den Schulterschluß nie.
 
B

B. Trueger

Gast
Nein mercator, ich bin nicht verbittert. Du interpretierst dir nur Verbitterung zusammen. Ansichten meines Standpunktes kannst du in anderen Foren in dieser Kategorie gern nachlesen. Sind eh alle irgendwie miteinander verknüpft, zumindest inhaltlich.

Tu mir daher den Gefallen und suggeriere mir nicht etwas, was nicht andem ist. Danke.
 
B

B. Trueger

Gast
Betrüger
Da arbeitest Du den Herrschenden ja gut zu. Bloß keine Solidartät unter den Betroffenen ! Da freut sich das Kapital, wenn es uns so gut spalten kann. Vielleicht hat ein Ego das noch nicht erkannt. Horizont = Radius 0 ??
So schaffen wir den Schulterschluß nie.



Autsch!!!:icon_rolleyes:
 

Volker

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Hallo B. Trueger,

hört sich ein wenig nach der Verlendungstheorie an. (wikipeadia).

Die Geschichte und auch die aktuelle Zeit belegen, das Verlendung nicht
unbedingt zu Verbesserung des Gegenwehr führt.

Denn dann müsste in Afrika, Asien, China, Südamerika jede Menge Gegenwehr geben. Die Menschen in den USA, erleben auch nicht gerade wenig Elend. und wo ist die Gegenwehr? Fast nirgends. Venezuela und Bolivien sind auch nicht zu etwas besseres gekommen, weil die Massen sich wehrten sondern weil jemand die Sache in die Hand nahm.

Wir wissen, die neoliberale Theorie, sagt, es wird besser wenn wir noch Neolibraler werden. Und wenn es dann nicht klappt dann haben wars eben nicht neoliberal genug. Sowas ist völlig sinnfrei.
Man löst das Problem nicht mit dem Problem.

Zurück zur Solidarität, wer soll denn Anfangen mit der Gegenwehr (welche auch immer) wenn alle sagen, der hat mir damals nicht geholfen, da helfe ich ihn heute auch nicht. Wer soll denn Anfangen, wenn nicht wir?

Ich persönlich nehm jede Demo, die kriegen kann sofern Zeit und das Thema
einigermassen sinnvoll ist. In den letzten Jahren hab ich z.B. fast jede Düsseldorf Demo der GDL mitgemacht. Die Montagsdemos besuch ich seltener, weil ich mit der Ausführung überhaupt nicht einverstanden bin, das ist aber bekannt. An Antinazidemos hier, hab ich meist wegen anderen Verpflichtungen nicht teilnehmen können. Als Ausgleich nahm ich dann extra zu den anderen Antinazidemos in der Umgebung teil.

Volker
 
B

B. Trueger

Gast
Hallo Volker,

zum einen, du meinst sicherlich Verelendungstheorie, nicht Verlendungstheorie:

Ver|elendungstheorie,

die u. a. von K. Marx aufgestellte These, dass die Arbeiterklasse im Kapitalismus gesetzmäßig absolut wie relativ zunehmend verelenden werde.
© 2003 Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus, Sat_Wolf, Bayern


Verelendungstheorie, in der ersten Hälfte des 19. Jh. im Zuge der frühkapitalist. Industrialisierung entstandene Theorie, wonach die Löhne der Industriearbeiter im Verlauf der kapitalist. Entwicklung unter das Existenzminimum sinken würden. Wichtiger Bestandteil des Marxismus.
(c) Meyers Lexikonverlag, Sat_Wolf, Bayern

[Bei Wikipedia wird mir zu viel editiert und ist daher für mich als Enzyklopädie nicht brauchbar]

Zu deinen Beispielen möchte ich nur folgendes zu sagen. Die Vergleiche mit Afrika,, Asien und der Gleichen hinken ein wenig, da diese Länder nie den Wohlstand unseres Landes erfahren durften. Weiterhin bedenkst du nicht, warum sich dort keiner richtig wehrt - nämlich ist hier anzumerken, dass dort gleich mit Waffengewalt und Hinrichtung entgegengewirkt wird. Ebenso in den USA.

Nun sind wir hier in Deutschland an einen Punkt angekommen, wo ich wahrlich nur noch drauf warte, dass Schäuble die Todesstrafe wieder einführen möchte (sicherlich mit einer Terrorbegründung)


Zurück zur Solidarität, wer soll denn Anfangen mit der Gegenwehr (welche auch immer) wenn alle sagen, der hat mir damals nicht geholfen, da helfe ich ihn heute auch nicht. Wer soll denn Anfangen, wenn nicht wir?
Du weißt sicherlich, dass es etliche Demos gegeben hat, seit 2004, zunehmend 2005. Nun, wer hat sich denn eben auch bei diesen Demos beteiligt? Wie hoch waren die teilnehmenden Leute in ihrer Anzahl? Gegenwehr wurde ja gestartet, wurde aber nicht in Anspruch genommen, und dies von der Mehrheit nicht. Frei nach der Devise: Betrifft mich ja nicht, also muss ich auch nichts tun.


Solange die Menschen ihren bequemen Extremcouching-Dasein frönen wird sich da auch nicht wesentlich etwas ändern außer eben zum Nachteil derer und auch aller. Wenn man sich schämt auf einer Demo zu gehen, weil der Nachbar ja einen sehen könnte und man sich schämt sich sozial wie auch gesellschaftlich zu engagieren, der braucht sich nicht zu wundern, dass diejenigen, die meinen, sie müssten nichts machen, sich nicht bewegen - andere würden das schon irgendwie richten - das diese Menschen ihre Passivität früher oder später am eigenen Leib spüren werden. Dann ist es aber meist zu spät.
 

papier

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Was werde ich wohl gemeint haben? Liest sich das nicht aus dem Beitrag heraus? Ich solidarisiere mich nicht mit den Nokia-Arbeitern, weil ich dafür keine Veranlassung sehe.


@Tinkalla, ja, es ist mir egal, dass sie ihre Stellen verlieren. Je mehr desto besser. Je mehr sich in der gleichen Situation wiederfinden wie ein Großteil eben derer, die schon unten sind und eben auch von den Nocharbeitenden kein Gehör finden, desto besser können sie sich eventuell ein wahres Bild davon machen, wie es zugeht.

Heute kreischen doch die Nocharbeitenden immer, sie müssten die ganzen faulen Sozialschmarotzer durchfüttern und sind auch mit jeder weiteren Gesetzesverschärfung zum Nachteil der Arbeitslosen vollkommen konform.

Soll ich da noch Beifall klatschen und meine Solidarität bekunden: Ach, das tut mir jetzt aber Leid, dass ihr euren Job verloren habt. Andere stehen schon seit Jahren auf der Straße und werden noch von Erwerbstätigen diffamiert und diskreditiert.

:biggrin:
Ich kann diese Reaktion verstehen :biggrin:
Mir schossen spontan ebensolche Gedanken durch den Kopf!

Es ist doch leider Tatsachen, das die Arbeitnehmer oft erst bereit sind sich zu solidarisieren, wenn sie selbst die Opferrolle einnehmen müssen.
Ich sah die Tränen der Belegschaft und meine Gedanken waren, "ja, so fühlt es sich an!"

Auch, je mehr desto besser! Obwohl das unserem gesamten System eben so wenig nützlich ist.

Nur hilft ein trotziges Verhalten niemanden weiter!
Und deswegen ist es wichtig, da auch einmal über sein verletztes Ego zu springen und die neuen Opfer mit in die Runde zunehmen.
Sonst schaffen wir nur noch Fronten!
Und das soll ja nicht das Ziel sein!

papier
 
B

B. Trueger

Gast
:icon_lol: ja Papier, die neuen Opfer werden sich in der elustren Runde auch einfinden. Dann kannst du hier in den einzelnen Foren lesen:

Hilfe, hilfe, ich bekomm kein Geld von der ARGE

Hilfe, ich soll all mein Erspartes aufbrauchen


Hilfe, ich soll meine Kontoauszüge vorlegen


Hilfe, ich werde von meinem Sachbearbeiter voll doof behandelt. Kann ich mich wehren?



Hilfe, woher bekomme ich nun ALG? :icon_lol:


Ne Papier, also wirklich nicht. Ich hatte diese Leistungen auch bezogen, arbeite aber wieder seit langem und weiß, wie Kollegen so in den Unternehmen denken. Ich war immer schon ein sozialer Mensch. Aufklären und erklären brauch ich nicht, das übernimmt Bildzeitung. Ich solle sie mit dem exkrement doch gefälligst in Ruhe lassen, so die Devise. Ich mich solidarisieren? Never. Je tiefer der Fall, desto lauter der Knall.
 

a f a

Redaktion
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Und deswegen ist es wichtig, da auch einmal über sein verletztes Ego zu springen und die neuen Opfer mit in die Runde zunehmen.
Sonst schaffen wir nur noch Fronten!
Und das soll ja nicht das Ziel sein!

Im Prinzip, hast Du ja Recht, aber mit solchen Menschen,

"Die Mitarbeiter sind bereit, Veränderungen zu tragen und Verzicht zu üben", sagte Rüttgers am Samstag beim Neujahrsempfang der NRW-CDU in Düsseldorf. Sie hätten angeboten, ein Kosten-Niveau mitzuentwickeln, das mit den Produktionskosten von Nokia in Ungarn vergleichbar sei.
Ungarische Löhne für Deutschland?

solidarisier ich mich, lieber nicht.:icon_mrgreen:

Gruss
Norbert

Demokratie statt Kapitalismus
 

papier

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Na Trüger, so witzig finde ich das alles gar nicht!

Traurig ist das, diese Grenzen bis ins Kleinste zu ziehen! Gibt es die nicht schon genug?
Wer bitte, soll den Anfang machen ? Immer nur die Anderen?
Nein, in dieser Gesellschaft ist niemand mehr bereit sich einen Zacken aus der Krone zu brechen :icon_dampf:
Dann darf auch niemand erwarten, das der Andere den ersten Schritt macht!
Oder wie soll das funktionieren, wenn nicht der eigentliche Sinn verfolgt wird.

Und der liegt in der Solidarität!

papier
 
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