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Jeder Neunte in Ostdeutschland wünscht sich die DDR zurück

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E

ExitUser

Gast
Die Finanzierung ist hier erstmal nicht der Punkt - solange ich alles selbst finanzieren kann, ist mir da keine Grenze aufgelegt.

Aus dieser Sicht ganz richtig gesehen, aber viele können nicht mehr alles selbst finanzieren, ach was sag ich viele... SEHR viele können es nicht mehr. Schon das ist ein Grund diesen Aspekt nicht aus den Augen zu lassen.

Es geht erstmal um die Möglichkeit an sich - dass man dafür ggf. auf Sachen verzichten muss, besonderes leisten muss um das zu erreichen etc. ist dafür natürlich vorbehalten.

Schön, dass ich die Möglichkeit habe. Nur, was nutzt sie mir, wenn ich sie denn doch nicht nutzen kann? Also habe ich indirekt diese Möglichkeiten dann doch nicht.

... ständig an Grenzen gestoßen, die ich nicht überwinden hätte können. Und da ist die Auswahl an Konsumgütern etc. absolut unerheblich. Ggf. sehen das Leute anders, die nur in ihrem kleinen begrenzten Bereich zu leben...

Genau an diese Grenzen stossen heute sehr sehr viele.
Lebe ich nun in meinem kleinen begrenzten Bereich?
Ich kann mich nicht entscheiden, ob ich das Früher wiederhaben will.
Im Grunde macht es keinen großen Unterschied mehr, ob ich damals oder heute so lebe. Was ich weiss ist, dass ich damals nicht solche Ängste gespürt habe wie ich sie heute spüre.
Aber okay, damals war ich ein Kind. Ich wünschte ich wär heute auch noch ein Kind... dass nichts versteht, und sich auf Grund seines Nichtverstehen könnens um nichts Sorgen muss.
 
E

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Gast
was wäre Deutschland ohne Merkel, Tiefensee, Distel, Althaus, Böhmer usw?

:icon_kinn:

schöööner

@ Bienchen

was meintest Du mit "zwischenmenschliche Beziehungen"?
 
E

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Gast
Es ist vor allem Ohnmacht. Wir haben drei verschiedene Systeme erlebt. Jetzt, da wir eine Demokratie haben, müssen wir feststellen, dass wieder über unsere Köpfe hinweg regiert wird. Wir alle leben im fünften Jahr mit Hartz IV und es ist immer nur noch schlimmer geworden. Für die Rentner, die Kinder, die Arbeitslosen... Nichts und niemand von uns bewegt sich wirklich. 12 Jahre Hitler, 40 Jahre DDR; die Leute entscheiden sich einfach für das kleinere Übel: die absolute soziale Sicherheit. Übung im Bespitzelt Werden haben wir schon. Ihr seid gerade dabei, all das zu lernen (und Ihr lernt fleißig!). Die Sammelwut von Daten: Arge, Stasi, Gestapo ‑ wo liegt der Unterschied? Die Daten, die die Arge heute von mir besitzt, hätte sie einfach meiner Stasi‑Akte entnehmen können und hätte auch gleich noch ein paar Angaben zu meinen Nachbarn, Freunden etc erfassen können. Ich bin der Meinung, dass die Politik bewusst das Ossi-Wessi-Syndrom am Leben erhält. Denn: Hätten sich erst einmal Arbeitslose, Rentner u. a. in Ost UND West zusammengeschlossen, dann würde man einen neuen Sündenbock brauchen. Warum lasst Ihr Euch für dumm verkaufen?! Nicht Ossis oder Wessis machen die Politik, sondern die, die WIR GEMEINSAM gewählt haben!

Die Menschen hier wissen SEHR genau, was abläuft. Wahrscheinlich besser, als es jemandem lieb sein kann.

P.S.: Ich gehöre nicht zu denen, die Deutschland gerne entzweien würden. Ich bin stolz darauf, ein „Ganz-Deutscher“ zu sein!
 

Donauwelle

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@Ashna

Das Thema passt bei mir, da mein Sohn morgen zum Thema DDR abgefragt wird und wir heute alles mögliche erarbeiten.

Vom wirtschaftlichen Standpunkt aus - ist der denn so viel niedriger zu 1988 in der DDR - auch wenn man von HartzIV lebt? Vom gefühlten Standpunkt her vielleicht, da man eben sieht, dass andere mehr haben - aber vom tatsächlichen? Es gab dort ja auch eine Güterknappheit und man konnte sich daher eben auch nicht alles kaufen, dass man sich leisten konnte.

HartzIV empfinde ich ja selbst nur deshalb als schrecklich, da ich die anderen Menschen sehe, die eben sich viel mehr der Dinge leisten können.

Der eigentliche Lebensstandard dürfte doch eigentlich bei den meisten Menschen erheblich gestiegen sein.
 

pinguin

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Diese Diskussion ist wichtig, aber gleichsam ungeheur schwierig, weil sie auf beiden Seiten weniger zu rein sachlichen als mehr zu emotionalen Äußerungen führt.

Eines aber vorne weg; NEIN, die Mauer mag ich nicht zurück.

Aber genauso vermag ich dieses jetzige System nicht bedingungslos zu akzeptieren; gebürtige Ostdeutsche, die auch jetzt noch im Osten Deutschlands leben, haben gegenüber den rein westdeutschen Mitbürgern den Vorteil, daß sie aus eigener Erfahrung beide System kennen. Ostdeutsche kennen den real praktizierten Sozialismus, aber auch den real praktizierten Kapitalismus.

Es ist und bleibt unbestritten, daß es im Osten keine wirklichen Existenzsorgen gab, da hätte ich nicht grübeln müssen, ob ich im nächsten Monat meine Miete bezahlen kann, weil's Amt u.a. unsorgsam mit den anvertrauten Daten umgeht. Und so geht es vielen; im Osten hätten wir noch nicht einmal unsere Jobs verloren.

Es gab damals die riesengroße Chance, beide System verträglich zu verbinden, die aber leider nicht genutzt wurde.

Eine Möglichkeit, die ich aufgrund der fehlenden Möglichkeit, sie auch zu nutzen, nicht in Anspruch nehmen kann, ist genauso gut, wie eine Möglichkeit, die ich gar nicht habe. Hier gebe ich manchen Lesern vollumfänglich Recht.

Das kapitalistische System verspricht für alle viel und hält nur wenig; das sozialistische System hält jedoch das wenige ein, was es verspricht.

Ich glaube allerdings für die Zukunft, daß die Gesellschaft nicht umhin kommen wird, eine echte Kombination aus beiden Systemen zu stricken; eine echte repressionsfreie soziale Mindestsicherung für alle in Kombination mit einem insofern freien Markt, als daß zum Leben notwendige Güter für alle erschwinglich sein müssen.

Weniger durch Preisvorgabe von oben, sondern eher dadurch, daß die Rohstoffgewinnung staatlich gestützt wird, wo es für notwendige Güter erforderlich ist. Und unter Rohstoffen verstehe ich hier nicht nur Erz, Kohle und Öl, sondern auch Getreide, Kaffee und Milch.

Es geht nicht darum, jemandem vorzuschreiben, wie er oder sie denn bitteschön zu leben hat, aber sehr wohl hat es etwas damit zu tun, der ganzen Gesellschaft nahezulegen, mit ihren Ressourcen nachhaltig, ökologisch und vernünftig umzugehen. Die Welt könnte es so einfach haben.

ciao
pinguin
 

Donauwelle

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Du willst es nicht wissen. Du willst Recht haben.
Doch - würde mich interessieren. Ich empfand den Lebensstandard, der uns in der Planwirtschaft gezeigt wurde, immer als sehr niedrig - bzw. viel niedriger als der in Westdeutschland.

Ich verstehe, warum man aus anderen Gründen sich ggf. die DDR zurückwünschen kann. Arbeit, Anerkennung, die bekannten Leute, die Stellung innerhalb der Gesellschaft, passende Kinderbetreuung, andere Stellung der Frau - das sind sicherlich alles Punkte, die individuell für den einzelnen in der damaligen Gesellschaft besser waren.

Aber Wirtschaftsgüter?
 
E

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Gast
...Eine demokratische Gesellschaft heißt für mich eben doch nicht nur, Bananen essen zu können, sondern eben auch viele Möglichkeiten zu haben ... frei entscheiden zu können, welchen Beruf ich annehme, soweit ich meine Eignung dafür nachweisen kann und Bedarf dafür ist, etc.

Die Finanzierung ist hier erstmal nicht der Punkt - solange ich alles selbst finanzieren kann, ist mir da keine Grenze aufgelegt.

Es geht erstmal um die Möglichkeit an sich - dass man dafür ggf. auf Sachen verzichten muss, besonderes leisten muss um das zu erreichen etc. ist dafür natürlich vorbehalten...

... Und da ist die Auswahl an Konsumgütern etc. absolut unerheblich. Ggf. sehen das Leute anders, die nur in ihrem kleinen begrenzten Bereich zu leben...
Weißt Du's jetzt? Das sind doch Deine Worte, oder?????????
 

keinherdentier

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Die DDR zurück? Nee, uff keinen Fall! Aber das gleiche gilt auch für die Bundesrepublik der letzten 15 Jahre, auf die kann ich in der Form auch sehr gut verzichten! Es ist ja nicht nur die immer mehr zunehmende soziale Kälte die einen zur Verzweiflung treibt, sondern auch Dinge, wie ein aufkommender Überwachungsstaat oder der politische Amerikanismus mit seiner selbstzufriedenen Art. Aber ich würde die Menschen nicht verdammen, die sich die DDR zurück wünschen, denn wenn die jetzige Politikrichtung die Zukunft aufzeigt, dann kommt solch irrationalenes Denken zustande. Leider!
 

destina

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@ Destina

Ich könnte da jetzt schon drauf antworten - nur würde ich mir dann vermutlich den Mund verbrennen (wie man bei uns in München so sagt) und ausserdem würden mich einige in den Boden stampfen, wenn ich es tun würde. Also ist es besser zu schweigen :icon_party:
Das sagt man bei uns auch. Dann antworte doch. Dafür ist ein Forum schließlich da. Eine Meinung zu haben, kann ja nicht falsch sein.
Hast Du schon mal in Sachsen gelebt? Ich habe zumindest drei Jahre in Bayern gelebt und in München gearbeitet.
 

pinguin

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Aber Wirtschaftsgüter?
Was nützen mir Wirtschaftsgüter, wenn ich sie mir auf Basis rückzahlunsgfreier Mittel nicht kaufen kann? Nichts. Warum sollte ich also dann ein derartiges System mögen? Und: was einer hat oder nicht hat, geht mir am A*** vorbei. Ich beurteile jemanden grundsätzlich nach seinem Charakter.

ciao
pinguin
 

destina

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Was ich hier noch anmerken möchte ist vielleicht das Wort "Freiheit", welches hier im Text gefallen ist. Ich habe in der DDR-Schule gelernt, das Freiheit die Einsicht in die objektive Notwendigkeit ist. Und ich glaube, dass ist auch so.
In der DDR war das Synomym Freiheit u.a. damit verbunden, frei seine Meinung zu äußern und das Land in jede Richtung zu verlassen....und wieder zurückzukehren. Denn die meisten wollten gar nicht wirklich weg.
Aber so einfach ist das eigentlich nicht mit der Freiheit in der BRD. Ich fühle mich jetzt eingesperrter als in DDR. Sicherlich könnte ich wo anders hin gehen. Aber mit 316 € lssen sich keine allzugroßen Sprünge machen. Also bin ich zwar frei, was Ländergrenzen betrifft, komme aber nicht allzuweit, weil ich das nicht bezahlen kann. Und die Meinungsfreiheit nützt mir hier auch nicht wirklich etwas, weil sie immer von meiner Umgebung beeinflußt wird. Habe ich Arbeit, muß ich sehr wohl überlegen was ich sage. Genauso wenn ich zu Behörden gehe. Also hat sich für mich im Grunde nur die Gesellschaftsordnung geändert. Die DDR war "demokratisch" und die Bundesrepublik ist auch "demokratisch". Frei ist man hier genausowenig wie in der DDR.
 
E

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@ Destina

ich hoffe, daß ich es einfühlsam umschreibe was ich meine ....

man könnte z.B. sagen, daß der ehemalige Westen von Deutschland und deren Bürger ausgesaugt wurde/n, damit der "Osten" aufgebaut werden konnte. Die Bürger im Westen teilten quasi mit den Bürgern des Ostens alle eingezahlten Beiträge und zwar die Beiträge die die sogenannten "Wessis" über Jahrzehnte eingezahlt haben.

Früher wars auch so, wenn ich z.B. bei uns zum Bäcker ging und 1 Maurersemmel wollte, daß dann die Verkäuferin genau wusste, daß das eine "Römische" ist ... Sauerteig mit Kümmel. Heute werde ich gefragt ... welches Brötchen (oder welche "Schrippe") hätten Sie gerne?

Und dann frag ich mich halt schon manchmal warum damals der Osten aufgebaut wurde wenn heute die meisten in den westlichen Bundesländern leben. Warum gingen die Menschen im Osten nicht her und nutzten ihre Chance aus dem Osten das zu machen was sie sich über viele Jahre gewünscht hatten. Geld war da - wurde sogar 1:1 umgetauscht. Die Fördermittel waren da ... jeder hätte die Chance gehabt sich etwas aufzubauen. Westliche Mitarbeiter von Großfirmen gingen damals für ein paar Monate in den Osten, um den Bürgern dort zu zeigen, wie was geht - welche Arbeitsabläufe usw.

Da ging man damals dann doch lieber als ehemaliger Ostdeutscher in den Westen um sich ins gemachte Nest zu setzen. Man darf nicht vergessen was jeder der Westdeutschen dafür gegeben hat, damit damals Deutschland zusammengehen konnte.

Ich hoffe, daß ich nun niemand beleidigt habe, falls sich doch jemand auf den Schlips getreten fühlt, entschuldige ich mich gleich im voraus. Bitte fasst es nicht persönlich auf. Es ist nicht in meinem Sinne irgendjemand weh zu tun oder anzugreifen. Nur verstehe ich halt nicht warum so viele ihrer Heimat den Rücken gekehrt haben.

(Bitte nicht hauen!)
 

Mario Nette

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Muci, bei allem Respekt, aber derartig einseitig mag ich das kaum sehen wollen. Man bedenke, was kurz nach der Wende mit der Industrie und den Unternehmen der ehemaligen DDR veranstaltet wurde. Ja, warum gingen denn dann die Leute in den Westen? War doch alles vorhanden. Nee - eben nicht, es wurde abgewickelt und dann war zappenduster. Große Vermögenswerte hatten die Ossis nicht, um einfach alles aufzukaufen und selbst hochzuziehen (und in Konkurrenz zu den Westunternehmen zu stellen). Wohin die Fördermittel versickert sind, willst du lieber nicht wissen. Und man bedenke an diesem Punkt auch, was mit den Ossis veranstaltet wurde hinsichtlich dieser neu hinzugekommenen Kaufkraft. Sicherlich wird man mich jetzt auch angehen, aber ich bringe das mal auf den Punkt: Alter Plunder wurde zu unangemessen hohen Preisen verscherbelt. So nach dem Motto "Die freuen sich über jedes Westprodukt, egal ob es was taugt oder nicht" Es hat ja keiner von den Wessis verlangt, ihre alten Autos an die Ossis zu verkaufen und sich dann ein neues Auto kaufen zu müssen - nur mal als Beispiel.

Mag sein, dass aus westlicher Sicht sehr viel materieller Wert eingesetzt wurde und der eine Wessi den anderen dabei auch beschissen hat - die (einige) Ossis haben für die Wende zum Teil ihr Leben aufs Spiel gesetzt. Ich mag das einfach nicht gegeneinander aufwiegen.

Das mit den Schustejungen musst du noch mal genauer erklären :icon_twisted:

Mario Nette
 

a f a

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man könnte z.B. sagen, daß der ehemalige Westen von Deutschland und deren Bürger ausgesaugt wurde/n, damit der "Osten" aufgebaut werden konnte. Die Bürger im Westen teilten quasi mit den Bürgern des Ostens alle eingezahlten Beiträge und zwar die Beiträge die die sogenannten "Wessis" über Jahrzehnte eingezahlt haben.

Naja,

der Osten wurde von der West-Wirtschaft geplündert, Kosten auf die Allgemeinheit abgewälzt, gemäß dem Motto, Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren, so wie es halt immer läuft, im Kapitalismus.:icon_twisted:

Schulden ohne Sühne

Gruß
Norbert

Her mit dem schönen Leben
 
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@ Mario Nette

Das was da damals von den Regierungen falsch gemacht wurde mit der Mauer kann man alles nicht mehr rückgängig machen - leider. Und daß damals soviele umgekommen sind, als sie raus wollten, auch nicht. Lassen wir das bitte beiseite - das ginge - so denke ich - zu weit.

Du hast damit Recht, daß sich die (wie immer die mit Kohle) einen schönen Reibach gemacht haben in dem Unternehmen und Immobilien zum Spotpreis aufgekauft wurden, vermittelt wurden oder oder oder. Ich denke, daß bereits damals das Motto gilt "eine Hand wäscht die andere". Die "Großen" haben sich da gegenseitig Einiges zugeschanzt. Nur da sind wir "normalen" Bürger zu klein um diese - ich nenn es einfach mal - "Machenschaften" durchblicken zu können. Und auch klar, daß es sowohl auf der einen als auch auf der anderen Seite "Betrüger" gibt die in jeder Situation "ihr" Geld machen wollen. (Soviel zu dem von Dir genannten Plunder). Auch uns wurde versucht Schrott anzudrehen. Das war schon immer so - nur waren wir es vielleicht eher gewohnt und nahmen davon Abstand - "fielen" also nicht mehr so leicht darauf rein.

Wenn Du sagst, daß die Ossis keine großen Vermögenswerte hatten. Meine Antwort darauf: Dies kann ich nicht beurteilen. Nur soviel dazu, daß ich zu jener Zeit einige Monate in Voralberg und dann einige Monate in Wien als Reiseleitung tätig war. Es waren damals ausschliesslich Bürger aus dem Osten die von diesem Reiseunternehmen, bei dem ich tätig war, betreut wurden. Ich habe sehr viele Bürger aus dem Osten kennenlernen dürfen und habe mich wirklich gewundert, wieviele damals erzählten, daß sie Garten und ein nettes Häuschen haben. Fragte mich damals oft wie das gegangen ist. Wir Bürger im Westen haben auch immer gearbeitet, haben nicht über unsere Verhältnisse gelebt, mussten damals wie heute schon kräftig "zahlen" und die meisten die ich kenne oder damals auch kannte saßen in einer stinknormalen Mietwohnung oder in einer Mietwohnung von einem Unternehmen bei dem man arbeitete. Versteh mich richtig, es war kein Neid. Es war Unverständnis. Habs nicht ganz verstanden warum da von uns Obulus dafür bezahlt werden soll. Ich konnte mir mein Gemüse nie aus einem Garten holen. Musste immer zahlen dafür. Verstehst was ich meine?

Was meinst Du denn mit dem "Schustejungen"? Versteh nicht ganz :icon_party:
 
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