Jeden Monat Termin bei Fallmanagerin

G

Gelöschtes Mitglied 66544

Gast
Guten Tag

Mein Problem bezieht sich auf meine Fallmanagerin. Jeden Monat beordert sie mich zu persönlichen Gesprächen ins Jobcenter. Wir reden dann 1 Stunde über meine Private situation und dann kann ich wieder gehen.

Ich bin 27 Jahre alt,also Ü25.
Ist das ein normales Verhalten? Ich bekomme von ihr nur Termine für Persönliche Gespräche. Nichts anderes.

Weiß einer rat? Es kann doch nicht sein,dass ich jeden Monat hin muss, andere aber nur alle 6 Monate.
 

ZynHH

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Private Situation? Was ist denn damit gemeint?
 
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Gelöschtes Mitglied 66544

Gast
Naja wie es mir geht,wie es familiär läuft und ob ich psychisch labil bin.

Sie fragt mich z.b. ob meine Tochter noch immer in Therapie ist (sie hat eine erkrankung und ist nur am WE bei mir,da sie in der Woche medizinisch betreut wird) oder auch wie es mir mit der Situation geht
 

Holler2008

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Eigentlich sollte es um deine berufliche Situation gehen.
Ich musste mal 2 Monate wöchentlich hin, weil man mich weichkochen wollte. Da muss man durchhalten und auf seinen Punkten bestehen.

Immer Fahrtkosten beantragen nervt die auch und eine halbe Woche später immer den VerBis Eintrag/Gesprächsvermerk über den Termin anfordern, der steht dir zu.

Am besten heute noch einen Antrag für die Verbiseinträge zu den Terminen der letzten 12 Monate fertig machen.
Was nicht den Regeln im folgenden Zitat entspricht beim Kundenreaktionsmanagement in Nürnberg bemängeln und eine Streichung regelwidriger Einträge fordern.

Arbeitshilfe


"Sozialdatenschutz im Zusammenhang mit der Erfassung sensibler Daten und Veröffentlichung von Bewerberdaten in der JOBBÖRSE"


(Version 13.02 vom 19.08.2013)





Punkt 3, S. 6-7


"Eintragungen in den Eingabefeldern im Fachverfahren VerBIS sind nur zulässig, wenn sie für die Aufgabenerledigung in der Vermittlung/ Beratung bzw. Integrationsarbeit unabdingbar erforderlich sind.


Unabdingbar erforderlich für die Aufgabenerledigung sind Angaben immer dann, wenn im jeweils konkreten Einzelfall die Aufgaben ohne sie nicht, nicht vollständig oder nicht in rechtmäßiger Weise erfüllt werden können. Es genügt insoweit nicht, dass die Daten zur Aufgabenerledigung zweckdienlich oder geeignet sind. Nicht ausreichend ist auch, dass die Einzelangaben das Bild nur abrunden oder als Hintergrundinformation „nützlich“ sind. Es muss vielmehr unmöglich sein, die Aufgabe ohne die entsprechende Angabe ordnungsgemäß zu erfüllen.

Bereits die Tatsache, dass jemand erkrankt ist und/ oder sich in ärztlicher Behandlung befindet, unterliegt dem strafbewehrten Schutz des § 203 StGB. Es handelt sich um Tatsachen, die als Privatgeheimnis einzustufen sind. Die Weitergabe an Dritte ist nur statthaft, wenn eine Offenbarungsbefugnis besteht (in der Regel nur schriftliche Schweigepflichtentbindungserklärung). Dritte sind dabei nicht nur Stellen außerhalb der BA, son-dern im Falle des § 203 StGB auch Mitarbeiter/innen der BA, die für die Bearbeitung des Falles nicht zuständig sind. Bei der Dokumentation solcher Sachverhalte ist daher darauf zu achten, dass diese nur in Datenfeldern erfolgt, die nicht generell und überregional zugänglich sind.

Ferner ist zu beachten, dass der Umstand, ob jemand vermittlungsrelevante gesundheitliche Einschränkungen (z.B. eine Alkoholabhängigkeit oder eine psychische Erkrankung) hat, in der Regel nur aufgrund medizinischer oder psychologischer Gutachten zweifelsfrei beurteilt werden kann. Aus datenschutzrechtlichen Gründen dürfen daher Diagnosen oder die Art/ Ursache einer Krankheit nicht erfasst werden, vielmehr sind nur Aussagen über funktionsbezogene gesundheitliche Einschränkungen oder das konkrete Beschwerdebild (z.B. Rückenschmerzen o.ä.) zulässig. Es empfiehlt sich, in solchen Fällen auf Gutachten oder ähnliche aussagefähige medizinische Unterlagen zu verweisen. [...]

Es sollen nur objektivierbare Tatsachen, nicht Vermutungen oder persönliche Schlussfolgerungen bzw. Werturteile erfasst werden. Dies schließt eine Erfassung von Meinungsverschiedenheiten in sachlich objektiver Form grundsätzlich jedoch nicht aus. Angaben bzw. Hinweise zur Beweissicherung bei Meinungsverschiedenheiten sind nicht im IT-Verfahren VerBIS zu erfassen. Außerdem dient das IT-Verfahren nicht dazu, Anweisungen für den Fall eines Zuständigkeitswechsels oder subjektive, persönliche Ein-schätzungen über die betroffene Person an Kolleginnen/Kollegen weiterzugeben.


Bei der Nutzung des Verfahrens ist zu beachten, dass Betroffenen gemäß §§ 83, 84 SGBX jederzeit das Recht zusteht, Auskunft - auch in Form von Ausdrucken - über die über ihn gespeicherten Daten zu verlangen."


Zitat ist aus dem Forum.
 

ZynHH

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Ist denn durch deine private Situation deine Vermittelbarkeit eingeschränkt?
 
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Gelöschtes Mitglied 66544

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Nein ist nicht eingeschränkt. Ich bekomme auch Jobangebote,aber die sind ihr egal.

Fahrkosten bekomme ich nicht,da das Jobcenter in der gleichen Straße wie meine wohnung ist (2 Minuten Fußweg)

Über die Jobangebote will sie nicht reden. Sie meinte "das machen sie schon"

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Beebug

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Ich würde mal eine Nachfrage bei der Teamleitungen tätigen ob denn private Gespräche Sinn der Arbeitsvermittlung sind oder mit welchen Begründung finden diese Termine statt? Das sollte er mal erklären.
 
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Gelöschtes Mitglied 66544

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Das werde ich machen. Danke. Mir kommt es auch komisch vor.

Zumal nächste woche der nächste Termin ansteht. Im Juni hatte ich innerhalb 1 woche 2 termine

Ich vermute sie will mich madig machen. So nach dem Motto "irgendwann hat sie keine Lust mehr und kommt nicht. Dann kann ich sie Sanktionieren" aber ich werde mich definitiv an die Teamleitung wenden.

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Kerstin_K

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Vor allen Dingen würde ich zu den Dingen, die die Frau nichts angehen, einfach keine Auskunft mehr geben.
 
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Gelöschtes Mitglied 66544

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Werde ich auch nicht. Musste damals halt eine Bescheinigung einreichen,dass meine Tochter nur am WE da ist. Die Medizinische Einrichtung hat diese ausgestellt. Daher wusste sie dass sie aus Krankheitsgründen nicht bei mir ist.

Aber was genau meine Tochter hat,weiß sie nicht . Da gebe ich generell an fremde keine Auskunft
 

Gaddezwerg

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Weiß einer rat? Es kann doch nicht sein,dass ich jeden Monat hin muss, andere aber nur alle 6 Monate.
Das hängt mit dem Kontaktdichtekonzept des jeweiligen Jobcenters zusammen. Es gibt hier Vorgaben für eine gewisse Anzahl monatlicher, 3-monatiger und 6-monatiger Kundenkontakte. Bei Fallmanagern ist aufgrund der deutlich reduzierten Kundenzahl in der Regel monatlich vorgegeben.

Ist denn durch deine private Situation deine Vermittelbarkeit eingeschränkt?
Nein ist nicht eingeschränkt.
Da würde ich aber mal mit der Fallmanagerin deutlich drüber sprechen, denn im Fallmanagement landet man eigentlich nur, wenn gravierende Hemmnisse gesehen werden, die vor einer Vermittlung angegangen werden müssten.
Fallmanagement wird normalerweise aber auch nur mit Kunden gemacht, die damit einverstanden sind. Da solltest du eigentlich vorher gefragt worden sein. Du solltest da nochmal äussern, dass du keine Hemmnisse siehst, die ein Fallmanagement rechtfertigen und in die aktive Vermittlung möchtest.
 

Pauer

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Ich würde mal eine Nachfrage bei der Teamleitungen tätigen ob denn private Gespräche Sinn der Arbeitsvermittlung sind
Das wäre eine gute Idee, wenn der TE in der Arbeitsvermittlung wäre. Ist er aktuell aber nicht. Das Fallmanagement zielt in erster Linie auf die Beseitigung von erheblichen Vermittlungshemnissen ab. Die Integration in den ersten Arbeitsmarkt ist im Fallmanagement eher nachrangig; die meisten Kunden im Fallmanagement sind für den Arbeitsmarkt derzeit gar nicht geeignet.

Das Fallmanagement hat eine niedrigere Kundendichte - insoweit ist ein monatlicher Termin durchaus normal. In der Arbeitsvermittlung würde das ggf. anders aussehen.
Wenn du der Meinung bist, dass keine Vermittlungshemnisse bestehen, würde ich eher dazu raten, die Umstellung auf die normale Arbeitsvermittlung zu beantragen.
 
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Gelöschtes Mitglied 66544

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Nein,man hat vorher nicht mir mir über ein Fallmanagment gesprochen. Ich hab sie bekommen nachdem meine Alte Sachbearbeiterin die Akte nicht mehr wollte. Ich selber bekomme ja auch Jobangebote. Daher verstehe ich das ganze auch nicht. Wäre da ne Einschränkung,würde ich ja keine Vollzeit Jobangebote bekommen.
 

hansklein

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Ist das ein normales Verhalten? Ich bekomme von ihr nur Termine für Persönliche Gespräche. Nichts anderes.

Weiß einer rat? Es kann doch nicht sein,dass ich jeden Monat hin muss, andere aber nur alle 6 Monate.
Wenigstens fordert sie nichts von dir, so wie du schreibst. Kann ja sein, das sie meint, dir auf Ihre Art zu helfen. Ich kenne da ganz andere Gespräche, die den Sinn haben, den Betroffenen "weich zu kochen".

Wenn du sie mit der Keule angreift ( z.b. Nachfrage bei der Teamleitungen ) , kann es nat. passieren, das sie mit der Keule antwortet. Ich pers. würde sie beim nächsten Termin offen anprechen, nachfragen warum du so oft bei ihr vorsprechen sollst und ob das wirklich, nach ihrer Ansicht, erforderlich ist. Ein klärendes Gespräch ist manchmal besser, wie direkt anzugreifen.
 

Holler2008

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Ich vermute sie will mich madig machen. So nach dem Motto "irgendwann hat sie keine Lust mehr und kommt nicht. Dann kann ich sie Sanktionieren" aber ich werde mich definitiv an die Teamleitung wenden.
Also ich hab dir beschrieben wie du DIE mürbe machst. Fordere die Gesprächsvermerke zu den Terminen an.
 
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Gelöschtes Mitglied 65752

Gast
Der zuständige Leistungsträger kann den Leistungsbezieher auffordern, sich bei ihm persönlich zu melden.
In welchen Zeitabständen die Meldeaufforderung ergeht, liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Leistungsträgers. Sie darf jedenfalls nur erfolgen, um
bestimmte, gesetzlich vorgegebene Zwecke zu erreichen.
Diese sind in § 309 Abs. 2 SGB III abschließend aufgeführt und für den Bereich des SGB II um den Zweck, eine Eingliederungsvereinbarung abzuschließen, zu ergänzen.
Da in diesem Fall dies zu verneinen ist, bist du auch nicht verpflichtet diese sinnlose Termine wahrzunehmen.
 

Pauer

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Da in diesem Fall dies zu verneinen ist, bist du auch nicht verpflichtet diese sinnlose Termine wahrzunehmen.
Das ist eine gewagte Aussage. Das führt definitiv zu Sanktionen und ich wäre mir nicht sicher, dass das SG diese kippen würde.
 

götzb

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Fallmanagment ist freiwillig.
Dies wird aber nur auf Rückfrage dargelegt, denn so erhält es auch den Job der Angestellten, wenn der Kunde aus Nichtwissen das FM akzeptiert.

Meistens nicht nur bei VMH, sondern oft auch, wenn die normale Vermittlungsfachkraft nicht mehr weiter weiß, und so den Fall vom Tisch auf einen anderen Tisch haben möchte.
Daher ist zu wünschen, das zünftige Ereignisse diesen kafkakesken System Einhalt gebieten.

Termine sind zu 90 Prozent sinnfrei. (Arbeitsfähige) Noch grotesker wird es, wenn von vor-herein feststeht, das "Kunde" nicht zu vermitteln ist.
 
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Holler2008

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Das ist eine gewagte Aussage. Das führt definitiv zu Sanktionen und ich wäre mir nicht sicher, dass das SG diese kippen würde.
Sehe ich auch so. VOR jedem einzelnen Termin weiß man nicht, was angesprochen wird. Prophylaktisch nicht hingehen kann leicht schief gehen.
 
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Gelöschtes Mitglied 65752

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wie es familiär läuft und ob ich psychisch labil bin
ob meine Tochter noch immer in Therapie ist (sie hat eine erkrankung und ist nur am WE bei mir,da sie in der Woche medizinisch betreut wird) oder auch wie es mir mit der Situation geht
Ich bekomme auch Jobangebote,aber die sind ihr egal.
Über die Jobangebote will sie nicht reden. Sie meinte "das machen sie schon"
Aber was genau meine Tochter hat,weiß sie nicht . Da gebe ich generell an fremde keine Auskunft
All das hat absolut keinen Bezug zu den im § 309 Abs. 2 SGB III genannten Zwecken.
Das führt definitiv zu Sanktionen
Nein, es wird keine Sanktionen geben.
 
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