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Jedem sein eigener Staat

Kaleika

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Europäische Separatismusbewegungen

Jedem sein eigener Staat

Die Schotten, die Basken, die Katalanen – alle wollen unabhängig sein. Sollen sie doch. Das Prinzip nationaler Grenzen hat sich überlebt.


BERLIN taz | Hätte ein Schriftsteller den Plot erfunden, er wäre ausgelacht worden. Zu platt, würde man ihn schelten. Allein schon diese primitive Schnittmontage! Auf der einen Seite müssen in der Ukraine, einem Staat, der bis vor Kurzem für die meisten Mitteleuropäer etwa die Sexyness der Wildecker Herzbuben ausgestrahlt hat, Tausende sterben wegen des Verlaufs irgendwelcher Grenzen, an die sich in ein paar hundert Jahren ohnehin niemand mehr erinnern kann.
(...)
Europäische Separatismusbewegungen: Jedem sein eigener Staat - taz.de
 

ThisIsTheEnd

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Sollen sie doch alle selbstständig werden und mit feuchten Augen ihr eigenes albernes Fähnchen hissen und noch mehr blöde Hymnen in die Welt posaunen. Wenn wir auf die Weise Bayern oder Sachsen loswürden, flögen dieser Idee vermutlich auch bei uns manche Sympathien zu.
:icon_hihi:
 

roterhusar

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Alles brav innerhalb des imperialistischen Empire.
 

roterhusar

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Brandenburg
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pinguin

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@roterhusar
Du verwechselst da sicher was?

@alle
Welche logische Begründung hat es dafür, daß man einer auf zusammenliegendem Gebiet lebenden Volksgruppe bzw. Nationalität das Recht zur innenpolitischen Selbstverwaltung bzw. Autonomie aberkennt?

Gerade innerhalb des derzeitigen bzw. künftigen Gebietes der EU sollte innenpolitische Autonomie für alle Volksgruppen selbstverständlich werden; da kann und darf es nicht sein, daß Volksgruppe "Irgendeine" meint, sie dürfe eine andere Volksgruppe dominieren oder sich über deren innenpolitische Interessen hinwegsetzen.

Deswegen sollte auch jede Volksgruppe der EU im EU-Parlament vertreten sein.
 

ThisIsTheEnd

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@alle
Welche logische Begründung hat es dafür, [...]
Im Grunde keine. Die NATO hat im Falle Jugoslawiens "aktiv" daran mitgewirkt. Allerdings sollte man eher darum kümmern, das die Kurden einen eigenen Staat bekommen. Schließlich sind sie die größte Ethnie ohne eigenen Staat.

Deswegen sollte auch jede Volksgruppe der EU im EU-Parlament vertreten sein.
Ob jetzt jede noch so kleine Volksgruppe im EU-Parlament sitzen muss? Sollten dann bspw. auch so kleine Gruppen wie die Sorben im Parlament sitzen?
 

Lecarior

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Das Prinzip nationaler Grenzen hat sich überlebt.
Das ist falsch, aber seitens der politischen Linken wurde bereits x mal der Untergang der Nationen verkündet und nie ist er eingetreten. Erinnert mich sehr an diese Weltuntergangs-Spinner. Mit der Separation verschwindet nicht die Nation, es entsteht lediglich eine zweite. Auf dem Gebiet der heutigen Nation Spanien würden die Nationen Spanien und Katalonien bestehen. Mit der Unabhängigkeit Schottlands würden auf den Britischen Inseln nicht nur die beiden Nationen Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland sowie Irland liegen, sondern das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland, Irland und Schottland.
 

Charlot

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Dann wird aus Großbritannien plötzlich Kleinbritannien. :icon_hihi:
 

pinguin

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Allerdings sollte man eher darum kümmern, das die Kurden einen eigenen Staat bekommen.
Wenn die Zeit dafür reif ist; noch braucht es wohl einige Vorbereitung, zumal ja 3 derzeit bestehende Staaten betroffen wären.

Ob jetzt jede noch so kleine Volksgruppe im EU-Parlament sitzen muss?
Die EU sollte die Möglichkeit dafür schaffen, sofern eine Volksgruppe dieses wünscht, weil sie bspw. von jenen, die evtl. derzeit im EU-Parlament auch in ihrem Namen sprechen, nicht hinreichnd vertreten werden.

Sollten dann bspw. auch so kleine Gruppen wie die Sorben im Parlament sitzen?
Ob dieses nun gerade bei den Sorben nötig scheint, ist fraglich, da sie doch im Grunde in BB gut integriert sind? Inwieweit deren Bräuche und Sprache gesellschaftlich gepflegt werden, hängt zum sehr großen Teil von denen selber ab.

Sonst siehe Zitat darüber; im Zweifelsfalle ja. Dieser Zweifelsfall gilt insbesondere auch für das sogenannte fahrende Volk, deren Interessen derzeit eu-weit sicher noch nicht ausreichend berücksichtigt werden.

Allerdings:
Die EU kann nicht re-agieren, solange wie sie nicht die bspw. kulturellen Bedürfnisse einer im Gebiet der EU lebenden Volksgruppe im Detail kennt.

Es gilt aber auch:
Wer sich nicht für die Belange der EU einbringt, sollte nicht erwarten, daß die EU die Belange dieses sich nicht einbringenden Volkes berücksichtigen kann.

'Ne Einbahnstraße funzt da nicht.

Das EU-Parlament, dessen Macht im EU-Gesetzgebungsverfahren künftig punktuell wohl noch steigen wird, ist eh schon eine Zusammensetzung aus verschiedenen Völkern bzw. Sprachen, da kommt es auf eine mehr oder weniger auch nicht an.
 

pinguin

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Mit der Separation verschwindet nicht die Nation, es entsteht lediglich eine zweite.
Nö, wäre die nicht schon vorher da, gäbe es keine Separationsbestrebungen.

Auf dem Gebiet der heutigen Nation Spanien würden die Nationen Spanien und Katalonien bestehen.
Auch "Nö". Oder wollten Katalanen wie übrigens auch Basken je zu Spanien gehören? Da bricht heute doch nur auf, was damals evtl. gewaltsam zusammengepresst worden ist? (Von wem auch immer.)
 

Don Vittorio

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[Ironie]
Ach was waren das noch schöne Zeiten nach dem Westfälischen Frieden 1648. 300 souveräne Staaten gab es im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation.
Alle paar Kilometer neue Grenzen mit Zoll und teils verschiedenen Währungen und Maß-Gewichtseinheiten.
Da wären die Separationen Kataloniens und Schottlands mal ein guter Anfang. [/Ironie]
 

ZynHH

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Wollten die Franken nicht auch selbständig sein? Wäre ich sofort dafür.
 

pinguin

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@Don Vittorio
Bemerkst Du den Unterschied des Gegenwärtigen zur historischen Version?

Die Schotten haben eine eigene Sprache; die Katalanen ebenso, wie auch die Basken, und selbst die Südtiroler sprechen nicht mehrheitlich italienisch, sondern deutsch bzw. österreichisch; es sind also allesamt nicht wirklich jene Nationen, die der Nation entsprechen, zu dessen Staat ihr Hauptsiedlungsgebiet derzeit angehörig ist.

In einer modernen EU sollte es aber gerade problemlos möglich sein, daß sich auf Wunsch jede Volksgruppe, also jede, die über eine eigene Sprache verfügt, die nicht bloß Dialekt ist, innenpolitisch weitestgehend selbst verwalten darf.

Inwieweit man das ganze treibt, muß man sehen; aber insbesondere im Bereich der Kultur bietet sich hier einiges an. Haben ja selbst in unserem Land bspw. Städte offiziell Feiertage, die es nur dort hat und nirgendwo anders. Oder betrachten wir hier mal die noch bestehende deutsche Zweiteilung in Bezug auf Allerheiligen und den Reformationstag.

Wenn man sich grundlegend darauf geeinigt hat, was im Interesse aller ist und daher neben weitergehenden nationalen Lösungen eher auf EU-Ebene gelöst werden sollte, bleibt genug übrig, was national gelöst werden kann bzw. sollte.
 

Don Vittorio

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@ Pinguin

Wenn man das auf die EU überträgt,was glaubst Du wieviele Hundert Volksgruppen sich dann gerne den Separationsbewegungen anschließen würden.
Da müsste man in Straßburg und Brüssel gewaltig anbauen.
 
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