JC will mein Arbeitsvertrag sehen, wie am besten gegen das Schreiben vorgehen?

SteffanB

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
8 November 2014
Beiträge
24
Bewertungen
5
Hallo!
Ich habe im letzten Monat nachweislich formlose Veränderungsmitteilung (1 Satz) eingereicht. Ich falle komplett aus dem Leistungsbezug im diesen Monat. Heute ist folgendes Schreiben gekommen.
Ich weiß, dass JC mein Arbeitsvertrag nichts angeht und sie bekommen ihn auch nicht. Aber wie soll ich auf sowas antworten bzw. reagieren? Für Vorlage wäre ich sehr dankbar. (Briefumschlag ist nicht Gelb btw. Was ist, wenn ich anderer Stadt arbeite oder Umgezogen bin? :icon_hihi:)

Und muss ich wieder mein Brief abstempeln lassen? Ich weiß nicht ob ich das bis 18:00 an Donnerstag schaffe. Online Fax ist eventl. nicht so gute Idee in dem Fall.
 

Anhänge

SteffanB

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
8 November 2014
Beiträge
24
Bewertungen
5
Also ist das wieder so eine Falle.... Ich habe mich auch gewundert, dass es vom SB kommt und nicht von dem Menschen aus Finanzabteilung vom JC. :icon_evil:

Kontoauszug kann ich dann alles schwärzen bis auf Lohn und Datum der Überweisung?
 

ela1953

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
16 März 2008
Beiträge
6.415
Bewertungen
1.616
Hast du noch ALGII Ende Februar erhalten?
 
E

ExitUser

Gast
Wozu der Aktionismus? Hast Du Langeweile? Gibt der Vogel Dir von der Prämie für seine heldenhafte Vermittlung was ab? Wenn Du Pech hast, bombardiert der Deinen Arbeitgeber mit Praktikanten für Deine Stelle in der Hoffnung, daß man Dich dort bald wieder rausschmeißt.

Haben die Ende Februar noch für den März gezahlt und steht Dein erster Gehaltstag demnächst an, hast Du doch jetzt gar keinen Handlungsbedarf.
 

SteffanB

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
8 November 2014
Beiträge
24
Bewertungen
5
Hast du noch ALGII Ende Februar erhalten?
ja

Wozu der Aktionismus? Hast Du Langeweile? Gibt der Vogel Dir von der Prämie für seine heldenhafte Vermittlung was ab? Wenn Du Pech hast, bombardiert der Deinen Arbeitgeber mit Praktikanten für Deine Stelle in der Hoffnung, daß man Dich dort bald wieder rausschmeißt.

Haben die Ende Februar noch für den März gezahlt und steht Dein erster Gehaltstag demnächst an, hast Du doch jetzt gar keinen Handlungsbedarf.
Sicher nicht. Den Namen des Arbeitgebers weiß nur ich.
Aber ich muss doch Kontoauszug zeigen, falls ich Lohn Ende März bekomme, oder? und ich habe ALG2 Ende Februar bekommen.
 

ela1953

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
16 März 2008
Beiträge
6.415
Bewertungen
1.616
Ja. Kontoauszug und Lohnabrechnung.

Bei der Rückforderung musst du darauf achten, dass der Paragraph 40 Absatz 4 SGBII angewendet wird.

Du brauchst nämlich nur einen Teil der KdU (ohne Heizung und Warmwasser) zurückzahlen.
 

Charlot

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
5 März 2011
Beiträge
2.922
Bewertungen
2.946
Entweder gar nicht reagieren oder wie ich einfach schriftlich nach der Rechtsgrundlage fragen, da im SGB nichts davon steht.
 
E

ExitUser

Gast
Aber ich muss doch Kontoauszug zeigen, falls ich Lohn Ende März bekomme, oder?
Wozu?

Kriegst Du im März soviel Gehalt, daß Du voll (das heißt, den ganzen Regelsatz, aber nur einen Teil der KdU) zurückzahlen müßtest, beweisen Kontoauszug und Lohnabrechnung gar nichts. Kriegst Du weniger, dann mußt Du Kopie der teilgeschwärzten Lohnabrechnung vorzeigen, damit die Erstattung korrekt berechnet werden kann.

Kriegst Du im April Dein erstes Gehalt, mußt Du die Kontoauszüge unabhängig von der Höhe vorzeigen um zu beweisen, daß Du im März keinen Zufluß hattest. Dann kannst Du das ALG2 für März voll umfänglich behalten.
 

SteffanB

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
8 November 2014
Beiträge
24
Bewertungen
5

Anhänge

Anna B.

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
5 Juli 2011
Beiträge
7.802
Bewertungen
5.418
da würde ich zuerst einmal den Datenschutz einschalten mit der Frage, ob die AOK einfach dem JC mitteilen darf, wo du beschäftigt bist..

desweiteren würde ich dem JC mitteilen, dass du bereits am...eine Änderungsmitteilung abgegeben hast.

Kontoauszüge für den März und April würde ich ggf. noch nachreichen...
 

Doppeloma

Super-Moderation
Mitglied seit
30 November 2009
Beiträge
11.065
Bewertungen
12.984
Hallo SteffanB,

Ich habe auf den Schreiben, wie vorgeschlagen nicht reagiert... und heute kam der Schock aus den Briefkasten...
Bist du sicher, dass die AOK sich an deinen AG gewendet hat, warum schickt man dann DIR das Schreiben wegen der Lohnbescheinigung ???

Du bist nicht mehr im laufenden Bezug also ist dein AG zu gar nichts verpflichtet, ist denn diese Lohnbescheinigung dabei, die dein AG angeblich ausfüllen soll ??
Lies dir mal diese beiden §§ durch, die gelten nur wenn du einen Antrag auf Leistungen stellst oder im laufenden Bezug Einkommen erzielst ...

§ 57 SGB II Auskunftspflicht von Arbeitgebern

§ 60 gilt übrigens für den Antragsteller /LE und nicht für den AG ... :biggrin:

§ 60 SGB II Auskunftspflicht und Mitwirkungspflicht Dritter

Wir haben immerhin Ende Mai inzwischen, wann hast du denn deinen ersten Lohn bekommen und hast du dazu das JC (nachweislich) informiert mit Lohnabrechnung und Konto-Auszug ???

War das noch im März oder erst im April mit der ersten Lohnzahlung ???

Die Briefe sind im Anhang.
Was würdet ihr tun?
Wenn die AOK wirklich unerlaubt Auskünfte zu deinem AG gegeben hat, dann mach das was meine Vorschreibering dir empfohlen hat, es kann aber auch ein "Schuss ins Blaue" vom JC sein, sonst könnten die ja das Formular auch gleich direkt zu deinem AG schicken ...

Der Aufhebungsbescheid ist ansonsten in Ordnung, sogar der § 48 SGB I Abs. 1 ist korrekt und wenn du ab (für) April kein Geld mehr bekommen hast, dann hefte das Teil weg und fertig.

Das zweite Schreiben ist insgesamt etwas "merkwürdig", man meint also deinen AG zu kennen und zweifelt unten aber doch irgendwie daran... ("falls du nicht oder nicht mehr dort beschäftigt sein solltest ...???"), es geht jedenfalls absolut nur um die Abrechnung für den März, wenn du das Geld auch noch im März auf dem Konto hattest.

Dein AG ist jedenfalls zu gar nichts verpflichtet, weil du aktuell keine Leistungen beim JC beantragt hast und auch keine mehr bekommst = FERTIG

Den würde ich also auch nicht mit der "beigefügten Bescheinigung" belästigen, die müssen sich schon mit dem begnügen was du ihnen vorlegen wirst und kannst (auf der Lohnabrechnung steht übrigens üblicherweise auch der AG drauf).

Zum Arbeitsvertrag wird ja nichts mehr geschrieben, man hat sich also damit abgefunden, dass du den nicht einreichen wirst, die AfA erfährt allerdings trotzdem (auch ohne AOK-Auskunft) wo du arbeitest, denn der AG zahlt ja schließlich auch wieder Beiträge bei denen ein.

Es geht letztlich also nicht darum deinen aktuellen AG vor der AfA "geheim" zu halten, sondern nur darum, dass die konkreten Vereinbarungen im Arbeitsvertrag weder das JC noch die AfA was angehen und die sich gerne die "Vermittlung" ins "Buch der guten Taten schreiben", wenn sie den Arbeitsvertrag in die Finger bekommen.

Also "ruhig Blut" und wenn du dem JC zeitnah alle notwendigen Mitteilungen gemacht hast (den März betreffend) kannst du diese "Liebesbriefe" ganz schnell wieder vergessen ... es sei denn du möchtest das JC mit einem "freundlichen Dreizeiler" daran erinnern, dass von dir bereits am XX alles Erforderliche nachgewiesen wurde und du nicht vor hast deinen AG damit zu belästigen.

MfG Doppeloma
 

Purzelina

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
26 November 2010
Beiträge
5.694
Bewertungen
2.048
Hattest du das JC informiert, ob und in welcher Höhe dir der erste Lohn zugeflossen ist?
 

SteffanB

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
8 November 2014
Beiträge
24
Bewertungen
5
Danke!!!

Hattest du das JC informiert, ob und in welcher Höhe dir der erste Lohn zugeflossen ist?
Nein.
Ich habe Ende März Geld vom Arbeitgeber überwiesen bekommen und dem JC keine Kontoauszüge oder Lohnabrechnungen geschickt. JC hat Ende Februar das Geld für März überwiesen und mehr kam von denen nicht.

Was man da bei Lohnab. und Kontoausz. alles schwärzen muss, informiere ich mich noch.
Ich hoffe sehr, dass der Brief wirklich nur an mich ging und nicht an den AG...
 

Purzelina

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
26 November 2010
Beiträge
5.694
Bewertungen
2.048
Dann ist die Reaktion des JC zu verstehen, die Leistungsgewährung für den Monat März muss doch geklärt werden und das geht nur mit Hilfe deiner Mitarbeit und wenn du diese verweigerst, dann wendet sich das JC berechtigterweise an deinen Arbeitgeber.
 

Anna B.

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
5 Juli 2011
Beiträge
7.802
Bewertungen
5.418
Hallo,


zur Info: das JC erfährt nicht über die Beitragszahlung den Namen des AG..die erzählen dir also einfach nur, dass sie den Namen haben..
dann hätten sie aber auch die lohnbescheinigung direkt zum AG schicken können...

also..reiche denen Lohnabrechnung..um den Namen des AG geschwärzt ein, sowie Kontoauszüge, die den Zufluß des Gehalts nachweisen...Name des AG geschwärzt...
 

Ah4entheater

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
28 Dezember 2013
Beiträge
1.118
Bewertungen
1.034
Hallo,


zur Info: das JC erfährt nicht über die Beitragszahlung den Namen des AG..die erzählen dir also einfach nur, dass sie den Namen haben..
dann hätten sie aber auch die lohnbescheinigung direkt zum AG schicken können...

also..reiche denen Lohnabrechnung..um den Namen des AG geschwärzt ein, sowie Kontoauszüge, die den Zufluß des Gehalts nachweisen...Name des AG geschwärzt...
Aber in dem Moment, in dem ich eine Einkommensbescheinigung vom Arbeitgeber verlangen muss, um sie dem JC vorzulegen, erfährt das JC eben doch den Namen des Arbeitgebers, weil das auf der Bescheinigung ja drauf steht, spätestens bei Unterschrift und Firmenstempel. Der Vordruck der AfA muss ja verwendet werden. Wenn ich die Einkommensbescheinigung dem JC vorlege, kann ich ja den Namen des AG's nicht schwärzen. Oder doch?
 

Anna B.

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
5 Juli 2011
Beiträge
7.802
Bewertungen
5.418
Einen Einkommensnachweis muß man doch nur dann vorlegen, wenn man eine Leistung neu beantragt..

wenn ich arbeitslos werden würde, wäre mein AG verpflichtet diesen Einkommensnachweis zu erstellen.

In deinem Fall genügt es, wenn du die Lohnabrechnung, Name des AG geschwärzt, sowie Kontoauszüge von dem Tag, an dem dein Lohn gutgeschrieben wurde. Dort auch den Namen des AG schwärzen.
Das aber bitte recht zügig, nachweislich, dort einreichen..das müßte m.E. genügen..
 

Ah4entheater

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
28 Dezember 2013
Beiträge
1.118
Bewertungen
1.034
Einen Einkommensnachweis muß man doch nur dann vorlegen, wenn man eine Leistung neu beantragt..

wenn ich arbeitslos werden würde, wäre mein AG verpflichtet diesen Einkommensnachweis zu erstellen.
Vielleicht stehe ich ja auf der Leitung. Aber im https://dejure.org/gesetze/SGB_II/58.html steht:

(1) Wer jemanden, der laufende Geldleistungen nach diesem Buch beantragt hat oder bezieht, gegen Arbeitsentgelt beschäftigt, ist verpflichtet, diesem unverzüglich Art und Dauer dieser Erwerbstätigkeit sowie die Höhe des Arbeitsentgelts oder der Vergütung für die Zeiten zu bescheinigen, für die diese Leistung beantragt worden ist oder bezogen wird. Dabei ist der von der Agentur für Arbeit vorgesehene Vordruck zu benutzen. Die Bescheinigung ist der- oder demjenigen, die oder der die Leistung beantragt hat oder bezieht, unverzüglich auszuhändigen.

(2) Wer eine laufende Geldleistung nach diesem Buch beantragt hat oder bezieht und gegen Arbeitsentgelt beschäftigt wird, ist verpflichtet, dem Arbeitgeber den für die Bescheinigung des Arbeitsentgelts vorgeschriebenen Vordruck unverzüglich vorzulegen.


Deshalb verstehe ich es so, dass man diesen Einkommensnachweis wohl auch dann dem JC liefern soll, wenn man aus dem laufenden Leistungsbezug heraus eine Arbeit aufnimmt.

Habe damit keine Erfahrung, da ich als selbständig gemeldet bin.
 

Doppeloma

Super-Moderation
Mitglied seit
30 November 2009
Beiträge
11.065
Bewertungen
12.984
Hallo Ah4entheater,

der TE bezieht aber (seit 2 Monaten) keine laufenden Leistungen mehr und hat auch keine beantragt aktuell also hat sich das JC mit dem Nachweis der Lohnzahlung für den März 2015 (plus Zufluss-Beweis per Konto-Auszug) zu begnügen und kann daraus unschwer den Überzahlungs-Betrag für den Monat März 2015 berechnen.

Mehr steht dem JC einfach nicht mehr zu ...denn ab (FÜR) April hat der TE von dort keine Leistungen mehr bekommen und das bestätigt ja auch der Aufhebungsbescheid zum 01.04.2015 ...

Es geht nur noch darum die Überzahlung von März auszugleichen und dazu muss man nun mal die erste Lohnabrechnung und den Eingangsnachweis auf dem Konto liefern ... MEHR NICHT ... :icon_evil:

Danach wird er dann den Erstattungsbescheid bekommen und muss das überzahlte Geld von März zurück zahlen.

MfG Doppeloma
 
Oben Unten