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JC verlangt telefonische Nachfrage beim AG per VA

Crater

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#1
Hallo, ich hab letzte Woche meine neue EGV per Verwaltungsakt bekommen. In dieser werde ich von JC dazu aufgefordert mich beim Arbeitergeber nach dem Stand meiner Bewerbungen telefonisch zu erkundigen, und muss die Ergebnisse dem JC mit teilen.
Ich bin durch aus bereit mich nach meinem Stand meiner Bewerbungen zu erkundigen, jedoch sehe ich diese Punkt als sehr bedenklich an, da ich ein Telefongespräch ja überhaupt nicht nachweisen kann, und somit immer ein Sanktionsgrund besteht.
Ist dies Rechtens? Und wie kann ich am besten dagegen solch ein Willkür wehren?
 

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HartzVerdient

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#2
Dinge die mir so aufgefallen sind:

- 2.50€ pro Bewerbung als Erstattung halte ich für absolut unrealistisch! Das deckt nicht einmal die Kosten der Briefmarke von der Post. Selbst 5€ sind schon unterster Limit. Papier, Druckerpatrone, Strom, Umschlag, Klemmhefter usw. Kosten in der Summe mehr als 5€. Wie will man hier mit 2.50€ eine ordentliche Bewerbung rechtfertigen ?

- Weiterhin sind die Kosten für angebliche Bewerbungsfahrten usw. nicht hinreichend konkretisiert. Kosten in welcher Höhe werden erstattet ? Das muss man doch vorher wissen, um die Fahrkosten kalkulieren zu können.

- Überall steht, "Wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind"... Welche gesetzlichen Voraussetzungen meint man ? Ich finde diese Stellen nicht hinreichend konkretisiert. Wie sollst du dich daran halten, wenn hier Unkenntniss besteht. Gehört das überhaupt in eine VA ?

- Gleich weiter mit Bildungsgutschein.... Perspektive verändern... :)

- Pro Kalendermonat 5 Eigenbemühungen tätigen ? ... und was konkret ? 5 mal eigenbemüht flatuieren ? Unbestimmt !

- Das Telefonische ist absoluter Humbug, da dir ein Arbeitgeber NIE die Ablehnungsgründe verraten wird. Damit würde er gegen das AGG verstoßen und ggf. eine Klage riskieren.

- Bewerbung innerhalb 2-3 Tage... Was konkret ? 2 oder 3 Tage... Werktage ? Oder Wochenenden ?

- Rechtswidrig: Wenn einem VV keine RfB beiliegt, dann hat man auch keine Folgen zu erwarten, wenn man sich nicht bewirbt. Die RfB der VA gilt nur für die VA (wenn es sich denn überhaupt um eine VA konforme RfB handelt.

- Es handelt sich um eine RfB die für eine Eingliederungsvereinbarung gilt. Jedoch um keine RfB für einen VA (letzte Seite).

- Ich kann in der gesamten VA kein Eingliederungskonzept erkennen. Es ist ein wilder Zusammenwurf von Forderungen. Mehr nicht. Du sollst dich bewerben, du sollst Maßnahmen machen, du sollst Probearbeiten anbieten, du sollst dies und jenes... Und wie sieht das konkrete Eingliederungskonzept aus ?
 

Crater

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#3
Vielen Dank für die schnell Antwort, dass hat mir echt weiter geholfen

- Das Telefonische ist absoluter Humbug, da dir ein Arbeitgeber NIE die Ablehnungsgründe verraten wird. Damit würde er gegen das AGG verstoßen und ggf. eine Klage riskieren.
Wie genau wird hier gegen das AGG verstoßen? Und wie sieht es mit dem telefonischen Nachweis generell aus? Selbst wenn ich dort anrufe, und der AG mir dies mitteilen würde, wie soll ich das beweisen?

- Es handelt sich um eine RfB die für eine Eingliederungsvereinbarung gilt. Jedoch um keine RfB für einen VA (letzte Seite).
Was bedeutet das konkret?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

arbeitsloskr

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#4
Wie genau wird hier gegen das AGG verstoßen? Und wie sieht es mit dem telefonischen Nachweis generell aus? Selbst wenn ich dort anrufe, und der AG mir dies mitteilen würde, wie soll ich das beweisen?
Sollte AG dir als Ablehnungsgrund bspw. einen der Gründe mitteilen, die vom AGG ausgeschlossen sind, dann könntest du, rein theoretisch, dagegen klagen. AG müsste dann beweisen, dass er das nicht so gesagt hat, vorallem müsste er beweisen, dass die jeweils eingestellte Person nur auf Grund deren fachlicher Qualifikation den Job bekam.

Da sich AG dieser Stolperfalle bewusst sind, werden Absagen i.d.R. kaum begründet und AG sind auch nicht gesetzlich verpflichtet eine Absage generell erklären zu müssen.

Allerdings solltest du generell den Punkt mit der Nachfrage bei AG aus der EGV rausnehmen, denn es liegt nicht in deinem Verantwortungsbereich, ob und wie AG auf deine Bewerbung und Nachfragen reagiert. Es kann sogar sein, dass du mit zu "frühen" oder zu "häufigen" Nachfragen oder der "falschen" Art (telefonisch, per E-Mail, schriftlich) dir selbst die Absage "einhandelst", weil AG von Nachfragen "genervt" sein kann.

Was bedeutet das konkret?
Eine RFB muss konkret und vorallem korrekt sein. Es gibt Unterschiede in den Formulierungen, die für eine EGV ist anders formuliert als die für einen VA, da der VA dir einseitig vom JC auferlegt wird.
 
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#5
War es nötig das Erstelldatum sowie den Gültigkeitszeitraum zu schwärzen?
Damit hast du uns mögliche Angriffspunkte vorenthalten.

So wie es sich (unter 1.) liest, wurde dir das ALG2 noch nicht genehmigt?

@HartzVerdient:
Es sind Eigenbemühungen gefordert ~> dazu gehört auch; I-Net-/Zeitungsrecherche.

Es stimmt, dass die VV usw. nicht zu den Eigenbemühungen gehören ... ABER, sobald DU eine Bewerbung geschrieben hast ~> eine getätigte Bewerbung, welche zählt!

Na ja, wegen der Telefonbelästigung ... kann SB beweisen, wenn du nie hinterher telefoniert hast? :icon_pfeiff:

Oh, oh ... dir wird vorgeschrieben dich innerhalb von 2 Tagen(!!!) auf Bewerbungsadressen zu bewerben ~> d. h. auch auf Stelleninformationen ohne RFB und sogar die - wie etwas weiter oben herausgelesen/-gedeutet(!!!) werden kann - Bewerberadressen, z. B. aus anderen Stellenportalen, welche nicht durch die BA betreut werden aber in der JOBBÖRSE stehen!

Sag mal, bist du vielleicht in einer Optionskommune?
Anders kann ich mir diese Vorgabe nicht erklären:
sinngemäß zusammengefasst sagte :
... sollte der VV / die Bewerbungsadresse ohne RFB sein, so greift - bei einer Nichtbewerbung - die RFB aus diesem VA.
:icon_kinn: Obwohl, ich bin der Meinung, dass in der EGV-/VA-RFB geregelt werden kann, dass man sich innerhalb von x Tagen auf VV bewerben muss ... da deine Passage aber (sowas von) unverständlich ist ... ist sie in einem VA unzulässig!
Was das für den gesamten VA bedeutet ... da müssen Fittere ran.
 

Crater

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#6
Vielen dank für die Antworten,

Zu den Fragen :
leider war es nötig dieses Datum zu schwärzen. Ich beziehe bereits seit einiger Zeit ALG 2.
Und ob ich in einer Optionskommune bin? Ich werde von meinem SB regelmäßig mit sinnlosen VV überzogen, wo von Anfang an klar ist das ich die Arbeitsstelle nicht erreichen kann. Um mich dann zu rechtfertigen warum ich diese nicht angetreten habe, beim letzten mal gab es deswegen eine Sanktion (obwohl ich Widerspruch eingelegt hatte wurde dieser nicht beachtet) , die dann vom Sozialgericht zurück genommen wurde.


d. h. auch auf Stelleninformationen ohne RFB und sogar die - wie etwas weiter obenherausgelesen/-gedeutet(!!!) werden kann - Bewerberadressen, z. B. aus anderen Stellenportalen, welche nicht durch die BA betreut werden aber in der JOBBÖRSE stehen!
Aus diesem Satz werde ich nicht ganz schlau, könntest du das bitte erklären, bzw. warum das nicht rechtens ist?
 

0zymandias

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#7
[...]
Was bedeutet das konkret?
Mit Dir sind keine Eingliederungsbemühungen festgelegt worden, sie sind Dir gegenüber festgelegt worden.
Damit ist die Rechtsfolgenbelehrung (RFB) falsch und aus einer falschen RFB darf keine Sanktionsfolge gezogen werden.
Aber bitte nicht übermütig werden, sondern diese Information nur in einem Sanktionsfall zur Abwehr benutzen.

Das Telefonterrording: Ohjottojottojott, jecker können die immer werden. :biggrin:

Priorisieren wir im Eigennutz: Die Pflicht ist unbestimmt und das zu Deinem Vorteil.
Ich persönlich würde im April 2032 anrufen. He. Hehe. :peace:

Sie ist auch in vielfacher Hinsicht Unsinn.
Keine Rückmeldung bedeutet in einem ungewissen Zeitraum nicht, dass eine Ablehnung zwingend ist.

Die Ablehnung, so sie denn erfolgt, muss auch nicht durch den Arbeitgeber erfolgen, denn er kann Headhunter, Personaler, Vermittlungsbüros, etc. eingeschaltet haben.
Der Arbeitgeber existiert auch nicht, sondern er ist ein potentieller Arbeitgeber.

Folgerichtig muss weder das telefonische Kontaktdatum bekannt sein (wir haben das früher Telefonnummer genannt) noch der Name des potentiellen Arbeitgebers.

Wenn die Gründe der Ablehnung einen Verstoß gegen das AGG darstellen (zu alt, männlich/weiblich, ...), könntest Du eine entsprechende Klage mit hohen Kosten lostreten, was der Gesprächspartner sehr wahrscheinlich verhindern möchte. (Das meinte in anderen Worten HartzVerdient, wenn ich mich nicht irre.)

Sollte es eine Ablehnung geben und der potentielle Arbeitgeber gesprächsbereit sein und die Telefonnummer bekannt und auch sonst nichts, was nicht in Deiner Macht steht, im Wege sein,
ist es durchaus fraglich, ob die Antwort Deine Eingliederung in Arbeit befördern kann.
Damit würde die Verhältnismäßigkeit der Anordnung deutlich infrage gestellt, ebenso ihre Sanktionsbewährung, denn wie soll das dann noch ernsthaft in Arbeit bringen? :biggrin:
(Indirekt habe ich im ersten Satzteil angedeutet, dass eine Pflichterfüllung unmöglich sein kann und trotzdem eine Sanktionsfolge haben kann, was nicht sein darf.)
 

schwanenritter

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#8
Dinge die mir so aufgefallen sind: - 2.50€ pro Bewerbung als Erstattung halte ich für absolut unrealistisch!
Sogar das Finanzamt ist da schon weiter, da gibt es nämlich ohne Nachweis schon pauschal EUR 5. Wo das genau steht, habe ich jetzt nicht zur Hand, aber es hat mal etwas Höher- oder Höchstrichterliches dazu gegeben.
 

0zymandias

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#9
Ach, wenn es nur danach ginge ...
Entscheiden Sie sich für die Pauschale, sollten Sie die vom Finanzamt veranschlagten Pauschalen Ihrer Berechnung zugrunde legen. Diese Pauschalen schwanken zwischen 10 bis 15 Euro pro schriftlicher Bewerbung - Fahrt- und Übernachtungskosten exklusive - und rund 2,50 Euro pro E-Mail-Bewerbung. Einige Finanzämter orientieren sich auch an einem Urteil des Finanzgerichts Köln. Darin werden für schriftliche Bewerbungen Kosten in Höhe von 8,50 Euro angenommen (FG Köln vom 7.7.2004, Az. 7 K 932/03).
[Quelle: http://karrierebibel.de/bewerbungskosten-absetzen/ , 31. Januar 2017]

:biggrin:
 

arbeitsloskr

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#10
leider war es nötig dieses Datum zu schwärzen. Ich beziehe bereits seit einiger Zeit ALG 2.
Das spielt doch eigentlich keine Rolle, ob und seit wann du ALG 2 beziehst ;)

Und ob ich in einer Optionskommune bin?
In einer Optionskommune betreibt der jeweilige Landkreis das JC allein. Das kann man u.a. daran erkennen, dass in den Schreiben vom JC als Absender bspw. "Der Landrat" erwähnt wird.

Das Gegenstück dazu sind die gE, die gemeinsamen Einrichtungen, bei denen die AfA und der Landkreis gemeinsam das JC betreiben.

Ich werde von meinem SB regelmäßig mit sinnlosen VV überzogen, wo von Anfang an klar ist das ich die Arbeitsstelle nicht erreichen kann. Um mich dann zu rechtfertigen warum ich diese nicht angetreten habe, beim letzten mal gab es deswegen eine Sanktion (obwohl ich Widerspruch eingelegt hatte wurde dieser nicht beachtet) , die dann vom Sozialgericht zurück genommen wurde.
VV und deren Anzahl sind kein Anzeichen, ob man es mit einer OK oder gE zu tun hat.

Aus diesem Satz werde ich nicht ganz schlau, könntest du das bitte erklären, bzw. warum das nicht rechtens ist?
Ganz einfache Sache, mit dieser Formulierung in der EGV hast du dich auf sämtliche VV und SI, die du von JC erhälst, zu bewerben.

Das betrifft im Einzelnen:

- VV mit RFB
- VV ohne RFB
- Stelleninformation
 
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#11
...
Ist dies Rechtens? Und wie kann ich am besten dagegen solch ein Willkür wehren?
Widerspruch gegen den EVA einlegen. Den Widerspruch dem JC nachweisbar zukommen lassen. Bei persönlicher Abgabe an die Empfangbestätigung denken.

BG-Nr.:
Widerspruch



Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit lege ich gegen den Eingliederungsverwaltungsakt vom tt.mm.2017 fristgerecht Widerspruch ein.

Der Eingliederungsverwaltungsakt muss für den Leistungsberechtigen ebenso zusichernde Bestandteile enthalten die er zur Eingliederung enthält, wie die Konkretisierung seiner Bemühungen. Der von Ihnen erlassene Eingliederungsverwaltungsakt erfüllt diese Voraussetzungen nicht, weil weder konkret zusichernde Bestandteile enthalten sind, noch ein Konzept erkennbar ist, um die gesetzlichen Zielvorstellungen zu erreichen.

Mit freundlichen Grüßen
 

Crater

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#12
Vielen Dank für die Antworten. Ich hab Einspruch gegen die AGV in den beanstanden Punkte eingelegt.

Jetzt hab ich jedoch von meinem Arbeitsvermittler 2. Jobangebote bekommen. Auf diese wurde ausdrücklich vermerkt, dass ich mich bis zum nächsten Meldetermin telefonisch beim Arbeitgeber zu melden habe.
 

Katzenstube

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#13
Hallo Crater,
auch mir gegenüber wurde diese schwachsinnige Forderung angewendet - telefonische Nachfrage. Allerdings sagen kluge Sachbearbeiter des SB's (die leider immer seltener werden) dass dieses Schwachsinn ist weil sich niemand die Mühe macht Absagen zu erklären. Davon mal abgesehen, wenn Du x mal anrufst und der betreffende Personalmensch ist nicht erreichbar (weil er vielleicht auch nicht erreichbar sein will) hat SB'chen auch keine Antwort.

Auch frage ich mich, wie SB'chens das nachprüfen wollen???

Gute Nerven wünscht Katzenstube
 

0zymandias

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#14
Über die Antwort des potentiellen Arbeitgebers.
Es gibt ja die Antwortbögen für Arbeitgeber (sh. z.B. https://www.elo-forum.org/allgemein...deren-erstellt-181734/index2.html#post2184658 ) und dann könnten sie theoretisch noch ein Blatt für Telefonate beilegen. Oder nachfragen, ...

Wenn mein Telefon oder Telefonanschluss kapott iss, wird allerdings kaum die Spurensicherung aufschlagen oder eine private cyberforensische Detektei eingeschaltet werden. :wink:

[...]
Jetzt hab ich jedoch von meinem Arbeitsvermittler 2. Jobangebote bekommen. Auf diese wurde ausdrücklich vermerkt, dass ich mich bis zum nächsten Meldetermin telefonisch beim Arbeitgeber zu melden habe.
Für eine Sanktionsfolge müsste auch eine zielsichere Rechtsfolgenbelehrung anhängen, die auch den Fall der staatsfeindlichen Telefonatsverweigerung beinhaltet.
Könntest Du die Schreiben vollständig und anonymisiert einstellen?
 

Crater

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#15
Eine Rechtsfolgebelehrung für dieses Schreiben gibt es nicht
Dort steht nur: „Telefonische Nachfrage zum Stand der Bewerbung bis zum nächsten Meldetermin.“

Zum Thema nachprüfen, mein AV ruft bei den Firmen an, bei den ich mich Beworben habe(Gibt es kein Datenschutzgesetz das dies verbietet?).
Deswegen möchte ich dies auch unbedingt aus meiner EGV raus haben. Da ich hier dir Gefahr sehe das der Arbeitgeber mich aus Gründen ablehnt die gegen das AGG verstoßen, mir sagt leider ist die Stelle schon vergeben. Dann fragt der AV nach, der Arbeitgeber sagt nie was von MR X gehört. Dann gibt die Anhörung, und die Sanktion postwendend hinterher.
 

Frank71

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#16
Die Frage die ich mir Stelle, bin ich verpflichtet mit einem Arbeitgeber zu telefonieren wenn eine telefonische Kontaktaufnahme des Arbeitgebers verlangt wird oder könnte mich das Jobcenter Sanktionieren wenn ich mich schriftlich bei dem besagten Arbeitgeber bewerbe?
 

arbeitsloskr

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#17
Eine Rechtsfolgebelehrung für dieses Schreiben gibt es nicht
Dort steht nur: „Telefonische Nachfrage zum Stand der Bewerbung bis zum nächsten Meldetermin.“
Es gibt also keine RFB, die zu einer Sanktion führt, wenn du nicht telefonierst?

Zum Thema nachprüfen, mein AV ruft bei den Firmen an, bei den ich mich Beworben habe(Gibt es kein Datenschutzgesetz das dies verbietet?).
Ja, gibt es. Wenn du SB nicht erlaubst, deinen Bewerbungen nachzutelefonieren, und SB dies dennoch macht, dann ist das illegal und ein Verstoß gegen das BDSG.

Da ich hier dir Gefahr sehe das der Arbeitgeber mich aus Gründen ablehnt die gegen das AGG verstoßen, mir sagt leider ist die Stelle schon vergeben.
Die wenigsten AG begründen überhaupt eine Absage, meistens heißt es, dass man sich für eine/n andere/n Bewerber/in entschieden hat, der/die noch näher dem spezifischen Anforderungsprofil entspricht. Wobei auch häufiger nur die Kurzform kommt, dass die Stelle bereits besetzt ist.

Dann fragt der AV nach, der Arbeitgeber sagt nie was von MR X gehört. Dann gibt die Anhörung, und die Sanktion postwendend hinterher.
Selbst wenn SB in dem Fall eine Sanktion konstruieren wöllte, müsste SB stichhaltig beweisen, dass du dich dort nicht beworben hast. Wenn du dich in Schriftform (Brief, Fax, E-Mail) beworben hast, hast du zumindest einen Anscheinsbeweis für eine erfolgte Bewerbung. Klar könnte SB ein solches Anschreiben als "gefakt" ablehnen, aber das wird spätestens vor dem SG nicht ausreichen, um diese mögliche Sanktion bestehen zu lassen, denn es bestünden aus Sicht des SG Zweifel an den Aussagen beider Seiten. Auf deiner Seite wäre der Zweifel, ob du dich beworben hast, auf Seiten JCs wäre der Zweifel in der telefonischen Aussage des AG, dass du nicht beworben hättest.

Die Frage die ich mir Stelle, bin ich verpflichtet mit einem Arbeitgeber zu telefonieren wenn eine telefonische Kontaktaufnahme des Arbeitgebers verlangt wird oder könnte mich das Jobcenter Sanktionieren wenn ich mich schriftlich bei dem besagten Arbeitgeber bewerbe?
Da du nicht verpflichtet bist, telefonisch erreichbar zu sein, sollte sich die Frage von selbst beantworten.
Wenn du dann auch noch nachweisen kannst, dass es in deiner direkten Umgebung keine Telefonzellen (mehr) gibt, dann war es das auch schon.

Wobei die Frage ist, reden wir hier über einen AG, der dich interessiert oder reden wir hier über ZAF und Co? Bei letzteren würde ich telefonischen Kontakt weitgehend ablehnen und nur schriftlich kommunizieren.
 
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#18
Das sieht ...
arbeitsloskr sagte :
Das spielt doch eigentlich keine Rolle, ob und seit wann du ALG 2 beziehst
... richtig!
Aus den geschwärzten Datumangaben können wir nur herauslesen;
Wann wurde der VA erlassen ~> ggf. zu schnell nach dem EGV-Angebot, d. h. ohne ausreichende Prüf- und Nachverhandlungszeit für dich ... was der Gesetzgeber SO nicht möchte, und dem SG unbedingt gesagt werden muss.
Wie lange der Gültigkeitszeitraum ist ~> da gibt es Vorgaben aus dem SGB, die SB einzuhalten hat, bzw. bei einer Abänderung entsprechend ausführlich begründen muss.

Was wir nicht sehen können; Wie lange du (schon) im ALG2-Bezug bist :wink:

Deine Frage jetzt wörtlich genommen:
Crater sagte :
Aus diesem Satz werde ich nicht ganz schlau, könntest du das bitte erklären, bzw. warum das nicht rechtens ist?
Diese Vorgabe ist schon rechtens, ABER ... es bedeutet ~> hat @arbeitsloskr schon richtig erklärt.

Ich ergänze nur noch eine Kleinigkeit bzgl. der Stelleninformation:
In der JOBBÖRSE gibt es Einträge, die auf andere Stellenportale verweisen (dort hin verlinkt sind) und nicht von der BA geprüft/betreut werden (können) ~> sollte SB dir so eine SI zuschicken ... bist du, wegen der Formulierung im VA, verpflichtet dich darauf zu bewerben, sonst wirst du vom JC sanktioniert ... und müsstest dagegen vor dem SG klagen. Ob der Richter für dich entscheidet ... kann nicht garantiert werden.
 

Crater

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#19
Es gibt also keine RFB, die zu einer Sanktion führt, wenn du nicht telefonierst?
Nein es gibt keine RfB zu dem schreiben.

Wann wurde der VA erlassen ~> ggf. zu schnell nach dem EGV-Angebot, d. h. ohne ausreichende Prüf- und Nachverhandlungszeit für dich ... was der Gesetzgeber SO nicht möchte, und dem SG unbedingt gesagt werden muss.
Wie lange der Gültigkeitszeitraum ist ~> da gibt es Vorgaben aus dem SGB, die SB einzuhalten hat, bzw. bei einer Abänderung entsprechend ausführlich begründen muss.
Der VA wurde sofort erlassen, eine Prüfung meinerseits gab es nicht.
Ich teilte dem Sachbearbeiter mit das ich diese Einlagerungsverbindung nicht sofort an Ort und Stelle unterschreiben würde. Dann wurde gleiche die EGV+ VA ausgedruckt und ich hab die mitkommen.
Die Dauer der EGV beträgt 6 Monate

In der JOBBÖRSE gibt es Einträge, die auf andere Stellenportale verweisen (dort hin verlinkt sind) und nicht von der BA geprüft/betreut werden (können)
Stellt das irgendwelche rechtlichen Nachteile für mich da, wenn ich mich auf Stellen bewerben muss die nicht vom JC geprüft/betreut werden?
 

arbeitsloskr

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#20
Nein es gibt keine RfB zu dem schreiben.
Auch wenn es schon etwas länger her ist, aber sind jene Schreiben, wo du um telefonische Nachfrage seitens SB gebeten wirst, offizielle VV? Kannst du diese in anonymisierter Form ins Forum hochladen?

Der VA wurde sofort erlassen, eine Prüfung meinerseits gab es nicht.
Ich teilte dem Sachbearbeiter mit das ich diese Einlagerungsverbindung nicht sofort an Ort und Stelle unterschreiben würde. Dann wurde gleiche die EGV+ VA ausgedruckt und ich hab die mitkommen.
Das ist so nicht rechtens. Ein VA darf erst nach gescheiterter einvernehmlicher Verhandlung ausgestellt werden. Die Verweigerung der Unterschrift unter eine EGV direkt nach deren Ausdrucken vor Ort gehört aber nicht in diese Kategorie. Verhandeln heißt, dass selbstverständlich auch du sinnvolle und zielführende Vorschläge machen darfst. Dafür darfst du natürlich die EGV mit nach Hause nehmen und in angemessener Zeit prüfen.

Für weitere Details siehe §15 SGB II.

Stellt das irgendwelche rechtlichen Nachteile für mich da, wenn ich mich auf Stellen bewerben muss die nicht vom JC geprüft/betreut werden?
Die Frage müsste anders gestellt werden, welche rechtlichen Nachteile entstehen dir, wenn du dich nicht an deine Pflichten lt. EGV oder VA hälst.

Wenn du auch zu Bewerbungen auf sogenannte "Stelleninformationen" lt. EGV oder VA verpflichtet bist, dann bist du auch entsprechend daran gebunden.

Bitte verwechsel nicht "Stelleninformation" mit "Arbeitgeber-Anfragen in der JB".

Arbeitgeber-Anfragen in der Jobbörse der BA sind Nachrichten, die dir AG an dein Postfach in der Jobbörse geschickt haben. Sofern du deinen Account bei der Jobbörse nicht nutzst, bekommst du diese Nachrichten in ausgedruckter Form von SB postalisch zugeschickt. Auch wenn dein JB-Profil auf "anonym" gestellt ist, kann es sein, dass du dennoch entsprechende Nachrichten erhälst.
Diese Benachrichtigungen sind jedoch generell ohne RFB und überwiegend sanktionsfrei, da diese meistens von AG so formuliert sind, dass man sich bei Interesse doch einfach mal melden möge.
 
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