JC verlangt lückenlose Dokumentation wo ich geschlafen habe !?! Rechtswidrig?? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

papierkrieger

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
27 August 2012
Beiträge
58
Bewertungen
4
Hallo ich bin ohne festen Wohnsitz in der Stadt Karlsruhe beim Jobcenter ALG2-Bezieher. Habe heute unter anderem meine bisher WÖCHTENTLICHE Zahlung abgeholt (nach klärung mit Teamleitung und viel viel durchhaltevermögen und druck) bekomme ich nun mein geld wieder aufs konto wie früher auch, aber die wollen von mir eine lückenlose dokumentation WANN ich WO bei WEM genächtigt habe. Sollte das nicht lückenlos vorliegen wenn sie es sehen wollen, werden entsprechende Zeiträume zurückgefordert !

Was soll das und dürfen die das überhaupt ?

Hab das Schreiben anonymisiert und bin gespannt was ihr dazu meint....


Ich :dank: schonmal für eure wertvollen Tipps !!!
 

Anhänge:

spider

Elo-User*in
Mitglied seit
8 Januar 2015
Beiträge
392
Bewertungen
275
Frag doch mal nach der Rechtsgrundlage für den nachweis des Aufenthalts. Ansonsten gibst an, du pennst halt unter der Brücke und besuchst keine Bekannten und Verwandten.
 

papierkrieger

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
27 August 2012
Beiträge
58
Bewertungen
4
Frag doch mal nach der Rechtsgrundlage für den nachweis des Aufenthalts. Ansonsten gibst an, du pennst halt unter der Brücke und besuchst keine Bekannten und Verwandten.

Haha geil ja so sollte man es grad machen. Ja sie sagt ja das ich nachweisen muss das ich mich im Stadtgebiet Karlsruhe und eben nicht im Landkreis aufhalte, da sonst ein anderes JC zuständig ist. Ist soweit klar, aber dafür ja diese Postadresse für Amtsschreiben; man muss täglich erreichbar sein und das bin ich somit !

Wozu dann so ne liste ?
 
G

Gast1

Gast
Frag doch mal nach der Rechtsgrundlage für den nachweis des Aufenthalts. Ansonsten gibst an, du pennst halt unter der Brücke und besuchst keine Bekannten und Verwandten.
Dem JC geht es um die Erreichbarkeitsanordnung der Bundesagentur für Arbeit und ist der Meinung, wenn papierkrieger sich unerlaubt "länger als eine Woche" außerhalb des zeit- und ortsnahen Bereichs zwecks Übernachtung aufgehalten hat, dass er/sie dann für diese Zeiten seine/ihre Leistungen zurückzuzahlen hat. So meine Interpretation.

Tjo, auf Kosten von Obdachlosen Geld sparen, ich finde das unverschämt.
 

papierkrieger

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
27 August 2012
Beiträge
58
Bewertungen
4
Ok so in der Art verstehe ich das ja auch aber ich bin seit über 2 Jahren im selben JC-Team OFW gemeldet und habe nie sowas gebraucht. Jetzt war ich 4 Monate bei nem anderen JC weil ich auf Therapie war und dort auch gemeldet war und seitdem dieser Hickhack.

Ich meine wie wollen die das denn überhaupt prüfen da könnt ich doch reinschreiben was ich will oder ? Mir geht es eigentlich nur darum ob das JC von mir verlangen darf über jeden Tag Buch zu führen wo ich schlafe und mir das von der jeweiligen Person unterschreiben zu lassen ???


@schlaraffenland selbst wenn ich mich im Landkreis aufhalte weil ich halt da wo schlafen kann und im stadtgebiet wie ein penner unter der brücke schlafen müsste würde doch DAS erfüllt sein :

§ 2 Aufenthalt innerhalb des zeit- und ortsnahen Bereichs
1Der Arbeitslose kann sich vorübergehend auch von seinem Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt entfernen, wenn
1. er dem Arbeitsamt rechtzeitig seine Anschrift für die Dauer der Abwesenheit mitgeteilt hat,
2. er auch an seinem vorübergehenden Aufenthaltsort die Voraussetzungen des § 1 Abs. 1 erfüllen kann und
3. er sich im Nahbereich des Arbeitsamtes aufhält. Zum Nahbereich gehören alle Orte in der Umgebung des Arbeitsamtes,
von denen aus der Arbeitslose erforderlichenfalls in der Lage wäre, das Arbeitsamt täglich ohne unzumutbaren
Aufwand zu erreichen.

Ich halte mich somit sowieso im Nahbereich auf Strassenbahn JC --> temporärer Schlafplatz Landkreis = 32 min. ?!?!?! Was soll das dann
 
P

Pichilemu

Gast
Es geht dem JC nicht um die Erreichbarkeitsanordnung, sondern um die örtliche Zuständigkeit im Sinne des § 36 SGB II.

So nach dem Motto: wenn Sie nicht nachweisen können dass Sie sich tatsächlich bei uns aufhalten, sind wir nicht für Sie zuständig, versuchen Sie es doch bei einem anderen JC.
 
R

RedHotChili

Gast
Es geht dem JC nicht um die Erreichbarkeitsanordnung, sondern um die örtliche Zuständigkeit im Sinne des § 36 SGB II.

So nach dem Motto: wenn Sie nicht nachweisen können dass Sie sich tatsächlich bei uns aufhalten, sind wir nicht für Sie zuständig, versuchen Sie es doch bei einem anderen JC.
Es gibt eine Postadresse in Karlsruhe, die wohl auch immer zeitnah kontrolliert wird, damit dürfte der Nachweis erbracht sein.

Wenn ich nicht OFW bin, darf ich auch täglich in eine 30 km entfernte Stadt fahren, wenn mir danach ist und ich das Geld dafür habe.

Für mich ist hier die Adresse, wo man täglich seine Post abhol(en kann)t ausschlaggebend. Wie will man sonst bei jemandem ohne Wohnung festmachen, wo er seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat?

Auch mit festem Wohnsitz verstoße ich gegen keinerlei Regelungen, wenn ich tagsüber mich gern in der Nachbarstadt bei Freunden aufhalte. Oder von mir aus auch nachts. Wär mir neu, dass mir mein Wohnsitz abgesprochen werden kann, nur weil ich gerne mal bei Freunden übernachte.

Ich würde denen das auf keinen Fall mitteilen. Bekommst Du den normalen Regelsatz für Singles ausgezahlt nur eben keine KdU? Wenn Du da jetzt ne Liste führst, ziehen die am Ende auch noch Kostgeld ab nach dem Motto: wenn der da umsonst pennen darf, kriegt er auch Frühstück. Geld für Strom brauchst Du ja auch nicht. etc. etc.

Ich finde die Forderung frech und vor allem unnötig. Jemand mit festem Wohnsitz muss ja auch nicht Buch führen darüber, ob er mal auswärts übernachtet hat. Hauptsache man ist täglich per Post erreichbar. Man darf sogar, wenn man das Geld dafür hätte, die Post reinholen und dann sich in den Zug setzen für 7 Stunden und nach Bayern fahren für einen Tag Urlaub. Hauptsache man holt am nächsten Tag wieder seine Post rein.

Tut mir echt leid für Dich, dass die so ein Theater machen. Denn letztlich ists ja eh egal, ALG II steht Dir zu. Und ob nun von Jobcenter X oder Y. Sollte eigentlich egal sein, aber das ist leider mal wieder die deutsche Bürokratie.

Aber - ist aber nur meine Meinung, ob es stimmt, weiß ich nicht - mit Deiner Postadresse ist Dein Aufenthalt festgelegt. Und auch jemand ohne festen Wohnsitz darf mal woanders nächtigen oder sich tagsüber aufhalten. Jeder, der KdU kriegt, kann ja auch tagsüber überallhin und auch mal bei Freunden pennen. Hauptsache, man holt täglich seine Post rein
 

Nimschö

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
6 August 2007
Beiträge
2.070
Bewertungen
833
Wenns derzeit nicht so nasskalt wäre, würd ich vorschlagen direkt auf der Bank vorm JC zu schlafen und das auch so mitzuteilen. Sorry, konnte mir den Kalauer grad nicht verkneifen ;)

Aber generell: Ja, ich glaube auch, dass so eine "Übernachtungsliste" gesetzesfern ist. Was denken die denn, was dabei herauskommt? "Oh, der hat in dem Monat 7 Tage auswärts in wechselnden Städten geschlafen, wir berechnen jetzt diese Tage einzeln den jeweils zuständigen JCs!"? Mal abgesehen davon, dass wo man schläft, insbesondere wenn es bei Dritten ist, nun wirklich nur genau zwei Personen etwas angeht.
 

koloss

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
21 August 2011
Beiträge
904
Bewertungen
323
Mal ganz doof gefragt: gibt es einen Grund das Du denen nicht das schreibst, was die sehen wollen ?

Ich meine schreib doch einfach wo Du warst, werden die das kontrollieren können ? :biggrin:

Dann hat doch dieser Blödsinn ein Ende und Du kannst wieder aufatmen...echt eine Frechheit seitens JC, was die sich da erlauben.

Drücke dir die Daumen, das alles gut geht.
 

Nimschö

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
6 August 2007
Beiträge
2.070
Bewertungen
833
Ich meine schreib doch einfach wo Du warst, werden die das kontrollieren können ? :biggrin:
Hm, ganz so sorglos wär ich da nicht. Wenn man denen schreibt, wo und bei wem man gepennt hat, dann kann( muss nicht, kann aber) das durchaus komische Ausmaße annehmen. Das JC da scheint ja eh russisch( Smirnoff, Gorbatschoff, Jegoroff, usw.) beeinflusst zu arbeiten, da könnte schonmal irgendein als Kurzzeitschlafplatz genannter plötzlich zum Thema BG befragt werden oder ähnlicher Schmonsens. Ganz ohne Zündstoff ist die Geschichte nicht.
 
S

schnuckelfürz

Gast

Flodder

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
19 April 2012
Beiträge
1.279
Bewertungen
737
Ich würde denen einen vom Pferd erzählen :icon_mrgreen:

1. Nacht: KA-Durlach auf der Parkbank (keine Zeugen). Irgendein Penner hat mir im Schlaf meine Zudecke (Monatssammlung BamS) geklaut. Morgens durchfroren wieder nach KA-City getippelt.

2. Nacht: Abends traf ich Josi (Nachname weiß ich nicht), sie hatte Mitleid und nahm mich mit zu ihrer Wohnung in Ettingen (Straße und Haus-Nummer unbekannt, war ja schon dunkel). Nach einer warmen bis heißen Nacht gab es morgens einen heißen Kaffee und ein Marmeladenbrötchen. Dazu noch drei Euro für die Stadtbahn zurück nach Karlsruhe.

Usw. :biggrin:

Sicher bist du nicht verpflichtet, Namen und Adressen deiner "Matratzen" zu nennen, das wäre den Matratzenbesitzer unter Umständen auch gar nicht recht :icon_stop:
 

Flodder

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
19 April 2012
Beiträge
1.279
Bewertungen
737

hellucifer

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
24 Dezember 2005
Beiträge
1.757
Bewertungen
456
Ich würde das Auskunftsbegehren zurückweisen, weil es dafür keine Rechtsgrundlage gibt. Wo du deinen gewöhnlichen Aufenthalt hast oder wo du dich mangels Unterkunft wechselweise aufhältst, ist nur im Hinblick auf die Erreichbarkeit relevant. Wenn es diesbezüglich keine Probleme gibt, sehe ich keinen Anlass dem Jobcenter detailliert Auskunft zu erteilen, wo ich nächtige oder schlafe.

Deine Antwort könnte so lauten: "Solange ich postalisch erreichbar bin, geht Sie das gar nichts an!"

Ein Tipp: Als Unterkunft kommen auch ein Pensions- oder Hotelzimmer in Frage, und die Kosten hierfür sind grundsätzlich erstattungsfähig.
 

hellucifer

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
24 Dezember 2005
Beiträge
1.757
Bewertungen
456
Es geht dem JC nicht um die Erreichbarkeitsanordnung, sondern um die örtliche Zuständigkeit im Sinne des § 36 SGB II.

So nach dem Motto: wenn Sie nicht nachweisen können dass Sie sich tatsächlich bei uns aufhalten, sind wir nicht für Sie zuständig, versuchen Sie es doch bei einem anderen JC.
Zuständig ist aber nun einmal das Jobcenter des Ortes / des Landkreises, an dem man seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat bzw. postalisch erreichbar ist.
 

AnonNemo

Super-Moderation
Mitglied seit
28 April 2013
Beiträge
3.601
Bewertungen
6.540
Nimschö meinte:
wir berechnen jetzt diese Tage einzeln den jeweils zuständigen JCs!"
... du "übersiehst" aber, dass - bei einer unerlaubten OAW, auch wenn es nur 30km entfernt ist - kein anderes JC zuständig ist, sondern - für diese Tage - dem eLB das ALG2 komplett vorenthalten wird.

koloss meinte:
Mal ganz doof gefragt: gibt es einen Grund das Du denen nicht das schreibst, was die sehen wollen ?
... und was kommt dann als nächstes vom JC?
Tägliches Vorsprechen im Eingang ... Leibesvisitation, "Penner" (sorry für diesen Begriff) sind doch alle (Alk-)Junkies ...?

Wenn man bei Amtsmitarbeitern einmal etwas Rechtswidriges akzeptiert/unterstützt hat ... sink deren Hemmschwelle für den nächsten Übergriff :icon_evil:!
 

Kerstin_K

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Juni 2006
Beiträge
19.535
Bewertungen
19.306
... du "übersiehst" aber, dass - bei einer unerlaubten OAW, auch wenn es nur 30km entfernt ist - kein anderes JC zuständig ist, sondern - für diese Tage - dem eLB das ALG2 komplett vorenthalten wird
30 km sind aber keine Oaw. Man kann auch morgens nach London fliegen und abends zurueck, man muss nur einmal am Tag nach der Post schauen.
 

papierkrieger

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
27 August 2012
Beiträge
58
Bewertungen
4
Ich werde einen kurzen Schriftsatz formulieren, weiß nur noch nicht genau wie, so auf die Art, dass ich durch die Postadresse die ja genau aus dem grunde besteht und auch vom jc gefordert wird (die schicken einen da hin) meine tägliche erreichbarkeit gegeben ist und der rest völlig unerheblich ist. Wenns nicht so kalt wäre würd ichs echt bringen ne nacht im Schlafsack unter ner Brücke und ´nachts um drei die Polizei rufen, damit sie mir unterschreiben das ich dort genächtigt habe, da eine Brücke sowas ja nicht kann ;)

Naja morgen ja Vorstellungstermin, hoffe eh den Drecksladen dann endlich hinter mir lassen zu können, aber es geht mir einfach nur ums Prinzip ständig wollen sie irgendwas neues, ob gesetzeskonform oder nicht etc. ; akten verschwinden, zahlungen kommen zu spät usw, aber wenn du als Leistungsbezieher wirklich mal was versäumst wirst gleich sanktioniert.

Ich hab einfach kein Bock drauf das die junge Tussi denkt sie wäre was besseres und muss sich nicht an unser geltendes Recht halten... Bin nämlich ziemlich sicher, dass es keine Rechtsgrundlage für einen Dritten, bei dem ich nächtige gibt, die diesen dazu zwingen könnte die Übernachtung schriftlich zu bestätigen.
 

koloss

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
21 August 2011
Beiträge
904
Bewertungen
323
... du "übersiehst" aber, dass - bei einer unerlaubten OAW, auch wenn es nur 30km entfernt ist - kein anderes JC zuständig ist, sondern - für diese Tage - dem eLB das ALG2 komplett vorenthalten wird.


... und was kommt dann als nächstes vom JC?
Tägliches Vorsprechen im Eingang ... Leibesvisitation, "Penner" (sorry für diesen Begriff) sind doch alle (Alk-)Junkies ...?

Wenn man bei Amtsmitarbeitern einmal etwas Rechtswidriges akzeptiert/unterstützt hat ... sink deren Hemmschwelle für den nächsten Übergriff :icon_evil:!
Hallo AnonNemo,

Als Obdachloser zieht man leider immer den kürzeren und da ist man leider in zugzwang mit zu ziehen, da diese Leute denken, Sie können so einen Menschen schneller brechen.

Ich hab das selber am eigenem Leib erfahren wie schwierig es ist Hilfe zu bekommen, wenn man keine Wohnung mehr hat.

Allerdings hatte ich auch gehofft, das jemand der mit dem Thema Fitt ist aus dem Forum, ein Schreiben aufsetzt, womit er das dem JC um die Ohren zu hauen.

Daher war der Rat aus dem Blickwinkel, das wenn er seine Ruhe haben will, so möge er sich eine "Liste" erstellen, die das JC zu 100 % wohl nicht kontrolieren kann und diese dann den armen Mann in Ruhe lassen.

Naja morgen ja Vorstellungstermin, hoffe eh den Drecksladen dann endlich hinter mir lassen zu können, aber es geht mir einfach nur ums Prinzip ständig wollen sie irgendwas neues, ob gesetzeskonform oder nicht etc. ; akten verschwinden, zahlungen kommen zu spät usw, aber wenn du als Leistungsbezieher wirklich mal was versäumst wirst gleich sanktioniert.
Ich drücke dir die Daumen, das es klappt.

Ich hatte heute auch eins gehabt aber das war eher so " Wir suchen Leute die mit sehr wenig, am besten 0 Euro, viel arbeiten und arbeiten, ohne das Sie sich beschweren...."

ne , danke.
Davon hatte ich schon in meinem Leben 3 AGs.
 
E

ExitUser

Gast
Den SB würde ich erst mal zum Deutschkurs schicken.

Ein Flüchtigkeitsfehler kann einer Amtsperson passieren und ist zu entschuldigen.
Aber was in dem Schreiben abgeht. Da reihen sich Rechtschreibfehler an Rechtschreibfehler.

Aber das ist der Hammer:
...werden diese Zeiträume nach Prüfung zurückgefordert
Wie kann man einen Zeitraum zurückfordern??? :biggrin::biggrin::biggrin:
 

Doppeloma

Super-Moderation
Mitglied seit
30 November 2009
Beiträge
11.422
Bewertungen
15.077
Hallo papierktieger,

Bin nämlich ziemlich sicher, dass es keine Rechtsgrundlage für einen Dritten,
bei dem ich nächtige gibt, die diesen dazu zwingen könnte die Übernachtung
schriftlich zu bestätigen.
Das siehst du ja auch völlig richtig, sonst würde ja eine Rechtsgrundlage da stehen, ich sehe aber keine ...

Das ist ein "Aktenvermerk über ein persönliches Gespräch" und kein Bescheid oder eine sonst rechtsverbindliche Äußerung, ganz ehrlich bliebe meine Tür zu und mein Gästebett leer, wenn ich dafür einen Bestätigungsnachweis für dein JC liefern soll, was gehen die meine persönlichen Daten an ... :icon_dampf:

Das geht die GAR NICHTS an wer dich mal kostenfrei in seinem Bettchen übernachten lässt damit du nicht auf Parkbank 13 im Stadtpark oder unter Brückenpfeiler 5 in der aktuellen Kälte erfrieren musst.

So wird man die Hilfsbereitschaft für so arme Teufel wie dich ganz sicher nicht fördern und wenn du morgen wirklich ein Job bekommen solltest, dann solltest du dir mindestens ein (JC-Nahes) kostenpflichtiges Quartier suchen und die Kosten (als KdU bis du eine Wohnung hast) beim JC einfordern ... :icon_hihi:

Man möchte doch sicher auch nicht die "erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt" dadurch gefährden, dass du ungewaschen und durchfroren morgens von deiner Parkbank aus zu deiner neuen Arbeit gehst ...

Dein Aufenthalt wird also "stichprobenartig überprüft", dann müssen die dir schon einen ständigen "Wachhund" überall hinterher schicken oder wie muss man sich diese "stichprobenartige Überwachung Obdachloser" in der Praxis vorstellen ... so ein Quatsch ... man könnte drüber lachen wenn es nicht so schauderhaft wäre ... :icon_motz:

Weil du Mittwoch ein Vorstellungsgespräch hast darfst du dich mal satt essen, darum bekommst du also Bares "auf die Kralle", nicht weil es dir zustehen würde, weil du bedürftig und Obdachlos bist ... warum bist du überhaupt obdachlos, wenn die Ämter doch auch eine menschenwürdige "angemessene" Behausung bezahlen müss(t)en ...

Dann hätten die eine feste Adresse von dir und bräuchten keine "Übernachtungsliste" mehr ... :wink:

MfG Doppeloma
 

AnonNemo

Super-Moderation
Mitglied seit
28 April 2013
Beiträge
3.601
Bewertungen
6.540
Ich hatte irgendwo gelesen, dass man sich nur im Nachbarbezirk aufhalten kann?
In manchen EGV/VAs habe ich schon eine Formulierung gelesen, aus der man so etwas (Wohnort darf nur nach Genehmigung verlassen werden) herauslesen konnte bzw. wo es so drinnen stand.

ABER, du musstest dabei ertappt werden und dann brauchte es einen sanktionswütigen SB und einen Richter welcher die Klage zu Gunsten des JCs entscheidet und du kannst nicht in die nächste Instanz.

So eine Kombination sollte/dürfte (hoffentlich) nicht vorkommen.

Doppeloma meinte:
ganz ehrlich bliebe meine Tür zu und mein Gästebett leer, wenn ich dafür einen Bestätigungsnachweis für dein JC liefern soll, was gehen die meine persönlichen Daten an ...
... das bringt mich zu einer Idee für den @TE:
Das JC kann weder direkt bei, noch über dich, von einem unbeteiligten Dritten, etwas fordern.

Also für die Zukunft:
SB, ich kann Ihnen keinen Nachweis geben.
Und diese Gastgeber haben mir (weil ich sie darauf hingewiesen habe :icon_twisted:) verboten deren Adressen weiterzugeben.
 
Oben Unten