JC verlangt datenschutzrelevante Unterlagen Minijob

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Binchen

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Hallo :)

Ich lebe mit meinen Kindern in einer Bedarfsgemeinschaft. Mein Jüngster (20) hat neben dem Abi einen Minijob angefangen, den wir ordnungsgemäß dem JC gemeldet haben.
Danach hörten wir nichts mehr, ich dachte da auch nicht mehr dran und auch der Minijob löste sich nach drei Monaten in Luft auf, da mein Sohn in einem Call Center Senioren telefonisch Zeitungsabos andrehen sollte, das konnte er aber nicht mit seinem Gewissen vereinbaren.
Vor vier Wochen kam dann ein Schreiben des JC mit dem üblichen Blabla "im Rahmen eines Abgleiches der Blabla, haben wir festgestellt ..." ... Ich darauf sofort dementiert und geschrieben, dass ich via Mail die Arbeitsaufnahme mitgeteilt habe und die Verdienstbescheide nachreiche, sobald diese vorliegen.
Dann kam ein Schreiben mit der Aufforderung der Verdienstbescheide, die ich einscannte und hinschickte, sowie die Mitteilung, dass mein Sohn mündlich gekündigt hatte und das AV deshalb aufgegeben wurde, da es sich um eine Beschäftigung im Grauzonenbereich handelte.
Heute kam ein Schreiben, indem der Arbeitsvertrag, eine schriftliche Kündigung (die es ja nicht gibt) und einen Kontoauszug, der den Eingang des ersten Gehaltes nachweist, verlangt wurde. Ich meine ... das war ein Minijob unter 300 Euro im Monat und außerdem ärgert die mich immer wieder mit irgendwelchen völlig überzogenen Nachweisverlangen. So wollte die SA im Dezember 2018 die Jahresendabrechnung von meinem Stromanbieter, die sie gar nichts angeht.
Meine Frage: Kann die wirklich die gewünschten Dokumente verlangen? Was gezahlt wurde, sieht sie ja an den Gehaltsabrechnungen, wozu den ersten Kontoauszug zum 1. Gehalt?
Lieben Dank :)
 
G

Gelöschtes Mitglied 49359

Gast
Kann die wirklich die gewünschten Dokumente verlangen?
Ja!!

Kontoauszug zum 1. Gehalt?
Zufluss!

eine schriftliche Kündigung
Ja - wollen die und können sie fordern! Mündliche Kündigungen gibt es mal grundsätzlich aber sind nicht rechtskonform bedarf der Schriftform BGB § 623 und das gilt auch für den Minijob mit 300 € Verdienst

Der geht die nix an!!

da es sich um eine Beschäftigung im Grauzonenbereich handelte.
Ob JC das interessieren wird?? Die Kündigung hätte schriftlich erfolgen müssen - was am Ende das JC davon hält wird man sehen, es könnte eine Anhöhrung zur Sanktion kommen und zwar "sozialwidriges Verhalten"
 

Binchen

Elo-User*in
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Hm ... Soll er jetzt, zwei Monate später, eine schriftliche Kündigung hinschicken?
Und ... das Konto hat er ja auch gekündigt, weil kein Geldeingang mehr zu erwarten ist. Wie kommt man jetzt noch an die Kontoauszüge?
Ich verstehe da auch den Sinn nicht: Die sieht doch am ersten Gehaltsnachweis, was er verdient hat, wozu dann noch ein Kontoauszug.
Warum kam die damit nicht gleich und erst Wochen später? Im ersten Schreiben von ihr wollte sie nur die Gehaltsnachweise. Hat das JC nicht auch eine Bearbeitungsfrist?
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

Gast
Der Kontoauszug ist relevant, da nur daran erkennbar ist, wann das Geld bei deinem Sohn gelandet ist - nur so ist klar, in welchem Monat das Geld angerechnet werden kann.
Da führt kein Weg dran vorbei.

Wenn dein Sohn zum Zeitpunkt des Jobs noch Vollzeitschüler war, kann ihm bzgl der Kündigung kein sozialwidriges Verhalten vorgeworfen werden, da er dem Arbeitsmarkt gar nicht zur Verfügung stehen müsste.

Daher ist es im Prinzip auch egal, wie die Kündigung verlaufen ist.

Ich kann schon verstehen, dass das Jobcenter mit diesem Verlauf nur schwer klar kommt, aber da müssen sie nun, Monate später, eben durch.
 

RoxyMusic

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Steht das "Austrittsdatum" auf der letzten Lohnabrechnung? Gibt es keine Abmeldebescheinigung durch den Arbeitgeber?


"Abmeldung

Wurde der Minijob bereits vor dem Jahreswechsel beendet, hat der Arbeitgeber den Minijobber bei der Minijob-Zentrale abzumelden. Die Abmeldung ist mit der nächsten Entgeltabrechnung, spätestens jedoch innerhalb von sechs Wochen nach dem Beschäftigungsende, zu erstatten.

Mit der Abmeldung teilt der Arbeitgeber das Ende der Beschäftigung, die Höhe des im Kalenderjahr der Abmeldung erzielten rentenversicherungspflichtigen Arbeitsentgelts und den Grund der Abgabe mit."
 

Binchen

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Nee, der war so geschockt, dass er alte Leutchen über den Tisch ziehen sollte ... Hat seine Sachen gepackt und hat mündlich gekündigt.
Ich mache mit der SB einen Termin jetzt aus, um die Angelegenheit zu klären. Via Mail ist echt nicht der beste Weg. Ich danke für das Interesse :)
 
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