JC setzt Wert für private Warenentnahme bei EKS zu hoch an. Lohnt sich ein Widerspruch? Wie kann ich vorgehen?

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jennifer84

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Hi Leute,

ich leite ein Restaurant und hab eine Zeit lang Hartz 4 erhalten.
Bei der letzten EKS (6 Monate) hab ich wie immer meine geschätzte Waren Privatentnahme angegeben.
Es waren so um die 300€ da ich nicht in meinem Restaurant esse sondern selber für mich einkaufe/koche.

Jetzt kam ein Brief bei dem alles berechnet wurde und ich muss 1300€ nachzahlen.
Weil die Waren Privatentnahme dieses mal auf 1600 euro für die 6 Monate geschätzt wurde.
Bei der EKS davor wurde dass nicht gemacht. Ich hab erstmal Wiederspruch eingelegt bin mir aber
unsicher ob es Sinn macht dagegen etwas zu unternehmen.

Liebe Grüße Jenni
 

Kerstin_K

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WIe kommt das JC da so immens von Dener Schätzung abzuweichen? Ich würde mir das nicht einfach gefallen lassen.
 

jennifer84

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Unser Sachbearbeiter hat mir als Erklärung eine Durchschnittberechnung für Restaurant Waren Privatentnahmen gezeigt mit denen sie auf die 1600 € gekommen sind. Und auf meine Frage warum meine Angaben in den anderen abgebenen EKS Anträgen akzeptiert wurde meinte er das er es übersehen hat. Was heisst "JC"?
 

Kerstin_K

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JC = Jobcenter.

Aber wieso musst Du dann jetzt zahlen? War das eine Abschliessende EKS? Werden Privatentnahmen nicht gebucht? Dann muss esdoc echte zahlen geben.
 
G

Gelöschtes Mitglied 66109

Gast
Unser Sachbearbeiter hat mir als Erklärung eine Durchschnittberechnung für Restaurant Waren Privatentnahmen gezeigt mit denen sie auf die 1600 € gekommen sind.

Hat er dir das hier gezeigt?


Dann wäre die Frage, ob das durch das JC überhaupt zur Anwendung gebracht werden darf, da es sich hierbei eigentlich um eine Weisung des Finanzministeriums an die jeweiligen Finanzbehörden handelt. Ob dies einfach mal so auf andere Behörden Anwendung findet, würde ich jetzt mal zumindest anzweifeln.

Hättest du denn eine Möglichkeit, die Zahlen des JC mit Belegen zu widerlegen?
 

jennifer84

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@Kerstin_K Ja es war eine abschließende EKS aber die Nachzahlung dreht sich nur um die letzte EKS (6 Monate).

@IronFist Ja genau das hat er mir gezeigt und damit hat er die Nachzahlung ausgerechnet/begründet.
Leider hab ich nur einen Teil meiner Belege für Essensausgaben. Ein paar Bar Belege und eigentlich alle EC Belege. Hab ich auch alles schon zusammen gesammelt aber wird warscheinlich nur so 2/5 meiner Ausgaben zeigen.
 
G

Gelöschtes Mitglied 66109

Gast
@IronFist Ja genau das hat er mir gezeigt und damit hat er die Nachzahlung ausgerechnet/begründet.
Leider hab ich nur einen Teil meiner Belege für Essensausgaben. Ein paar Bar Belege und eigentlich alle EC Belege. Hab ich auch alles schon zusammen gesammelt aber wird warscheinlich nur so 2/5 meiner Ausgaben zeigen.

Wieviel Umsatz machst du denn mit deinem Restaurant im Jahr?

Spaßeshalber würde ich beim JC dann mal anfragen, ob sie in deinem Fall auch wie in der Vorgabe des BMF in deinem Regelsatz die Ausgaben für Lebensmittel wie in Nr. 1 der Höhe nach festgesetzt haben.

Zitat BMF:
1. Die Pauschbeträge für unentgeltliche Wertabgaben werden auf der Grundlage der vom Statistischen Bundesamt ermittelten Aufwendungen privater Haushalte für Nahrungsmittel und Getränke festgesetzt.
 
G

Gelöschtes Mitglied 66109

Gast
@Helga40 da bin ich ein bisschen überfragt. Muss ich mal meine Bürokraft/Steuerberater fragen.

@IronFist ungefähr 160000€.
Und sehr interessant die Sache mit dem BMF

Du hast ein Restaurant mit 160.000 Euro Jahresumsatz und bekommst Hartz 4? War das eine „Anschubfinanzierung“, also Aufstockung in der Eröffnungsphase?

Vor allem wäre dann bei der Umsatzhöhe tatsächlich die Antwort auf die Frage die Helga40 in #7 gestellt hat, hoch interessant.
 
G

Gelöschtes Mitglied 66109

Gast
@IronFist ja genau wir hatten einige Anfangsschwierigkeiten
Ich check das ab mit der Frage von der Helga

Das würde ich in deinem eigenen Interesse sehr schnell machen und vor allem würd ich mir an deiner Stelle mal intensive Gedanken über die Abwicklung und den Zustand deiner Buchhaltung machen. Und das BEVOR das Finanzamt in der Türe steht!
 

jennifer84

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@IronFist Ja werd ich machen. Ich bin mir aber ziemlich sicher das die Angaben in der EKS zu den Privaten Warenentnahmen aus der Buchhaltung genommen wurden. Hatten da mal ein Gespräch mit dem Steuerberater damit das auch alles passt. Ist aber schon was her.
 

jennifer84

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Also meine Buchhaltung nimmt unsere Strichliste mit dem Essen und Trinken dass wir Privat konsumieren und berechnet den Einkaufspreis davon und die Aufzeichnung war auch die Grundlage für was wir in der EKS angegeben haben.
 

Linuxfan

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Weil die Waren Privatentnahme dieses mal auf 1600 euro für die 6 Monate geschätzt wurde.
Ich habe mal in einem kleinen, örtlichen Buchhaltungsbüro gearbeitet, welches viele Döner-Imbisse als Mandanten hatte. Steuerlich ist es zumindest so, dass unterstellt werden kann, dass der Inhaber sich hin und wieder etwas zu Essen aus seinem Laden für sich und ggf. Familie mitnimmt. Dort gibt es Pauschalen die man zu Grunde legen kann und vom Finanzamt akzeptiert werden. Ich würde versuchen, die Höhe der Pauschale heraus zu finden und diese ins Gespräch mit dem Jobcenter einfließen zu lassen damit nicht zu viel zurück gezahlt werden muss.
 

jennifer84

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@Helga40 Mein Steuerberater meinte eine Aufzeichnung mit Strichliste ist ok.

@Linuxfan Ist nicht die Pauschale das hier: https://www.bundesfinanzministerium...085D104E24F4A24153?__blob=publicationFile&v=4

Zumindest hat das JC dass als begründet gegeben warum sie es so hoch angesetzt haben.

@Helga40

Das hab ich gefunden:
"Wo isst ein Gastronom? Für das Finanzamt steht fest: natürlich in seinem eigenen Gastronomie-Betrieb. Deshalb muss ein Sachbezugswert besteuert werden. Das klingt kompliziert, ist es aber gar nicht. Wenn ein Gastronom nämlich Waren einkauft, hat er Betriebsausgaben und kann die Vorsteuer abziehen. Und das wird über die Pauschalbeträge für Sachentnahmen korrigiert.

Wie hoch der Sachbezugswert ist, legt das Finanzministerium fest. Für 2017 sind das immerhin 3.242 Euro, wenn warme und kalte Speisen angeboten werden. Monatlich müssen also 270,16 Euro als steuerpflichtige Entnahme gebucht werden. Wer sich jetzt denkt „so viel esse ich doch niemals“, hat sicherlich Recht. Ein geringerer Betrag wird aber nur dann vom Finanzamt anerkannt, wenn Ihr darüber genau Buch führt, was Ihr selbst gegessen habt – nur dann könnt Ihr den genauen Wert berechnen.
Dass Ihr gar nicht in Eurem eigenen Restaurant esst, glaubt Euch das Finanzamt meistens nicht. Dafür müsst Ihr eine sehr gute Begründung vorbringen. Nicht einmal eine vorübergehende Krankheit ist ein ausreichender Grund, damit Ihr den Pauschalbetrag kürzen dürft."

Genau Buch führen machen wir ja.


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G

Gelöschtes Mitglied 66109

Gast
Mein Steuerberater meinte eine Aufzeichnung mit Strichliste ist ok.

Genau Buch führen machen wir ja.

Mit dem zweiten Satz widersprichst du dem ersten Satz.

Wenn du genau Buch führst, mußt du quasi ein Tagebuch führen, in dem genau steht, was du an dem jeweiligen Tag gegessen und getrunken hast und was hierfür in Euro anzusetzen ist. Eine Strichliste kommt da nicht mal ansatzweise heran.

Steuerberater sagen im übrigen hin und wieder viel wenn der Tag lang ist. Mit ne‘m Steuerberater würde ich persönlich weniger mündlich abstimmen als mit einem Jobcenter.
 

jennifer84

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@IronFist "was du an dem jeweiligen Tag gegessen und getrunken hast und was hierfür in Euro anzusetzen ist. " Sry dann hab ich mich bescheuert ausgedrückt. Mit Strichliste mein ich eine Liste die genaue Angaben macht.
 
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