JC schuldet mir Bewerbungskosten. Bei neuer EGV auf Vorauszahlung bestehen?

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Ein freundliches Hallo in die Runde,

ich bin mal wieder für einige Zeit im (Deutsch-)Ländle. Da es hier in der Region keine nennenswerten Arbeitsplatzangebote gibt (auch Stellengesuche der Marke "mache jeden Job" ziehen nicht) und wir noch nicht genug Erspartes haben, um Staatskontakte gänzlich zu vermeiden bzw. alle Zwangsabgaben (KV für 2 Pers., GEZ ) abzuführen, müssen wir erneut in den sauren Apfel beißen und um staatliche Unterstützung ersuchen... :icon_mrgreen:

DIe Antragsunterlagen liegen (nach formloser Antragstellung im zuständigen JC ) inzwischen hier vor und den Termin für das "Erstgepräch" haben wir auch schon mitgeteilt bekommen.

Auf dieses Erstgepräch möchte ich mich natürlich angemessen vorbereiten. Ebenso wie auf die Inhalte der Eingliederungsvereinbarung...

Die Sachbearbeiterin, die für das Erstgespräch zuständig ist, hat sich in der Vergangenheit bei der Festlegung unserer Pflichten freiwillig verhältnismäßig umgänglich gezeigt, so daß ich nicht sofort die große Keule auspacken mußte. Ich hoffe, daß das auch diesmal wieder so wird...

Allerdings hat es im letzten Jahr erhebliche Probleme mit dem Sachbearbeiter gegeben, der im Anschluß für uns zuständig war: EGV -VA für eine Bewerbungsmaßnahme, an der ich nicht teilnehmen wollte (hatte ich bereits im Vorjahr), mehrere erfolglose Sanktionsversuche und bis heute unbearbeitete Erstattungsanträge (Bewerbungskosten, Fahrtkosten , verauslagte Kosten für juristische Auseinandersetzungen).

Und um diese unbearbeiteten Erstattungsanträge geht es mir, wenn wir die neue EGV verhandeln. Ich sehe irgendwie nicht ein, daß ich erneut alle anfallenden Kosten (Bewerbungen, Fahrten) aus meiner HLU vorfinanziere, um dann feststellen zu müssen, daß ich mir das Geld irgendwann in ferner Zukunft per Gerichtsvollzieher zurückholen muß.

Meine Fragen:

a. Hat jemand Erfahrungen mit rechtlichem Anspruch auf Kostenvorauszahlungen, wenn absehbar ist, daß ich als LE auf meinen Kosten für Bewerbungen, Fahrten etc. sitzenbleibe?

b. (evtl. anderer Thread) Der mir zugeordnete Sachbearbeiter hat nachweislich mehrfach und wiederholt gegen geltendes Recht verstoßen und mir durch sein Handeln erheblichen rechtlichen und finanziellen Schaden zugefügt. Gibt es einen rechtlichen Anspruch auf einen anderen Sachbearbeiter?

Bin dankbar für jede konstruktive Antwort...
 

elo237

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zu b: klar NEIN

zu a: in der EGV festhalten was man für eine Bewerbung bekommen soll

ansonsten ist das immer im Ermessen des SB was aus dem Vermittlungsbudget genommen wird

also alles reine Willkür
 

Texter50

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Bei Fahrten zum Vorstellungsgespräch hab ichs oft (aber nicht immer) geschafft, mir ne Fahrtkarte bei JC ausdrucken zu lassen.
Waren aber größere Entfernungen, so einmal quer durch die Republik.
 

Seepferdchen 2010

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Der mir zugeordnete Sachbearbeiter hat nachweislich mehrfach und wiederholt gegen geltendes Recht verstoßen und mir durch sein Handeln erheblichen rechtlichen und finanziellen Schaden zugefügt. Gibt es einen rechtlichen Anspruch auf einen anderen Sachbearbeiter?

Dazu solltest du fogendes wissen:


Dienstaufsichtsbeschwerden gehen an den Vorgesetzten. Oberste Dienstaufsicht für Mitarbeiter des Jobcenters ist der Geschäftsführer (§ 44d Abs. 4 SGB II). Dieser wird die Beschwerde notfalls an den entsprechenden Vorgesetzten weiterleiten.

Fachaufsichtsbeschwerden gehen an die - Überraschung! - Fachaufsicht. Dies sind für "die Leistungen nach § 16a, das Arbeitslosengeld II und das Sozialgeld, soweit Arbeitslosengeld II und Sozialgeld für den Bedarf für Unterkunft und Heizung geleistet wird, die Leistungen nach § 24 Absatz 3 Satz 1 Nummer 1 und 2, § 27 Absatz 3 sowie für die Leistungen nach § 28" die Kommune (§ 44b Abs. 1 Satz 1 iVm. § 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 SGB II), im Übrigen die Bundesagentur für Arbeit (§ 44b Abs. 1 Satz 1 iVm. § 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 SGB II).

https://www.elo-forum.org/allgemein...sichtsbeschwerde-fachaufsichtsbeschwerde.html

Auf dieses Erstgepräch möchte ich mich natürlich angemessen vorbereiten. Ebenso wie auf die Inhalte der Eingliederungsvereinbarung...

Dazu kannst du hier mal nachlesen:

https://www.elo-forum.org/eingliede...ng-egv-man-darueber-wissen-sollte-update.html

und

https://www.elo-forum.org/antraege/85409-ba-handbuch-neukundenprozess.html

:icon_pause:
 

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Danke, Seepferdchen...

Punkt b. hat sich übrigens vor wenigen Minuten von selbst erledigt: Vorladung durch neuen Sachbearbeiter erhalten...

Dann will ich mal dafür sorgen, daß der Audiorecorder, der das Beratungsgespräch mitschneiden wird, zum richtigen Zeitpunkt seinen Dienst tut... :wink:
 

Texter50

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Danke, Seepferdchen...

Punkt b. hat sich übrigens vor wenigen Minuten von selbst erledigt: Vorladung durch neuen Sachbearbeiter erhalten...

Dann will ich mal dafür sorgen, daß der Audiorecorder, der das Beratungsgespräch mitschneiden wird, zum richtigen Zeitpunkt seinen Dienst tut... :wink:
Das mit der AUfzeichnung kann nach hinten losgehen, wenn der nicht einverstanden ist.
Ein Beistand wäre hier die bessere Lösung... :icon_knutsch:
 

elo237

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Ich brauche kein Einverständnis. Ich mache das einfach und lege nach dem Termin ein exaktes schriftliches Gesprächsprotokoll an.

das Protokoll würde aber nur was nützen wenn es von beiden anwesenden
unterzeichnet wird

ansonsten besser Beistand

ich hab es früher so gemacht

wenn die EGV ausgedruckt war und ich noch Verbesserungen hatte

dann hat die SB das mit Stempel und Unterschrift noch auf dem Papier vermerkt

weil nochmal schreiben etc. da hat sie immer gemeint
die Textbausteine könne sie nicht verändern

hihi
 

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das Protokoll würde aber nur was nützen wenn es von beiden anwesenden
unterzeichnet wird

Die Frage ist, wie man es einsetzt.

Ich lege -für mich- nach jedem Gespräch anhand der Aufnahme ein wortgetreues schriftliches Gesprächsprotokoll an und lege dieses zu den Akten.

Dort liegt es, bis ich es vielleicht brauche. Für eine Zeugenaussage meines Beistands oder um bezeugbare wahrheits- bzw. rechtswidrige Aussagen eines SBs festzuhalten und wiederzugeben.

Die Aufnahme selbst behalte ich auf einem Datenträger, falls mal ein Richter meinem Gesprächsprotokoll keinen Glauben schenken will...

Und wer weiß... vielleicht interessiert sich einst auch die Nachwelt für Originalaufnahmen aus der Hartzi-Zeit... :biggrin:
 
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