JC SB will mir eine Maßnahme geben

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

DasSchaaf

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
25 Juli 2013
Beiträge
105
Bewertungen
11
Hallo, wollte mal nachfragen was das mit den Maßnahmen auf sich hat.. Meine SB will mir eine Maßnahme geben die mir angeblich helfen soll, in eine Ausbildung zu kommen. Sind maßnahmen nicht auch 1 € jobs? Sie meinte das sie mich schnellstmöglich dort unterbringen will. Mir ist klar das sie auch Leistungen haben will von mir, weil ich das Geld erhalten habe. Aber würde lieber gerne einen Fahrer Job machen für Soziale Einrichtungen, hatte schonmal so eine Maßnahme da wurde trainiert wie man Bewerbungen schreibt.. was eigentlich vollkommen unnötig war. Die Maßnahme ging 2 Monate, und gebracht hat sie mir auch nichts. Ich verstehe auch nicht wieso das Amt Geld rauswirft, um die Leute zu fördern wenn es nichts bringt, da man sich heute im Internet schlau machen kann wie eine Bewerbung geschrieben wird. Bei den Leuten die kein deutsch können verstehe ich das Verhalten vllt noch.


Jedenfalls will sie mich in eine angeblich teure Maßnahme stecken, die von der Arge bezahlt wird. Kann man die ablehnen oder droht da gleich ein Leistungsentzug? In meiner EGV stand drin wenn ich irgendwas ablehne drohen mir 30 % Sanktion. Es ist echt lustig das der Staat die ganzen Gelder aus dem Fenster wirft, mit unnötigen Schulungen wie man Bewerbungen schreibt.


mfg dasschaaf
 

gelibeh

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Juni 2005
Beiträge
23.664
Bewertungen
17.055
Du brauchst was schriftliches von der SB und unterschreib bitte nichts sofort. Die Maßnahmen werden in den höchsten Tönen gelobt und nachher ist das wieder der selbe Mist, den Du schon gemacht hast.
Aber würde lieber gerne einen Fahrer Job machen für Soziale Einrichtungen,
Das geht nicht. Wenn Du einen EEJ machen willst, darfst Du nur Arbeiten machen, die sonst niemand macht und die keine sozialversicherungspflichtigen Stellen vernichten. Und dazu gehört Fahrer nun mal nicht.
Mir ist klar das sie auch Leistungen haben will von mir, weil ich das Geld erhalten habe.
Du hast einen Rechtsanspruch auf das Geld. Das gibt es nicht dafür, dass Du alles mitmachst, was die SB will.
 

HartzVerdient

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
29 August 2012
Beiträge
4.349
Bewertungen
4.151
Du hast einen Rechtsanspruch auf das Geld. Das gibt es nicht dafür, dass Du alles mitmachst, was die SB will.

Aber 100% Zustimmung :icon_daumen:

Mir ist klar das sie auch Leistungen haben will von mir, weil ich das Geld erhalten habe.

Ja wird immer wieder gerne versucht!

"Sie erhalten Leistungen, dafür können sie etwas tun und arbeiten!"

Nur ist ALG2 kein Arbeitsentgeld sondern eine Sozialleistung, die dir gemäß den Regularien der SGB-Texte auch ohne "etwas zu tun und arbeiten" zusteht.
 

Makale

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
28 Januar 2013
Beiträge
3.349
Bewertungen
3.468
Nur ist ALG2 kein ArbeitsEntgelt sondern eine Sozialleistung, die dir gemäß den Regularien der SGB-Texte auch ohne "etwas zu tun und arbeiten" zusteht.

Naja dies seh ich mittlerweile nicht mehr so eindeutig. Wenn man der Rechtsauffassung von Nescovic z.B. folgt, ist die Aussage richtig. Nur sind die überwiegenden Meinungen in den einschlägigen Literalien insbesondere auf Bezug der Interpretation des BVerG-Urteils vom 09.02.2010 anderer Auffassung (vgl. z.B. Ausführungen von Uwe Berlit im Streitgespräch mit Wolgang Nescovic vom 25.06.2013 (bei Youtube zu finden); Kommentierungen zu §§ 1 und 2 im Eicher, Löns/Herold-Tews, jurisPK-SGB II etc.)
 

Makale

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
28 Januar 2013
Beiträge
3.349
Bewertungen
3.468
Die Auffassung einiger Interpreten sehe ich aber sehr skeptisch, da eine gwaltige Benachteiligung geschaffen würde. Benachteiligung der prekär arbeitenden (1€ Mehraufwand) und nicht arbeitenden Bezieher von ALG2.

Ich folge der Kritik ja auch nur insoweit, dass sozial-politisch die Sanktionsnormen im SGB II reformiert gehören. Ganz abschaffen sollte man diese nicht, denn sonst hätten wir das "BGE" ...
Ich verfolge auch die Auffassung, dass die "Hintertüren" des § 10 Abs. 1 Nr. 5 und des § 31 Abs. 1 Satz 2 SGB II in der Regel bei Sanktionsentscheidungen nicht berücksichtigt werden. Auch werden zu viele unverhältnismäßige Vorladungen in die JC verschickt ...
Zusammenfassend komme ich jedenfalls zum Entschluss, dass vordergründig nicht der Parlamentsgesetzgeber der "Böse Bub" ist, sondern die destaströse Organisation und Qualifikationen der Beschäftigten in den JC.
 

Paolo_Pinkel

Super-Moderation
Mitglied seit
2 Juli 2008
Beiträge
12.837
Bewertungen
6.320
Naja dies seh ich mittlerweile nicht mehr so eindeutig. Wenn man der Rechtsauffassung von Nescovic z.B. folgt, ist die Aussage richtig. Nur sind die überwiegenden Meinungen in den einschlägigen Literalien insbesondere auf Bezug der Interpretation des BVerG-Urteils vom 09.02.2010 anderer Auffassung (vgl. z.B. Ausführungen von Uwe Berlit im Streitgespräch mit Wolgang Nescovic vom 25.06.2013 (bei Youtube zu finden); Kommentierungen zu §§ 1 und 2 im Eicher, Löns/Herold-Tews, jurisPK-SGB II etc.)
Den Eicher kannst du eh in die Tonne kloppen. Der ist seit der neuen Ausgabe mittlerweile sowas von einseitig verfasst, dass es dem Preis von 75 Euro spottet. Hatte dazu aber hier schon was geschrieben
==> https://www.elo-forum.org/alg-ii/le...2011-erschienen-73372/index2.html#post1429080

Dann lieber der Münder, wobei auch hier Berlit wohl noch 1-2 Auflagen brauchen wird, bis es dir Tragweite des Urteils erfasst und übernimmt.
 

Makale

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
28 Januar 2013
Beiträge
3.349
Bewertungen
3.468
Den Eicher kannst du eh in die Tonne kloppen. Der ist seit der neuen Ausgabe mittlerweile sowas von einseitig verfasst, dass es dem Preis von 75 Euro spottet. Hatte dazu aber hier schon was geschrieben
==> https://www.elo-forum.org/alg-ii/le...2011-erschienen-73372/index2.html#post1429080

Dann lieber der Münder, wobei auch hier Berlit wohl noch 1-2 Auflagen brauchen wird, bis es dir Tragweite des Urteils erfasst und übernimmt.

Da bin ich völlig anderer Auffassung. Ich will den Münder auch nicht schlecht reden, klar ist er ein gutes Werk (ich selbst hab die 2011er Auflage gelesen bzw. hab noch einige Einzelkommentierungen zu div. §§ aus beck-online), aber dem Eicher insgesamt einseitige Verfasstheit zu unterstellen halte ich für absurd. Diesen Eindruck hatte ich beim Lesen nur an wenigen Stellen.

Aber weil wir grad so schön beim Thema sind - mich würde die Kommentierung zu § 11a Abs. 3 Satz 1 SGB II ("öffentlich-rechtliche Vorschrift") des neuen Münder interessieren. :icon_wink:
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten