JC HH - ein durch JC Gebrochener erzählt ...

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gila

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Nur mal so ... wieder eine traurige Geschichte der Willkür mehr ...


https://altonabloggt.wordpress.com/...as-jobcenter-gebrochener-betroffener-erzahlt/




Michael Langhans, Rechtsanwalt, kommentiert dies:


"Ähnliche Geschichten höre ich auch regelmäßig von Mandanten – und genauso regelmäßig kann sich in der Justiz (zumindest in der ersten Instanz) kaum jemand vorstellen, dass es so abläuft.



Eine Richterin erwiderte mir einmal “aber natürlich werden aus meiner Erfahrung heraus Eingliederungsvereinbarungen immer besprochen und gemeinsam ausgehandelt” – ich fragte nicht nach, wann sie denn das letzte mal selbst Leistungen nach dem SGB II beantragt hat.

Fakt ist, dass die Jobcenter aus der gesetzlichen Konzeption heraus nur Geld sparen sollen – Beratungen und Unterstützungen finden nicht so oft statt, wie es einer Staatsmacht gut anstehen würde. Und gleichzeitig ist es aber auch so, dass es durchaus Unterschiede in der Bearbeitung gibt.

Leider versiegen die Stimmen wie oben, die Berichten, beinahe ungehört.

Jeder sollte seine eigenen Erfahrungen an alle Bekannten weitergeben – auch wenn dies heißt sich als Hartz IV Bezieher zu outen. Denn sonst beziehen die Meisten ihr SGB II Wissen aus Bild & Co.


:icon_daumen:
 

DeppvomDienst

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Eine Richterin erwiderte mir einmal “aber natürlich werden aus meiner Erfahrung heraus Eingliederungsvereinbarungen immer besprochen und gemeinsam ausgehandelt” – ich fragte nicht nach, wann sie denn das letzte mal selbst Leistungen nach dem SGB II beantragt hat.

Liegt aktuell auch vor in einer schriftlichen Äußerung des Jopcenters gegenüber dem Gericht... die Eingliederungsvereinbarung wäre gemeinsam besprochen und ausgehandelt worden...
Als ich das las (ich war als Beistand dabei) musste ich erst einmal laut lachen.
Das "gemeinsame aushandeln" war letztlich nichts weiter als:
"ich drucke Ihnen die EGV aus und bespreche den Inhalt mit Ihnen."

Da wurde nicht eine Sekunde gefragt, ob man mit den Punkten in irgend einer Form einverstanden wäre, als dann die Unterschrift verweigert wurde, druckte sie SOFORT den Verwaltungsakt aus und gab diesen mit.

Deswegen liegt das Ding jetzt beim Sozialgericht inkl. bereits bewilligter Prozeßkostenhilfe, weil dort unmögliche Inhalte drinstehen. Das Jobcenter sieht das natürlich anders.

Es ist Alltag, dass EGVen einseitig aufgezwungen werden, von Vereinbarungen kann nicht die Rede sein, es ist schlicht und ergreifend sitten- und grob rechtswidrig, was dort täglich in den Jobcentern geschieht. Dummerweise lassen es sich die meisten gefallen, was mich nach wie vor in Erstaunen versetzt.
 

Anna B.

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..oft ist es auch so, dass dieses dreiste Verhalten der JC-Mitarbeiter die meisten Menschen so erstaunt, dass sie zu gar keiner Reaktion fähig sind...

ich hatte das erstmal in meinem Leben nach durchgängiger 40jähriger Berufstätigkeit Kontakt mit der Afa...

aus meinem Kuckuckswolkenheim bin ich geflogen, aber kräftig..bin sowas von hart gelandet...
es war mir unerklärlich, wie diese, diese SB mit einem Menschen umgehen..

ich war in deren Augen sofort ein Sozialschmarotzer...der SB wagte es sogar zu sagen, dass er mich sowieso für gesund und arbeitfähig hält...obwohl ich zur Arbeitslosmeldung noch AU und im KG-Bezug stand...!!
ein SB beurteilt eine Arbeitsunfähigkeit!!!...

was danach kam...nun..ist allgemein bekannt...Klage läuft und läuft und läuft..und seit 12,5 Monate beziehe ich kein ALG I mehr, weil sie es eingestellt haben...obwohl noch Anspruch auf 9 Monate bestanden hätte..

wer in dem Moment, indem er AFA-Gelände oder JC-Büro betritt nicht alle seine Sinne zu 200% zusammen hat, ist ohne Begleitung verraten und verkauft...
 

klara1

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oder man ist selbst bereits so deprimiert und 'hörig', dass ein Beistand ohne Boxausbildung zu ebensolcher Passivität verleitet, wodurch die Provokationen des SB noch mehr Genugtuung bei eben solchem hervorrufen :icon_motz:
 

BibiBlocksberg2009

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..oft ist es auch so, dass dieses dreiste Verhalten der JC-Mitarbeiter die meisten Menschen so erstaunt, dass sie zu gar keiner Reaktion fähig sind...

Ich interpretiere das übrigens mittlerweile als den typischen Totstellreflex, ausgelöst durch extremste Stressbelastung, und den man üblicherweise nur bei Tieren beobachten kann, wenn ein Angriff erfolgt:

Schreckstarre

Seit es die Jobcenter mit ihrem menschenverachtenden Procedere gibt, ist dieses Phänomen aus der Tierwelt auf die Menschenwelt übergegangen. :popcorn:
 

Sprotte

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Oder darf sich dann noch anhören (weil man mit einem Beistand erscheint):

"Sie sind ja wohl paranoid......"

Nö.......paranoid ist,wenn die "Solidargemeinschaft",einschliesslich so mancher JC-MT, der Ansicht ist,das es unbedingt eine Gegenleistung für Gelder aus dem sozialen Topf geben muss.Mag sein oder auch nicht,darüber will ich jetzt gar nicht streiten.
Eins ist aber ganz klar : Die "Solidargemeinschaft" hat kein Recht als Gegenleistung die unentgeltliche Arbeitskraft eines Menschen zu fordern.


Siehste,hav....nicht du bist paranoid,sondern dein Gegenüber...und deshalb brauchts auch bei so manchem JC-MT-Solidargemeinschaftsmietglied* einen "Beistand".....:icon_pfeiff:




*nö,isch 'ab misch nicht verschrieben.......
 

Ollunddoll

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Ganz ehrlich, die Richter vom SG in HH sind JC-hörig. Da werden während der Anhörung Augenzwinkereien zwischen Richter und JC-Beauftragtem getauscht und schon ist die Kuh vom Eis. Auch ruft der Richter schon mal beim Kläger an und meint: "das kriegen wir doch auch so hin, Sie sollten Ihre Klage zurückziehen, ICH weise sie sowieso ab." Oder: Der Richter möchte noch eine Antwort vom Kläger, setzt dafür einen Termin, aber noch bevor dieser Termin verstrichen ist, wird die Klage mal eben per Telefonanruf abgewiesen.

Nur.... wie will man das beweisen?

Befangenheitsantrag ist eines und natürlich die Klage NICHT zurückziehen, sondern vor das LSG gehen. Aber deshalb wird der nächste ELO vor dem Richter wieder zum Deppen gemacht.
 

KristinaMN

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Als Hartz IV Bezieher outen ist schwierig.

Solange man es nicht PERSÖNLICH am eigenen Leib erlebt ist es nicht wirklich Real.

Wir alle kennen die Kommentare "man muss auch Hilfe annehmen" und "die Ämter werden schon wissen was richtig ist" ......
 

Hamburgeryn1

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Ganz ehrlich, die Richter vom SG in HH sind JC-hörig. Da werden während der Anhörung Augenzwinkereien zwischen Richter und JC-Beauftragtem getauscht und schon ist die Kuh vom Eis. Auch ruft der Richter schon mal beim Kläger an und meint: "das kriegen wir doch auch so hin, Sie sollten Ihre Klage zurückziehen, ICH weise sie sowieso ab." Oder: Der Richter möchte noch eine Antwort vom Kläger, setzt dafür einen Termin, aber noch bevor dieser Termin verstrichen ist, wird die Klage mal eben per Telefonanruf abgewiesen.
.... oder die Stellungnahme des JC wird kurzerhand mit ein paar netten Textbausteinen
und passenden Paragraphen zum Beschluss umfrisiert....

... oder das HH-SG fordert in den Tiefen eines Schreibens den Elo binnen einer Frist zur Stellungnahme auf,
doch während man diese noch am heimischen PC zu Papier bringt, liegt der Beschluss bereits im Kasten......

...oder das HH-SG fordert den Elo auf, die noch fehlende Telefonnummer anzugeben....
Mit der Bitte die Nummer auf keinen Fall ans JC weiterzugeben,
gibt der Elo die Nummer an. Und wer ruft an? Das JC!

Der Filz zwischen dem Hamburger SG und JC ist einfach unbeschreiblich. :icon_dampf:

Unabhängige Rechtsprechung vor dem SG? In Hamburg? .....Lächerlich! :icon_dampf:
 
N

Nuckel

Gast
Der Filz zwischen dem Hamburger SG und JC ist einfach unbeschreiblich. :icon_dampf:

Unabhängige Rechtsprechung vor dem SG? In Hamburg? .....Lächerlich!

Nicht nur in Hamburg !!!

Kürzlich hat mir ein Richter bei einem Erörterungstermin erzählt, dass es keinen Unterschied zwischen einer abgeschlossenen EGV und einem EGV/VA gibt! :icon_motz:

Es sei praktisch das gleiche.
Ob er den Unterschied beider Rechtsformen als Sozialrichter nicht kannte oder einen ELO am Anfang der Erörterung für dumm verkaufen wollte ?

Meine Alarmglocken waren bereit.

Eine übersendete arrogante und überhebliche JC-Dame fragte, wo denn stehe, dass aus einem EGV/VA mit 30% sanktioniert werden kann. :icon_motz:
Eigentlich sollten blamable und für eine Behörde eigentlich peinliche "Schreibdurchfälle" von SB nicht noch vor Gericht verteidigt werden.
Die bestehen so auf ihren gravierenden Fehlern, dass sie sich selbst noch als dumm darstellen und merken es nicht einmal.
Es sollte ein regelrechtes Verhör werden.
Hat aber mit Teilerfolg geendet ! :icon_daumen:

Schade, dass ein Erörterungstermin nicht öffentlich ist und man keine Zeugen hat, wie Richter ein regelrechtes Verhör durchführen wollen.
Vor Publikum wäre es bestimmt anders gelaufen.

Und so wird es zunehmend laufen, dass auch von Richtern Elos als Schmarotzer stigmatisiert werden und bis zum Zustand wie ihn BibiB.... beschrieben hat, getrieben werden.
Weil sich einfach zu wenige wehren und oft auch gar nicht dazu in der Lage sind.

Hätte der Richter die Unterlagen richtig gelesen, wäre der Erörterungstermin überhaupt nicht erforderlich gewesen.
Von Überlastung der SG kann somit keine Rede sein, wenn man sich als Richter damit beschäftigt, ob das JC eine Liste für Bewerbungsnachweise verschickt hat. Ein ELO kann sich diese auch selbst gestalten.

Fehlte nur noch, er hätte zu Protokoll genommen, in welcher Tintenfarbe diese Nachweise ausgefüllt wurden. :icon_rolleyes:

In dieser vergeudeten Stunde hätte er einen anderen Fall bearbeiten können.

Es wurde auch absichtlich als Eilverfahren ignoeriert.
Ein Aktenzeichen erging erst 6 Wochen nach Antrag auf EA.
Es handelte sich um eine laufende Sanktion von 30%.

Beantworten konnte man diese Frage natürlich nicht, warum EA ignoriert werden. :icon_motz:

Ein deutlicher Hang zum JC ist hier zweifelsfrei erkennbar.
 

Ollunddoll

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Also ich war beim SG HH mit Begleitung zur Anhörung. Der Richter war zwar etwa irritiert, wollte natürlich den Namen der Begleitung wissen, aber das wars dann auch.
 
N

Nuckel

Gast
Also ich war beim SG HH mit Begleitung zur Anhörung. Der Richter war zwar etwa irritiert, wollte natürlich den Namen der Begleitung wissen, aber das wars dann auch.

Das ist dringend zu empfehlen, auch zum Gericht nicht ohne Begleitung zu gehen. Nur ist es leider nicht immer möglich.
Alleine Zuhörer schrecken etwas ab und ändern das Verhalten der "Peiniger".
Es muss nicht unbedingt jemand Erfahrungen haben oder mitreden können.
 
N

Nuckel

Gast
Bei öffentlichen Verhandlungen so viel Publikum wie möglich organisieren.

Ich war auch schon mal als Zuschauer bei einer Verhandlung und noch andere.
Die Richterin war durchaus erstaunt über die "Öffentlichkeit".

Jedoch sollten nur Zuschauer mitgenommen werden, die auch die Standpunkte eines ELOS vertreten und auf dessen Seite stehen.

Es werden ja doch persönliche Werdegänge und Verhaltensweisen erwähnt, die Elogegnern nicht unbedingt vorgesetzt werden sollten.

Das ist so meine Erfahrung als einmaliger Zuschauer und erstmaliges Opfer einer persönlichen Vorstellung vor Gericht.

Ich hoffe es gibt nicht noch eine Verhandlung ? :icon_motz:
 
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