JC fordert Aufgabe des 450€ Jobs um TeilzeitJob zu finden

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mangoman

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Hallo zusammen.

Ich frage für eine Bekannte! Diese ist 62 Jahre alt und arbeitet für 450€ in einem Supermarkt an der Kasse. Mehr kann sie gesundheitlich schon garnicht. Das Jobcenter fordert sie jetzt auf, sich eine Teilzeitstelle zu suchen und den festen 450€ Job aufzugeben. Ich habe aus dem Bauch heraus gesagt, dass das Unsinn ist und die das nicht dürfen - aber wie ist da die Lage? Die drohen wohl sogar damit, zu sanktionieren. Das haben sie auch getan, damit die ältere Dame die EGV unterschreibt. Diese kriminellen Methoden kennen wir ja alle. Sie ist übrigens Aufstocker.

Jedenfalls erzählte sie auch etwas davon, dass es ab Oktober irgendwelche neuen Regelungen geben wird, die die Forderung vom JC wohl stützen? Darüber weiß ich garnichts, aber ihr vielleicht?

Was kann ich der Dame raten?

lg!
 

Wutbuerger

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Realistisch wäre wenn sie ihr einen Teilzeitjob anbieten das sie dann ihren Minijob aufgibt.
Natürlich kann man gezwungen werden sich umzusehen , oder Bewerbungen zu schreiben , zb durch eine EGV .
Aber erst dann könnte man sanktionieren.
Ich hätte an Stelle der Dame schon lange meine erwerbsfähigkeit feststellen lassen - das kann übereifrige Arbeitsvermittler kräftig ausbremsen - gugg hier - kann ich nicht mehr....
Der nächste Schritt wird dann wohl Rente werden - wie lange muss sie eigentlich noch ?
 
G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
Kündigen ohne das sie schon ne neue Stelle hat, geht nicht.
Also erstmal muss ja eine besser bezahlte Stelle her, mit abgeschlossenen Arbeitsvertrag(beginn nach der Kündigungsdfrist des 450 € Jobs).
Na dann gutes finden. Soll die SB mal aus der Hüfte kommen und welche anbieten wo deine Bekannte dann auch unter oben genannten Bedingungen anfangen kann.

Niemand wird deine Bekannte einstellen.
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
Jedenfalls erzählte sie auch etwas davon, dass es ab Oktober irgendwelche neuen Regelungen geben wird, die die Forderung vom JC wohl stützen? Darüber weiß ich garnichts, aber ihr vielleicht?
Unbekannt. Allenfalls vielleicht irgendwelche JC-internen Richtlinien.
Und die SGB II-Änderungen ab Anfang August geben in Bezug auf den geschilderten Sachverhalt auch nichts neues her.

Hat deine Bekannte die Möglichkeit, bei künftigen JC-Terminen einen Beistand mitzunehmen? Das lässt so manchen SB etwas ruhiger werden.
 

Birgit63

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Wenn sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten kann, soll sie das feststellen lassen. Sie soll das JC auffordern, sie zum medizinischen Dienst zu schicken. Wenn dann festgestellt worden ist, dass sie nicht mehr arbeiten kann ist alles gut. Ansonsten den Ball erstmal ganz flach halten. Die Welt wartet nicht auf 62-jährige Arbeitnehmer. Erstmal müsste sie eine Teilzeitstelle finden. Es heißt zwar, dass man alles tun muss, um aus der Hilfebedürftigkeit raus zu kommen bzw. sie zu verringern. Aber wenn das aus gesundheitlichen Gründen nicht geht. Dann ist das so.
 

ZynHH

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Die Aufforderung zu Kündigung unter Androhung von Sanktionen hat sie schriftlich?

Ohne das ist das nur Schall und Rauch.

Den sicheren Verdienst aufgeben, ohne eine schriftliche Aufforderung, führt ja zur vorsatzlich herbeigefuhrten Hilfebedürftigkeit. Die wiederum sanktioniert werden kann.

Also, solange da keine schriftliche Anweisung zur Kündigung kommt, wird garnix gekündigt.

Bewerben kann sie sich doch, unter Hinweis auf ihre Kündigungsfrist und ihren jetzigen Stundenlohn..... Job bekommt sie nicht.
 
G

Gast1

Gast
Den sicheren Verdienst aufgeben, ohne eine schriftliche Aufforderung, führt ja zur vorsatzlich herbeigefuhrten Hilfebedürftigkeit. Die wiederum sanktioniert werden kann.

Nicht nur das. Außerdem würde sie mit einem Ersatzanspruch gemäß § 34 SGB II belegt werden.

Bewerben kann sie sich doch, unter Hinweis auf ihre Kündigungsfrist und ihren jetzigen Stundenlohn..... Job bekommt sie nicht.

Jo, sehe ich auch so.
 

Fabiola

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Das Jobcenter fordert sie jetzt auf, sich eine Teilzeitstelle zu suchen und den festen 450€ Job aufzugeben. (...) Die drohen wohl sogar damit, zu sanktionieren.
Sollte das JC diesen Blödsinn beim nächsten Termin wiederholen, dann soll sie sich diese unseriöse und rechtswidrige Aufforderung sowie die Sanktionsandrohung bei Nichterfüllung bitte unbedingt schriftlich geben lassen! Am besten noch einen Beistand mitnehmen.

Wie auch @ZynHH in Post#6 schon zutreffend schreibt.

Hinzu käme dann auch noch das was @schlaraffenland in Post#7 schreibt.

Sie soll sich also auch schriftlich geben lassen, dass SB dann die Forderungen gemäß § 34 SGB II übernimmt.
 
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