JC-Empfang öffnet Briefe trotz klare Addressierung? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

MisterU

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Hallo,


ist dem Empfang eines JCs erlaubt, Briefe zu öffnen, wenn diese eindeutig an gewisse Mitarbeitern addressiert sind? (Z.B. folgende Adressierung im Sichtfenster:
An das Jobcenter XXX
c/o Frau AAA, Zimmer BBB, Team CCC
Straße 12
Ort 12345
Andersrum gefragt: wenn man versucht seinen pAp/Fallmanager/SB einen Brief zu schreiben, wie soll man ihn zustellen damit nur der Empfänger Kenntnis davon erlangt, und nicht irgendwelche fallfremde Mitarbeitern des Jobcenters? Man könnte ja zum Zimmer der gewünschten pAp gehen, aber dort gibt es keine Briefkästen, und man möchte die Tür nicht unbedingt aufmachen um seine pAp anzutreffen.
 

DonOs

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Die Mitarbeiter am Empfang sind ja auch ganz normale Mitarbeiter. Kommt es via Post öffnet es die Poststelle und leitet es gegebenenfalls zur Bearbeitung weiter, so bin ich der Meinung. Von daher ist es ja insofern egal von wem es geöffnet wird, solange es an die richtige Stelle kommt und bearbeitet wird. Sollte es sich um ärztliche Gutachten/ Angelegenheiten oder sonstiges handeln, gibt es im Amt dafür eine extra Abteilung, sowas geht den normalen Mitarbeitern nichts an.
 

TazD

Super-Moderation
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Du hast keinen Anspruch auf einen bestimmten SB und somit ist es wenig zielführend, wenn du ein Schreiben mit "c/o" oder auch "z. Hd. Frau/Herr XY" adressierst.
Was machst du, wenn da wichtige Unterlagen drin sind, aber derjenige ist drei Wochen im Urlaub und die Vertretung macht den Brief nicht auf weil da "z. Hd." draufsteht?
Dann ist das Geschrei wieder groß, weil der Antrag unbearbeitet liegen gelassen wird oder die Vertretung eine Ablehnung schreibt, weil deine Unterlagen aufgrund "z.Hd." nicht zur Akte gelangt sind.

Schreiben gehen immer zur jeweiligen Akte unabhängig vom SB.
 
E

ExitUser

Gast
Mal ganz davon abgesehen, wenn jemand bestimmtes den Brief erhalten soll, dann muss an oberster Stelle der Name stehen, und dann erst das Jobcenter Pusemuckel.

Steht der Name an erster Stelle, darf die Post bei der Eingangsbearbeitung nicht geöffnet werden, und muss direkt an die betreffende Person weiter geleitet werden.
 
M

mucel

Gast
Steht der Name an erster Stelle, darf die Post bei der Eingangsbearbeitung nicht geöffnet werden, und muss direkt an die betreffende Person weiter geleitet werden.

Das sollte man aber nur machen, wenn die Post persönlich für den Empfänger bestimmt ist und nichts mit seiner Dienstausübung zu tun hat.

Frau Müller
Jobcenter München

Zum Beispiel würde bedeuten, dass dies ein Brief an Frau Müller persönlich ist. Nicht an Frau Müller in ihrer Eigenschaft als Mitarbeiterin des Jobcenters. Und wenn der Brief 6 Wochen auf dem Schreibtisch von Frau Müller liegt, ist er in dem Fall dem Jobcenter noch lange nicht, bzw. gar nicht, zugegangen.

Unabhängig davon, würde dies auch für ein Fax gelten, dass man mit obiger Adressierung an das Jobcenter sendet. Denn alles was nach "Frau Müller" folgt, darf dort kein anderer mehr lesen.
 

Couchhartzer

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Frau Müller
Jobcenter München

Zum Beispiel würde bedeuten, dass dies ein Brief an Frau Müller persönlich ist.
Nein, das würde es so nicht, denn das würde nur bedeuten, dass der Inhalt an sie weiterzuleiten ist.

Wenn du persönliche Sichtung eines Inhaltes eines geschlossenen Umschlages erreichen willst, dann ist die richtige Adressierung:

Frau Müller (persönlich)
Jobcenter München



Sollte es mehrere "Frau Müller" geben, ist in jedem Fall mindestens auch die Abteilung ggf. besser auch der Vorname (falls bekannt) noch mit auf dem Umschlag anzugeben.

Nur so besteht die Pflicht den Umschlag geschlossen an die richtige Frau Müller weiterzuleiten und jede Öffnung durch eine andere Person wäre eine dienstrechtlicher Verstoß gegen den internen Datenschutz und diese andere Person kann dann dienstrechtlich belangt werden.
 

Helga40

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Gerade unter der Maßgabe, dass gerade viele Jobcenter auf eAkte umstellen, sollte man sehr genau darauf achten, wie man etwas adressiert.

Einfach nur "z. H." wird natürlich in der Poststelle geöffnet und geht dann zum Scandienstleister, wird gescannt und nach einer gewissen Aufbewahrungszeit vernichtet. Das gescannt Dokument wird dann in die eAkte transferiert oder aber, wenn eine Zuordnung nicht möglich ist, an ein Klärungspostfach geroutet. Wenn man also was privates von seiner Vermittlerin wollte a la "Frau Kruse, Sie haben so schöne Augen.", dann sollte man besser nicht die eingangs beschriebenen Adressierungen verwenden. Könnte peinlich werden...
 

faalk

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Es wurde aber wohl mit c/o Frau xyz adressiert. Also hat normalerweise kein Anderer den Brief zu öffnen.
 

Couchhartzer

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Es wurde aber wohl mit c/o Frau xyz adressiert. Also hat normalerweise kein Anderer den Brief zu öffnen.
Die Behauptung, dass es dann niemand anderes öffnen darf ist ist völliger Quatsch, denn "c/o" heißt nichts anderes als "care of" und das sagt ausschliesslich nur aus, für wen der Inhalt bestimmt sein soll.
 

AsbachUralt

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Laut einem Urteil des Landesarbeitsgerichts Hamm aus dem Jahr 2003 (Az. 14 Sa 1972/02) liegt keine Verletzung des Briefgeheimnisses vor, wenn in einer Dienststelle (im verhandelten Fall war dies eine IHK) Post geöffnet wird, die an Mitarbeiter und zugleich an die Dienststelle adressiert ist, wenn diese nicht als persönlich oder vertraulich gekennzeichnet ist. Mit anderen Worten: Fehlen Hinweise wie „persönlich“ oder „vertraulich“ in der Anschrift, darf das Unternehmen bzw. die bevollmächtigten Mitarbeiter etwa in der Poststelle die Briefe öffnen, sie mit einem Eingangsstempel versehen und dann weiterreichen.
https://www.sekretaria.de/bueroorganisation/korrespondenz/geschaeftsbriefe/co-adresse/
 

tungi

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Wenn das alles unbekannte Leute sind am Emfpang -wo ist das Promlem? Problematisch wäre es für mich nur, wenn z.B. eine Nachbarin dort arbeiten würde und somit über meine Verhältnisse erfahren würde. Aber sonst ist doch Jacke wie Hose wer denn nun meinen Brief als erster öffnet. Ich denke die haben auch nicht die Zeit Briefe zu lesen.
 
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