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Jahresabrechnungen> Erhöhung der Miete (2 Abrechnungen)

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Swoopy

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#1
Hallo

Hoffentlich ist der Beitrag hier richtig.

Ich habe die Jahresabrechnungen für Betriebkosten und Heizkosten für 2008 bekommen. Das waren 2 getrennte Briefe.
Ich muss fast 600 Euro (!!!) Betriebkosten nachzahlen (Zitat aus dem Brief: „ Einmalig zuzahlende Gesamtmiete: 600 Euro!, das steht in der Spalte „Entwicklung der Miete)
Oberhalb dieser Spalte steht die Überschrift: ABRECHNUNGSERGEBNIS und darunter ist folgende Rechnung aufgestellt:
Betriebkosten : 800 Euro, vorauszahlung: 560 Euro , Ergebnis: 240

Wenn ich das richtig verstehe, muss ich 240 Euro nachzahlen. Wie kommen Sie den auf 600 Euro?
Wegen der Abrechnung wurde die Miete um 45 von 350 auf 394 Euro angehoben.

Bei Heizkosten das Gleiche:

Heizkosten : 400 Euro, vorauszahlung: 300 Euro , Ergebnis: 100 Euro

Einmalig zuzahlende Gesamtmiete: 600 Euro.

Die Miete wurde hier wieder um 46 Euro auf 440 ab Februar 2010 erhöht.

Meine Fragen an das Forum mit der Höflichen Bitte um Antwort:

Ich gebe den Fragen Nummer, damit sie leicht zu beantworten sind:
  • verstehe ich die Abrechnungen richtig?
  • werden die Betriebskostennachzahlungen und Heizkostennachzahlungen vom Jobcenter übernommen?
  • wird die neue Miete übernommen oder muss ich doch ausziehen? Die Wohnung 36 qm für Alleinstehenden, die Miete war bis jetzt 351 Euro warm (ohne Strom)
  • muss ich die Briefe an Jobcenter jetzt weiter geben oder nach wann? Ich habe vor, gegen die Rechnungen Widerspruch einzureichen.
Zum Verstehen: also für beide Rechnungen wären fast 1200 Euro nachzuzahlen.

Danke im Voraus

Thomas
 

Demim

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#2
Sag/Schreib deinem Vermieter er soll dir die Abrechnung verständlich machen. 90 Euro Erhöhung ist schon merkwürdig. "Einmalig zu zahlende Gesamtmiete" hört sich so an, dass in den 600,00 einmal normal die Miete drin ist und eine Nachzahlung.

Wenn das Amt bisher nicht gemeckert hat, hat es eine Betriebskosten- und Heizkostennachzahlung zu übernehmen. Könnte aber gut sein, dass du eine Aufforderung zur Kostensenkung bekommst und du gezwungen bist über Kurz oder Lang umzuziehen, kommt drauf an was bei dir in der Stadt als angemessen gilt.
 

Hopefull

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#3
Hallo Swoopy.

nur mal angemerkt:
Wenn eine Nebenkostenabrechnung nicht so erstellt ist, dass Otto-Normal-Verbraucher dort durchblickt, ist die Betriebsnebenkosten-Abrechnung anzufechten bzw. als nicht gültig zu erachten.
Ist mir so ergangen, als ich für 2007 eine NK-Abrechnung erstellt hatte. Die Mieterin ist damit zum Mieterschutzbund gegangen, weil z.B. der Verteilerschlüssel nicht bekannt war und Mieterin bekam recht. Der kleinste Fehler bei der NK-Abrechnung machte diese nichtig.

So wie du deine Abrechnung darstellst, scheint es mir so zu sein, dass du damit soviele Fragen hast, dass du dich hier ans Forum wenden mußt. Ergo nicht Otto-Normalverbraucher tauglich.

Außerdem fällt mir auf, dass es sich bei jeder Angabe immer um runde Zahlen handelt. Da kann überhaupt nicht nach vorliegenden Rechnungen abgerechnet worden sein, stattdessen einfach so PI mal Daumen. ( Kopien, die die Abrechnung nachvollziehen lassen können werden bestimmt auch fehlen, oder)
Laut dieser Abrechnung müsstest du z.B. monatlich an Betriebskosten einen krummen Betrag von 46,6666666 zahlen.( 560,00: 12 Monate)
Ich denke mal, dass du 50,00 NK zahlst und dann hättest du 600,00 an Vorausleistungen gehabt.

Diese NK-Abrechnung stinkt zum Himmel, weil es so garkeine darstellt.!!!!!

Geh damit zum Mieterschutzbund, bevor du das der Arge überhaupt vorlegst, die bei Angemessenheit deine Nebenkostenabrechnung zwar übernimmt, aber nicht, wenn das so eine Wischi-Waschi-Aufstellung ist.
Teile deinem Vermieter vorab mit, (wenn er ansonsten ein netter Mensch ist), daß du die Nk-Abr. nicht nachvollziehen kannst. Er möchte mal ins Detail gehen. Macht er das nicht nachweislich und für dich nachvollziehbar, brauchst du diese NICHT zu akzeptieren und auch NICHT eher bezahlen, bis alles korrekt ist.
Und das schafft am besten der Mieterschutzbund. die pflücken das mit ihren Anwälten (selbst erlebt) so auseinander, dass einem Vermieter (wie mir damals )die Muffe geht.


Hopefull
 

Swoopy

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#4
Hallo Hopefull .

Vielen Danke für deine Ausführliche Antwort !

Ja, ich gehe zum Mieterschutztbund.
Gruss
Thomas
 

Hopefull

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#5
Sag/Schreib deinem Vermieter er soll dir die Abrechnung verständlich machen. 90 Euro Erhöhung ist schon merkwürdig. "Einmalig zu zahlende Gesamtmiete" hört sich so an, dass in den 600,00 einmal normal die Miete drin ist und eine Nachzahlung.

Wenn das Amt bisher nicht gemeckert hat, hat es eine Betriebskosten- und Heizkostennachzahlung zu übernehmen. Könnte aber gut sein, dass du eine Aufforderung zur Kostensenkung bekommst und du gezwungen bist über Kurz oder Lang umzuziehen, kommt drauf an was bei dir in der Stadt als angemessen gilt.
Hallo Demin,
mit den 600,00 ( EINMALIG und dann INCL. der ersten n ä c h s t e n Miete) sehe ich auch so. Wollte ich aber so nicht schreiben, weil die gesamte Abrechnung KEINE Nebenkosten-Abrechnung in korrekter Form darstellt.
siehe mein Kommentar

Hopefull
 

Swoopy

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#6
Danke für Antworten.

Ab 01. 01. 2010 gilt eine neue Miete, erhöhte Miete aufgrund der Jahresabrechnungen.

Wann soll man diese Jahresabrechnungen dem Amt mitteilen?

Soll man beide Rechnungen vorlegen oder erstmal nur eine?
 

Hopefull

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#7
Danke für Antworten.

Ab 01. 01. 2010 gilt eine neue Miete, erhöhte Miete aufgrund der Jahresabrechnungen.

Wann soll man diese Jahresabrechnungen dem Amt mitteilen?

Soll man beide Rechnungen vorlegen oder erstmal nur eine?

Na, wenn du die K O R R E K T E NK-Abrechnung deines Vermieters in den Händen hälst, gehst du damit zum Amt.
Was meinst du denn mit: BEIDEN ?????Rechnungen Heizkosten und Betriebskosten? ja logo BEIDE, aber erst wenn die in RICHTIGER Form vorliegen, oder hast du bereits eine Aufforderung der Arge erhalten, deine NK-Abrechnung von 2008 abzugeben.
NUR dann nimmst du beide mit mit dem Verweis, dass du die noch überprüfen lassen mußt und die korrekten dann später nachreichst.
Die Mitteilungen der n e u e n Vorauszahlungen könnten evtl. ebenfalls unkorrekt sein, wenn du schon 2x eine Erhöhung in einem Jahr hattest. Also bedenke das auch bitte.

Korrekter Weg
Du gehst zum Mieterschutzbund.
Bittest um Überprüfung, solange hast du mit deiner Bezahlung/ Nachzahlung erst einmal Zeit.
Dann ist dein Vermieter dran und muß sich um neue Abrechnung kümmern.
ERST WENN DAS ALLES SEINEN KORREKTEN WEG GEGANGEN IST (darum mußt DU dich nicht kümmern, macht alles der Mieterschutzbund,) mußt du deine NEUE Miete bezahlen. Klappt das bis Ende des Jahres nicht mehr, zahlst du ab Jan.2010 die bisher verlangte alte Miete mit dem Vermerk: bis zur endgültigen Klärung der....

Hopefull
 

Rounddancer

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#8
Wichtig für die Angemessenheit einer Miete ist die Kaltmiete,- die Nebenkosten (Grundsteuer, Aufzug, Müllabfuhr, Heizung minus Haushaltsenergie) müssen vom Jobcenter bei Angemessenheit voll übernommen werden.

Jahresendabrechnungen, die für 2008 bis zum 31.12.2009 dann beim Mieter gelandet sein müssen, wenn sich aus ihnen eine Nachzahlungspflicht des Mieters ergibt (d.h. wenn der Mieter was nachzahlen soll),- sind nach deren Eintreffen unverzüglich dem Jobcenter einzureichen.

In diesen Abrechnungen wird ausgewiesen, ob und wieviel fürs alle Jahr nachgezahlt werden muß (oder man was rauskriegt),
dazu auch, ob wegen der veränderten Nebenkösten der Abschlag auf die Nebenkosten an der künftigen Mietzahlung erhöht/gesenkt wird und in welcher Höhe.

Zudem steht dann da noch, daß die fürs Vorjahr so ausgewiesene Nachzahlung oder Rückzahlung mit der nächsterreichbaren Miete verrechnet wird.

So kriegte ich im Oktober für 2008 eine Betriebskostenabrechnung, da mußte ich ca. 46,80 EUR nachzahlen,- und da stand dran, daß die mit der Novembermiete zusammen eingezogen würde. Und so war es dann auch.
Ich hab die Nebenkostenabrechnung sofort nach deren Erhalt dem Jobcenter gefaxt,- und Ende November kam dann der Bescheid über die Hälfte des Betrages,- und tags drauf die Überweisung, das ist korrekt, da ich ja in ner 2er-WG wohne und die andere Hälfte meinem WG-Mitbewohner berechne.

Ist also ganz normal, nur daß vermutlich Dein Vermieter die Heizkostenabrechnung von nem externen Unternehmen machen läßt, und die restlichen Nebenkosten selbst, oder von einem anderen externen Unternehmen berechnen läßt.
Die meisten Vermieter, geben die Abrechnungen des Heizkostenberechners mit in ihre Abrechnung ein,- und fügen nur den Beleg des Heizkostenverteilers bei,- andere liefern ihre Abrechnungszutaten dem externen Heizkostenverteiler,- und der schickt dann die komplette Abrechnung zum Mieter. ber der Vermieter hat halt die Wahl, wie er abrechnet oder abrechnen läßt.
Hauptsache unterm Strich stimmt alles.

ABER: Beim Mieterverein mußt Du meist Mitglied sein, oder werden,- immerhin haben etliche Mietervereine (oft schamhaft versteckt "auf Anfrage") auch reduzierte Mitgliedskonditionen für Alg II, Sozialgeld, und Grundsicherungsempfänger.
Die Verbraucherzentrale ist da auch eine Anlaufadresse. Nimmt zwar auch etwas Geld, aber meist weniger als einen Jahresbeitrag des Mietervereins.
 

Hopefull

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#9
meist Mitglied sein, oder werden,- immerhin haben etliche Mietervereine (oft schamhaft versteckt "auf Anfrage") auch reduzierte Mitgliedskonditionen für Alg II, Sozialgeld, und Grundsicherungsempfänger.
Die Verbraucherzentrale ist da auch eine Anlaufadresse. Nimmt zwar auch etwas Geld, aber meist weniger als einen Jahresbeitrag des Mietervereins.[/QUOTE]


So wie du es es hier schreibst, Ruonddancer, ist das schon richtig, weil bei deiner Abrechnung wohl alles richtig war.
Im Fall von Swoopy befürchte ich allerdings, dass es eben Nicht korrekt erfaßt ist und was nutzt da die sofortige Abgabe bei der Arge.
Andererseits kann man Swoopy nachher nicht vorwerfen, dass er es versäumt hätte, die NK-Abr. unverzüglich nachgereicht zu haben.

Es ist auch richtig, dass eine Mitgliedschaft dort Geld kostet,( hab leider keine Ahnung wieviel) aber die monatlichen höheren Abschläge/ Mietkosten sind auch nicht von schlechten Eltern.
Da sollte man schon abwägen, was günstiger ist.
Die Kosten für den Mieterbund müßten natürlich im Vorfeld erfragt werden.
VDK wäre vllt. auch noch ein Ansprechpartner.????
 
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