Ist trotz Ablehnung des Antrags auf Erwerbsminderungsrente parallel ein Antrag auf Reha möglich?

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Topsecret23

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Besteht die Möglichkeit parallel eine Reha über die Rentenversicherung zu beantragen, wenn man wegen Ablehnung des EMR Antrages bereits Klage vor dem Sozialgericht eingereicht hat?
Hatte dies hier schon mal jemand? Und falls ja, was ist wenn die Rehabeurteilung dann nicht konform mit der Ablehnung wäre?
Danke schön für Euer Interesse.
 

Bücherwurm

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Ja, das ist möglich.
Die Rentenversicherung ist verpflichtet jeden Antrag zu prüfen.
Da zwischen Beantragung der Renten und der Rehabilitation wohl einiges an Zeit vergangen sein dürfte, ist ja auch von einem eventuell geänderten Gesundheitszustand auszugehen. Der mag aus Sicht des Rententrägers bis anhin nicht so ausgeprägt vorgelegen haben.
Sachlich steht eine Rehabilitation nicht immer im Zusammenhang einer Erwerbsminderungsrente.
Wurde bereits eine Rehabilitation durchlaufen und der Inhalt des Befundbericht ist Teil der Klage, mag das wohl anders sein.
 
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Topsecret23

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@Bücherwurm
@ABSW

Ich habe mich gefragt ob es generell möglich wäre, da ich eine Traumatherapie machen soll. Die bisherige lief über die Berufsgenossenschaft wegen Arbeitsunfall und wurde unterbrochen, auf Grund meiner Vorerkrankungen. Den ausführlichen Abschlussbericht hat die DRV dann ignoriert und den Widerspruch abgewiesen.
Was wäre wenn ich jetzt wegen meinem akuten Gesundheitszustand ( Depressionen , Somatisierungsstörung u PTBS) einfach nochmal eine Reha beantragen würde? Ich würde diese höchstwahrscheinlich auch nicht schaffen ( so war es bei den beiden Rehas über die BG) , aber die DRV hätte ja dann den neuesten Befund von Ihrer eigenen Klinik . Dieser würde ja dann wahrscheinlich nicht im Einklang mit der Ablehnung der EMR bzw des Widerspruchs sein.
 

HermineL

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Ich würde diese höchstwahrscheinlich auch nicht schaffen ( so war es bei den beiden Rehas über die BG) , aber die DRV hätte ja dann den neuesten Befund von Ihrer eigenen Klinik . Dieser würde ja dann wahrscheinlich nicht im Einklang mit der Ablehnung der EMR bzw des Widerspruchs sein.
Es kann dir hier keiner vorhersagen wie die DRV darauf reagiert. Möglich ist das sie dann den Widerspruch ablehnt und die Reha genehmigt oder nur die Reha ablehnt. Eine Glaskugel hat hier niemand. Ich persönlich würde im laufenden Widerspruchsverfahren keinen erneuten Antrag stellen um dieses Verfahren nicht zu konterkarieren.
 

Oc3an

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Ich will es auch unbedingt vermeiden, dass mich die DRV in eine Rehaklinik zwingt. Ich war schon einige Male in stationärer Reha, hat aber alles mittel und langfristig nichts gebracht.

Davon abgesehen, war ich mit den Entlassberichten nie einverstanden. Da stand, dass sich der Patient deutlich gebessert hat, vollumfänglich arbeitsfähig ist, etc. Was einfach nicht der Wahrheit entsprach und entspricht.

Aber ist leider klar, dass die Reha Kliniken super dastehen wollen, vor allem gegenüber der DRV.
 

HermineL

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Ich will es auch unbedingt vermeiden, dass mich die DRV in eine Rehaklinik zwingt. Ich war schon einige Male in stationärer Reha, hat aber alles mittel und langfristig nichts gebracht.
Wenn du gar keine Reha willst warum willst du dann eine beantragen?

Davon abgesehen, war ich mit den Entlassberichten nie einverstanden. Da stand, dass sich der Patient deutlich gebessert hat, vollumfänglich arbeitsfähig ist, etc.
Man sollte eigene negative oder positive Erfahrungen nicht verallgemeinern. Ich kenne, mich eingeschlossen, jede Menge Leute, die durchweg sehr positive Erfahrungen mit der Reha an sich und auch mit dem Entlassungsbericht gemacht haben. Natürlich gibt es auch Leute die negative Erfahrungen gemacht haben, aber zu sagen, dass die Reha-Kliniken pauschal nur im Sinne der DRV handeln ist einfach nicht richtig.
 

saurbier

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Ich kann mich da nur @HermineL voll und ganz anschließen.

Ich laufe meiner Lebens musste ich leider schon diverse Reha-Maßnahmen absolvieren und die Abschluss-Berichte sind immer so ausgefallen, wie mich meine behandelnden Ärzte zuvor leistungsmäßig auch beurteilt hatten.

Dass der DRV sowas nicht unbedingt gefällt, steht auf einem anderen Blatt, genauso dass diese gut die Hälfte aller EMR Erstanträge eher pauschal ablehnt. Allerdings, wenn einem selbst das am Ende nicht gefällt, steht es jedem frei, den Widerspruchsweg bzw. Klageweg zu gehen, sollte er mit der Entscheidung der DRV nicht einverstanden sein. Nur muss man sich dabei dann auch im Klaren sein, dass ein solches Verfahren sich mitunter über Jahre hinziehen kann, da die Sozialgerichte überlastet sind und die DRV nicht so einfach von ihrem Standpunkt abweichen wird.
Ich will es auch unbedingt vermeiden, dass mich die DRV in eine Rehaklinik zwingt. Ich war schon einige Male in stationärer Reha, hat aber alles mittel und langfristig nichts gebracht.
Wenn du jetzt schon einige Male Reha-Maßnahmen absolviert hast, bliebe nur darauf zu hoffen, dass man dort deine mangelnde Erwerbsfähigkeit festgestellt hat, bzw. ausreichende medizinische Befunde vorliegen, anhand derer die DRV eine Entscheidung treffen kann. In dem Fall könnte sich eine weitere Reha-Maßnahme ggf. erübrigen. Entsprechend deiner Ausführungen dürfte das allerdings kaum gelingen.
Davon abgesehen, war ich mit den Entlassberichten nie einverstanden.
Das dürfte dir sicherlich nicht alleine so gehen.
Da stand, dass sich der Patient deutlich gebessert hat, vollumfänglich arbeitsfähig ist, etc. Was einfach nicht der Wahrheit entsprach und entspricht.
Nun, wenn du schon in mehreren Reha-Kliniken gewesen bist und dort immer in der Beurteilung deiner Leistungsfähigkeit etwas wie - vollumfänglich leistungsfähig - bzw. - deutlich gebessert - herausgekommen ist, dann muss man sich sicherlich schon fragen, wie alle Reha-Kliniken darauf kommen eine ähnliche Beurteilung abzugeben. Ggf. sollte man das dann mal mit den behandelnden Ärzten besprechen, ob diese deinen Gesundheitszustand auch so beurteilen, oder eben ganz anders. In letzterem Fall bliebe dann nur ein EMR Verfahren per Widerspruch und Klage durchzuziehen, in der Hoffnung, die behandelnden Ärzte stehen voll hinter einem.
 
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