Ist man verpflichtet sich ggf. ein Auto zu kaufen (bei unzumutbarer Pendelzeit mit öffentlichen Verkehrsmittel) um Arbeitslosigkeit zu beenden (wenn nein, werden Umzugskosten übernommen)?

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Otto27

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Habe mich beworben, vorher wie immer geschaut wo der neue Arbeitsort ist und war alles gut erreichbar, jetzt ladet er mich zum Vorstellungsgespräch ein in einen anderen Ort im näheren Umkreis (so ca. 17 km entfernt) mit Text "er sucht noch fähige Leute für eine Zweigstelle". Problem ist mit öffentlichen Verkehrsmittel dauert ein Weg wohl knapp 2 Stunden und damit hätte ich ca. 4 Stunden Pendelzeit pro Tag, was unzumutbar ist. Bin ich verpfichtet mir ein Auto zu kaufen?

Umziehen wäre evtl. natürlich auch eine Option (und so weit ich informiert bin, ist man dazu auch ggf. verpflichtet wenn die Arbeit zumutbar ist), nur weiß nicht, werden die Umzugskosten übernommen, wenn es wirklich so relativ nah ist mit nur 17km Entfernung oder sagt dann AfA evtl. einfach, neee, bitte Auto kaufen, das reicht?

Und ja, theoretisch könnte ich ja auch das Vorstellungsgespräch von meiner Seite absagen mit Begründung, dass ist nicht die Stelle auf die ich mich beworben habe, im Grunde könnte ich mir die Stelle aber schon vorstellen, will nur keine zusätzlichen Kosten durch Umzug haben und das Risiko haben, dann evtl. trotzdem in Probezeit gekündigt zu werden und dann ohne Arbeit im neuen Ort zu sein, wo ich im Grunde ja nur wegen der Arbeit hin bin (und sonst eigentlich nicht dort leben wollte..).
 

Zermürbt38

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Problem ist mit öffentlichen Verkehrsmittel dauert ein Weg wohl knapp 2 Stunden und damit hätte ich ca. 4 Stunden Pendelzeit pro Tag, was unzumutbar ist. Bin ich verpfichtet mir ein Auto zu kaufen?
Bei mir war es in meiner aufgezwungenen Erstausbildung egal. Keiner hat danach gefragt. Meine Pendelzeit betrug bei 12 km 2,5 Stunden einfach. Also sprich 5 Stunden. Das geht wenn man nur will. Ist am Anfang anstrengend, aber man gewöhnt sich dran. Das schaffst du auch. Wenn nein sage ab! BaB bekam ich auch keins und Umzug wegen den wenigen Kilometer war nicht drin. Der Arbeitgeber, Jobcenter oder Afa können nichts für deine Busverbindung.
Dich kann keiner zwingen unzuziehen. Du führst immer noch eineigenständiges Leben und kannst entscheiden wo du leben möchtest.
 

Lucky Luke

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Habe mich beworben, vorher wie immer geschaut wo der neue Arbeitsort ist und war alles gut erreichbar, jetzt ladet er mich zum Vorstellungsgespräch ein in einen anderen Ort im näheren Umkreis (so ca. 17 km entfernt) mit Text "er sucht noch fähige Leute für eine Zweigstelle".....
Nur mal so gefragt: was macht dich so sicher, dass du die Stelle auch bekommst? 😎

Wäre evtl. sinnvoller, Schritt 2 NACH Schritt 1 zu machen...
 

Otto27

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Weiß natürlich nicht ob ich die Stelle bekomme, nur wollte mich einfach vorher darüber informieren wie es es aussieht, nicht dass ich evtl. doch von meiner Seite gleich absage (fürs Vorstellungsgespräch wäre ich halt auch gleich 1/2 Tag unterwegs...) und später beschwert sich dann die AfA, WAS WARUM HABEN SIE DA ABGESAGT, warum kamen sie nicht vorher zu uns, wir hätten Ihnen ein Auto geschenkt oder ihnen den Umzug komplett bezahlt, so dafür gibts jetzt erst mal eine fette Sanktion!
 

OldieButGoldie

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Bin ich verpfichtet mir ein Auto zu kaufen?
Wurde ja schon beantwortet. Aber! Einige JC im ländlichen Raum geben Zuschüsse zum Autokauf.
Dem AG das Problem schildern. Evtl. hat er zumindest vorüberghend eine Lösung. Z. B. bis du dir durch den Verdienst ein Auto leisten kannst, oder jmd. wohnt in der Nähe und nimmt dich mit.

werden die Umzugskosten übernommen, wenn es wirklich so relativ nah ist mit nur 17km Entfernung oder sagt dann AfA evtl. einfach, neee, bitte Auto kaufen, das reicht?
Generell ist Umzug wg. Arbeitsplatz ein wichtiger Grund, der anerkannt werden muss und auch wird. Da hier der Einzelfall so ist, dass der ÖPNV dermaßen mieß ist, dass die Pendelzeiten unzumutbar sind, sehe ich schon einen Grund. AA oder JC am besten fragen.

im Grunde könnte ich mir die Stelle aber schon vorstellen, will nur keine zusätzlichen Kosten durch Umzug haben und das Risiko haben, dann evtl. trotzdem in Probezeit gekündigt zu werden und dann ohne Arbeit im neuen Ort zu sein, wo ich im Grunde ja nur wegen der Arbeit hin bin (und sonst eigentlich nicht dort leben wollte..).
Wie gesagt, mit AG und Amt sprechen. Es gibt auch Mobilitätshilfen (kenne den korrekten Ausdruck nicht). Nutzt halt evtl. wenig, wenn man nicht hin kommt.
Mal im Ort rumfragen nach Fahrgemeinschaften, Aushang im Supermarkt, Post, Bank etc..
 

Otto27

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@Otto27 Hast du irgendwie schon etwas schriftliches, dass du die Stelle, auf die du dich beworben hast nicht bekommst?
Habe nur schriftlich, dass er mich zum Vorstellungsgespräch einlädt und wie gesagt den Text dazu, dass er noch fähige Leute für seine Zweigstelle sucht, Rest war allgemein gehalten.

Habe dann noch etwas gegoogelt, gibt andere Jobportale, dort ist die Stellenanzeige auch konkret drin und als Arbeitsort auch der Ort von der Zweigstelle genannt, nur auf der Jobbörse worüber ich die Stelle entdeckt und mich daraufhin beworben hatte, stand die Stadt als Arbeitsort wo ich lebe (und war dort auch relativ nah und wäre für mich super erreichbar gewesen).

Wurde ja schon beantwortet. Aber! Einige JC im ländlichen Raum geben Zuschüsse zum Autokauf.
Dem AG das Problem schildern. Evtl. hat er zumindest vorüberghend eine Lösung. Z. B. bis du dir durch den Verdienst ein Auto leisten kannst, oder jmd. wohnt in der Nähe und nimmt dich mit.
Also könnte mir auch jetzt notfalls noch ein Auto leisten, nur will eigentlich kein Auto, sind laufende Kosten die wirklich ins Geld gehen, besonders wenn man eher im Niedriglohnbereich unterwegs ist und nur für Arbeit will ich mir keines holen...habe selbst als ich noch sehr guten Job hatte, mein Auto einfach an Bekannte verschenkt, weil ichs nicht gebraucht habe und mit ganzer Parkplatzsuche mehr Zeit benötigt habe, als mit öffentlichen Verkehrsmittel (wobei ich da früher auch in anderer Region gelebt habe, wo Nahverkehr wirklich super ausgebaut war...).

Dich kann keiner zwingen unzuziehen. Du führst immer noch eineigenständiges Leben und kannst entscheiden wo du leben möchtest.
Ich bin nicht ganz sicher, aber ich glaube, jedenfalls wenn du länger arbeitssuchend bist, dass du dann auch für zumutbare Arbeit umziehen musst, zumindest ist das der Regelfall und du mußt dann sehr gut und genau begründen, wenn du nicht umziehen willst, also so was haben wie evtl. Kinder die aus gewohnter Umgebung gerissen werden oder das du Angehörige pflegst...
 
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