Ist im Familienbetrieb bewerben Betrugsversuch & Fahrtkostenerstattung

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Wendy77

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Hallo,

mein Lebenspartner hat sich vor einiger Zeit in der Firma seines Bruders beworben, als Helfer in der Werbetechnik.

Es war eine Autoreise von fast 500 km hin und zurück.

Auch ich habe mich in gleichen Ort aber in einer ganzen anderen Branche beworben.

Ok, als wir dann die Unterlagen beim Arbeitsamt eingereicht haben, auch wegen der Fahrtkosten, ging es dann los.

Die vom Arbeitsamt wußten vorher wo wir uns genau bewerben wollen und haben uns seperat Anträge zur Erstattung der Fahrtkosten zu geschickt.

Haben beide logischer Weise ausgefüllt und wurden von den jeweiligen Arbeitgebern , wo wir uns beworben haben unterschrieben, das durch deren Firmen die Fahrtkosten nicht erstattet werden.

Da meinten die, da wir beide zusammen gefahren sind, werden auch nur einmal Fahrtkosten erstattet.

Ok klingt schon irgendwie logisch, aber warum schicken die uns dann 2 seperate Anträge, die wussten ja bescheid?!

Dann kam hinzu, das der Sachbearbeiter meines Lebenspartners, Betrugsversuch anhängen wollte, weil er sich in der Firma seiner Bruders beworben habe und wenn er ein A..... ( als der Sachbearbeiter ) sei , könne er meinen Lebenspartner wegen Betrugsversuch anzeigen ?!

Ja HALLOHO ?????!!!! :icon_dampf:

Ist es nicht völlig egal wo man sich bewirbt?

Ich habe schon die ganze Zeit im Internet gesucht, aber nicht gefunden und hoffe hier kann mir geholfen werden.

Kennt sich hier vllt jemand aus und hat evtl auch einen Paragraphen zur Hand?

Ist ja beim Jobcenter immer besser, wenn man gleich mit Paragraphen kommt!!

Zumindest finde ich das eine riesen Frechheit, da gibt man sich mühe und dann sowas.
 
M

Mamato

Gast
Die vom Arbeitsamt wußten vorher wo wir uns genau bewerben wollen und haben uns separat Anträge zur Erstattung der Fahrtkosten zu geschickt.

Ich frage mich eher, warum ihr das denen vorher sagt, dass ihr zusammen fahrt. :icon_neutral:
Da darf man sich dann nicht wundern.

Da meinten die, da wir beide zusammen gefahren sind, werden auch nur einmal Fahrtkosten erstattet. Ok klingt schon irgendwie logisch, aber warum schicken die uns dann 2 separate Anträge, die wussten ja bescheid?!

Ich finde das auch ok. Auch wenn es doof klingt, ich fühle mich den armen Malochern die für uns die Steuern zahlen moralisch auch verpflichtet, deren Gelder nicht rauszuschleudern.
Zudem ist Fahrgeld nicht dafür da, um sich daran zu bereichern, sondern die Kosten zu decken. Eigentlich wird eh nur Zug bezahlt.

Man könnte noch argumentieren, dass ja wenigstens die Übernachtungskosten wegfallen. (Nehme mal an ihr habt beim Bruder geschlafen)

Jeder für sich ist grundsätzlich anspruchsberechtigt. Und jeder Antrag muss daher auch entsprechend bewilligt oder abgelehnt werden.
Fahrtkosten sind aber doch Kannleistungen, also sieht es mit einem Rechtsanspruch evtl. schlecht aus?

Dann kam hinzu, das der Sachbearbeiter meines Lebenspartners, Betrugsversuch anhängen wollte, weil er sich in der Firma seiner Bruders beworben habe und wenn er ein A..... ( als der Sachbearbeiter ) sei , könne er meinen Lebenspartner wegen Betrugsversuch anzeigen ?!

Kann er ja versuchen. Wenn er aber dort war und nachweislich auch eine Stelle angeboten wurde und zu besetzen war, sehe ich da eher geringe Chancen. Wenn es kein offizielles Stellenangebot gab, kann ich nicht beurteilen, wie die Erfolgsaussichten dann aussehen.
Ich halte es aber eher für unwahrscheinlich, dass das gelingt. Immerhin hat er sich ja nicht bereichert, sondern tatsächlich Ausgaben gehabt.

Vermögensvorteil ist eine zwingende Voraussetzung für Betrug:
Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, daß er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält,

Kennt sich hier vllt jemand aus und hat evtl auch einen Paragraphen zur Hand?

Nicht wirklich. Da müsste man abwarten, ob wirklich was vom Staatsanwalt kommt, was ich aber bezweifle. Der SB hat wohl nur ein bisschen dicke Arme gemacht.

Zumindest finde ich das eine riesen Frechheit, da gibt man sich mühe und dann sowas.

Dass das für ihn nach raffiniertem "teilbezahltem Urlaub" aussieht, darf man dem aber auch nicht übel nehmen.
Ich würde es ja legale Nutzung durch geschickte Gestaltung der rechtlichen Möglichkeiten nennen.
Bei stinkereichen Steuersparern umschreibt man das ja auch immer so.
 
G

Gelöschtes Mitglied 38337

Gast
Na ja...

Auch ich habe mich in gleichen Ort aber in einer ganzen anderen Branche beworben.
...na da kann Dein Partner bei der Fahrt gleich mal seinen Bruder anhauen wegen Arbeit. Ist alle logisch.
Na und wegen Ortsabwesenheit müsst Ihr ja auch nachfragen, ob Ihr es dürft.
Und dies hab Ihr ja nunmal gemacht!
Ich würde mich bei der Amtsleitung über den SB beschweren, wegen dem Versuch, der Vortäuschung einer Straftat (keine Ahnung ob es sowas im Gesetz überhaupt gibt...)!

VG nochten
 
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Dein Lebensgefährte hat sich bei seinem Bruder beworben. Du hast dich im selben Ort bei einem "Fremden" beworben.

Ihr bekommt zeitgleich eine Einladung zum Vorstellungsgespräch.
Dieses ist am selben Tag.

Dieser Ort ist 500KM von eurem Wohnort entfernt.

Ihr habt beide einen Antrag auf Fahrtkosten gestellt.

Das hat mehr als ein Geschmäckle.

Wenn Bonzen solche Sachen machen und es wird öffentlich schreit alles nach Rücktritt.

Und das Ihr euch viel Mühe gemacht habt, glaube ich aufs Wort.

Und was den Betrugsverdacht betrifft, dafür muss man natürlich Beweise haben.:biggrin:
 
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