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Ist hier noch jemand 1950 geboren?

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jimminygrille

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#1
Das Forum wird ja nur lau besucht, deshalb guten Gewissens der neue Thread.
OK, es gibt viele benachteiligte Gruppen aber so langsam kriege ich Verfolgungswahn, so als habe es die Regierung gerade auf den Jahrgang 1950 abgesehen.
Überall taucht eine magische Grenze von 1948 auf. Wer danach geboren ist, hat die A..Karte. Alle Vergünstigungen fallen immer mit diesem Stichtag weg.
Z.B. konnten früher Arbeitslose mit 60 ohne Abschläge in Rente... aber nur bis 1948 Geborene, auch die 58-Regelung läuft aus, gerade in dem Jahr, in dem ich 58 werde.. Nun soll auch noch das Renteneintrittsalter schrittweise angehoben werden.. und ab wann? Natürlich ab 2012, das wäre wieder vor der Möglichkeit wenigstens mit 60 mit Abschlägen mich vom Acker in die Rente machen zu können.
Ich komme mir vor wie beim Märchen Hase und Igel und der Igel ruft immer, nachdem sich der Hase abgehetzt hat.."Ich bin schon hier !!"
Kapiert irgendjemand mein Problem?
Ist schwierig das irgendwie rüberzubringen. Nützen tut mein Gejammere sowieso nichts aber ev. sind ja gleich Betroffene hier, die mir ein paar Tipps geben könnten.
Das Dilemma meines Jahrganges ist doch: Zu alt, um einen Job zu kriegen, zu jung um in Rente zu gehen.
Man sitzt zwischen den Stühlen und muss sich auch noch das Genörgel der Jungen anhören, die meinen zu kurz gekommen zu sein.
Wei lange soll dieser Alptraum Hartz 4 und ALG II und BG und Bedarfsprüfung und Erreichbarkeit und Telefonkontrolle und angemessener Wohnraum und Leistungsmissbrauch und "sie-werden-aus-steuermitteln-alimentiert!" ec. denn noch weitergehen.
Habe mit 15 angefangen zu arbeiten und das dann 36 Jahre Vollzeit.
Wo ist mein Geld! Ich will ausgezahlt werden, wenn der Staat erst die Leute Jahrzehnte abzockt um ihnen dann zu sagen, daß der Staat sich raushalten will. Da könnte ich mir wenigstens ein Stückchen Land kaufen irgendwo im Süden und versuchen, mich zu ernähren.
Aber in der Stadt in einer 2 Zimmer Wohnung kann ich ja wohl schlecht Hühner halten und Gemüse anbauen.
Wenn also Armut Privatsache ist, verlange ich mein Geld zurück, was der Staat mir 36 Jahre an Sozialabgaben einbehalten hat.
 

klaus1233

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#2
Wei lange soll dieser Alptraum Hartz 4 und ALG II und BG und Bedarfsprüfung und Erreichbarkeit und Telefonkontrolle und angemessener Wohnraum und Leistungsmissbrauch und "sie-werden-aus-steuermitteln-alimentiert!" ec. denn noch weitergehen.
Die deutsche Sprachgemeinschaft hat aus ihren bisherigen bitteren Erfahrungen dafür einen Namen für den letzten Platz gefunden: Friedhof, Hof, Platz des Friedens, vorher herrscht Gemetzel, Krieg, that´s life in Gemanski.

Habe mit 15 angefangen zu arbeiten und das dann 36 Jahre Vollzeit.
Wo ist mein Geld! Ich will ausgezahlt werden, wenn der Staat erst die Leute Jahrzehnte abzockt um ihnen dann zu sagen, daß der Staat sich raushalten will. Da könnte ich mir wenigstens ein Stückchen Land kaufen irgendwo im Süden und versuchen, mich zu ernähren
Man hatte ja nie eine Wahl. Es waren ja Zwangsbeiträge, Zwangsabzüge. Freiwillig hätte die wohl niemand in dieser Höhe gezahlt. Die Grenzen wurde so hoch gesetzt, dass nur Besserverdienende von dem Fluch und dem Beschiss der RV befreit wurden und ihr Geld in Immobilien oder zinsgünstig anlegen durften. Warum ausgerechnet die obere, gutverdienende Mittelschicht, die zudem auch noch über sichere Arbeitsplätze verfügt, von der Solidarität befreit wurden, bleibt ein Rätsel.

Würde man mal ausrechnen, welche Summe man hätte, würde man die AG+AN-Beiträge bei der Bundeswertpapierverwaltung angelegt haben, käme ein erklägliches Sümmchen zusammen. Oder in Immobilien. Und man könnte selber darüber verfügen und müsste damit nicht einen ganzen Apparat bezahlen. Und schließlich wird man selber zum Bittsteller , um seine Rente zu bekommen. Und die Höhe treibt einem die Wut ins Gesicht. Gipfel ist, dass die Gesetze und Ausführungen zur RV von Leuten gemacht werden, die selber nicht davon betroffen sind. Rentenabkommen mit anderen Ländern werden von Leuten unterzeichnet, die selber meist nie eine müde Mark eingezahlt haben.
Aber in der Stadt in einer 2 Zimmer Wohnung kann ich ja wohl schlecht Hühner halten und Gemüse anbauen
Das ist durch die teure Baulandpolitik und zahlreiche Auflagen der Bauordnungen absichtlich so gemacht, um eine größtmögliche Abhängigkeit des Einzelnen zu erreichen. Selbstversorger mit eigenem Garten und ein paar Karnickel kann man nicht so disziplinieren, nicht so in die Abhängigkeit bringen und zwingen, jede Demütigung und jede scheiß Arbeit zu machen, wie Leute, die nur in geliehenen Unterkünften hausen und sich dort nach der Hausordnung zu richten haben.

“Wenn also Armut Privatsache ist, verlange ich mein Geld zurück, was der Staat mir 36 Jahre an Sozialabgaben einbehalten hat.“
Da der Staat das Gewaltmonopol hat, wird er darauf husten. Die Eliten haben versagt. Erst erzählten sie uns, sie hätten mit der SV das perfekte System entwickelt und rechtfertigten damit, die extrem hohen Zwangsabzüge von unserem Lohn. Dann schafften sie Regelungen, dass das ganze System so undurchsichtig wurde, dass nur noch Spezialisten es verstanden. Das war die Voraussetzung, um unbeobachtet Änderungen einzuführen, die zur Aushöhlung des System führten. Als sie dann selber erkannten, dass das System irgendwann baden geht, wenn nicht Änderungen durchgeführt würde, hielten sie den Mund und schwiegen, um ihre lukrativen Pläne, Jobs oder Pläne der politischen Profilneurose beibehalten zu können. Als dann das System endgültig den Bach hinunter ging, sagten uns die Eliten und Fachleute, wir sollten selber vorsorgen, wir wären in der Vergangenheit zu oft in Urlaub gefahren und hätten deshalb zu wenig zurück gelegt und seien deshalb auch selber schuld an der neuen Rentenarmut. Sie delegierten einfach frech die Verantwortung an die Opfer, behielten aber ihre luktrativen Jobs bei, selbstverständlich ohne Einbuße bei der Vergütung, weil das ein unbillige Härte gewesen wäre.

Diese ganzen Experten, die das verzapft haben, bekommen meist Pensionen aus Steuergeldern, werden von Steuergeldern alimentiert, wie H4er, sind Edel-H4er und Sparen bei Ihnen ist ein Tabuthema. Da wird keiner zur Rechenschaft gezogen. Da kommt keiner für den Schaden auf, den er angerichtet hat. Da wird auch keiner mit seinem Expertentum mal an den Pranger gestellt. Nein, alle bleiben in hohen Würden, keine Titel werden aberkannt, alle Ansprüche bleiben erhalten. Das gilt für andere gesellschaftliche Bereiche, wo Murks gemacht wurde genauso. Im Bildungssystem zum Beispiel. Viele leben mit der Überregulierung ganz gut und haben lukrative und faule Jobs mit hohem Ansehen. Zwei Weltkriege haben nicht ausgereicht, das Berufsbeamtentum zu entmachten, daran ist sogar die Supermacht Amerika gescheitert nach 45, die es immerhin mal versucht haben. Aber so besiegt, waren die Besiegten des Apparates dann doch nicht, ihre gesellschaftliche Machtstellung zukünftig aufzugeben. Inkompetente Politik und einflussreiche auf Korrumpierung abzielende Lobbystellung macht dann den Rest.
 

left

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#3
bin zwar schon 1 9 4 9 geboren, aber die Fragen die jimminygrille gestellt hat finde ich sehr interessant.

Und die Antworten sind bestimmt genauso interessant.

Kann sich hier jemand mit Vorruhestand/ vorzeitige Rente/ Abschläge/ 58 Regelung oder ähnliches aus
und könnte das dann möglicherweise hier bei Ü 50 einstellen. Wäre toll.
 

Kaulquappe

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#4
@ Klaus1233
@ Jimminygrille

Exakt - so ist es :cry:

Klaus: Bitte siehe unten: du meinst "erklecklich" (= "beträchtlich"), oder ?

klaus1233 sagte :
Würde man mal ausrechnen, welche Summe man hätte, würde man die AG+AN-Beiträge bei der Bundeswertpapierverwaltung angelegt haben, käme ein erklägliches Sümmchen zusammen.
 

Roter Pirat

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#6
Begeistert.

Hallo, Klaus
Deine Antwort ist, dass was ich schon immer mal in einem Forum in ähnlicher Weise ausdrücken wollte. :klatsch:
Auf die Frage an unseren Bundesfinanzministers irgend eines TV Senders der vergangen Tage angesprochen wegen seines Vorschlags zur Urlaubs und Eigenvorsorge sagte dieser (nicht Wortgenau )wenn er alles Kommentieren würde er 8 Std am Tag zu nichts anderes mehr als vor der Presse zu stehe. usw.
Das ist leider so wenn in der Industrie machenschafen aufgedeckt werden, gibt es seitens der Unternehmen keine Kommentare dazu. Das gleiche Spiel jetzt auch aus der Politik. Es wird immer schlimmer. Und das von unseren von uns gewählten Volksvertetern. Wahlversprechen werden leider schon seit den 50 er Jahren gebrochen. Ich erinnere da an Gründungsausagen zu einführung der Bundeswehr des Bundeskanzlers der 50 er Jahre die ganz bestimmt von Ihm ganz ehrlich gemeint waren, die aber durch den Bundestag schließlich durchgesetzt wurden.
Mittlerweile ist es so schlimm geworden, dass Ich mich frage was hat, dass alles noch mit DEMOKRATIE zu tuen.
Der Reinste Kapitalismus ist das. Wir, dass gemeine Volk gehen dabei immer mehr der Armut entgegen, wie Hunde denen man im Mittelalter die Knochen zuwarf.Was die Jugend betrifft so will man nach neusten Vorschlag die über 50 jährigen wieder zu annahme zu jeglicher Arbeit bringen. Bis der Schornsteinfeger Tod vom Dach fällt. Das möglichst noch kostenlos.Die Jugend geht aber leer aus.
Wenn ein Jugentlicher mit Glück vor seinem 21-22-23-24 usw Lebensjahr etwas Berufliches bekommt muss er wahrscheinlich sich Geistig und Leistungsmässig bis 67 fast Tod Arbeiten um in der Lage zu sein für sein Alter selbst vorzusorgen. Es ist derzeit aber nicht abzusehen, dass die Industrie ihre Gesinnungen ändert. Es würde besser sein auch Jugendlichen mit Schulichen Defiziten genau wie früher bessere und auch frühere Einstiegsmöglichkeiten zu geben. Aber was machen Die Großkonzerne Die Wandern lieber ab oder setzen ihre Leute aufdie Strasse trotz Milliardenschweren Steuererleichterungen. Falsche Bildungspolitik gab es schon zu meiner Zeit. Nur das Jugendliche da besser gefördert wurde. Es wurde sich ihrer angenommen. Viele aus unserer Generation sind doch erst durch ihre Berufsausbildung (Studium ) wirklich zu dem geworden was man Klugheit nennt. Selbst aus schlechte Schüler wurden oft gute Facharbeiter mit guten Gesellenprüfungen später dann der ein oder andere hat es sogar noch viel weiter gebracht. Das alles fehlt heute. Wenn doch heute Lehrstellen ausgeschrieben werden stellt man oft kuriose Bedingungen. Die wissen genau, dass viele Jugendliche dies auf Grund mangelder Schulicher Berufbezogener Bildung sowieso nicht mitbringen. Ich habe mal Meine Stadt im Internet zwecks Lehrstellen durchsucht Führerschein ist zum großen teil Grundvorraussetzung. Aber viele Jugendliche haben kein Geld weil Eltern Arbeitslos sind und Sie selbst haben auch kaum Geld. An ein Auto finanzieren ist auch nicht zu Denken. Dazu kommen noch die hohen Versicherung und Spritkosten. Wer will, dass noch bezahlen. Ein Teufelskreis.
Bei einer Stelle wurde sogar Türkisch als Fremdsprache für Lehrstelle als Kauffrau/mann in Wort und Schrift verlangt. Da haben Jugendliche mit Realschul und Abi nicht die Möglichkeit bei dieser Firma den Eignungstest zu bestehen.
Ich bin :motz:
Gruß
Roter Pirat

PS: PALIMEINO, DAMIT DU KLAR SIEHST. :party:
Jetzt nee :pause: Kaffee.
Frühstück ist angesagt. :?
Übrigens Ich bin Sternzeichen Jungfrau kann also keine Unschuld verlieren :lol:
Dazu noch 1950 an einem 13 gebohren.16.15 Uhr.
Ich war wie du dich sicher Denken kannst dabei :hmm:
 

klaus1233

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#7
@ Kaulquappe
Danke. Du hast recht " a tidy little sum " war gemeint und es heißt korrekt erklecklich.

@ Roter Pirat

Ja, viele Jugendlichen sind heute auch schlecht dran. Und sie haben das Leben noch vor sich, sollen Familien gründen, aufbauen, die Gesellschaft fortführen. Wie denn ohne Ressourcen?

Die Gesellschaft wandelt sich, der gesamte Mittelbau wird zusammen gedrückt und personell drastisch reduziert. Facharbeiterschaft scheint verzichtbar wie in Amerika. Ein Heer von Ungelernenten und angelernten Boten- und Dienstleistungskräften mit PC uns Softwareprogrammen und auf der anderen Seite Akademiker für jede Art von Führungsaufgabe. Jeder Job heute mit etwas Anspruch setzt akademischen Studium voraus. Auch viele Jobs die früher von beruflich Gebildeten durchaus erfolgreich besetzt waren, bekommt man heute nur mit Studium. Nur im Studium lernen die meist überhaupt nicht, was im Beruf gefordert wird. Nun müssen sie durch Praktikum sich die Erfahrung selber beibringen. Und dann, wenn sie Glück haben, bekommen sie mal einen Zeitvertrag.

Selbst ein guter Hauptschüler heute hat so gut wie kaum noch eine Chance, einen Beruf zu erlernen und einen Job zu finden, mit dem er eine Familie ernähren kann. Mit Migrationshintergrund sieht es noch trostloser aus. Und das wissen sie auch, dass sie keine Perspektive hier haben, nicht gebraucht werden, dass ihnen eine H4-Karriere bevor steht. Ein Hauptschüler findet kaum noch eine Ausbildungsstelle, wenn, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er nicht übernommen wird. Allein das Handwerk verliert pro Jahr 100.000 Stellen seit Jahren. Nun haben wir qualifizierte Zahntechniker, Heizungsbauer die zeitweise in der Fabrik und als Leiharbeiter die Arbeit der Ungelernten zum Hungerlohn machen müssen. Dem sozialen Abstieg folgt der kulturelle, charakterliche.

Welche Wahl hat also der Teil der verlorenen Jugend überhaupt noch? Zwischen Hedonismus und Esoterik im materiellen Rahmen von Müllkultur, denke ich. Ausweg in Richtung Kriminalität offen. Solche mit höherer schulischen Bildung mögen auch eine Heimat bei den politischen Randparteien finden.

Der Versuch des Staates über Alibi-Beschäftigung im Öffentlichen Sektor mit Zwangscharakter Arbeitsgelegenheiten zu schaffen, ersetzt nicht die fehlende Perspektive,führt zu keiner akzeptablen Existenzgrundlage, schafft keine wirklch dauerhaften Jobs, schafft keine Möglichkeit für ein würdevolles Leben in einfachen Verhältnissen für den Einzelnen inmitten von Wohlstand der Anderen, wobei jeden Tag auf Neue medial vermittelt wird, wie Reichtum hier verprasst wird, wie andere partizipieren, wovon man selber für immer ausgeschlossen ist und welchen sozialen Stellenwert man als Pariaangehöriger in dieser Gesellschaft besitzt. Das muss man man erst einmal verdauen in jungen Jahren ohne auszuflippen.
 

Roter Pirat

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#8
SecurityJob

Danke, Auch deine antwort hat mir sehr gefallen.
Ich bin ja selbst Arbeitslos aber gleichzeitig im Betrieblichen Vorruhestand.
Da es uns aus finanziell auch nicht gut geht habe ich mit meinen beiden Kindern einen Job bei einer Sicherheitsfirma angenommen.
Ihr glaubt nicht wieviele Mitarbeiter aus diesen Gründen mittlerweile Arbeiten.
Gruß Roter Pirat
 
E

ExitUser

Gast
#9
Der Versuch des Staates über Alibi-Beschäftigung im Öffentlichen Sektor mit Zwangscharakter Arbeitsgelegenheiten zu schaffen, ersetzt nicht die fehlende Perspektive,führt zu keiner akzeptablen Existenzgrundlage, schafft keine wirklch dauerhaften Jobs, schafft keine Möglichkeit für ein würdevolles Leben in einfachen Verhältnissen für den Einzelnen inmitten von Wohlstand der Anderen, wobei jeden Tag auf Neue medial vermittelt wird, wie Reichtum hier verprasst wird, wie andere partizipieren, wovon man selber für immer ausgeschlossen ist und welchen sozialen Stellenwert man als Pariaangehöriger in dieser Gesellschaft besitzt. Das muss man man erst einmal verdauen in jungen Jahren ohne auszuflippen.

Wer sagt denn, dass man nicht ausflippen soll? Nur an der richtigen Stelle und gezielt!

Die Mächtigen, die Regierenden werden nicht aufhören uns zu bescheißen, ihr Röckchen in den Wind zu hängen, sich selbst auf die Sonnenseite zu retten. Glaubt ihr wirklich mit Beratung und Erfahrungsaustauch, wo noch ein Talerchen zu ergattern ist, kann diese Schraube nach unten aufgehalten werden? Hartz IV ist doch nur der Anfang. Auch bei Hartz IV machen wir doch die Erfahrung, dass scheibchen- und grüppchenweise immer mehr Kürzungen und Gaunereien erfolgen. Während es bei Einführung von Hartz IV noch hieß, Zwangsumzüge wird es nicht geben, gehört es heute zum Alltag. Immer mehr Menschen werden aus ihren Wohnungen gedrängt. Geschützes Eigentum? Ein Witz! Schon kurze Zeit nach Einführung von Hartz IV wurden die "Vermögens"-grenzen drastisch heruntergefahren. Geschützes Eigenheim!ß! Ich lach mich kaputt! Wer die Tilgung nicht bezahlen kann, wird von der Bank schon rausgeschmissen. Und wer ein Eigenheim hat, weiß das bei Annuitätsdarlehen irgendwann die Rate nur noch aus Tilgung besteht. Zwangsversteigerungen, Verkäufe, die die ausstehenden Darlehen nicht decken, werden zunehmen.
Die armen U25jährigen Jugendlichen werden wieder in die Unmündigkeit verwiesen.

All diese Kürzungen, verschlechternden Regelungen werden scheibchenweise vorgenommen. Damit wird einer Solidarisierung, so meint man, vorgebeugt.

Ich meine, so kurz sollte unser Gedächtnis nicht sein. Wir sollten uns nicht auseinanderdividieren lassen. Und ehrlich - Beratung alleine reicht nicht.
 

Kaulquappe

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#10
Barney sagte :
Wer sagt denn, dass man nicht ausflippen soll? Nur an der richtigen Stelle und gezielt!

(---) Wir sollten uns nicht auseinanderdividieren lassen. Und ehrlich - Beratung alleine reicht nicht.
:stern: Hast Recht !
 

wolliohne

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#11
50er

Auch ich zähle mich dazu !

Ihr wisst ja,die Alten sind gefährlich, denn sie haben keine Angst vor der Zukunft. (aber ich denke noch einmal darüber nach)
 

jimminygrille

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#12
Zu alt fürs Büro aber nicht zu alt um Pakete zu schleppen.

Schön, daß es hier noch so ein paar "Dinos" wie mich gibt.
Habe neueste Erfahrungen zu berichten in Sachen Jobsuche mit über 50.
Man stelle sich vor, es hat sich tatsächlich einer gemeldet, der mich will.
Aber wenn man näher hinguckt, ist es eigentlich etwas zum Ärgern, auch wenn es der Personalentscheider vielleicht sogar "gut meint" mit mir.
Habe mich per Email auf eine nicht näher erklärte Stelle "Mitarbeiterin in Poststelle" beworben.
Abgesehen davon, daß es sich um eine Arbeiterverleihfirma handelt, stellte sich dann heraus, daß eine Arbeit zu vergeben ist im Flughafen mit 7,20 € Bruttttooooo !!! Stundenlohn 25 Stunden Woche und dauerndem Heben von Paketen von 30 KG. Den idiotischen Test habe ich sehr gut bestanden und der junge Personalentscheider in einem Riesenglaspalast , wo verloren 3-4 Angestellte weitläufig verteilt geheimnisvolle Tätigkeiten verrichteten und viel Zeit zu haben schienen, will mir die Chance geben.
Er sagte auch noch , daß er sich wundere, so wenig Bewerber zu haben....(Darum wohl ich.. :kinn: )
Auch ich war etwas eingeschüchtert von der Größe, nachdem ich durch ein Riesenparkhaus den Weg dorthin gefunden hatte.

Nachdem ich dann wieder zu Hause war und wieder klar denken konnte, kam der Ärger in mir hoch.

Dafür bin ich also nicht zu alt.
Ich bin nicht zu alt fürs Putzen, für Haushalt, für Altenpflege,
für alle Tätigkeiten, die unangenehm , schwer und dreckig sind, da bin ich also nicht zu alt.
Aber trotz Quali und 36 Jahren Erfahrung bin ich zu alt für einen bequemen Büro-Arbeitsplatz.

Ob ich den Job annehme?
 

egjowe

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#13
left sagte :
Kann sich hier jemand mit Vorruhestand/ vorzeitige Rente/ Abschläge/ 58 Regelung oder ähnliches aus
und könnte das dann möglicherweise hier bei Ü 50 einstellen. Wäre toll.
unter bestimmten voraussetzungen ist es für einige doch noch möglich, mit 60 in rente zu gehen, allerdings mit abschlägen.
einige details hierzu auf dem folgenden link:

http://www.bmas.bund.de/BMAS/Naviga...eistungen/altersrenten,did=117842,page=4.html

wichtige voraussetzung in den sätzen:
Einen Vertrauensschutz genießen jedoch Versicherte, die bereits vor dem 1. Januar 2004 rechtsverbindlich die Beendigung ihres Arbeitsverhältnisses vereinbart haben (zum Beispiel Vertrag über Altersteilzeitarbeit oder Aufhebungsvertrag) oder an diesem Tag bereits arbeitslos oder beschäftigungslos waren. Für sie wird die Altersgrenze für die frühestmögliche Inanspruchnahme nicht angehoben.
 

egjowe

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#14
das sollte eigentlich auch noch übertragen werden!
jetzt als ergänzung:

ist natürlich für jeden einzelnen eine rechenaufgabe.
habe mir für mich eine kleines excel-programm geschrieben, um zu wissen, was bei mir in welchem alter denn netto rauskommen würde.
wenn jemand wissen möchte, was bei ihm rauskommen würde, kann er mir gerne eine "pn" schicken.
 

egjowe

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#15
danach sollte jimminygrille wohl nicht die a....karte gezogen haben.
gilt für bis zum 31.12.1951 geborene.
alle anderen kriterien müssten allerdings erfüllt sein.
 

jimminygrille

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#16
Hallo, liebe Mitdiskutanten, Danke für die Infos ich hatte auch mal bei der BfA angefragt, online kann man da eine Kurzberatung wahrnehmen.
Da hieß es auch, daß Renteneintritt mit 60 J. geht, wenn man arbeitslos zu genanntem Stichtag war.
Wenn nichts mehr herumgebastelt wird, von der jeweiligen Regierung, könnte man damit leben, auch wenn 18 % Renteneinbuße bei immer weiteren Nullrunden Kürzungen und schrittweiser Besteuerung der Rente drohen.
Es stellt sich mir nur die frage, ob das alles wiedwer aufgehoben ist, wenn man wider Erwarten doch noch einen Job findet.
Ist das dann schädlich? Muss mich weiterhin schlau machen, ev. weiss ja auch jemand meiner Altersgenossen etwas.
:idee:
 

egjowe

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#17
jimminygrille sagte :
Wenn nichts mehr herumgebastelt wird, von der jeweiligen Regierung, könnte man damit leben, auch wenn 18 % Renteneinbuße bei immer weiteren Nullrunden Kürzungen und schrittweiser Besteuerung der Rente drohen.
Es stellt sich mir nur die frage, ob das alles wiedwer aufgehoben ist, wenn man wider Erwarten doch noch einen Job findet.
:idee:
na ja, mit 18% abschlag erhält man die rente dann ja auch 5 jahre länger.
vor allen dingen weiß man, woran man ist.
kein warten und hoffen auf die bewilligung und alle mit ihr verbundenen möglichen negativen begleiterscheinungen.
man kann wieder besser schlafen, stelle ich mir vor.
von 60 bis 65 ist es ausserdem möglich, 345,- euro (brutto)hinzuzuverdienen, ohne dass eine anrechnung auf die rente erfolgt. danach ist (bis jetzt) alles möglich.
in der regelung steht, dass man nach vollendung des 58. lebensjahres plus 6 monate 52 wochen arbeitslos sein muss.
für mein verständnis heisst das auch, dass man auch nach zwischenzeitlicher anstellung ab 60 vorzeitig in rente gehen kann.
gegenteiliges ist mir auch von seiten der dt. rentenversicherung nicht bekannt.
es heisst ja auch "frühestmöglich" und nicht "mit"!! (bitte nachlesen!)
sehr wichtig erscheint mir die dritte bedingung mit den "acht jahren Pflichtbeiträge".
da sollte man noch einmal genau in seinen versicherungsverlauf reinschauen.
hinsichtlich des besteuerungsanteils sollte man in den § 22 estg reinschauen.
ab 2007 sind es 54% der rente, ab 2008 sind es 56% usw. bis 2020. dann steigerungen um 1% pro jahr.
mit dem besteuerungsanteil wird der individuelle rentenfreibetrag errechnet, der in euro ausgedrückt wird.
dieser betrag bleibt dann ein leben lang steuerfrei.
rentenerhöhungen unterliegen demnach zu 100% der steuerpflicht.
(letzteres für die ganz großen optimisten!)

meine erläuterungen geben nur meinen kenntnisstand wieder und sind nicht als beratung gedacht bzw. nicht so zu betrachten.
 
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#18
Hi
ich bin neu hier und antworte mal kurz,weil ICH 1949 geboren bin, also im selben Dilemma stecke wie du.
Das Schlimme ist das mein Ex , der Personalleiter ist im selben Betrieb mir aus Frust verhaltensbedingt gekündigt hat. Nun streit ich dagegen. aber wie soll das weitergehn ??
Er wird mir keine Ruhe lassen also muß ich zum Arbeitsamt und dann geht es los, hab schon versucht, aber ich hab kaum eine Chance und dann wenn ich bei Hartz 4 ankomme und Rente noch nicht in Sicht. Das versuch ich heute noch zu verdrängen.
Ich kann nicht schlafen, meine ganzen Verbindlichkeiten verfolgen mich und will ich mich auch nicht auf das Niveau der Rache herablassen.
So kann es eben auch gehen und diesmal ist ausnahmsweise nicht die Regierung schuld, na zumindest nur an den Folgen, die ich nun mit allen anderen teile.
:cry:
die " Herbstzeitlose"
 

Silberpfeil

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#19
Wer wird in den nächsten Monaten 58?

Würde mich freuen wenn die Leser, die in den nächsten Monaten 58 Jahre werden Ihre Erfahrungen mit der Arge hier reinschreiben würden.
 

Faustus

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#21
Mich würde mal interessieren was passiert wenn ein "Zwangsverentneter mit 600-800€ Rente anstatt zur ARGE zu gehen mit einem 400€ job seine Rente aufpoliert.Auf entsprechend gesetzliche regelung diesbezüglich bin ich noch nicht fündig geworden.
 

wolliohne

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#22
Faustus

bitte nicht den Teufel a.d.Wand malen wobei dieser Polit. Elite i. M.
alles zuzutrauen ist !

Sonst ist natürl. die Kommune i.d.Pflicht.
 

Merkur

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#23
Würde mich freuen wenn die Leser, die in den nächsten Monaten 58 Jahre werden Ihre Erfahrungen mit der Arge hier reinschreiben würden.
Mein Mann aber erst zum Jahresende ! Mich würde es auch mal interessieren !
Ich denke uns Alte werden die nun die Eier schleifen damit wir noch vor der Rente abkratzen müssen und sie wieder sparen können. Ein Sklave taugt nur solange wie er kann,dann sind wir unnötige Fresser und müssen weg.
Mit vielen wurde es ja schon gemacht in ZA-Sklaventum und in Schichten schlafen in alten Schulen im Saal Ihre 20 Mann in der Bude weit von zu Hause weg.Vor allem wenn sie bestimmen Du gehst nun in Rente mit 60 und Du willst noch nicht ,ja da wird man so lange kirre gemacht bis man Willenlos ist.
Brachten sie im Fernsehen. Da waren sie bei Kohl schon mit 55 im Ruhestand und hier geht es erst mal in die Kohle oder als Minen such Hunde nach A.
Oder was ihnen einfallen tut ,im Alter wird es richtig schlimm.
 

egjowe

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#24
Mich würde mal interessieren was passiert wenn ein "Zwangsverentneter mit 600-800€ Rente anstatt zur ARGE zu gehen mit einem 400€ job seine Rente aufpoliert.Auf entsprechend gesetzliche regelung diesbezüglich bin ich noch nicht fündig geworden.
hier eine gesetzesvorlage, die mitte februar rückwirkend zum 01.01.2008 beschlossen werden soll.
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/074/1607460.pdf


auf den seiten 2 und 9 findest du die neue hinzuverdienstgrenze für diejenigen,
die altersrente vor vollendung des 65. lebensjahres beziehen,
und zwar als vollrente.
demnach erhöhung auf 400 euro.

demnach dürfte ein minijob drin sein.
dies halte ich für sinnvoll für alle diejenigen, die freiwillig mit abschlägen bis 18%
vorzeitig in rente gehen können/dürfen.
nach wie vor bin ich gegen eine zwangsverrentung mit abschlägen,
auch wenn sie nach diesem gesetzentwurf erst mit 63 möglich sein soll.

aber alle, die vorzeitig in rente gehen dürfen, sollten sich das mit einem minijob überlegen
und für sich selbst durchrechnen.
hierbei sollte auch berücksichtigt werden, dass man irgendwann später krank werden könnte.
dann nämlich würde nur noch die geminderte rente zum leben ausreichen müssen.
 

Avensis

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#25
wenn ich das schon lese bekomme ich so einen Hals steht doch da wirklich
und deshalb nicht mehr an der Aufnahme einer neuen Beschäftigung interessiert sindund so wie ich das hier lese können die einen ja doch vor 65 Jahren in Rente schicken,also was soll das dann mit der 58er Regelung
 

egjowe

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#26
@ avensis

ich kann deine dateien auf meinem rechner zwar nicht öffnen,
aber der text dürfte sich ja nicht geändert haben.
in meiner 58er-erklärung steht eindeutig, dass ich zum
frühest möglichen termin
in rente gehen muss/soll,
und zwar ohne abschlag.

also mit 65 plus x-monate.

insofern dürfen diejenigen, die diese regelung unterschrieben haben,
nicht mit 63 jahren zwangsverrentet werden.

bei denjenigen, die die regelung nicht unterschrieben haben und denjenigen,
die nach 1949 geboren wurden, wird die zwangsrente allerdings möglich sein,
und zwar mit abschlägen nach vollendung des 63. lebensjahres.
gesetz soll mitte februar rückwirkend beschlossen werden.

ungerechtigkeit lässt grüssen!

übrigens, im rentenantrag der deutschen rentenversicherung bund war die frage,
ob der antrag auf veranlassung der arge gestellt wird,
schon eingearbeitet.
 

ethos07

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#27
ungerechtigkeit lässt grüssen!
Nun müssen alle, insbesondere auch die Jüngeren gegen die Zwangsverrentung mit 63 kräftig protestieren - denn da geht es dann Jahr für Jahr auch wieder bis zu Abschläge von bis zu 18% in Rente und Altersarmut.

Andererseits müssen wir parallel fordern, dass sinnvolle Arbeitsplätze für Ältere her müssen - und nicht diese Schundware, zu der die Arge gerade auch Ältere - sie kurzerhand herabqualifzierend - zwingt.
Oder Ältere müssen eben weiterhin ihr Micker-"Vorruhestand"- ALG-II ohne Schikanen erhalten, wenn es keine sinnvollen Arbeitsplätze gibt.

übrigens, im rentenantrag der deutschen rentenversicherung bund war die frage,
ob der antrag auf veranlassung der arge gestellt wird,
schon eingearbeitet.[/QUOTE]

Wozu soll das gut sein? Ausser für irgendeine Statistik?
 
E

ExitUser

Gast
#28
Andererseits müssen wir parallel fordern, dass sinnvolle Arbeitsplätze für Ältere her müssen - und nicht diese Schundware, zu der die Arge gerade auch Ältere - sie kurzerhand herabqualifzierend - zwingt.
Oder Ältere müssen eben weiterhin ihr Micker-"Vorruhestand"- ALG-II ohne Schikanen erhalten, wenn es keine sinnvollen Arbeitsplätze gibt.

.

Auch DAS ist in diesem schönen Papier bereits dergestalt geregelt, dass dort steht:
.....'''' ältere Arbeitnehmer sind unverzüglich in Arbeit, bzw. Arbeitsgelegenheiten zu vermitteln.....''

So wird aus der vorheringen Zwangsverrentung, nun eine massive Zwangsvermarktung in EEJ's.:mad:

Wiederholung: es kann diese Ungleichbehandlung ( 58er-Regelung : Zwangsverrentung/-marktung) einfach nicht so stehenbleiben. Da muss Gegenwehr her!
 

egjowe

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#32
Ich werde in 3 Wochen 58 und hänge somit in der Luft.

:icon_party:
aber für die nächsten fünf jahre kannst du doch nicht gezwungen werden.

als frau deines geburtsjahrganges hast du noch die option, freiwillig vorzeitig mit 60 in rente gehen zu können/dürfen.
allerdings mit 18% abschlag.
Deutsche Rentenversicherung Bund - Altersrente für Frauen


@ ethos07

ab dem jahrgang 1964 (renteneintritt mit 67) könnte es nach heutigem stand der dinge zu einer zwangsverrentung mit 63 mit einem abschlag von 14,4% kommen.
 

HajoDF

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#33
Achtung bei Zuverdienst zur Rente

Wer Rente vorzeitig beziehT, also noch vor dem gesetzlichen Rentenalter (also auch die zukünftigen Zwangsrentener aus ALG II), sollte auf der Hut sein: Zuverdienst ist nicht uneingeschränkt möglich!
"Wer jünger ist als 65, muß dagegen aufpassen. "Kritisch wird's immer dann, wenn es um vorgezogene Renten geht", betont Glanz. Prinzipiell gilt für jüngere Altersrentner nämlich eine Zuverdienstgrenze von derzeit 350 Euro im Monat. Das Limit darf in zwei Monaten im Jahr allerdings verdoppelt werden auf jeweils 700 Euro. Damit sind problemlos Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld abgedeckt. Die Altersrente wird dann wie immer voll weitergezahlt."
Quelle: Rentner unter 65 müssen beim Zuverdienst aufpassen - Nachrichten print-welt - WELT ONLINE
 

egjowe

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#34
@ hajodf

die grenze der hinzuverdienstmöglichkeit im verlinkten artikel (welt-online 2006)
wird nach verabschiedung der gesetzesvorlage (drucksache 16/7460) mitte februar 2008
auf 400 euro ansteigen.
 

Silberpfeil

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#35
Jahrgang 1950

Vermisse noch Beiträge von Betroffenen die im Januar oder Februar 58 Jahre geworden sind. Hat die Arge für diese Altersgruppe spezielle Maßnahmen? Vielleicht melden sich ja doch noch die frischen 58er.
 

Hartzige

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#36
Bin ne frische 58er (Jan.08) und habe bis jetzt von der Arge nichts gehört. Ob sie wohl die 6 Monate abwarten um mich dann in einen 1 € Job zu drängen?

Hoffe ja sowieso ich komme aus der Nummer ab Juli raus. Sicher ist bis jetzt allerdings nichts.

Warte auch auf Beiträge von frischen 58ern.
 

Avensis

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#37
ich bin im Oktober 2007 58 geworden, ich wurde aber davor auch schon in Ruhe gelassen,komme mit meinen SB eigentlich schon immer zurecht bisher hatte ich 2
 

egjowe

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#38
ich bin im Oktober 2007 58 geworden, ich wurde aber davor auch schon in Ruhe gelassen,komme mit meinen SB eigentlich schon immer zurecht bisher hatte ich 2
hattest du dich eigentlich zu jahresbeginn entschlossen, die 58er-regelung zu unterschreiben?
 

Avensis

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#39
ja Unterschrieben habe ich erst im Januar 2008 aber das spielt keine Rolle
habe es auch nur unterschrieben weil ich nur verarscht wurde etliche Pratikum gemacht mit der versprechung das ich Eingestellt werde, weil die Chef´s immer sagten Alter spielt für sie keine Rolle.Habe mich richtig reingehängt 14 Tage mit 2 Schichten war schon fast Akord die Frau sagte schon ich spinne weil die Schmerzen habe ich weg gesteckt weil ich immer sagte ich will raus aus dieser Scheisse.
Und was sagt das Merkel wir haben Aufschwung,liest die keine Zeitung Siemens - BMW u.s.w. entlassen da haben wir 58er keine Chance mehr
 

HajoDF

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#41
Die "58er"-Regel

ja Unterschrieben habe ich erst im Januar 2008 aber das spielt keine Rolle
habe es auch nur unterschrieben weil ich nur verarscht wurde etliche Pratikum gemacht mit der versprechung das ich Eingestellt werde, weil die Chef´s immer sagten Alter spielt für sie keine Rolle.Habe mich richtig reingehängt 14 Tage mit 2 Schichten war schon fast Akord die Frau sagte schon ich spinne weil die Schmerzen habe ich weg gesteckt weil ich immer sagte ich will raus aus dieser Scheisse.
Und was sagt das Merkel wir haben Aufschwung,liest die keine Zeitung Siemens - BMW u.s.w. entlassen da haben wir 58er keine Chance mehr
noch mal zur Klarheit:
§ 65 SGB II (4)
1 Abweichend von § 2 haben auch erwerbsfähige Hilfebedürftige Anspruch auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes, die das 58. Lebensjahr vollendet haben und die Regelvoraussetzungen des Anspruchs auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts allein deshalb nicht erfüllen, weil sie nicht arbeitsbereit sind und nicht alle Möglichkeiten nutzen und nutzen wollen, ihre Hilfebedürftigkeit durch Aufnahme einer Arbeit zu beenden.
2 Vom 1. Januar 2008 an gilt Satz 1 nur noch, wenn der Anspruch vor dem 1. Januar 2008 entstanden ist und der erwerbsfähige Hilfebedürftige vor diesem Tag das 58. Lebensjahr vollendet hat. 3§ 428 des Dritten Buches gilt entsprechend.
Natürlich konnen alle, die diese Voraussetzung haben, jetzt noch die alte 58-Regel abschließen.
 

floriwin

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#42
Das Forum wird ja nur lau besucht, deshalb guten Gewissens der neue Thread.
OK, es gibt viele benachteiligte Gruppen aber so langsam kriege ich Verfolgungswahn, so als habe es die Regierung gerade auf den Jahrgang 1950 abgesehen.
Überall taucht eine magische Grenze von 1948 auf. Wer danach geboren ist, hat die A..Karte. Alle Vergünstigungen fallen immer mit diesem Stichtag weg.
Z.B. konnten früher Arbeitslose mit 60 ohne Abschläge in Rente... aber nur bis 1948 Geborene, auch die 58-Regelung läuft aus, gerade in dem Jahr, in dem ich 58 werde.. Nun soll auch noch das Renteneintrittsalter schrittweise angehoben werden.. und ab wann? Natürlich ab 2012, das wäre wieder vor der Möglichkeit wenigstens mit 60 mit Abschlägen mich vom Acker in die Rente machen zu können.
Ich komme mir vor wie beim Märchen Hase und Igel und der Igel ruft immer, nachdem sich der Hase abgehetzt hat.."Ich bin schon hier !!"
Kapiert irgendjemand mein Problem?
Ist schwierig das irgendwie rüberzubringen. Nützen tut mein Gejammere sowieso nichts aber ev. sind ja gleich Betroffene hier, die mir ein paar Tipps geben könnten.
Das Dilemma meines Jahrganges ist doch: Zu alt, um einen Job zu kriegen, zu jung um in Rente zu gehen.
Man sitzt zwischen den Stühlen und muss sich auch noch das Genörgel der Jungen anhören, die meinen zu kurz gekommen zu sein.
Wei lange soll dieser Alptraum Hartz 4 und ALG II und BG und Bedarfsprüfung und Erreichbarkeit und Telefonkontrolle und angemessener Wohnraum und Leistungsmissbrauch und "sie-werden-aus-steuermitteln-alimentiert!" ec. denn noch weitergehen.
Habe mit 15 angefangen zu arbeiten und das dann 36 Jahre Vollzeit.
Wo ist mein Geld! Ich will ausgezahlt werden, wenn der Staat erst die Leute Jahrzehnte abzockt um ihnen dann zu sagen, daß der Staat sich raushalten will. Da könnte ich mir wenigstens ein Stückchen Land kaufen irgendwo im Süden und versuchen, mich zu ernähren.
Aber in der Stadt in einer 2 Zimmer Wohnung kann ich ja wohl schlecht Hühner halten und Gemüse anbauen.
Wenn also Armut Privatsache ist, verlange ich mein Geld zurück, was der Staat mir 36 Jahre an Sozialabgaben einbehalten hat.
hallo jimminygrille,

ja, auch ich fühle mich als BJ 50 nur noch "gejagt". Ich bekomme seit Jahren keinen Cent mehr von der ARGE und habe auch keine Chance mehr auf einen Job. Ich erfülle alle Bedingungen um mit 60 in Rente zu gehen (von mir aus auch mit Abschlag) aber das interessiert den Fallmanager absolut nicht!
Wie sollte er auch, die Materie ist ja kaum überschaubar.

Ich stehe genauso vor dem Problem den Bestimmungen (52 Wochen vor dem 60sten Geburtsag) arbeitslos zu sein, andererseits aber aktiv Arbeitssuche betreiben zu müssen. Das passt nicht zusammen! Leider hat mir bis heute niemand Auskunft geben können! Ich bin drauf und dran, das ganze Thema an die Presse bzw. das Fernsehen zu geben.

Das Ganze ist völlig absurd, wenn man bedenkt, daß die ARGE ja eigentlich ihre "Kunden" reduzieren will. Oder spielt hier die ARGE mit der Rentenversicherung ein abgekartetes Spiel?


Gruss Floriwin
 

Silberpfeil

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#43
Es muß hier doch Betroffene geben die in den letzten zweieinhalb Monaten 58 geworden sind. Mich würde einmal interessieren ob die ARGE für diese Personen besondere Maßnahmen vorgesehen hat.Bitte nur melden wenn Ihr zu diesem Personenkreis gehört.
 
E

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#44
Es muß hier doch Betroffene geben die in den letzten zweieinhalb Monaten 58 geworden sind. Mich würde einmal interessieren ob die ARGE für diese Personen besondere Maßnahmen vorgesehen hat.Bitte nur melden wenn Ihr zu diesem Personenkreis gehört.
Gibt es. Fisch, Baujahr 1950 :icon_wink:

Naja, die*besonderen Massnahmen* der ARGE , welche ich erfahren durfte, sind nicht erfreulich und auch zu umfangreich, um kurz zu schildern.
http://www.elo-forum.org/einglieder...r-arge-wegen-n-tigung-einer-unterschrift.html

Ich hoffe nicht, dass das bundesweit gängige Praxis bei den 58jährigen werden soll.:frown:

Aber: hat Deine Frage einen besonderen Hintergrund?
 

Merkur

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#45
Mich würde es auch interessieren ,werde im Dezember 58 J. Und ich wüsste gerne ob man dann kein Angebot mehr erhält und ausradiert wird. Hat schon jemand seine Erfahrung gesammelt ?? Oder ist der Druck stärker geworden ?
Wenn Arbeitgeber das Alter hören winken die ab ! Wozu noch 15 Bewerbungen
schreiben für die Katz !
 
E

ExitUser

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#46
Merkur,

ich habs schon mal irgendwo geschrieben: erst waren die BG's dran, dann die U25 und nun hat man die Ü50 auf dem Korn. Mit Sicherheit werden wir nicht abgeschrieben, denn es gibt die Anweisung *von ganz oben*, dass wir sofort, entweder, in Arbeit zu vermitteln sind, oder aber sofort in Arbeitsgelegenheit abgeschoben werden.

Wie Du schon schreibst, die AG schütteln bei dem Alter den Kopf. Wir haben unsere Erfahrungen mit den Bewerbungen.Was glaubst Du, wird dann der von uns zu erwartende Stress sein? Ich darf gar nicht daran denken!
 

Merkur

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#47
Wie Du schon schreibst, die AG schütteln bei dem Alter den Kopf. Wir haben unsere Erfahrungen mit den Bewerbungen.Was glaubst Du, wird dann der von uns zu erwartende Stress sein? Ich darf gar nicht daran denken!
@ Tinkalla,
Das macht man um uns Alte fertig zu machen damit wir unsere Rente nicht erreichen und sie die einsparen können.
Nur mache ich so schnell wie ich kann auch bei der Schule und fertig !
Ich lasse mich nicht provozieren .
 

Ludwig47

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#48
Hallo,
der EX hätte doch mehr davon, wenn er Dich möglichst mit hohem Gehalt weiter in der Firma arbeiten läßt - dann bräuchte er doch weniger Unterhalt zahlen - oder ?

Gruß Ludwig
 

aeon7

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#49
Mich würde es auch interessieren ,werde im Dezember 58 J. Und ich wüsste gerne ob man dann kein Angebot mehr erhält und ausradiert wird. Hat schon jemand seine Erfahrung gesammelt ?? Oder ist der Druck stärker geworden ?
Wenn Arbeitgeber das Alter hören winken die ab ! Wozu noch 15 Bewerbungen
schreiben für die Katz !
Also ich bin Juni 48 geboren und hatte somit sozusagen "Glück" wegen der - Zwangsverrentung -. Als ich Ende Okt. 06 die 58-ger Lösung unterschrieben hatte, gleich nach meiner Antragstellung auf ALG II, wurde ich bis heute - in Ruhe - gelassen. Weder irgendwelche Schulungen, noch irgendwelche sonstigen Repressalien. Nur jetzt haben sie mir die Nebenkosten wegen der Wohnung gekürzt, nachdem ich Heizkostenpauschale nachgefordert habe. Lasse ich mir natürlich nicht gefallen und habe bereits Widerspruch eingelegt. Mit der Begründung lasse ich mir Zeit. Die sollen ruhig etwas schmoren. Denn schon bei der Antragstellung habe ich festgestellt, dass sie hier in der zuständigen ARGE möglichst schnell Widersprüche "schmerzlos" vom Tisch haben wollen. Möglicherweise wegen der Statistik.

Aber wie gesagt, ich stelle alle 1/2 Jahre meinen Verlängerungsantrag, bekomme den bisher sofort genehmigt, und habe ansonsten meine Ruhe. Allerdings ist mein Rentenanspruch auch nicht höher als ALG II Grundbetrag. (War viel selbständig.) Ob das eine Rolle spielt weiß ich nicht. Soweit meine persönlichen Erfahrungen mit der 58iger Lösung.

lg. aeon7
 

Merkur

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#50
Wir meinen aber leider nicht die 58iger R.,hier werden Leute gesucht die in diesem Jahr 58 werden ! Alles andere ist geregelt ! Es geht darum wie sie das geänderte Gesetz auslegen und was auf uns zu kommt.:icon_tonne:
 

ethos07

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#51
ja, Merkur, ich denke auch, dass das für alle ab 1950 Geborenen noch ein heisser Lauf wird -

aber bis jetzt haben wir hier noch von niemandem ab 1950 Geborenem gehört, dem seit dem Auslaufen der 58erRegel irgendetwas angeboten wurde -nicht?
 

egjowe

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#52
ja, Merkur, ich denke auch, dass das für alle ab 1950 Geborenen noch ein heisser Lauf wird -

aber bis jetzt haben wir hier noch von niemandem ab 1950 Geborenem gehört, dem seit dem Auslaufen der 58erRegel irgendetwas angeboten wurde -nicht?
wie an anderer stelle schon einmal geschrieben,
könnte das nichtanbieten zum system gehören.
denn, wenn euch 12 monate lang keine sozialversicherungspflichtige beschäftigung angeboten wurde,
fallt ihr mit 59 aus der arbeitslosenstatistik raus.
dann seid ihr zwar immer noch arbeitslos, aber nicht mehr im sinne der statistik.
so will es der gesetzgeber.

§ 53a (2) sgb 2 (neu!)
nachzulesen auf seite 8 ganz unten im folgenden link
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/074/1607460.pdf

am 15.02.2008 den bundesrat passiert.
meines wissens hat köhler das gesetz in der zweiten märzwoche unterschrieben.

nach dem wortlaut fällt man dann zwar mit 59 aus der statistik raus,
aber das heißt meines erachtens nicht,
dass man dadurch unter erleichterten bedingungen leistung beziehen kann.
wer denkt sich da schon was böses, oder?
 

Merkur

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#54
wenn euch 12 monate lang keine sozialversicherungspflichtige beschäftigung angeboten wurde,
fallt ihr mit 59 aus der arbeitslosenstatistik raus.
Wen meinst Du mit Ihr ? Es betrifft nicht nur uns paar Alte ,nein auch allen anderen die nach uns kommen. Oder glaubst Du das noch 100 % mit über 50 eine Arbeit bis 67 haben werden ? Die entsorgt man genauso wie uns auch.
Man hat quasi die Rente einfach gekürzt. Die Regierung weiss genau das die Alten diese Normen und die ZAF nicht schaffen. Und will so einfach noch mal sparen.
Im original Hartz -Buch hatte Hartz festgelegt ,das über 55 nicht mehr gehen und auch können (Arbeitgeber wissen so was ) und sollten zwei mal dafür das ALG II bis zur Rente bekommen. Aber die Regierung hat sich nur Rosinen rausgepickt . Und die Gelder für Ihre Diäten genommen.
 

egjowe

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#55
Wen meinst Du mit Ihr ?
alle diejenigen ab jahrgang 1950,
die als arbeitslose/r nicht mehr unter erleichterten bedingungen leistungen beziehen können.

ansonsten stimmt deine meinung mit meiner überein.
 

ethos07

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#56
alle diejenigen ab jahrgang 1950,
die als arbeitslose/r nicht mehr unter erleichterten bedingungen leistungen beziehen können.

ansonsten stimmt deine meinung mit meiner überein.
Der einzige Unterschied für die nach 12 Monaten aus der Vermittlung fallenden Älteren ab Jahrgang 1950 zu denen mit der 58er Regelung ist m.W. doch nur der, das sie mit 63 in Rente gehen müssen?
Und dadurch dann also 7,2 % und für die späteren Jahrgänge dann wieder ansteigend auf 14 % Rentenkürzung schlucken sollen .
 

Linchen0307

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#57
.. ich werde im Oktober 58 und habe nächsten Monat ein Gespräch mit meiner FM.
Momentan bin ich noch im Krankenstand und auch erst seit dem 01.03. 2005 nach 5 1/2 Monaten sozialversicerungspflichtiger Tätigkeit arbeitslos.
In dem Brief meier FM steht, sie wolle sich mit mir über mein Bewerberangebot sowie übe meine berufliche Situation sprechen. Ob hier auch ein Angebot kommt, werde ich ggfs berichten.
 

ethos07

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#59
Der einzige Unterschied für die nach 12 Monaten aus der Vermittlung fallenden Älteren ab Jahrgang 1950 zu denen mit der 58er Regelung ist m.W. doch nur der, das sie mit 63 in Rente gehen müssen?
Und dadurch dann also 7,2 % und für die späteren Jahrgänge dann wieder ansteigend auf 14 % Rentenkürzung schlucken sollen .
Ein weiterer gewichtiger Unterschied hatte ich im vorigen Posting ganz vergessen mit zu erwähnen:
Die Ortsabwesenheitsregelung.
Diejenigen, die noch die 58er Regelung unterzeichnen konnten, können bis zu 17 Wochen im Jahr verreisen, während alle anderen nur 3 wochen ortsabwesend sein dürfen.
 

egjowe

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#60
Der einzige Unterschied für die nach 12 Monaten aus der Vermittlung fallenden Älteren ab Jahrgang 1950 zu denen mit der 58er Regelung ist m.W. doch nur der, das sie mit 63 in Rente gehen müssen?
Und dadurch dann also 7,2 % und für die späteren Jahrgänge dann wieder ansteigend auf 14 % Rentenkürzung schlucken sollen .
ich befürchte sogar, dass es für den jahrgang 1950 sogar 8,4% abschlag sein wird.
denn das regeleintrittsalter für diesen jahrgang wäre 65 jahre + 4 monate.
insofern 28 monate vorzeitig x 0,3%.
für die späteren jahrgänge bis 1958 würde es sich dann pro jahr um einen vorzeitigen monat erhöhen.
ab 1959 dann um 2 monate pro jahr.
bis max. 14,4%

für die jahrgänge vor 1950,

die keinen vertrauensschutz genießen
und
die 58er-regelung nicht in anspruch genommen haben,

könnte es bereits in diesem jahr zur zwangsverrentung kommen.
 

sternau

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#61
Ich gehöre auch zum Jahrgang 1950,bin seit 2003 arbeitslos und musste 2006 ALG II beantragen.Von der hiesigen ARGE wurde ich nur gegängelt und mir immer wieder sagen lassen,dass ich ja von Steuergeldern finanziert würde. (habe aber selbst 30 Jahre regelmäßig und korrekt meine Steuern bezahlt) Gefördert wurde nicht,dafür umso mehr gefordert. Schließlich wurde mir ALG II ganz gestrichen,weil ich nicht umgezogen bin. Leider ist es bis zur Frührente noch hin (werde mich aber der Rentenvericherung schlau machen) und so habe ich mich im Internet mal wieder auf Jobsuche begeben. Dabei stieß ich auf folgendes "interessantes" Angebot.
Die Deutsche Lufthansa AG bietet in ihrer "Initiative 50plus" folgendes an:
zusätzlich zum ALGII erhält man 100€ brutto monatlich von der Lufthansa, bei Einsatz in verschiedenen Abteilungen,befristet für 12 Monate. Gefragt sind Einsatzbereitschaft,Flexibilität,Teamgeist.Bei 20 Arbeitstagen im Monat erhält man also 5€ pro Tag. Da nicht anzunehmen ist, dass man nur Däumchen drehen soll, muß man also für 5€ pro Tag arbeiten.Wie gesagt nach 12 Monaten ist dann wieder Schluß.Billiger kann man doch keine Arbeitskräfte bekommen,oder? Und da regen sich hier Leute auf, dass in Bangladesh minimale Löhne gezahlt werden.
Mir ist unbegreiflich,dass Betriebsräte,Gewerkschaften und Politik solche Sachen zulassen.
Mein Sachbebearbeiter von der ARGE hat mir mal erzählt, dass immer mehr Menschen,insbesondere aus Dienstleistungsberufen, HartzIV beantragen müssen,weil ihr Gehalt nicht ausreicht. Wieso wird für gute Arbeit,kein gutes Geld bezahlt?
Ich jedenfalls werde mich für die "Inititive 50plus" nicht bewerben. Ich fühle mich nicht verarscht,weil ich zufällig Jahrgang 1950 bin,sondern ganz allgemein. Und langsam finde ich an dem Spruch "Friede den Hütten, Krieg den Palästen" durchaus Geschmack.
 

Merkur

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#62
Wieso wird für gute Arbeit,kein gutes Geld bezahlt?
Weil hier Klassenkampf ist und die Leute um ihre Rechte kämpfen müssen.
Nicht warten bis der Erlöser kommt.
 
E

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#63
denn, wenn euch 12 monate lang keine sozialversicherungspflichtige beschäftigung angeboten wurde,
fallt ihr mit 59 aus der arbeitslosenstatistik raus.
dann seid ihr zwar immer noch arbeitslos, aber nicht mehr im sinne der statistik.
so will es der gesetzgeber.

§ 53a (2) sgb 2 (neu!)
nachzulesen auf seite 8 ganz unten im folgenden link
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/074/1607460.pdf

am 15.02.2008 den bundesrat passiert.
meines wissens hat köhler das gesetz in der zweiten märzwoche unterschrieben.

nach dem wortlaut fällt man dann zwar mit 59 aus der statistik raus,
aber das heißt meines erachtens nicht,
dass man dadurch unter erleichterten bedingungen leistung beziehen kann.
wer denkt sich da schon was böses, oder?
Die erwähnte Regelung mit dem neuen § 53a SGB II ist Anfang April im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden. Nachzusehen hier: http://www.bgblportal.de/BGBL/bgbl1f/bgbl108s0681.pdf

(dies ist eine kostenlose Nur-Lese-Version des BGBl, ein Ausdrucken also nicht möglich).

Rentenversicherungsrechtliche Nachteile sollen den betroffenen Personen gemäß damaliger Begründung zum Gesetzentwurf angeblich nicht entstehen. Ich sehe allerdings nicht ganz, wie das technisch möglich ist, wenn jemand nicht mehr als arbeitlos gilt.
 

Linchen0307

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#64
.. ich werde im Oktober 58 und habe nächsten Monat ein Gespräch mit meiner FM.
Momentan bin ich noch im Krankenstand und auch erst seit dem 01.03. 2005 nach 5 1/2 Monaten sozialversicerungspflichtiger Tätigkeit arbeitslos.
In dem Brief meier FM steht, sie wolle sich mit mir über mein Bewerberangebot sowie übe meine berufliche Situation sprechen. Ob hier auch ein Angebot kommt, werde ich ggfs berichten.
.. heute war nun mein Termin bei der ARGE, das Angebot bestand darin, eine neue EGV zu unterschreiben, welches ich aber nicht tat.
Da ich immer noch krank geschrieben bin und dieser Zustand noch eine Weile erhalten bleibt, lehnte ich die EGV mit folgender Begründung ab:
Eingliederung in den Arbeitsmarkt derzeit nicht möglich, wie der Name schon sagt. Sollte darauf bestanden werden, wünsche ich einen Verwaltungsakt !!! Warum man sich dagegen mit Händen und Füssen sträubte, entzieht sich meiner Kenntnis.
Termin vorbei EGV nicht zustande gekommen!!!
 
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