Ist es zulässig, Urlaubstage als Azubi nach Übernahme mitzunehmen oder müssen diese vorher schon aufgebraucht werden?

eljey

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Ich habe nun das Problem,dass ich nächstes Jahr auslerne und ca. 20 Urlaubstage bis April nehmen muss und für den Rest des Jahres habe ich 10.
Nun habe ich aber für meine Tochter im Sommer 3 Wochen und im Winter 1 Woche aufgrund von Schließung keine Betreuungsmöglichkeit. Habe nun angefragt, ob ich ca. 10 Tage mit ins Angestelltenverhältnis nehmen kann, dies wurde verneint,da es sich um zwei verschiedene Beschäftigungsverhältnisse handelt.

Ich will mich mit der Begründung nicht zufrieden geben und bin der Meinung, dass es im Ermessen des AG liegt und kein Gesetz dagegen spricht. Weiß hier jemand etwas dazu?

Eine unentgeltliche Beurlaubung ist nicht möglich, da ich dann wieder Sozialleistungen beantragen müsste.

Es handelt sich um den öffentlichen Dienst.

Meint ihr, es würde etwas bringen, wenn ich mich an meine Gewerkschaft oder den Personalrat wende?
 

Helga40

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Dafür gibt es keine Grundlage. Wieso soll dich jemand mit vollem Lohnanspruch einer Fachkraft freistellen (Urlaub), obwohl diese Freistellung aus einer wesentlich geringer zu entlohnenden Tätigkeit stammt?

Was ein Arbeitgeber freiwillig macht, ist seine Sache. Aber freiwillig bedeutet nunmal freiwillig. Da hilft kein "will ich nicht akzeptieren."

Es gibt übrigens einen Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung. Wenn eine Einrichtung schließt, muss es eine Alternative geben.

Btw: dein Partner geht doch derzeit aufs Gymnasium. Hat der dann nicht auch frei in den Ferien?
 

ela1953

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Merkwürdige Aufteilung bei 30 Tagen Tarifurlaub im Jahr.
20 Tage für vier Monate, 10 Tage für 8 Monate.
Genau umgekehrt würde das für mich Sinn machen.
 

eljey

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Dafür gibt es keine Grundlage. Wieso soll dich jemand mit vollem Lohnanspruch einer Fachkraft freistellen (Urlaub), obwohl diese Freistellung aus einer wesentlich geringer zu entlohnenden Tätigkeit stammt?

Was ein Arbeitgeber freiwillig macht, ist seine Sache. Aber freiwillig bedeutet nunmal freiwillig. Da hilft kein "will ich nicht akzeptieren."

Es gibt übrigens einen Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung. Wenn eine Einrichtung schließt, muss es eine Alternative geben.

Btw: dein Partner geht doch derzeit aufs Gymnasium. Hat der dann nicht auch frei in den Ferien?
Okay, danke. Genau das wollte ich wissen, ob es auf Freiwilligkeit beruht oder ein Gesetz dagegen spricht.
Die Kita hat gesagt, dass es keine Notbetreuung in den Sommerferien gäbe, auch nicht in einer anderen Kita, die sind dann alle geschlossen.
mein Freund fängt nächstes Jahr eine Ausbildung an, ab 01.08, deshalb haben wir leider das Problem.
Beitrag wurde automatisch zusammengeführt:

Merkwürdige Aufteilung bei 30 Tagen Tarifurlaub im Jahr.
20 Tage für vier Monate, 10 Tage für 8 Monate.
Genau umgekehrt würde das für mich Sinn machen.
Also wir müssen die 20 bis März nehmen, weil dann ein Schulblock bis zu den Abschlussprüfungen statt findet. Und ab Juli , nach Übernahme, haben wir noch 10 Tage. Ist leider ziemlich blöd.
 

Helga40

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Die Kita hat gesagt, dass es keine Notbetreuung in den Sommerferien gäbe, auch nicht in einer anderen Kita, die sind dann alle geschlossen.

Kinderbetreuung ist kommunale Aufgabe. Nicht die Kindergärten regeln das, sondern deine Stadt- oder Gemeindeverwaltung, ggf. das Jugendamt. Ich denke, du hast im ÖD gelernt? Da solltest du doch wissen, was "Rechtsanspruch" bedeutet, oder?
 

eljey

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Kinderbetreuung ist kommunale Aufgabe. Nicht die Kindergärten regeln das, sondern deine Stadt- oder Gemeindeverwaltung, ggf. das Jugendamt. Ich denke, du hast im ÖD gelernt? Da solltest du doch wissen, was "Rechtsanspruch" bedeutet, oder?
Ich hatte aber gedacht, dass die Kita keinen Mist erzählt wenn sie behauptet, dass in den Sommerferien keine Notbetreuung stattfindet.. Und Rechtsanspruch heißt nicht, dass auch Plätze zur Verfügung stehen. Aber ich werde mich mal beim Träger informieren.
 

Helga40

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Was heißt denn Rechtsanspruch sonst? Rechtsanspruch auf ALG2 heißt dann "Sorry, diesen Monat ist das Geld alle, kommen Sie nächsten wieder."? Lernt man sowas heutzutage im ÖD?
 

Birgit63

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Also bei meiner Tochter schließt die Krippe im Sommer 3 Wochen. Da gibt es auch keine Vertretungskrippe. Meine Tochter muss in dieser Zeit ihren Sommerurlaub nehmen. Das ist auch eine Woche vor Ostern, eine Woche in den Herbstferien und zwischen Weihnachten und Neujahr der Fall. Da muss man sehen wie man das mit der Betreuung regelt. Freundinnen, Großeltern, Tante etc.
 

Gaestin

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ist hier auch so. Rechtsanspruch hin oder her, es hilft niemand, man muss selbst etwas organisieren.
Ich habe manchmal ausgeholfen, es gab nur in der Theorie den Rechtsanspruch.
 

Beebug

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Man kriegt doch nicht mal "so" alle Kinder in die KiTa/die Krippe. Wie soll es denn dann mit Vertretungen usw klappen? Liegt doch leider auf der Hand, dass es so gut wie nicht realisierbar ist.

Ich vermute leider auch, dass der Urlaub nicht mit genommen werden kann. Ich würde dem AG die Lage schildern, in meiner EH-Ausbildung haben viele Azubis den Urlaub mitnehmen können bis zu einem bestimmten Maß, ich meine, es waren 10 Tage. Vielleicht bekommst di Verständnis oder man versucht, dir bei der Betreuung unter die Arme zu greifen.
 

ela1953

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Also wir müssen die 20 bis März nehmen, weil dann ein Schulblock bis zu den Abschlussprüfungen statt findet. Und ab Juli , nach Übernahme, haben wir noch 10 Tage. Ist leider ziemlich blöd.
Ok. Also 6 Monate Azubi, 6 Monate angestellt.

Wären dann jeweils 15 Tage nach meinem Verständnis.
Und nicht 20 und 10.

Hat denn eure Kita die kompletten Sommerferien geschlossen?
Hier sind es immer drei Wochen, entweder am Anfang oder am Ende der Ferien.
In NRW beginnen die Ferien bereits im Juli.
 

Helga40

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Also bei meiner Tochter schließt die Krippe im Sommer 3 Wochen. Da gibt es auch keine Vertretungskrippe. Meine Tochter muss in dieser Zeit ihren Sommerurlaub nehmen. Das ist auch eine Woche vor Ostern, eine Woche in den Herbstferien und zwischen Weihnachten und Neujahr der Fall. Da muss man sehen wie man das mit der Betreuung regelt. Freundinnen, Großeltern, Tante etc.

Weil niemand die Lust hat, seinen Rechtsanspruch gerichtlich durchzusetzen, heißt es nicht, dass es das nicht gibt oder nicht möglich ist. Natürlich scheuen die meisten eine Auseinandersetzung mit dem Jugendamt oder der Gemeinde, wenn sie auf ein Notfallnetz zurück greifen können.
 

eljey

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Ok. Also 6 Monate Azubi, 6 Monate angestellt.

Wären dann jeweils 15 Tage nach meinem Verständnis.
Und nicht 20 und 10.

Hat denn eure Kita die kompletten Sommerferien geschlossen?
Hier sind es immer drei Wochen, entweder am Anfang oder am Ende der Ferien.
In NRW beginnen die Ferien bereits im Juli.
Ab dem 26.07 für drei Wochen leider :(
 

Birgit63

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Rechtsanspruch heißt nicht automatisch, dass die Betreuung an 365 Tagen im Jahr gesichert werden muss. Wenn man berufstätig ist und seine Kinder in einer Einrichtung betreuen lässt, dann darf auch die Einrichtung verlangen, dass man den Urlaub, den man als Berufstätiger ja bekommt, für die Kinderbetreuung genutzt wird. Die Einrichtungen dürfen auch Urlaub machen. Der Urlaub ist nicht dazu da, sich einen chilligen Tag ohne Kinder zu machen. Dann hätte man vielleicht ganz auf Kinder verzichten sollen. Ich für meinen Teil finde es schon großartig, dass man sein Kind ab einem Jahr in die Krippe geben kann. Als meine Tochter 1985 geboren wurde, gab es sowas noch gar nicht und auch Kindergartenplätze waren sehr rar. Wir mussten immer wieder sehen, wie wir die Betreuung mit Hilfe von Großeltern sicherstellen konnten.
 

grün_fink

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Unser Dorfkindergarten früher hatte das ganze Jahr über offen, nur vielleicht Weihnachten paar Tage zu. Ich war da so um das Jahr 1970 herum. Wenn die Kindergärtnerin Urlaub hatte oder verhindert war, gab es eine Vertretung.

Es arbeiteten Frauen wie Männer im Stall oder auf dem Feld, aber auch im Dorfkonsum oder bei der Post, oder in der Stadt im kleinen Betrieb.
Die Sauen und Kühe lassen leider keine Betriebsferien oder halbe Besetzung des Personals zu, und auch die Ernte fällt teils noch in die Sommerferien. Es wurden alle Leute gebraucht.

Zu dem Thema Großelter, Tanten, Onkels.
Zu meiner Kindergartenzeit gab es 2 schwerkranke Großeltern vor Ort, wobei noch zu meiner Kindergartenzeit eines davon starb. Der dritte Großelternteil ist nicht bekannt, der vierte schon vor meiner Geburt gestorben.
Mutter hatte keine Geschwister, Vater 2 Brüder. Der eine, der vor Ort wohnte, arbeitete mit seiner geistig eingeschränkten Frau vor Ort. Beide waren alkoholkrank. Der andere Bruder wohnte 12 Bahnstunden entfernt im kleinen Häuschen, wo sie zu 7ent wohnten, die konnten nicht mehrere Kinder aufnehmen und 4 Tage Bahnfahrt zum 2mal holen/bringen wären etwas viel gewesen.
Also praktisch keine Möglichkeiten, die Betreuung der Kinder anderweitig sicherzustellen.

In der Schulzeit waren wir immer 3 Wochen in den Ferienspielen (so eine Art hortmäßige Sommerbetreuung in der Schule), bis zur 4. Klasse. Der Rest des Sommers wurde abgedeckt durch Ferienlager, Urlaub daheim mit Eltern und als wir größer waren, eine Woche Stiefgroßvater (nur eins von uns 3 Kindern). Dieser war in meinen Augen schwer alkkoholkrank und hatte diesbezüglich auch einige Ausfälle, die teils sehr unangenehm waren.

Jo, und die Familie soll alles auffangen, obwohl die paar Hanseln selber arbeiten müssen, tot oder schwerkrank sind, oder viel zu weit weg wohnen.
 

Beebug

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"Familie soll alles auffangen" habe ich sehr häufig auch in anderen Situationen gehört zB als ich beim JC, der afA und meinem AG um ein Darlehen für den Führerschein bat. Ich soll doch meine Familie abklappern. Naja, entweder kein Kontakt oder in Privatinsolvenz. Da ist nicht viel mit Sparen und Unterstützen. Ich war in meiner Klasse auch das einzige Kind ohne ein Sparbuch. Auch 95% meines Umfeldes bekam den Führerschein bezahlt, durch Eltern und/oder Kommunion und die anderen kirchlichen Feste. Ich hatte "Jugendweihe" und bekam einen Laptop.

Es sagt sich immer alles sehr sehr einfach und lapidar.
TE, bist du mit deinem AG nochmal ins Gespräch gegangen?
 

Birgit63

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Ich bin ein sogenanntes Schlüsselkind. Es hat mir nicht geschadet. Den Führerschein habe ich mir nach meiner Ausbildung selbst finanziert. Unsere Tochter ist Einzelkind. Mein Mann und ich sind beide immer arbeiten gegangen. Auch meine Tochter war ein Schlüsselkind. Hortbetreuung gab es zwar. Aber die Plätze waren so rar, dass sie an Alleinerziehende (völlig in Ordnung) oder aber an Sozialhilfeempfänger vergeben wurden. Doppelverdiener hatten bei uns das Nachsehen. Hat ihr aber nicht geschadet. Den Führerschein hat sich unsere Tochter selbst finanzieren müssen. Sie hat auch neben der Schule mit 16 Jahren gejobbt um ihr Taschengeld aufzubessern. Ich finde das legitim. Kinder sollen wissen, dass das Geld nicht auf Bäumen wächst und dass man arbeiten gehen und Geld verdienen muss, wenn man Wünsche hat.
 

grün_fink

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das war bei mir auch so, mit dem Geld. Zumindest ab Klasse 8 habe ich mir mein komplettes Taschengeld selber verdient.
Innerhalb der Schulwochen war keine Zeit zum Arbeiten, wir waren schon fast 50 Stunden pro Woche nur für die Schule unterwegs, dazu Hausaufgaben und Lernen. Auf dem Kuhdorf gab es nur ganz selten Arbeit (außer Ferien), und woanders kam man in der knappen Zeit nicht hin, unmotorisiert. Und es war nicht üblich und nicht erlaubt per Gesetz.
Arbeit gesetzlich erlaubt war ab Klasse 8, 2 Wochen in den Sommerferien, organisiertes Sammelarbeiten (Lager für Erholung und Arbeit) oder in der Fabrik oder aufm Feld. Verdienstsmöglichkeit 220 Mark oder so ähnlich pro Jahr.
Bei uns waren alle Kinder im Hort bis Klasse 4, ich wollte nicht immer alleine spielen.
Im Kindergartenalter war ich nicht alleine daheim, da geht Schlüsselkind nicht.
Die Türen waren übrigens immer offen, außer nachts.
Beide arbeiten heißt übrigens nicht immer, dass beide gut genug verdienen. War bei uns natürlich nicht so.
Beim Besuch des Stiefopas hatte auch nur er Urlaub, seine Frau musste arbeiten.
Führerschein habe ich nach dem Studium finanziert, nachdem ich mich schon genug an eine Überschuldung für eine Mietswohnung gewöhnt hatte, türmte der den Schuldenberg auf.

Das nur am Rande.
 
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Helga40

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Rechtsanspruch heißt nicht automatisch, dass die Betreuung an 365 Tagen im Jahr gesichert werden muss.

Davon kann ich in § 24 SGB VIII nichts lesen. Kannst du mir die Gesetzesgrundlage für deine Weisheiten mitteilen?

Ich finde das immer komisch. Bezüglich des Rechtsanspruches auf ALG2 hat niemand Skrupel, den für 365/366 Tage im Jahr durchzusetzen. Da wird auf die Barrikaden gegangen, wenn was nicht stimmt. Aber bei der Kinderbetreuung kommt niemand auf die Idee, mal beim Jugendamt den Rechtsanspruch geltend zu machen.
 

HermineL

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Ich bin ein sogenanntes Schlüsselkind. Es hat mir nicht geschadet. Den Führerschein habe ich mir nach meiner Ausbildung selbst finanziert.
Das war wohl in unserer Generation so. Ich habe mir mit 6 schon Mittags selber was einfaches gekocht was meine Mutter sehr entlastet hat.


Ansonsten bin ich da absolut bei @Helga40. Der gesetzliche Anspruch auf Betreuung nach § 24 SGB VIII kennt keine Schließzeiten. Er kennt übrigens auch keine Öffnungszeiten zum Beispiel allein zwischen 8 Uhr und 16 Uhr. Im Gegenteil! Der Gesetzgeber hat nämlich verpflichtend vorgegeben, dass ein bedarfsgerechtes Angebot vorzuhalten ist.
 

grün_fink

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Bei uns im Landkreis gibt es so ein Tagesmütterprojekt, wo befristet auch einige Kinder in deren eigenen Räumen sind, ähnlich wie Kita. Ob das momentan arbeitet, weiß ich nicht.
 

eljey

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Rechtsanspruch heißt nicht automatisch, dass die Betreuung an 365 Tagen im Jahr gesichert werden muss. Wenn man berufstätig ist und seine Kinder in einer Einrichtung betreuen lässt, dann darf auch die Einrichtung verlangen, dass man den Urlaub, den man als Berufstätiger ja bekommt, für die Kinderbetreuung genutzt wird. Die Einrichtungen dürfen auch Urlaub machen. Der Urlaub ist nicht dazu da, sich einen chilligen Tag ohne Kinder zu machen. Dann hätte man vielleicht ganz auf Kinder verzichten sollen. Ich für meinen Teil finde es schon großartig, dass man sein Kind ab einem Jahr in die Krippe geben kann. Als meine Tochter 1985 geboren wurde, gab es sowas noch gar nicht und auch Kindergartenplätze waren sehr rar. Wir mussten immer wieder sehen, wie wir die Betreuung mit Hilfe von Großeltern sicherstellen konnten.
"Früher" waren die meisten Frauen auch zu hause, da die Kita auch nur bis 12 Uhr ging. Ich habe leider noch nicht die Möglichkeit, meinen Partner für mich arbeiten zu lassen, dann würde das Geld nicht reichen ;)
Beitrag wurde automatisch zusammengeführt:

Bei uns im Landkreis gibt es so ein Tagesmütterprojekt, wo befristet auch einige Kinder in deren eigenen Räumen sind, ähnlich wie Kita. Ob das momentan arbeitet, weiß ich nicht.
Dankeschön, meine Tochter war ein Jahr bei einer Tagesmutter, eventuell frage ich diese mal,ob sie Kita-Kinder in den Ferien betreut.
 

Kerstin_K

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Davon kann ich in § 24 SGB VIII nichts lesen. Kannst du mir die Gesetzesgrundlage für deine Weisheiten mitteilen?

Ich finde das immer komisch. Bezüglich des Rechtsanspruches auf ALG2 hat niemand Skrupel, den für 365/366 Tage im Jahr durchzusetzen. Da wird auf die Barrikaden gegangen, wenn was nicht stimmt. Aber bei der Kinderbetreuung kommt niemand auf die Idee, mal beim Jugendamt den Rechtsanspruch geltend zu machen.
Ich kenne keine einzige Kita, die keine Schliesszseiten hat.
 
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