Ist es üblich, daß von der täglichen Arbeitszeit eine halbe Stunde abgezogen und dem Arbeitszeitkonto gutgeschrieben wird?

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Sunshine

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Ich freue mich ein Forum gefunden zu haben dass auch das Thema Zeitarbeit beinhaltet.

Seit einem Jahr arbeite ich bei einer ZAF (Zeitarbeitsfirma) Teilzeit (120h). Bin soweit zufrieden. Natürlich gibt es das ein oder andere was einen aufregt. Aber das ist in jeder Firma so.
Nun zu meiner Frage.

In meiner Firma wird eine Arbeitsstunde mit 5,5 Stunden berechnet. Der Rest geht auf das Arbeitszeitkonto.
Jetzt weiß ich gar nicht ob das so üblich ist. Und vor Allem, wenn eine Stunde so berechnet wird, müsste ich nach meiner Logik mehr als 120 Stunden arbeiten um den vollen Lohn zu bekommen.

Oder habe ich ein Denkfehler?

Wäre schön wenn hier wer wäre, der Ahnung von meiner Problematik dbzgl hat.
 

Matt45

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Zum Verständnis bitte um Beantwortung von TE: Eine Stunde wird mit 5,5 Stunden berechnet? Wie ist das gemeint?

Vermutlich bin ich nicht der einzige der es nicht so versteht.
 

Sunshine

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Zum Verständnis bitte um Beantwortung von TE: Eine Stunde wird mit 5,5 Stunden berechnet? Wie ist das gemeint?

Vermutlich bin ich nicht der einzige der es nicht so versteht.

Ups, war dumm von mir. Ich umrande das mal.
Ich muss am Tag 6 Stunden arbeiten. Die Berechnung der ZAF ist aber 5,5 Stunden. Rest geht auf ZAK
Wenn die ZAF immer so berechnet, müsste ich mehr als diese 120 Stunden arbeiten da ja nur 5,5 Stunden "gearbeitet".
Dem ist nicht so, arbeite tatsächlich 6 Stunden. Ich hatte mich immer gewundert woher das PLUS auf mein ZAK kommt, da ich keine Überstunden mache.
Als ich nachfragte, antwortete man mir mit diesen 5,5.
 

Matt45

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Wie sind die Pausenzeiten bei dir am Tag? Eine halbe Stunde? Dann könnte es passen. Allerdings schreibe ich "könnte", weil dies eigentlich im AV genau beschrieben sein müsste. Mit Pause wären dann 6,5 Stunden am Tag normal. Kenne allerdings nicht dein Tätigkeitsfeld.

>>> Bei Plus im Arbeitszeitkonto sollte aber die Pause nicht auftauchen.

Wurden bei dir Stunden auch schon abgezogen(vom Konto) weil die ZAF keine Arbeit hatte? Dies wäre nicht erlaubt.


Bei einer Bekannten(Aufstockerin) wurde sogar der Passus Arbeitszeitkonto gestrichen, weil sie im Discounter viele Überstunden macht. Sie fand es unfair, weil sie fast 300,- Zuschlag im Monat hat. Wird zwar angerechnet bei ALG2, aber sie hatte die gleichen Ansichten wie der SB im Amt. >>> "Wenn ich arbeite dann möchte ich auch das Geld".
Diese Einstellung gefällt mir selber sehr gut, weil ich auch kein Freund von Arbeitszeitkonten bin.
1 oder 2 Stunden im Monat sind ja ok, aber oft wird es übertrieben.
 

Sunshine

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Die 6 Stunden sind Netto.
Bsp Arbeit:
06:30 - 13.00 Uhr
minus 30min Pause = 6 Stunden
Firma berechnet von diesen 6 Stunden nur 5,5 Stunden. Rest AZK.
Ich arbeite im Gesundheitswesen.

Im Arbeitsvertrag stehen überhaupt keine Berechnungen. Die ZAF schreibt zwar dass 5,5 vertraglich so sind, aber es steht nirgends drin.

Wurden bei dir Stunden auch schon abgezogen(vom Konto) weil die ZAF keine Arbeit hatte? Dies wäre nicht erlaubt.

Nein, dass hat sie nicht.
 

Badener

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Firma berechnet von diesen 6 Stunden nur 5,5 Stunden. Rest AZK.
Ich arbeite im Gesundheitswesen.

Hallo,
das ist (ziemlich) häufig so.
Auch z.B. in Sparten in denen z.B. die Schulferienzeit immer frei ist (damit wird ein "Polster" für die Ferien aufgebaut). Ob oder in wie weit das jetzt bei einer Zeitarbeitsfirma gerechnet wird kann ich leider nicht sagen ???
LG
 

Matt45

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Im Arbeitsvertrag stehen überhaupt keine Berechnungen. Die ZAF schreibt zwar dass 5,5 vertraglich so sind, aber es steht nirgends drin.

Jetzt verstehe ich es besser, allerdings sollte dies in deinen AV detailliert aufgeschlüsselt sein.

So ganz richtig kann es nicht sein, es sei denn du musst jeden Tag eine halbe Stunde "einzahlen" auf das Arbeitszeitkonto. Aber hier bin ich wieder bei der Regelung im Arbeitsvertrag.

>>> Übrigens sind es im Monat bei dir ca. 10 Stunden x 12 Monate = 120 Stunden! >>> Ein Monatslohn bzw. Arbeitszeit bei dir.

Bekommst du jeden Monat die 120 Stunden bezahlt bzw. was passiert mit der "Pluszeit"?

Genau hier beginnt für mich die Undurchsichtigkeit bei solchen Konten, deswegen gibt es bei meinen AG(bin auch berufstätig) kein Zeitkonto. Hatte ich damals abgelehnt(natürlich werden die Stunden bei mir kontrolliert).

Arbeiten ist nicht verboten, trotzdem mag ich keine Zeitkonten. Kann immer wieder zu "Spannungen" führen.
 

Kerstin_K

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Naja, so ein Arbeitszeitkonto kann auch praktisch sein, wenn man mal einen freien Tag braucht.
 

Kerstin_K

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Wenn es passiert sofort schriftlich reklamieren. Wird dann nicht abgeholfen ab zum Arbeitsgericht.
 

Heidschnucke

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Deine ZAF baut ein Arbeitszeit Konto auf um bei weniger oder keiner Beschäftigung sich daraus zu bedienen. Was es übrigens nicht darf, in ein Arbeitszeit Konto dürfen nur plus bzw. minus Stunden aufgenommen werden. Schlussendlich finanzierst Du die ZAF mit weil sie dir Lohn vorenthalten, wenn auch nicht direkt aber indirekt.
Für mich auch mal wieder ein Grund Zeitarbeit abzulehnen, sie betreiben ausschließlich Wertschöpfung in dem sie Ihre Angestellten ausbeuten, sie produzieren nichts außer Ärger und Frust!

§ bitte wende dich an Deine Gewerkschaft oder Eure neue Pflegekammer oder auch gern mal den Zoll
 

Curt The Cat

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Moinsen Sunshine und willkommen hier ...!
Ich war mal so frei und hab' den Titel Deines Fadens etwas abgerundet. Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und - soviel Zeit sollte sein. Ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11
11. Themen/Threads erstellen
Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen.Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!! oder Berechnung einer Arbeitsstunde, sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt!
Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf ausreichend Zeichen erweitert und zudem einen deutlichen Hinweis im Texteingabefeld hinterlassen. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

Erhellendes zum Thema findet man auch hier ... ->klick

Ich wünsche Dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt hier im Forum.


:icon_wink:
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
Kann ich denen mit einem Paragrafen kommen? Bräuchte eine Handfeste Argumentation.
Ich hätte da zum Einen den § 11 Abs. 4 Satz 2 AÜG im Angebot, und zum Anderen ein Urteil des Bundesarbeitsgerichts, welches ich u.a. hier zitiert hatte:
 

Kerstin_K

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Eigentlich gnz einfach:

Wenn nicht genug Arbeit da iat, ist das unternehmeisches Risiko und das darf nicht zu Lasten des Arbeitnehmers gehen.
 

grün_fink

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Wenn nicht genug Arbeit da iat, ist das unternehmeisches Risiko und das darf nicht zu Lasten des Arbeitnehmers gehen.
So ist es.
Und genau das ist der Unterschied zur Gleitzeitregelung in "normalen" Firmen.



 

Sunshine

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Vielen Dank an Euch. jetzt habe ich was in der Hand womit ich argumentieren kann.
Der Sachbearbeiter hat mir wörtlich gesagt, dass, wenn es zu lasten der Firma gehen würde, die dann bald "zu machen" können.
Bleibt natürlich das Risiko, dass man mich in Firmen einsetzt wo von ich keine Ahnung habe. Oder noch schlimmer, man würde mich in ein anderes Bundesgebiet einsetzen.
 

Matt45

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Lasse dich nicht so schnell einschüchtern, auch wenn man es leicht sagt(schreibt).

Das Risiko den "Laden dicht zu machen" trägt erst einmal der AG.

Hier sieht man schnell den Unterschied zwischen ZAF und anderen Firmen, gerade wenn eine(oder einer) unbequem wird und seine Rechte kennt.

Mein AG hat sich damals über meine Person gefreut: "Endlich einer mal mit Ecken und Kanten" war der Wortlaut.

Allerdings kannst du dich ja mal "umschauen" nach anderen Stellen, wenn es wirklich so schlecht steht bei deinen AG.

Ist die Stelle eigentlich befristet?
 

karuso

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Der Sachbearbeiter hat mir wörtlich gesagt, dass, wenn es zu lasten der Firma gehen würde, die dann bald "zu machen" können.

Dem würde ich sofort sagen das mich das einen feuchten Dreck interessiert ob die Bude zumacht oder nicht.Würde dann noch sagen AÜG §11 Abs.4 i.v.m § 615 bgb und gleich mit Arbeitsgericht drohen. Mal sehen ob der Richter das genauso sieht wie sie (Sachbearbeiter). Dann wäre ich fertig mit ihm.:icon_mrgreen::icon_mrgreen::icon_mrgreen:
 

Otto27

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Dem würde ich sofort sagen das mich das einen feuchten Dreck interessiert ob die Bude zumacht oder nicht.Würde dann noch sagen AÜG §11 Abs.4 i.v.m § 615 bgb und gleich mit Arbeitsgericht drohen. Mal sehen ob der Richter das genauso sieht wie sie (Sachbearbeiter). Dann wäre ich fertig mit ihm.:icon_mrgreen::icon_mrgreen::icon_mrgreen:
Problem ist halt gibt hier unterschiedliche Urteile, gab in Vergangenheit auch schon welche die zu Gunstern der ZAF ausgingen und habe auch mal wo gelesen dass Zeitarbeit so 1-2 Tage im Monat vom Zeitkonto verwenden darf, wenn gleichzeitig der Arbeitnehmer auch das Recht hat 1-2 Tage im Monat nach seinen Wünschen zu nehmen (so dass es nicht einseitig nur zu Gunsten der Zeifirma verwendet wird, sondern ausgeglichener ist...). Und ohne Rechtsschutzversicherung kann man sich halt fast nicht auf Gerichtsprozess einlassen (in erster Instanz muß man z. B. auch seine Anwaltskosten bis 1000€ selbst bezahlen, selbst wenn man gewinnt...)

PS: Meine Strategie-Überlegung war mal, zu versuchen zu verhindern überhaupt in solche Situationen zu kommen, indem man halt keine Überstunden ansammelt, sondern versucht sich gleich alles auszahlen zu lassen (habe hier auch mal Thread dazu erstellt, Link), nur das geht leider wegen den Tarifverträgen (wo niedrigere Stundenanzahl vereinbar ist) und dem vereinbarten Stundenkonto halt auch nicht....
 

Elgaucho

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Hier wird illegal versucht das Risiko der ZAF auf den Arbeitnehmer zu übertragen - indem man einfach pauschal Arbeitszeit als
Gutstundenrücklage abzieht. Wem das nicht gefällt - der kann der ZAF mit Klage drohen - diese wird dann einknicken und die
Gutstunden zahlen. Ob Sie demjenigen der mit Klage droht allerdings noch lange weiter beschäftigt - kann ich mir nicht vorstellen - es sei denn die ZAF ist aufgrund seiner einzigartigen Qualifikation drauf angewiesen. Diese Praxis machen fast alle ZAF und macht einer ernst - scheuen sie das Prozessrisiko wie der Teufel das Weihwasser und zahlen aus Angst das einer den Prozess gewinnt - ein Präzedenzurteil schafft und somit diese Regelung für immer vom Markt verschwindet. Es ist doch im Grunde genommen das gleiche mit der sogenannten Sachgrundlosen Befristung. Warum denn der mehr als verschwurbelte Name Sachgrundlos - Fachgrundlos - Argumentgrundlos nennen -für mich ist grundlos grundlos und grundlos sollte man nichts befristen. Was darf ich als einfacher Bürger eigentlich grundlos ?
 

Otto27

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Hier wird illegal versucht das Risiko der ZAF auf den Arbeitnehmer zu übertragen - indem man einfach pauschal Arbeitszeit als
Gutstundenrücklage abzieht. Wem das nicht gefällt - der kann der ZAF mit Klage drohen - diese wird dann einknicken und die
Gutstunden zahlen. Ob Sie demjenigen der mit Klage droht allerdings noch lange weiter beschäftigt - kann ich mir nicht vorstellen - es sei denn die ZAF ist aufgrund seiner einzigartigen Qualifikation drauf angewiesen. Diese Praxis machen fast alle ZAF und macht einer ernst - scheuen sie das Prozessrisiko wie der Teufel das Weihwasser und zahlen aus Angst das einer den Prozess gewinnt - ein Präzedenzurteil schafft und somit diese Regelung für immer vom Markt verschwindet. Es ist doch im Grunde genommen das gleiche mit der sogenannten Sachgrundlosen Befristung. Warum denn der mehr als verschwurbelte Name Sachgrundlos - Fachgrundlos - Argumentgrundlos nennen -für mich ist grundlos grundlos und grundlos sollte man nichts befristen. Was darf ich als einfacher Bürger eigentlich grundlos ?
Wenn in deinem Arbeitsvertrag niedrigere Stundenanzahl vereinbart ist (und das ist in der Regel der Fall...) dann können sie halt immer pauschal die Arbeitszeit abziehen wo du drüber bist und aufs Flexzeitkonto buchen, das ist ja gerade das Problem....
 
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