Ist es sinnvoll selbst einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente zu stellen, bevor die Agentur für Arbeit einen zum ärztlichen Dienst schickt?

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Alt aber kaputt

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Hallo Zusammen
Bin hier neu, stöbere aber schon seit ein paar Tagen in diesem Forum herum. Dabei haben sich mir jede Menge Fragen aufgetan, und hoffe hier Antworten zu erhalten.
Zu meiner Situation: Bin jetzt seit etwas mehr als 1 Jahr AU geschrieben (MS, Depr.,eine grauslige Fatique und anderes), und habe nun von der Krankenkasse die Ankündigung zur Aussteuerung (Juli) erhalten.
Bin Jahrgang 59 und könnte bei einer Bewilligung von EM-Rente eventl. noch von dem Sonderparagraphen zum Berufsschutz provitieren.
Eine Frage ist es nun, ob es für den Genehmigungsweg und möglicher Steine die einem hierbei in den Weg gelegt werden könnten (und dabei meine ich eine eventuelle Rückdatierung des Rentenbeginns auf das Jahr 2018, was durch die geänderte Zurechnungszeit einen gravierenden finanziellen Unterschied bedeuten würde) es günstiger ist, selber einen Antrag auf EM-Rente zu stellen, bevor ich vom AfA zum ärztl. Dienst geschickt werde.
Weiter überlege ich momentan mir einen Beratungstermin bei der Rentenversicherung zum Thema Rückdatierung in meinem Fall zu holen. Oder wecke ich da am Ende vielleicht nur schlafende Hunde?
Ach ja, letzte REHA in 2018, als AU auch für leichte Tätigkeiten nicht geeignet entlassen, jedoch wurde keine endgültige gesicherte Arbeitsunfähigkeit festgestellt. Ist dann im Sinne und zur Anwendung der Rückdatierung eigentlich der Leistungsfall zum Zeitpunkt der REHA eingetreten oder erfolgt der Leistungsfall erst nach endgültig festgestellter AU?
Welche Fehler in Bezug auf Antragstellung einer EM-Rente gilt es unbedingt zu vermeiden?
Für Tips / Einschätzungen wäre ich sehr dankbar
MfG
 

Doppeloma

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Hallo Alt aber kaputt, :welcome:

Bin hier neu, stöbere aber schon seit ein paar Tagen in diesem Forum herum. Dabei haben sich mir jede Menge Fragen aufgetan, und hoffe hier Antworten zu erhalten.

Zu deinen Fragen gibt es eigentlich schon Antworten ohne Ende, da könntest du wochenlang nachlesen und wärst immer noch nicht viel schlauer, wie es nun bei dir weitergehen wird und könnte.

Zu meiner Situation: Bin jetzt seit etwas mehr als 1 Jahr AU geschrieben (MS, Depr.,eine grauslige Fatique und anderes), und habe nun von der Krankenkasse die Ankündigung zur Aussteuerung (Juli) erhalten.
Bin Jahrgang 59 und könnte bei einer Bewilligung von EM-Rente eventl. noch von dem Sonderparagraphen zum Berufsschutz provitieren.

Ergänzende Frage dazu ob du noch in einem Arbeitsverhältnis stehst, das ist auch bei der DRV nicht ganz unwesentlich wenn man eine EM-Rente beantragt.
Was du dir von der möglichen "Berufsunfähigkeit" erhoffen würdest hängt auch davon ab, welchen Beruf du mal abgeschlossen und welchen du vielleicht zuletzt länger ausgeübt hast.
Zudem sind die Erwartungen (der berechtigten Jahrgänge VOR 02.01.1961 geboren) daran meist viel zu hoch, denn mit einer DRV-BU-Rente ist NUR der rein berufliche Teil (besondere berufsbedingte Belastungen) abgedeckt und für den "allgemeinen Arbeitsmarkt" gilt man immer noch als VOLL Erwerbsfähig (6 und mehr Stunden = Vollzeit nach Rentenrecht) !!!

Man erhält dann 50 % einer regulären EM-Vollrente als Betrag und hat KEINE Aussichten auf eine "Arbeitsmarktrente" ... denn der "allgemeine Arbeitsmarkt" steht ja zusätzlich Vollzeit "zur Verfügung".
Diese BU-Rente soll also nur den geringeren Verdienst in einer ungelernten / angelernten anderen Tätigkeit ausgleichen ... ich kenne einige Betroffene, die mit dieser Rente wegen BU von der DRV nicht wirklich "glücklich" geworden sind.

Sie haben nun zwar die "Halbe" EM-Rente (meist sogar "unbefristet") aber finden keine "passende" Arbeit dazu oder sind gar nicht wirklich in der Lage noch Vollzeit (oder wenigstens ein paar Stunden) was zu arbeiten, um davon auch leben zu können.
Dafür haben sie noch teilweise bis zum LSG kämpfen müssen, um wenigstens diese Rente zu bekommen.

Eine Frage ist es nun, ob es für den Genehmigungsweg und möglicher Steine die einem hierbei in den Weg gelegt werden könnten (und dabei meine ich eine eventuelle Rückdatierung des Rentenbeginns auf das Jahr 2018, was durch die geänderte Zurechnungszeit einen gravierenden finanziellen Unterschied bedeuten würde) es günstiger ist, selber einen Antrag auf EM-Rente zu stellen, bevor ich vom AfA zum ärztl. Dienst geschickt werde.

Es dürfte kaum was ausmachen, ob du den Antrag nun vorher stellst oder erst wenn dich der ÄD dazu auffordern würde, das muss der aber auch nicht machen, da wurde schon Mancher "Wundergeheilt" besonders wenn es einen recht frischen Reha-Bericht gibt, wo drin steht wie "fitt" man doch entlassen wurde.
Da hat der AfA-ÄD nur ganz ungerne eine andere Meinung als die Reha-Kliniken, denn die DRV kennt diese Berichte ja auch sehr gut und wird die auch bei einem EM-Renten-Antrag wieder für die Entscheidungen dazu in die Hand nehmen.

Weiter überlege ich momentan mir einen Beratungstermin bei der Rentenversicherung zum Thema Rückdatierung in meinem Fall zu holen. Oder wecke ich da am Ende vielleicht nur schlafende Hunde?

Da wirst du gar nichts "wecken" können denn der Eintritt des Leistungsfalles "Erwerbsminderung" wird erst im Laufe des Antragsverfahrens ermittelt und das aus den gesundheitlichen Unterlagen, dazu kann dich Niemand vorab "beraten", diese Mitarbeiter haben mit der echten Berechnung zu deinem Vorgang dann später gar nichts zu tun.

Dieser Leistungsfall wird also meistens eher in der Vergangenheit zu finden sein, denn EM-Rente beantragt man ja nicht "vorsichtshalber" schon für die Zukunft, sondern weil man schon längere Zeit z. B. AU gewesen ist und "wahrscheinlich" Erwerbsgemindert, wenn sich das nicht mehr bessert und man deswegen (in der Zukunft) NICHT mehr arbeiten KANN.
Ab wann genau hat die DRV festzustellen und kann das durchaus auch ziemlich "variabel" danach festlegen, wie es für die eigene Kasse (vorerst) noch vorteilhafter wäre.

Ach ja, letzte REHA in 2018, als AU auch für leichte Tätigkeiten nicht geeignet entlassen, jedoch wurde keine endgültige gesicherte Arbeitsunfähigkeit festgestellt. Ist dann im Sinne und zur Anwendung der Rückdatierung eigentlich der Leistungsfall zum Zeitpunkt der REHA eingetreten oder erfolgt der Leistungsfall erst nach endgültig festgestellter AU?

Da gibt es doch schon eine prima Ausgangsbasis für eine (nachträgliche) "Umdeutung" weil sich nun doch herausstellt, dass diese Reha deine Erwerbsfähigkeit nicht mehr bessern oder wiederherstellen konnte, direkt danach hatte man ja offenbar noch nicht die Absicht aber das kann sich später noch ändern.

Dort ging es übrigens NICHT um deine Arbeits-FÄHIGKEIT (dafür sind die behandelnden Ärzte zuständig und nicht die DRV) sondern um deiner Erwerbsfähigkeit nach dem Rentenrecht ...
Wegen langer AU alleine bekommt man noch lange keine EM-Rente (ich war fast 4 Jahre AU als mir die EM-Rente am Gericht endlich bewilligt werden musste) ... aber bei Bedarf (und zum eigenen Vorteil) nimmt die DRV auch gerne mal den Beginn einer AU als "Eintritt des Leistungsfalles".

Das eigene Antragsdatum ist es jedenfalls meist eher NICHT ... zu dem Zeitpunkt weiß oder meint man ja selber bereits Erwerbsgemindert zu sein ... das muss die DRV aber nicht auch genau so sehen wollen ...

Welche Fehler in Bezug auf Antragstellung einer EM-Rente gilt es unbedingt zu vermeiden?

Lies dich erst mal weiter dazu durch, da wirst du schon viele Antworten finden aber im Prinzip kannst du (fast) machen was du willst, die Entscheidungen der DRV dazu sind oft unergründlich und nicht unbedingt nachvollziehbar.
Es gibt keinen "Königsweg" zur EM-Rente ... :icon_evil:

MfG Doppeloma
 

Susanne42

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War deine Reha denn 100% zu deinem Leistungsbild passend? Denn sonst würde evtl eine zweite Reha Sinn machen.
Bei mir war es so ( Hautindikation chronischer Schmerz) das ich in 2017 eine orthopädische Reha machte. Die Reha verließ ich mit 1001 Einschränkungen und AU, aber unter Umständen mal wieder für leichte Tätigkeiten usw einsatzbereit. Den Durchbruch brachte dann eine psychosomatische Rehabilitation mit Schwerpunkt chronischer Schmerz und danach war ich sofort Erwerbsminderungsrentner.
Das ist zwar oft nicht hilfreich, aber von dieser Situation ( also das die Reha halt nicht 100% passt) liest man immer wieder und dann passt nämlich auch das dort beschriebene Leistungsbild nicht 100%.
Das macht aber natürlich nur Sinn, wenn du Rehas ( so wie ich) ganz gut und erholsam findest ( ich gehe echt gern zu Rehas 😅damit bin ich wohl hier aber die große Ausnahme 😅) .
Ein erneuter Rehaantrag würde auch das Datum der Erwerbsminderungsrente verändern. ( jedenfalls währe die Wahrscheinlichkeit dann höher)
 

saurbier

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Hallo Susanne42,

War deine Reha denn 100% zu deinem Leistungsbild passend? Denn sonst würde evtl eine zweite Reha Sinn machen.

Ich frag mich gerade wie du auf diese Idee kommst, zumal ich das schon mal gelesen hab.

Wer bereits eine Reha auf Kosten der DRV erhalten hat, der wird so schnell mit Sicherheit keine zweite bekommen, außer es liegen besondere Faktoren vor.

Damals (in den 2000er) hat ein Freund von mir innerhalb eines Jahres gleich mehrere Reha absolvieren dürfen und wurde zu diversen Gutachtern geschickt, alles nur um eine Rente zu vermeiden.

Nun inzwischen sind dies besondere Ausnahmefälle, denn wer gerade mal frisch in einer DRV-Reha (und hier liegt dann die Betonnung auf DRV-Reha) war, der bekommt so schnell keine neue, denn es liegt ja eine sozialmedizinische Begutachtung vor welche Aufschluss über die aktuelle Erwerbsfähigkeit gibt.

Da könnte wenn überhaupt, noch ein zusätzliches Gutachten in Erwägung gezogen werden, weil die DRV den Reha-Ärzten nicht so ganz glauben mag.

Und nur weil das Rehahaus nicht unbedingt die Fachbereiche bzw. alles abdeckt, was an Krankheitsbildern vorliegt, nun deshalb bekommt man auch keine weitere Reha.

Laut Auskunft meines Arztes sieht die DRV Rehas im Abstand von 4 Jahren vor, heißt früher einen Reha-Antrag zu stellen (außer man kommt aus dem KH) bringt nichts. Das heißt natürlich nicht, das die KK eine Reha auf eigene Kosten vornehmen kann/darf.


Grüße saurbier
 

Alt aber kaputt

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Hallo Doppeloma, Hallo Susanne42
Vielen Dank schon mal für eure Infoś.
Zu der ergänzenden Frage ob ich noch in einem Arbeitsverhältnis stehe:
Mein Arbeitgeber war so "freundlich", nach dem er von meinem Gesundheitszustand Wind gekriegt hat, mich per Änderungskündigung zu entsorgen, was bei ihm ein nicht unbedingt unüblicher Vorgang ist.
Von der eventl. möglichen Berufsunfähigkeit erhoffe ich das ich über den Weg des "verschlossenen Arbeitsmarkt" eine volle Rente erlangen könnte.
Beruflich habe ich mehrere abgeschlossene handwerkliche Berufsausbildungen, war aber seit Jahren als Standortverantwortlicher und Prod.Leiter in einem Konzern der elektrotechnische Geräte herstellt angestellt. Der Plan war es eigentlich zum Ende des Jahres 2017 eine Niederlassung des Konzern komplett zu übernehmen. Krankheit und die Reaktion der Chefetage haben dem Ganzen dann ein ziemlich apruptes Ende gesetzt.
Bisher war ich der Meinung dass bei vor 1961 geborenen eine Teilweise EM-Rente in eine volle Rente umgewandelt wird wenn der zuletzt ausgeübte Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann, bzw. ein dann entspr. Arbeitsplatz nicht ausreichend am Arbeitsmarkt vorhanden ist.
@Susanne42 : Der Tip mit der REHA ist ganz lieb gemeint, aber ich glaube nicht dass mir so kurz nach einer erfolgten Reha gleich wieder eine weitere genehmigt wird. Mein Neurologe hat dies insofern schon versucht, indem er zur Klärung der Frage ob die Fatique oder die Depressionen für meine permanente, starke Müdigkeit ausschlaggebend sind, bei der Krankenkasse (natürlich hat er nur den Schriftsatz verfasst, den ich dann der Krankenkasse übergab) um eine psychosomatische Reha angefragt (Ende Dez.2018). Bis zum heutigen Tag habe ich dann nichts mehr von der KKK zu diesem Thema gehört.
MfG
 

Doppeloma

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Hallo Alt aber kaputt,

Zu der ergänzenden Frage ob ich noch in einem Arbeitsverhältnis stehe:
Mein Arbeitgeber war so "freundlich", nach dem er von meinem Gesundheitszustand Wind gekriegt hat, mich per Änderungskündigung zu entsorgen, was bei ihm ein nicht unbedingt unüblicher Vorgang ist.

"Kurz und knackig" ausgedrückt bist du also arbeitslos, die konkreten Gründe deines AG dafür interessieren die DRV nicht wirklich ... wenn es um die Entscheidungen zur EM-Rente geht.
Was sagt denn dein letzter Reha-Bericht im Bezug auf deine letzte Tätigkeit aus, das steht doch da alles drin, ob man dich zumindest für "Berufs-Unfähig" gehalten hat in der Reha oder ob man der Ansicht ist, du könntest diese Tätigkeit (an sich) auch zukünftig wieder ausüben ???

Von der eventl. möglichen Berufsunfähigkeit erhoffe ich das ich über den Weg des "verschlossenen Arbeitsmarkt" eine volle Rente erlangen könnte.

Dann solltest du noch mal sehr genau nachlesen, was ich dazu schon oben geschrieben habe, es gibt KEINEN "verschlossenen Arbeitsmarkt" bei einer DRV-BU-Rente, der gesamte "allgemeine Arbeitsmarkt" steht dir (Vollzeit) zur Verfügung, um eine Tätigkeit ohne die bisherigen beruflichen Belastungen aufzunehem.

Ob es eine solche Tätigkeit gibt und ob dich ein AG auch einstellen möchte, interessiert die DRV dabei nicht, die reine DRV-BU-Rente wird NICHT zur "Arbeitsmarktrente" ... :icon_evil:

Bisher war ich der Meinung dass bei vor 1961 geborenen eine Teilweise EM-Rente in eine volle Rente umgewandelt wird wenn der zuletzt ausgeübte Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann, bzw. ein dann entspr. Arbeitsplatz nicht ausreichend am Arbeitsmarkt vorhanden ist.

Deine persönliche Meinung stimmt aber nicht mit der geltenden Rechtslage überein, das gilt NICHT wenn nur die letzte berufliche Tätigkeit gesundheitlich ausgeschlossen ist und eine BU-Rente tatsächlich bewilligt wird, damit darfst du ja ALLES Andere noch Vollzeit (6 und mehr Stunden) arbeiten, was der "allgemeine Arbeitsmarkt" so zu bieten hätte.

Was du meinst gilt NUR wenn man bereits für den "allgemeinen Arbeitsmarkt" (also völlig unabhängig vom Beruf oder der letzten Tätigkeit) komplett als Teil -Erwerbsgemindert (3 - UNTER 6 Stunden Erwerbsfähigkeit) von der DRV anerkannt wird, dafür ist auch das Gebutsdatum völlig egal.
In diesem Falle (mit einer bereits bewilligten regulären EM-Teilrente) bekommt man (immer nur befristet) eine EM-Vollrente wenn der dazu erforderliche (gesundheitlich zumutbare / leidensgerechte) Teilzeit-Arbeitsmarkt als "verschlossen" gilt ( = "Arbeitsmarkt-Rente"), ich kann dir das deswegen so genau beschreiben, weil ich zunächst auch eine solche "Arbeitsmarktrente" bewilligt bekam.

Vorher bekam ich allerdings schon die reguläre EM-Teilrente bis zur Altersrente (also KEINE BU-Rente), ich hätte also dazu einen "leidensgerechten" Teilzeit-Arbeitsplatz gebraucht und den gab es nicht (dieser Teilzeit-Arbeitsmarkt war für mich "verschlossen") ... darum wurde dann die EM-Vollrente als "Arbeitsmarktrente" befristet bewilligt.
Inzwischen bin ich schon (seit letzten Sommer) in regulärer Altersrente, daher ist der Rest hier für deinen Fall nicht relevant.

@Susanne42 : Der Tip mit der REHA ist ganz lieb gemeint, aber ich glaube nicht dass mir so kurz nach einer erfolgten Reha gleich wieder eine weitere genehmigt wird.

Den Ratschlag wird wohl nur Jemand geben, der tatsächlich gerne auf Reha ist und das "genießen" kann, soll es ja auch geben aber um eine EM-Rente zu erreichen, ist das meist keine gute Idee.
In der Regel achtet die DRV auch schon selber darauf, dass die Indikationen einigermaßen "passen" können, eine Reha die sehr komplexe Gesundheitsprobleme ALLE gleichermaßen beachten kann, wird es niemals geben können. :icon_evil:

Mein Neurologe hat dies insofern schon versucht, indem er zur Klärung der Frage ob die Fatique oder die Depressionen für meine permanente, starke Müdigkeit ausschlaggebend sind, bei der Krankenkasse (natürlich hat er nur den Schriftsatz verfasst, den ich dann der Krankenkasse übergab) um eine psychosomatische Reha angefragt (Ende Dez.2018). Bis zum heutigen Tag habe ich dann nichts mehr von der KKK zu diesem Thema gehört.

Dafür konkrete Krankheitsbilder "zu klären" ist ja auch keine Reha-Klinik zuständig, das müsste in einer fachlich geeigneten Akut-Klinik gemacht werden, das sollte einem Facharzt aber auch bekannt sein.

Reha-Kliniken sind dafür in der Regel nicht zuständig, die sollen einen Behandlungserfolg "abrunden und stabilisieren" und nicht erst herausfinden, was überhaupt mit dir los ist ... Ziel einer DRV-Reha ist vorrangig, die Wiederherstellung oder wenigstens Besserung der Erwerbsfähigkeit ... das gilt auch für psychosomatische Reha-Kliniken.

Ich war in einer solchen Reha-Klinik, da wurde NICHT herausgefunden was ich habe, sondern geleugnet / ignoriert, was mein Facharzt festgestellt hatte (Erschöpfungsdepressionen) und mir immer wieder (psychotherapeutisch) eingeredet, ich hätte nur die falsche Lebens- und Arbeits-Einstellung ...
Das kam allerdings sehr schlecht bei mir an, nach fast 40 Berufsjahren, also fehlte mir dazu komplett die nötige "Motivation" diese Reha wenigstens irgendwie (als Urlaub) "zu genießen" ...:icon_neutral:

Für eine solche Reha dürfte auch bei dir NUR noch die DRV zuständig sein, da kannst du lange "Bittbriefe" an die KK schreiben, die zahlen med. Reha-Maßnahmen erst wieder (wenn überhaupt) für Rentner auf Dauer (wegen EM oder wegen Alters), dann gilt es (schwere) Pflegebedürftigkeit zu verhindern oder wenigstens hinaus zu schieben.
Bei Einweisung (durch deinen Arzt) in eine Akutklinik wird die KK allerdings zahlen müssen, das muss aber dein Arzt bei medizinischer Erfordernis durchsetzen (können und wollen) und NICHT du als Patient. :icon_evil:

MfG Doppeloma
 
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Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

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