Ist es sinnvoll die Hoffnung zu haben das man hartz 4 erhöht auf die 570 Euro

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Hallo alle Zusammen...

Ist es sinnvoll die Hoffnung zu haben das die Regierung das Hartz 4 auf die 570 Euro erhöht wie es von Anfang an hätte sein müssen wenn man die Berechnung mit den am Schlechtesten verdienenden 20 Prozent angewendet hätte...?

Ich beziehe mich hierbei auf folgenden Link

https://www.youtube.com/watch?v=Ml_cVzQccEk

Was ist eure Meinung dazu..?
 

AsbachUralt

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Hoffen kann und darf man immer, aber eintreten wird das niemals auf einen Schlag, sondern höchstens im Laufe der Jahre durch die jährlichen Erhöhungen.
Alleine schon deshalb, weil eine solche Erhöhung den Kreis der Berechtigten sofort um ein Vielfaches erhöhen würde, mit den dementsprechende Kosten.
Und was ein großer Teil der Öffentlichkeit davon halten würden, kann man sich leicht denken.
 

vidar

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... das die Regierung das Hartz 4 auf die 570 Euro erhöht
Wenn man die letzten Erhöhungen mal so betrachtet und einfach mal davon ausgeht künftig mit einem jährlichen Zuwachs von gut gerechneten 2,5 % abgespeist zu werden, wird es wohl 13 Jahre dauern bis dein gewünschter Wert von 570 € erreicht werden kann. Mit der momentanen politischen Konstellation ist eine schnellere Erhöhung bestimmt nicht durchsetzbar.
 

cibernauta

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Wenn eine Regierungsbeteiligung der Rechtspopulisten mittelfristig auch in der BRD kommt, ist eher mit einem weiter oder sogar mit Verschlechterungen zu rechnen.

Ein weiteres Szenario wären massive Kürzungen von Sozialleistungen im Kontext einer Wirtschaftskrise.

Es gibt genug mächtige Menschen auch unter unseren Eliten, die den Sozialstaat für nicht mehr finanzierbar halten.
 

RobbiRob

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Es ist auch eine grundsätzliche Frage, was man als Existenzminimum definiert.

Davon ab, sehe ich weder politische Mehrheiten und auch keine Mehrheit in der Bevölkerung, die das momentan befürwortet.

Ich sehe bei einer richtigen Rezession eher Gegenteiliges.
Erhöhungen im Rahmen der Inflationsrate werden natürlich kommen, evtl. mit ein wenig Kosmetik.

Außerdem sollte man nicht immer nur den Regelsatz sehen, sondern die Gesamtleistung, insbesondere auch Krankenversicherung.
 
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Wenn eine Regierungsbeteiligung der Rechtspopulisten mittelfristig auch in der BRD kommt, ist eher mit einem weiter oder sogar mit Verschlechterungen zu rechnen.
Wieso meinst du muss man mit Verschlechterungen Rechnen? Im Bundestag oder den Landtagen weiß grad nicht so genau sprach doch einer der AfD Politiker schon an das den Hartz 4 Empfängern eigentlich 570 Euro zustehen würden...

Ein weiteres Szenario wären massive Kürzungen von Sozialleistungen im Kontext einer Wirtschaftskrise.

Es gibt genug mächtige Menschen auch unter unseren Eliten, die den Sozialstaat für nicht mehr finanzierbar halten.
Nun was will man denn mit den ganzen Arbeitslosen machen? ins Arbeitslager stecken? oder ins KZ? oder gleich auf die Straße?

Finde den Gedanken sehr beängstigend..
 

AsbachUralt

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Man sollte nicht davon ausgehen, dass Sozialleistungen fest in Stein gehauen sind.
Es können auch einmal wieder ganz andere Zeiten kommen, vielleicht wieder ein Zusammenbruch der Wirtschaft, ähnlich 1929? Es gibt Experten die gerade jetzt davor warnen, zumal Rezessionen immer wieder auftreten.
Je nach Tragweite kann es auch dazu kommen, dass man Suppenküchen einrichtet statt Hartz IV.
Wir leben seit 73 Jahren ohne Hungersnöte und anderen schrecklichen Ereignissen wie Krieg usw., die für unsere Vorfahren aber im Lauf ihres Lebens immer wieder auftraten, von daher ist die Generation seit 1945 so glücklich, wie wohl keine vor uns und hält das für Selbstverständlich.
 

Kerstin_K

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Musst ihr immer solche Schreckensszenarien bauen? Ich finde das krank.
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vidar

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Moin @Kerstin_K,

Recht hast du! Es ist aber trotzdem mal so, dass nichts einen dauerhaften Bestand hat. Schaue dich in der Welt um, und du wirst feststellen, dass meistens zu erst bei den (sozial) schwächeren Bürger mit dem Sparen angefangen wird, sobald ein Staat nach einer Wahl einen anderen politischen Weg eingeht, oder nicht mehr in der Lage sein sollte seine finanziellen Verpflichtungen bedienen zu können. Je mehr auch ein Land autokratisch regiert wird, desto schneller sind es gerade die Schwachen innerhalb der Bevölkerung, die da runter zu leiden haben.
 
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Recht hast du! Es ist aber trotzdem mal so, dass nichts einen dauerhaften Bestand hat. Schaue dich in der Welt um, und du wirst feststellen, dass meistens zu erst bei den (sozial) schwächeren Bürger mit dem Sparen angefangen wird,
Nun Das würde ja bedeuten man holt Kontrollfrei Flüchtlinge ins Land die in das Sozialsystem einwandern und wenn genug hier sind fängt man an bei den Ärmsten zu Sparen um ein Bürgerkrieg rauf zu beschwören...

Der ja dann genaugenommen nur diejenigen betrifft die nicht Arbeiten gehen...

Also ein Teil der Flüchtlinge und eben die länger hier lebenden..
 

cibernauta

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Wieso meinst du muss man mit Verschlechterungen Rechnen?
Es gibt zwar einen "sozialen" Flügel um Höcke in der Partei, der ist aber nicht mehrheitsfähig. Die AfD ist durch und durch neoliberal und natürlich ihren Geldgebern verpflichtet.

Nun was will man denn mit den ganzen Arbeitslosen machen?

Finde den Gedanken sehr beängstigend..
Das ist er, aber das Versagen der ehemaligen Sozialdemokraten lässt über kurz oder lang wohl nichts Gutes hoffen.
Schau doch nach Griechenland, Spanien, Italien ...

@Kerstin_K Krank ist die Entwicklung unserer Gesellschaft. Da hilft es nichts den Kopf in den Sand zu stecken. Die Mittelschicht glaubt immer noch das Märchen von "uns geht es gut" und schreit -Hurra, wir dürfen zahlen. Wie lange noch?
 

vidar

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... man holt Kontrollfrei Flüchtlinge ins Land die in das Sozialsystem einwandern ...
Wie du hier mittels meiner Aussage einen Zusammenhang mit den Flüchtlingen siehst, kann ich nicht nachvollziehen. Diese bzw. deine Art hier zu meinem Kommentartext den Versuch einer negativen Meinungsbildung hinsichtlich der Flüchtlinge konstruieren zu wollen, verbiete ich mir.
 
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Wie du hier mittels meiner Aussage einen Zusammenhang mit den Flüchtlingen siehst, kann ich nicht nachvollziehen. Diese bzw. deine Art hier zu meinem Kommentartext den Versuch einer negativen Meinungsbildung hinsichtlich der Flüchtlinge konstruieren zu wollen, verbiete ich mir.
Wenn das so rübergekommen ist...Entschuldigung!..
 

RobbiRob

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Die Mittelschicht glaubt immer noch das Märchen von "uns geht es gut" und schreit -Hurra, wir dürfen zahlen. Wie lange noch?
„Die Mittelschicht“ ist ja durchaus breiter und bei der Gruppe der etwas besser verdienenden sehe ich eher die Tendenz, dass viele nicht mehr bereit sind so hohe Abgaben zur Finanzierung des Alg2 zu zahlen.

Mag sein, dass da eine vermeintliche Arbeitsplatzsicherheit naiv angenommen wird.

Die allgemeine Forumsmeinung hier, sei es zur Höhe der Leistung oder auch in Bezug auf das Thema Zaf und Zumutbarkeit bei Alg2 höre ich zumindest subjektiv vollkommen anders, als viele Betroffene hier meinen.

Von daher halte ich die Hoffnung des Threadthemas für Wunschträume.
 

nik72

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„Die Mittelschicht“ ist ja durchaus breiter und bei der Gruppe der etwas besser verdienenden sehe ich eher die Tendenz, dass viele nicht mehr bereit sind so hohe Abgaben zur Finanzierung des Alg2 zu zahlen.
Bleibt nur zu hoffen, dass jemand von den etwas besser verdienenden nicht auch mal in ALG2 rutscht und dann sein Vermögen bis auf den Freibetrag aufbrauchen muss.

Warum sollten sie dann nur bei ALG2 nicht bereit sein, hohe Abgaben zu zahlen?

Heisst das, sie zahlen z.B. für den Euro- Rettungsschirm, die Diäten der Politiker oder Bundeswehreinsätze im Ausland gern hohe Abgaben?

Steuergelder werden wohl noch für mehrere Dinge ausgegeben, als nur für ALG2.

Es sollten wieder ABM- Stellen eingeführt werden. Da bekam man Lohn, zahlte in das Sozialsystem ein und war damit zumindest einige Zeit vom Amt weg.

Ich glaube aber auch nicht daran, dass der ALG2- Satz so stark erhöht wird.
 

saurbier

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Wer ernsthaft davon träumt das diese oder eine andere Regierung den Hartz IV Satz anheben würde (außer der jährlichen Inflationsanpassung), der sollte sich mal anschauen was von der Wahlpropaganda der SPD bezüglich dem Mindestlohn übrig geblieben ist.

Die Mindestlohnkommission hat einen Mindestlohn von sage und schreibe 9,19€ für 2019 beschlossen, welcher 2020 einmalig um weitere 16 Cent angehoben werden solle. Wohlgemerkt es ist noch ein Vorschlag.

Wie sagte damals doch Frau Nahles und in diesem Jahr unser neuer Arbeitsminister - der Mindestlohn muß ein Niveau erreichen womit eine Rente oberhalb der Grundsicherung nach 45 Arbeitsjahren ermöglicht wird -, das wäre mein Ziel.

Tja, dumme reden wie immer, mehr sind wir von Politikern vor einer Wahl eh nicht gewohnt.

Also werden wir da die Forderungen der Kirchen und Sozialverbände nach einem höheren ALG-II auch nicht sehen.


Grüße saurbier
 

RobbiRob

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Bleibt nur zu hoffen, dass jemand von den etwas besser verdienenden nicht auch mal in ALG2 rutscht und dann sein Vermögen bis auf den Freibetrag aufbrauchen muss.

Warum sollten sie dann nur bei ALG2 nicht bereit sein, hohe Abgaben zu zahlen?
.
Bezieht sich auf den Thread und Ausgaben für Soziales, ein Blick in den Bundeshaushalt genügt, um zu sehen was los ist.

Und genau das ist das Problem bei einer Rezession, es fehlen dann massiv Gelder, die jetzt schön sprudeln und wo jeder nach Verteilung der 48 Milliarden schreit.
Ich warne hier allerdings vor Bewilligung von Dauerausgaben, die fallen dann nämlich jedes Jahr an.

Übrigens geht der Grossteil für versicherungsfremde Leistungen der niedrigen Renten raus und ehrlicherweise reicht das noch nicht einmal aus..., siehe Mütterrente.
Freue mich für meine Mum, da 3 Kinder und schöne Erhöhung.
Hätten die sich trotzdem besser sparen sollen.

Was Du da übrigens einigen besser verdienenden bzw. vorsorgenden Arbeitnehmern wünschst ist doch Realität und genau der Fehler von Hartz IV:
Jahrelange Beitragszahler mit Leuten zusammenwürfeln, die noch nie oder fast nie gearbeitet haben.

Zur Ehrlichkeit gehört aber, dass genau das, nämlich die Zusammenlegung Sozialhilfe und Arbeitslosenhilfe eigentlich breiter Konsens der Parteien war.
 
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SelfDelUser_63679

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Es ist - generell - keine sehr gute Idee, sich "auf den Staat" zu verlassen.

Eine Erhöhung auf 570 Euro wird es sicher irgendwann geben. Bis dahin sind aber auch die Preise entsprechend gestiegen. Gewinn? Nichts.
 

Matze1988

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Es ist - generell - keine sehr gute Idee, sich "auf den Staat" zu verlassen.

Eine Erhöhung auf 570 Euro wird es sicher irgendwann geben. Bis dahin sind aber auch die Preise entsprechend gestiegen. Gewinn? Nichts.


Stimm dir da Komplett zu, wie hoch ist der Satz Aktuell bei 416 Euro etwa ?.

Bei ner Erhöhung auf 416 wärens 154 Euro bzw. der Regelsatz wurde immer im schnitt etwa 5 Euro angehoben, alle 1-2 Jahre.

Er wird halt irgendwann bei 570 Euros sein, aber bei den Tempo in über 30 -60 Jahren .

Aber durch die Inflatation bzw. die mehrkosten , wirds im endeffekt keine Erhöhung sein, weil alles teurer geworden ist.


Sowie auf die Politik ist eh 0,00000000000000000000% verlass, das dies jemals regeln wird.

Die nächsten Regierungen werden eh Quasi zu 100% aus : CDU/CSU/SPD/FDP/AFD/Grünen bzw. diesen Parteien bestehen.Sowie die Grünen nur als Juniorpartner inne Koalition gehen würden bzw. die anderen parteien , kein interesse an sowas haben.

Es ist wahrscheinlicher das , das Bundesverfassungsgericht ,erstmal nur die Sanktionen zumindestens Einschränkt evtl. sogar Komplett kippt, irgendwann mal. Als das die Politk den Hartz 4 Satz zumindestens nennenswert erhöht. Müssen nicht direkt 570 Euro oder so sein. Aber mal 30-50 Euro , wären nen Anfang. Wird aber niemals passieren.


Sowie das Linken Programm mit den 1050 Euro wird auch nur ne Träumerei sein. Also die Sanktionsfreie Mindestssicherung. Sowie wenn die Sanktionen tatsächlichen Gekippt werden mit den Bundesverfassungsgericht, ist Quasi schon Hartz 4 ne Sanktionsfreie mindestssicherung , auch wennse vlt 100-200 Euro im Schnitt unter den 1050 euro liegt.


Glaub persönlich es ist wahrscheinlicher das ist Jahrzehnten es nen BGE mal geben wird, als das die Linken ihr Programm durchsetzen können bzw. in regierungsverantwortung kommen.
 

RobbiRob

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Das Grundproblem liegt aber auch in der unterschiedlichen Erwartung.

Das Alg2 ist ja eigentlich nur als Hilfe zur Selbsthilfe, also Überbrückung bis zur eigenen Existenzsicherung für Arbeitsfähige gedacht.

Die Praxis ist dann bei den Langzeitbeziehern, aus den unterschiedlichsten Gründen, eine andere.
 

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