Ist es rechtens, ein erhöhtes befördungsentgeld zu fordern weil man das mobile ticket nicht vorzeigen konnte?

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HROFamily

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Sorry falls es nicht passt, habe kein passendes forum gefunden, sonst bitte verschieben...

guten tag
folgenes.
am 6.3. habe ich ein online ticket bei unserer straßenbahn ag erworben.
da ich dringend zum tierarzt musste und ich im stress war habe ich mein handy wo dieses gebucht war leider zu hause vergessen.
nun kam es wie es kommen musste es kam zur fahrkartenkontrolle und ich konnte deswegen das ticket nicht vorzeigen.
ich habe gleich an dem selben tag noch ein sachverhalt hingeshcriben mit dem ausdruck des mobilen tickets und aals antwort kam, das dies keine rechtfertigung sei und man eben dann ein neues ticket kaufen müsse und wenn man das ticket nicht vorzeigen kann ein erhöhtes endgeldnbezahlen muss.
allerdings bin ich ja garnicht in meinen augen schwarz gefahren da ich nachträglich ja nachgewiesen habe, dass das ticket ja an dem selben tag kurz vorher mobiel gebucht wurde.
fleißig vin der kreditkarte haben sie es auch abgezogen.
es kann doch nicht sein, das man doppelt etwas bezahlen muss dazu kommt das ich nicht immer kleingeld mit mir führe was ja auch keine pflicht ist, um dann nochmal ein neues ticket zu kaufen ich nahm ja bis dahin njoch an, das ihc mein handy mt habe mir ist es dann erst aufgefallen als ich es rausholen wollte zum vorzeigen.
habe ich nun pech oder noch eine chance?
wenn ich nun die 60 euro bezahlen muss, habe ich so gesehen das eine ticket für nix bezahlt aber man hat es ja so dicke.
 

Couchhartzer

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Ist es rechtens, ein erhöhtes befördungsentgeld zu fordern weil man das mobile ticket nicht vorzeigen konnte?
Schau einfach in die Geschäfts- und Beförderungsbedingungen des entsprechenden Verkehrsunternehmen, denn diese sind dafür die vebindlich maßgebliche Geschäftsgrundlage.
Ist es dort so niedergeschrieben, dann wäre es auch zulässig.
 

TazD

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So kenne ich das auch.

Als Bsp ein Zitat aus den FAQ des RMV:
Unabhängig davon, welche Fahrkartenart Sie nutzen, ist es wichtig, diese immer dabei zu haben. Sollten Sie doch einmal vergessen haben, Ihre Zeitfahrkarte mitzunehmen, müssen bei einer Fahrkartenkontrolle die Personalien angegeben werden und Sie erhalten eine Zahlungsaufforderung für das „Erhöhte Beförderungsentgelt“. Sofern Sie eine persönliche Zeitfahrkarte besitzen, können Sie mit diesem Beleg und Ihrer Zeitfahrkarte innerhalb der auf dem Beleg genannten Frist zu einer Servicestelle des Verkehrsunternehmens gehen, mit dem Sie gefahren sind, und dort - gegen eine relativ geringe Bearbeitungsgebühr - die Zahlungsaufforderung stornieren lassen.
 

HROFamily

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leider nicht ich hatte ja per fax stellung genommen mit anhang das ausgedruckte online ticket.
begründung war da eben das ich wenn es ein fehler bei der anzeige des tickets oder nikcht vorzeigbar vorher eins lösen muss.
nur ich habe erst bnei der kontrolle gemerkt das ich dies nicht mit hatte. demnach bin ich aber meiner meinung nach dennoch nicht schwarz gefahren da ich ja vorab bezahlt hatte. sehe nicht ein für etwas noch mal zu bezahlen was ich schon einmal bezahlt jhabe aber durch den sterss wiel ich mti dem kaninchen dringend zum doc musste hatte ich voller uafregung das smartphone vergessen als dann die kontrolle kam habe ich in meine jacke geguckt und gemerkt, shit...
ich hatte viorher also nicht gewusst das ich es vergessen hatte und habe deswegen vorher kein neues ticket gezogen.
habe dies dann nochmal so hingeschrieben und warte noch auf antwort, obwohl ich denke das ich dort keine chance haben werde kein wunder das immer weniger mit den öffis fahren.
 
B

bibumuc

Gast
Bei mir ist das genauso -kostet dann aber 7,50 Euro "Bearbeitungsgebühr" . Dann werden die sonst fälligen 60 Euro dort ausgebucht.

Aber sicherlich doch nur bei einer nicht übertragbaren, also einer auf den Namen ausgestellten, Monats-/Jahreskarte?

Ansonsten wäre es ja quasi möglich, daß man sich mit „der Nachbarschaft“ ein Ticket teilt und jeweils der, der ohne Ticket in der Kontrolle landet, anschließend mit der „Gruppenkarte“ zum Verkehrsunternehmen läuft und sagt „schaut her ich hab doch ne‘n Ticket“.

leider nicht ich hatte ja per fax stellung genommen mit anhang das ausgedruckte online ticket.
begründung war da eben das ich wenn es ein fehler bei der anzeige des tickets oder nikcht vorzeigbar vorher eins lösen muss.
nur ich habe erst bnei der kontrolle gemerkt das ich dies nicht mit hatte. demnach bin ich aber meiner meinung nach dennoch nicht schwarz gefahren da ich ja vorab bezahlt hatte. sehe nicht ein für etwas noch mal zu bezahlen was ich schon einmal bezahlt

Du bist im ÖPNV unterwegs gewesen und warst, weil das Smartphone daheim lag, ohne gültiges Ticket unterwegs. Damit ist die Vorraussetzung, daß das ÖPNV Unternehmen von dir ein erhöhtes Beförderungsentgelt, die 60,00 Euro, verlangt erfüllt. Sei froh, daß sie dich nicht auch noch angezeigt haben!
 

Makale

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Unabhängig was in den jeweiligen Beförderungsbedingungen steht, halte ich die Forderung des erhöhten Beförderungsentgeltes für unverhältnismäßig. Es ist offensichtlich, dass gutgläubig davon ausgegangen wurde, dass Handy dabei zu haben. Der Irrglaube fliegt regelmäßig erst bei einer Kontrolle auf. Dafür kann man allgemein niemanden "bestrafen".

Ich selbst hatte schon einige Male Streit mit dem hier ansässigen Verkehrsunternehmen und immer forderte ich sie auf Klage zu erheben, um die Sache durch ein Gericht prüfen zu lassen. Das haben sie nie getan, weil denen das wohl doch zu heiß war. Gleiches gilt übrigens für die Bearbeitungsgebühr fürs Nachzeigen, die die Verkehrsunternehmen immer haben wollen. Quasi ist das nichts anderes als eine "Stornogebühr". Diese habe ich auch nie bezahlt mit der Begründung, dass dies eine gewöhnliche Aufgabe eines kaufmännischen Betriebes darstellt.

Wer sich nicht wehrt und abzocken lässt, lebt wohl verkehrt.
 

erwerbsuchend

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Sorry, aber dann könnte jeder "Schwarzfahrer" mit der Ausrede kommen, dass das Ticket noch zu Hause liegt und man es leider im Stress vergessen hat. Zudem steht jedoch in vielen Verkehrsverbünden an der Einstiegstür des Fahrzeuges, dass ein Betreten nur mit gültiger Fahrkarte möglich ist. Alternativ ist es in vielen Fahrzeugen möglich, sich per Automat oder beim Personal einen Fahrschein zu kaufen.
 

Helga40

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Mit ein bisschen Suche findet man doch dazu genug im Netz, z. B. hier:


Warum darf die städtische Nahverkehrsgesellschaft (ÖPNV) von mir ein „erhöhtes Beförderungsentgelt“ verlangen, wenn ich U-Bahn, Tram, Bus oder S-Bahn ohne gültigen Fahrschein benutze?

Sobald Sie in eine U-Bahn, einen Bus, eine Straßenbahn oder S-Bahn einsteigen, erkennen Sie automatisch die Beförderungsbedingungen des ÖPNV Ihrer Stadt an. In rechtlicher Hinsicht kommt alleine durch das Benutzen der Verkehrsmittel ein Beförderungsvertrag zustande: Der ÖPNV bietet Ihnen den Transport durch die verschiedenen Verkehrsmittel an. Sobald Sie ein solches betreten, nehmen Sie dieses Angebot an und es wurde ein gültiger Vertrag geschlossen.

Hierzu ist keine Unterschrift und kein Wortwechsel notwendig, der Vertrag entsteht alleine durch die Benutzung von U-Bahn, S-Bahn, Straßenbahn, Bus etc. In diesem Moment erkennen Sie zugleich die jeweiligen Beförderungsbedingungen an. Das sind die „Allgemeinen Geschäftsbedingungen“, die dem Beförderungsvertrag zugrunde liegen. Alleine durch das Einsteigen in eines der Verkehrsmittel des ÖPNV kommt somit ein Vertrag zustande, dessen vertragliche Bedingungen bereits feststehen und durch den Passagier stillschweigend anerkannt werden.

In diesen Beförderungsbedingungen sind alle wichtigen Aspekte festgehalten, die in Bezug auf die Nutzung eines Verkehrsmittels geregelt sein müssen. Für die städtische Verkehrsgesellschaft ist vor allem die Verwendung ohne gültigen Fahrausweis und dessen Folgen von Bedeutung. Nutzen Sie U-Bahn, S-Bahn, Tram, Fähre oder Bus ohne ein gültiges Ticket, greift automatisch die dafür vorgesehene Regelung aus den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (Beförderungsbedingungen).

Hierzu sehen die Beförderungsbedingungen des städtischen ÖPNV meist eine Bestimmung vor, die bei Nutzung ohne gültigen Fahrausweis ein „erhöhtes Beförderungsentgelt“ von beispielsweise 60 Euro (Berlin) vorsehen. Wird bei einer Fahrgastkontrolle festgestellt, dass Sie kein Ticket oder ein ungültiges Ticket bei sich führen, sind Sie vertraglich dazu verpflichtet, diese 60 Euro an die Verkehrsgesellschaft Ihrer Stadt zu bezahlen.
 

HROFamily

Elo-User*in
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sehe ich anders mit dem schwarzfahrer immerhin habe ich den nachweis erbracht das ich das ticket bezahlt habe und nicht einfach nur ein tickt was irgendwann gekajuft wurde zu hause liegen gelassen habe.

anzeige bekommt man nur wenn man das entgeld nicht bezahlt aber auch dann wäre die frage inwieweit dies ein straftat bestand ist.
immerhin habe ich das ticket erworben und bezahlt nur eben leider ein handy vergessen passiert mir sonst nie aber ich hatte eben mein krankes kaninchen zum tierarzt bringen müssenund war eh schon im stress und habe das eben erst geemrkt als ich in die jacke fassen wollte als kontrolle kam ja da war es zu spät ich konnte also vorher kein ticket mehr ziehen wie mir geschrieben wurde wenn ich es vergessen habe.

@TAZde: ma sein das du es so siehst und ja der fehler mag da sien aber ich bin ja nicht scjhwarz gefahren sondern habe es nachweislich einige minuten bevor ich los wollte online gekauft und mit kreditkarte bezahlt.
lustig abgebucht haben sie es ja, wieso sollte ich das nochmal bezahlen und dann noch als erhöhtes endgeld?

nachdem ichd arauf nochmal geshcrieben hatte kam bis jetzt nix mehr sondern de erwarten bis 25. die zahlung.
 
S

SelfDelUser_65565

Gast
Hallo,

mit deinem Ticket kann doch auch jemand anderes gefahren sein, es ist doch nicht auf dich persönlich ausgestellt. Frag doch mal höflich nach, ob du dir nicht Ersatzweise ein Monatsticket kaufen kannst, hab ich schon mal im Fernsehen gesehen.

MFG
 

Makale

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@HROFamily ich sehe es ganz genauso. Lass dir kein Fehlverhalten einreden. Wichtig ist aber, dass du die Forderung ausdrücklich vor dem Zahlungstermin bestreitest. Begründe es so kurz und bündig wie möglich, insbesondere erwähne die Unverhältnismäßigkeit der Forderung in deinem Fall.

Für Mitlesende mal noch eine weitere Absurdität: Wird die "Nachzeigegebühr" nicht entrichtet, dann erkennen sie das nachträgliche Vorzeigen des Fahrscheins nicht an und wollen die vollen 60 Euro haben. Völlig gaga ist das, und es ist äußerst zweifelhaft, ob die damit vor Gericht durchkommen würden. Ich warte geduldig auf eine Klage. 😄
 

TazD

Super-Moderation
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Lass dir kein Fehlverhalten einreden.
Der ist gut. :LOL: Hier muss kein Fehlverhalten "eingeredet" werden, denn es liegt eins vor.

Ich kann auch ein Ticket am Automaten ziehen, bezahle es per Kreditkarte und dann verliere ich es am Bahnsteig. Ohne das zu wissen, setze ich mich in den Zug, während sich ein anderer über das gefundene Ticket freut und damit fährt. Gleicher Sachverhalt, aber laut deiner Darstellung bin ich nicht schwarz gefahren.

Der Knackpunkt hierbei ist der, dass es kein personalisiertes Ticket ist, was nur von Person X genutzt werden kann. Aber das blendet hier anscheinend der ein oder andere aus.
 

Goldfield

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Moin HROFamily,
Denke mal es betrifft die Rsag Betriebe, dazu steht in den Beförderungsbedingungen die du bei Einstieg Aktzeptierst:
§ 9 Erhöhtes Beförderungsentgelt (EBE)
2. sich einen gültigen Fahrausweis beschafft hat, diesen jedoch bei der Überprüfung nicht vorzeigen kann... und:
(5 ) Weist ein Fahrgast innerhalb einer Woche ab Feststellungstag bei der Verwaltung des Verkehrsunternehmens durch Vorlage des Fahrausweises bzw. der Ermäßigungsberechtigung nach, dass er im Zeitpunkt der Feststellung Inhaber eines gültigen nicht übertragbaren Zeitfahrausweises und/oder einer gültigen Ermäßigungsberechtigung war, ermäßigt sich das erhöhte Beförderungsentgelt im Falle von Abs. 1 Nr. 2 und Nr. 5 auf 7,00 €.

Da du wohl einen normalen Fahrschein geholt hast, könnte damit auch XYZ gefahren sein, wie hier schon erwähnt wurde könnten das dann viele so machen.
Es war dein Fehler somit wirste zahlen müssen, da gibs aus meiner Sicht Rechtlich gar nichts dran zu Rütteln.

Gruß
 

Couchhartzer

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Da du wohl einen normalen Fahrschein geholt hast
Von einem "normalen Fahrschein" kann hier nicht einmal ansatzweise die Rede sein, denn TE schrieb sehr deutlich nachlesbar:
am 6.3. habe ich ein online ticket bei unserer straßenbahn ag erworben.
da ich dringend zum tierarzt musste und ich im stress war habe ich mein handy wo dieses gebucht war leider zu hause vergessen.


Im Übrigen dürfte das vermutlich dann sogar wegen der zuordnungsfähigen Handynummer einem personalisiertem Ticket gleichkommen (in der Regel = digitales Ticket mit QR-Code), denn ich glaube kaum, dass derartige digitale Onlinetickets im Giesskannenprinzip auf alle Handys der Welt verschickt werden, oder dass mehrere Handynutzer ein Handy mit derselben auf eine bestimmte Person registrierten Nummer haben (denn namentliche Handynummerregistrierungen bei Anschaffung eines Handytarifes - auch bei Prepaid - sind schliesslich seit Jahren Pflicht). ;)
 

Goldfield

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Dennoch könnte damit jemand anderes gefahren sein und darum gehts im Kern, wenn ich zb.ein digitales Ticket mit QR Code bei der Bahn erwerbe, muss ich auch ein Lichtbildausweis dabei haben. ;)
Kontrolle im Zug
Bei der Kontrolle im Zug zeigen Sie bitte Ihren Personalausweis oder einen amtlichen Lichtbildausweis sowie das Handy-Ticket mit dem Barcode vor. Der Zugbegleiter scannt dann den Barcode direkt vom Display Ihres Handys.

Hab auch öfter zb.das Handy meiner Frau mit oder sie meins oder hab meins mal einem Kumpel wegen dem Navi geliehen, genauso könnte es auch in diesem Fall hier sein bzw könnte die Rsag mit argumentieren, ich glaube dem/der Threadersteller/in, aber ums glauben geht es hier nicht.
 
B

bibumuc

Gast
Im Prinzip ist die Sache doch ganz einfach.

Das Thema „erhöhtes Beförderungsentgelt“ ist uralt. Wenn es bei den Millionen von Fällen in der Vergangenheit 100, meinetwegen auch 1000 gab, die vor Gericht erfolgreich abgewendet wurden, werden es schon viel sein.

Prognose für den hier vorliegenden Fall? Sofern der TE dabei bleibt und nicht zahlt.

(ohne Anspruch auf Vollständigkeit)
1. In ein paar Wochen der Post: Hab heut Post vom Inkassobüro bekommen. Soll jetzt zusätzlich zu den 60 Euro noch 70+x Euro Inkassogebühren zahlen. Ist das rechtens?
2. Es werden sich User finden die das verneinen, TE wird drauf hören und weitherhin nicht zahlen
3. Nächster Post: Hab heut einen Mahnbescheid erhalten, jetzt so,l ich zusätzlich noch Gerichtskosten zahlen. Gesamtsumme MB ca. 220 Euro. Was soll ich machen?
4. Es werden sich Foristen finden, die nachdrücklich zum Widerspruch raten.
5. Nächster Post. Hab heute die Klage im Briefkasten. Alles in allem sind wir jetzt schon bei 450 Euro Gesamtforderung. Was soll ich machen????
6. Hab heut noch ne Strafanzeige wg. Beförderungserschleichung (Schwarzfahren) im Briefkasten. Was nun?
7. Den Prozess, siehe 5, hab ich verloren, was nun?
8. Hab heut Post von der Staatsanwaltschaft bekomme, soll 45 Tagessätze zu je 10,00 Euro, also 450 Euro zahlen. Kann nicht zahlen, wasnun?

Alles übertrieben, unwahrscheinlich, unmöglich?

Die Foristen, die dem TE hier ernsthaft raten nicht zu zahlen, sollten doch so fair sein, sich der Forenleitung gegenüber mit vollem Namen und Anschrift zu erkennen zu geben und dann bei Bedarf, dem TE finanziell unter die Arme greifen.
 

Makale

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@bibumuc deine Prognose hängt der Theorie etwas nach. Sofern ein Schuldner im gerichtlichen Vorverfahren einer Forderung ausdrücklich widerspricht, ist der Antrag auf Erlass eines Mahnbescheides unzulässig. Der Gläubiger muss direkt Klage erheben. Er kann zwar auch einen Mahnbescheid beantragen, aber im Falle eines Widerspruchs bleibt er auf die entstanden Kosten fürs Mahnverfahren sitzen (siehe § 254 BGB).

Strafanzeige kommt regelmäßig erst nach mehrmaligen Schwarzfahrens. Hier geht es nur um eine Sache. Damit habe ich übrigens auch schon Erfahrung gemacht. Nach etwas über 1,5 Jahre wurde wegen 3 x Ticket vergessen (nachgezeigt, aber Bearbeitungsgebühr abgelehnt, also wieder volle 60 Euro), vermutlich aufgrund meiner Frechheit der Aufforderung Zahlungsklage zu erheben, Strafanzeige wegen Beförderungserschleichung erstattet. Diese ist jedoch im Sande verlaufen, hatte im Ermittlungsverfahren die Tickets + Buchungsbelege vom Konto eingereicht und zack Verfahren eingestellt.

Ps. der TE hat einen Zahlungsnachweis, dass er vor Fahrtantritt den Fahrtpreis entrichtet hat. Damit fehlt einem Strafverfahren die Grundlage.

Im Übrigen ist es tatsächlich so, dass ein Handyticket nur in Verbindung mit Lichtbildausweis gültig ist. Einziger Kompromiss aus meiner Sicht wäre dem Verkehrsunternehmens ein weiteres Mal den normalen Fahrtstreckenpreis zu überweisen, aber erhöhtes Beförderungsentgelt steht denen schon aus moralischen Gründen nicht zu. Da spielt es keine Rolle was die in ihre Beförderungsbedingungen schreiben. Das Unternehmen auf dem Rücken vermeintlicher Schwarzfahrer zu sanieren nenne ich schlicht asozial.
 
B

bibumuc

Gast
deine Prognose hängt der Theorie etwas nach. Sofern ein Schuldner im gerichtlichen Vorverfahren einer Forderung ausdrücklich widerspricht, ist der Antrag auf Erlass eines Mahnbescheides unzulässig. Der Gläubiger muss direkt Klage erheben. Er kann zwar auch einen Mahnbescheid beantragen, aber im Falle eines Widerspruchs bleibt er auf die entstanden Kosten fürs Mahnverfahren sitzen (siehe § 254 BGB).

Mei, dann lass halt den MB, also den Punkt 3 meiner „Vorhersage“ weg und geh direkt zur Klage. „Preislich“ macht sich da nicht viel. Im übrigen stellt sich dann auch die Frage, welchen Anspruch das Gericht an den vorgerichtlichen Widerspruch stellt. Auf der sicheren Seite ist der Schuldner in jedem Fall nur, wenn er ausdrücklich erklärt, daß er ohne gerichtliche Klärung nicht zahlen wird.

Strafanzeige kommt regelmäßig erst nach mehrmaligen Schwarzfahrens. Hier geht es nur um eine Sache.

Garantierst du das dem TE? Also das der Verkehrsbetrieb falls es wirklich zur Klage wg. der Forderung kommt, nicht doch noch eine Strafanzeige „nachschiebt“?


Damit habe ich übrigens auch schon Erfahrung gemacht. Nach etwas über 1,5 Jahre wurde wegen 3 x Ticket vergessen (nachgezeigt, aber Bearbeitungsgebühr abgelehnt, also wieder volle 60 Euro), vermutlich aufgrund meiner Frechheit der Aufforderung Zahlungsklage zu erheben, Strafanzeige wegen Beförderungserschleichung erstattet. Diese ist jedoch im Sande verlaufen, hatte im Ermittlungsverfahren die Tickets + Buchungsbelege vom Konto eingereicht und zack Verfahren eingestellt.

Das kann man dir so glauben, muß man aber nicht. Ich tendiere eher dazu, es nicht zu glauben.

Ps. der TE hat einen Zahlungsnachweis, dass er vor Fahrtantritt den Fahrtpreis entrichtet hat. Damit fehlt einem Strafverfahren die Grundlage.

Im Übrigen ist es tatsächlich so, dass ein Handyticket nur in Verbindung mit Lichtbildausweis gültig ist.

Der TE hat bisher nirgends geschrieben, daß es ein Ticket war, das nicht übertragbar und nur mit Lichtbildausweis des Inhabers gültig ist. Wäre es so, wäre die Forderung über die 60 EURO tatsächlich nicht korrekt. Aber, solange der Sachverhalt nicht von dem TE bestätigt wird, gehe ich von einem übertragbaren Ticket aus.

Einziger Kompromiss aus meiner Sicht wäre dem Verkehrsunternehmens ein weiteres Mal den normalen Fahrtstreckenpreis zu überweisen, aber erhöhtes Beförderungsentgelt steht denen schon aus moralischen Gründen nicht zu. Da spielt es keine Rolle was die in ihre Beförderungsbedingungen schreiben. Das Unternehmen auf dem Rücken vermeintlicher Schwarzfahrer zu sanieren nenne ich schlicht asozial.

Zu Moral und vermeidlichem asozialen Verhalten des Verkehrsbetriebes äußer ich mich jetzt nicht.
 
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Dieses Thema ist geschlossen.
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