Ist eine Sanktion wegen Studienabbruchs möglich, da dann Bafög wegfällt?

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morama

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"Kind" möchte Studium abbrechen und im Wintersemester ein anderes wählen, was auch letztes Jahr geplant war, er wurde aber nicht genommen.
Kann es Sanktion hageln bei Abbruch? Ich vermute ja, weil Bafög ja wegfällt.
 

gila

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Nicht dass ich wüsste, man kann keinen zum Studieren zwingen 😉
Allerdings wird man dein Kind drängeln sich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stellen derweil.
 

gila

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Na und? Man kann doch niemanden zum Studieren zwingen . . . Andererseits sind die Jobcenter ja ständig bemüht, dass schon Kinder, die gerade 15 werden gleich nach der Schule sich um Ausbildungsstellen bemühen und möglichst nicht noch jahrelang studieren.
Gerade aktuell habe ich Kenntnis von einem bayerischen Jobcenter l, das verstärkt alle knapp 15-Jährigen jetzt anschreibt und antanzen lässt, um "beraten"... besser: zu kontrollieren, ob sie noch auf weiterführende Schule gehen wollen. .. Es wurde sogar der siebenjährige Sohn einer Bekannten angeschrieben. Das mag natürlich ein Fehler gewesen sein, zeigt aber auch die mangelnde Sorgfalt mit der hier letztlich Eltern dann in Panik geraten. Von den Kindern ganz zu schweigen.

Das Einzige , und das was man hier auch immer wieder von Studenten in diesem Fall liest , ist das sie bedrängt und verpflichtet werden für ihren eigenen Bedarf bis zum Beginn des nächsten Studiums zu sorgen und ständige Einladungen erhalten sowie mehr oder weniger sinnlose jobangebote. Natürlich in der Hoffnung, dass der ein oder andere dann seinen Studienplan vergisst...

Ich würde es mir auch verbitten, wenn ein Sachbearbeiter beim Jobcenter sich darüber äußert ob ich mir als junger Mensch mehr Bildung verschaffe oder nicht oder mir in meine Wahl eines Studiums hineinredet.
Sicher muss man dem Jobcenter umgehend mitteilen, dass das Studium abgebrochen worden ist und was beabsichtigt ist und wenn der junge Mensch dann theoretisch dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht, wird man es sich gefallen lassen müssen, dass er dort antanzen muss und man ihm eine Eingliederungsvereinbarung vorlegt... Dass man diese nicht einfach unterschreibt, das findet sich ja hier in vielen Themen wieder...

Aber eine wie auch immer geartete Kritik oder einen dummen Kommentar eines Sachbearbeiters würde ich mir auf keinen Fall bieten lassen. Er hat seine Wahl getroffen. Er hat das Recht als junger Mensch auch einmal seinen Weg zu korrigieren und wenn es von Anfang an sogar sein Ziel war und er nur aus Verlegenheit ein anderes Studium angefangen hat, dann ist das eben auch so.
Man ist ja schon allein durch die Vorschriften im Bafög eingegrenzt und kann nicht bis zum Sankt Nimmerleinstag und so oft wie man möchte seinen Studiengang verändern. Da muss ein Jobcenter nicht auch noch dazwischen reden...
Auch eines meiner Kinder hat einen solchen Abbruch hinter sich bringen müssen Komma und da haben wir irgendwelche Argumentationen eines Jobcenters von Hause aus gar keinen Raum gegeben. Auch hier war man bestrebt , das Kind in einer Vollzeittätigkeit "einzugliedern" . Man muss das Spiel nur mitspielen, sich bewerben, selber Jobs suchen, wenn es auch nur ein Minijob ist, denn der Arbeitsmarkt hat überhaupt gar keinen Bock auf ungelernte junge Leute. Aber im Voraus eine solche Diskussion mit einem Arbeitsvermittler zu führen ist weitgehend sinnfrei und dann wird einem nur unterstellt man sei unwillig.
Tastet euch dann mal vorsichtig und nach Vorschrift hinein und horcht einmal wie sich der zuständige Sachbearbeiter dann verhält.
 

gila

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Das ist richtig. JETZT nicht. Aber wenn Bafög weg fällt, gehört sie u. U. zur BG. Wahrscheinlich ist hier auch eher die Frage wenn das BAföG wegfällt ob das Jobcenter ihr eventuell zustehende Leistungen verweigern kann. Aber wie die familiären Verhältnisse sind, auch Alter des Studenten, ob Kindergeld, Familie oder alleinerziehend... Unterhalt um EK zählt oder Pipapo... darüber weiß man hier ja noch nichts
 

morama

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Als Student hat sie gem. § 7 (5) SGB II keinen Anspruch auf ALG II und dürfte somit kein ALG II bekommen. Also gibt es keine Leistungen, die sanktioniert werden können.
Das stimmt nicht, er bekommt zusätzlich einen Anteil Hartz4!

Irgendwann, ich glaube ab August 2016 gab es da eine Änderung, das heißt, man kann zum Bafög Hartz4 beziehen, aber nur die, die noch daheim wohnen.
 
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gila

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So isses. Mein Kind bekam später auch nix mehr als sie nicht mehr zuhause wohnte und musste ihren weiteren Studienweg aus finanziellen Gründen abbrechen, da mit Vollzeitschule kein Job für Miete und Lebensunterhalt möglich war. Für manchen eine Zwickmühle wenn das Elternhaus vom Studienplatz sehr weit entfernt ist...
In der Zeit lernten wir, dass das so einigen "Studierenden" in Vollzeitakademien so geht, da sie "Studenten" gleich gestellt sind. :(
 

morama

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Habe "Kind" jetzt genötigt bis zum Wechsel noch durchzuziehen, da muss er durch und ewig ist das jetzt auch nicht mehr und er lernt noch was dazu. Das Leben ist halt nicht immer ein Wunschkonzert, denn dann hätte ich kein Hartz4.
 

RA16

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Das Gesetz lesen hilft: Leistungen nach § 27 (1) Satz 2 SGB II sind kein ALG II. In diesem Sinne liegt bei einem Studienabbruch keine Pflichtverletzung nach § 31 SGB II vor, ergo darf es keine Sanktion geben.
 
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