Ist eine Freistellung für 6 Monate durch einen Amtsarzt möglich - Selbst Untersuchung einleiten?

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KaffeTrinker

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Hallo Gemeinde,

kann ein Leistungsempfänger eine amtsärztliche Untersuchung einleiten um sich für einen Zeitraum von 6 Monaten eine Auszeit zu Rehabilitierung verordnen zu lassen ohne eine sofortige Aussortierung in die Sozialhilfe. Es geht um eine Auszeit in welcher man sich von dieser teils menschenunwürdiger Behandlung freistellen lassen möchte, sich etwas Luft verschaffen will um sein Leben neu zu ordnen.

Danke
 

KaffeTrinker

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Ich habe mich wohl falsch ausgedrück....:sneaky:

Es geht darum das man als ALG 2-Bezieher durch ständigen Druck und Schikanen psychisch erschöpft ist und sich sozusagen durch ein amtsärtzliches Gutachten der Vermittlung freistellen möchte. Jetzt habe ich im Forum schon einiges gelesen das dies möglich sei ohne gleich in die Sozialhilfe ausgesondert zu werden. Bei einigen war sogar zu lesen das dieser Zustand bereits über mehrere Jahr, unterbrochen durch weitere amtsärztliche Untersuchungen, anhält und sie weiterhin vom Jobcenter betreut werden, also ihren Regelsatz erhalten.
 

HermineL

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Sorry auch wenn das jetzt hart klingt aber ich glaube das es fast allen die
auf Hartz 4 angewiesen sind so geht.

Glaubst du ernsthaft das es eine Möglichkeit gibt mit deiner Begründung
sich eine Auszeit zu verschaffen ?
Wenn ja dann glaube ich hast du das von oben gewollte System nicht
verstanden denn Schikane und Druck ist gewollt. Wem das nicht passt
der kann ja auf die Unterstützung verzichten.

Nicht das du mich falsch verstehst. Ich finde das auch nicht richtig aber
es ist die reale Situation und dein Anliegen oder Wunsch mag für die
meisten verständlich sein aber in der derzeitigen Situation wirst du damit
gegen die Wand laufen.
 

vidar

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@KaffeTrinker,

Gehe zu deinem (Haus) Arzt und lass deine Arbeitsfähigkeit feststellen. Vielleicht wirst du ja nach einer gründlichen Untersuchung krankgeschrieben. Reiche die AUB beim Jobcenter ein. Ansonsten steht es dir auch frei dich ggf. durch das JC zum Medizinischen Dienst der AfA schicken zu lassen, um dort deine Arbeitsfähigkeit feststellen zu lassen. Ob du hier dann „Ruhe“ vor dem JC hast möchte ich bezweifeln. Unabhängig davon, sehe ich es als kritisch und bedenklich an, wenn jemand sich mit einer "wie auch immer Aktion" vor der Mitwirkungspflicht auf Kosten Anderer drücken will.
 

KaffeTrinker

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@HermineL

Es wird nicht beabsichtigt mit einem Vorwand sich der Vermittlung freizustellen oder zu entziehen, sondern der allgemeine Gesundheitszustand der Vermittlung entgegensteht.
 

verona

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@HermineL

Es wird nicht beabsichtigt mit einem Vorwand sich der Vermittlung freizustellen oder zu entziehen, sondern der allgemeine Gesundheitszustand der Vermittlung entgegensteht.

Der einzige Weg ist wie schon hier erwähnt, den Hausarzt aufzusuchen. Sieht der bei dir eine psychische Beeinträchtigung wird er krankschreiben. Nach längerer Zeit und ggf. Facharzt, werden die reagierenvom JC und den MD einschalten. Eine Möglichkeit ist auch, dass werdeen Ärzte auch empfehlen, in eine psychosomatische Klinik zu gehen. Welche Klinik es dann ist, kann man übrigens im begrenztem Umfang selber entscheiden.
 

Larsson

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Selbst wenn der MDK oder äD des Jobcenters feststellen sollte, das du für 6 Monate erwerbsunfähig bist, zum Sozialamt dürfen sie dich dann noch lange nicht abschieben. Das Sozialamt ist erst zuständig, wenn die DRV eine Erwerbsminderung festgestellt hat, da kann das JC behaupten was es will.
Ansonsten: Gehe zu deinem Hausarzt und schildere ihm deine Beschwerden.
 

HermineL

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@HermineL

Es wird nicht beabsichtigt mit einem Vorwand sich der Vermittlung freizustellen oder zu entziehen, sondern der allgemeine Gesundheitszustand der Vermittlung entgegensteht.
Sorry aber du hast mich nicht verstanden. Ich habe keinen Vorwand unterstellt sondern nur
darauf hingewiesen das dieses Problem so gut wie jeder in H4 hat. Nur wird das niemand
als Grund anerkennen.

Ich selber bin seit fast 5,5 Jahren durchweg krank, mit allem was dazu gehört wie Herz, Depri usw.,
aktuell durchgehend seit Oktober 15 krank geschrieben und trotzdem habe ich keine Ruhe vor denen.
Meine Gesundheit interessiert die nur soweit das sie evtl. Leistungen einsparen können. Nicht mehr
und nicht weniger. Der Mensch und seine Probleme zählt einen Schei....dreck.

Das die einen kaputt machen hat System und wenn du denen auch noch signalsierst wie weit
sich dich schon haben werden sie sich freuen weil dann haben sie dich bald handzahm.

Sorry aber anders sehe ich das System hier in diesem unseren blühenden Land nicht mehr.

Bin ein wenig abgedriftet aber wenn man über dieses System nachdenkt kommt das ganz von
alleine und man steigert sich ungewollt da rein.
 
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hanswurst78

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Es gibt beim JC für solche Fälle - und vor allem längerfristig Krankgeschriebene ja das Fallmanagement . Da bist du dann ersteinmal aus dem regulären Vermittlungsprozedere ausgenommen, hast weniger Termine um dich zu rehabilitieren und dich um deine Probleme zu kümmern.

Ob @KaffeTrinker mit seiner obigen Begründung da allerdings rein kommt, wage ich mal stark zu bezweifeln.
 

HermineL

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Es gibt beim JC für solche Fälle - und vor allem längerfristig Krankgeschriebene ja das Fallmanagement . Da bist du dann ersteinmal aus dem regulären Vermittlungsprozedere ausgenommen, hast weniger Termine um dich zu rehabilitieren und dich um deine Probleme zu kümmern.
Das mag durchaus bei "normalen Jobcentern" so sein aber bei den meisten Optionskommunen
herrscht ein anderes selbstherrliches Vorgehen das dies komplett ignoriert.

Sei es drum, eine Auszeit von 6 Monaten zur Rehabilitation halte ich nach wie vor für unrealistisch.
Zumindest ohne entsprechende Feststellungen durch die DRV oder mindestens den ÄD aber dafür
bedarf es einiges und nicht nur den, wenn auch verständlichen, Wunsch nach Ruhe.
 
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