Ist ein Antrag auf Erwerbsunfähigkeitsrente wegen Depression und PTBS sinnvoll?

wheelie

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Moin,


bei mir hat die Hausärztin gereicht, insbesondere wenn sie die Berichte der anderen hat.

Und ja, der Antrag war ewig und nicht einfach, das würde ich echt mit einem Versicherungsältesten machen, das geht meist echt um Längen besser, weil die wissen, welche Bereiche mal komplett übersprungen werden können, denn in den Anträgen muss ja immer jeder mit jeder Möglichkeit berücktsichtigt werden....


Viel Glück

wheelie
 

Michel

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So, ich war heute wieder beim Psychiater.

Der schient mir mit seinem latein am Ende zu sein. Ich soll mir von der Rentenversicherung einen Rehaantrag holen. Eine Reha ist das allerletze was ich will. Muß ich sowas antreten oder überhaupt beantragen?
 

Larsson

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So, ich war heute wieder beim Psychiater.

Der schient mir mit seinem latein am Ende zu sein. Ich soll mir von der Rentenversicherung einen Rehaantrag holen. Eine Reha ist das allerletze was ich will. Muß ich sowas antreten oder überhaupt beantragen?
Wenn ich mir den Titel des Fadens ansehe, frage ich mich, hast du nun einen Rentenantrag gestellt oder nicht?
 

Kerstin_K

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Müssen tust Du gar nichts. Aber bei einem Renenantrag kann e auch gut passieren, dass die DRV erstal eine Reha verlangt. Und wen man sich dann weigert, kann man den Rentenantrag vergessen.
 

Michel

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Habe noch keinen Rentenantrag gestellt. Der Antrag liegt hier fertig vom SoVD ausgefüllt, habe ihn aber nicht weggeschickt.

Sowohl meine Hausärztin als auch mein Psychologe, bescheinigen mir, dass ich nicht rehafähig bin, bzw. eine Reha kontrproduktiv ist.
 

Larsson

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Habe noch keinen Rentenantrag gestellt. Der Antrag liegt hier fertig vom SoVD ausgefüllt, habe ihn aber nicht weggeschickt.

Sowohl meine Hausärztin als auch mein Psychologe, bescheinigen mir, dass ich nicht rehafähig bin, bzw. eine Reha kontrproduktiv ist.
Warum hast du ihn nicht weggeschickt? Du hast die Frage vor einem Jahr gestellt.
Was also möchtest du?
 

Michel

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ja sorry, ich bin sehr motivationslos, sitze mehr oder weniger tagelang in einem schwarzen Loch, weil mir derzeit nichts weiterhilft. Vielleicht kann der ein oder andere das verstehen.

Für mich ist alles eine Belastung, was Konsequenzen haben kann. Das kennt evtl. nicht jeder. Dem ein oder anderen dürfte es auch manchmal so gehen. Mich kostet jeder Arztbesuch eine Riesenüberwindung.

Dah habe ich keine Energie um mich mit der Rentenversicherung oder Krankenkasse zu beschäftigen. sorry dafür
 

Kerstin_K

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Wenn der Antrag doch shon fertig ausgefüllt ist, musst du den doch nur noch abschicken.
 

Larsson

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ja sorry, ich bin sehr motivationslos, sitze mehr oder weniger tagelang in einem schwarzen Loch, weil mir derzeit nichts weiterhilft. Vielleicht kann der ein oder andere das verstehen.

Für mich ist alles eine Belastung, was Konsequenzen haben kann. Das kennt evtl. nicht jeder. Dem ein oder anderen dürfte es auch manchmal so gehen. Mich kostet jeder Arztbesuch eine Riesenüberwindung.

Dah habe ich keine Energie um mich mit der Rentenversicherung oder Krankenkasse zu beschäftigen. sorry dafür
Ok, das kann ich tatsächlich verstehen. Du es musst halt kommunizieren.
Du schreibst den Antrag ist ausgefüllt und müsste nur abgeschickt werden. Du aber hast Angst vor der Konsquenz.
Kann ich auch verstehen. Aber trotz allem Verständnis musst du handeln. Sonst bleibst du weiter in deinem Loch sitzen.
Also was könnte die Konsequenz sein?
Es gibt ja nur 4 Möglichkeiten:
1. Der Antrag wird abgelehnt
2. Du sollst (ich schreibe bewusst nicht musst) eine Reha machen
3. Du musst zum Gutachter
4. Der Antrag wird genehmigt.

Je nach dem was eintritt, muss man dann weiter handeln.
Es scheint mir nichts, was es noch schlimmer machen könnte.
 

wheelie

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Wenn deine Ärzte bescheinigen, dass Reha kontraproduktiv ist, wirst du vermutlich zu einem Gutachter gehen müssen.

Das ist dann vielleicht vorübergehend doof, aber danach bist du hoffentlich den Stress erstmal los, funktionieren zu müssen.

Für den Termin würde ich versuchen, eine Begleitung zu organisieren, dass du dahin nicht allein gehen musst, etwas was bei ptbs sehr wichtig sein kann.

Und ja, auch ich kann dich sehr gut verstehen, möchte dich aber ermuntern aus dem passiven dunklen noch immer wieder raus zu gucken- da draußen ist auch für dich viel lebenswertes, und ich bin mir sicher, dass das mit weniger Druck leichter gefunden werden kann!

Und ja, handeln kann Konsequenzen haben, die doof sind, nicht handeln wird es ganz sicher. Also nutze die Chance, auch wenn dein durch ptbs fehl geleitetes Gefühl versucht, dir anderes weis zumachen.

LG wheelie
 

saurbier

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Wenn deine Ärzte bescheinigen, dass Reha kontraproduktiv ist, wirst du vermutlich zu einem Gutachter gehen müssen.
So könnte es kommen.

nur sollten wir dann auch eherlich sagen, daß solche Gutachter (von der DRV) meist (nicht immer) nicht gerade die besten ihres Fachs sind und zudem da sie ja im Auftrag der DRV arbeiten eher ein dem Auftraggeber gefällgiges Gutachten erstellen/schreiben.

Ich z.B. war erst vor kurzem zu so einem ärztlichen Gutachten von der DRV eingeladen worden und kann nur sagen was für ein lächerlicher Witz diese ja im Grunde so wichtige Begutachtung war. Da kann ich zum Glück auf ganz andere Gutachter und deren Arbeit zurück schauen.

Der Arzt brauchte für die Anamnese meiner kompletten Krankengeschichte aus über 60 Lebensjahre 20min. und für die wirklich wichtige körperliche Untersuchung dann gerade mal 10min.. Nicht anders wird da beim MdK oder auch der AfA verfahren, hier mal bitte bücken, da mal bitte drehen und das wars auch schon, ach ja nicht zu vergessen das Gewicht und die Körpergröße sind sehr wichtige Faktoren.

Wen mag es da erstaunen das der Gerichtsgutachter bei mir 2001 ganze 6 Std. für die Begutachtung benötigte und mal nebenbei das eine oder andere aktuelle Röntgenbild noch anfertigte, aber da dauerte auch die Anamnese weit mehr als 2 Std..

Nun darf man sich mal fragen was bei dem einen oder anderen wohl heraus gekommen ist.

Und auch ist eher fraglich ob ein DRV Gutachter im Falle eines psychologischen/psychiatrischen Grutachten überhaupt einen Beistand zuläßt, denn hier gab es schon einiges dazu zu lesen. Ja lt. diverser LSG-Urteile hat man zwar das Recht dazu, nur heißt dies ja leider nicht zwingend das man das vor Ort auch bereit ist umzusetzten.

Bei mir versuchte der Gutachter es auch - mir meinen Beistand auszureden -, kam dann gleich mal mit Vertrauensverlust u.s.w., im Endeffekt ließ er ihn dann aber zu. Aber auch dieses Spiel kann man von der anderen Seite her als Strategie betrachten, denn pisackt man den Patienten soweit das er die Untersuchung abbricht (das geht bei orthopädischen wie auch bei psychisch Kranken gleicher Maßen), hat man ihn bereits in der Falle, eben wegen fehlender Mitwirkung. Ganz so dumm sind die Herrschaften nun auch mal nicht.

Über all das sollte man sich schon im klaren sein und mit dem Wissen überlegen ob da eine Rehabilitation nicht ggf. der einfachere Weg wäre, denn da werden ja die Beurteilungen aller betrauten Fachkräfte mit einbezogen.

Aber ganz egal wie man auch verfährt, man sollte sich immer ein Gesprächsprotokoll anfertigen, um in einem möglichen späteren Streitfall zumindest auf entsprechende Fakten jederzeit noch zurück greifen zu können.


Grüße saurbier
 

gila

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I
Und auch ist eher fraglich ob ein DRV Gutachter im Falle eines psychologischen/psychiatrischen Grutachten überhaupt einen Beistand zuläßt, denn hier gab es schon einiges dazu zu lesen. Ja lt. diverser LSG-Urteile hat man zwar das Recht dazu, nur heißt dies ja leider nicht zwingend das man das vor Ort auch bereit ist umzusetzten.
So isses! Auch schon so erlebt... Ärztin behauptete davon nichts zu wissen und sie müsse das ja nicht dulden... ließ meinen Beistand für Tochter nicht zu.
Töchterlein Vertrauen zerschossen... Tochter gepackt, nach Hause gefahren, Beschwerde geschrieben, neuen Termin bekommen!

Am besten gleich mit den entsprechenden Paragraphen bewaffnen, Zettel ausdrucken.
 

saurbier

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Hallo gila,

genau das hab ich bei meiner Einladung zur ärztlichen Begutachtung gemacht. Auch das kann durchaus nachteilig sein.

Ich hab der SB damals auf ihre Einladung eine schönen Brief geschrieben in dem ich dann unter anderem auf meine Rechte bezüglich der Untersuchung hinwies (§ 65 SGB I) als auch das ich einen Beistand (§ 13 SGB X) mitbringen werde.

Da wunderte mich echt, daß der Arzt dies wie gesagt schluckte, aber sowohl ich als auch mein Beistand bemerkten sofort das unbehagen des Arztes als auch den Versuch mir den Beistand auszureden und das zeigte sich dann auch in der Untersuchung. Der riss brutal meine Arme nach oben (ich hab beider Schultergelenke kaputt, bei einem erfolgte ja eine OP) und als ich sagte das mir das schmerzen verursachen würde machte er einfach weiter. Genauso verlief es bei der Untersuchung der Hüfte, der winkelte mein Bein an und schob mir das dann bis zum Bauchnabel was mir ungemeine Schmerzen im LWS als auch dem Hüftgelenk verursachte auch mein Einwand auf schmerzen wurden einfach ignoriert, genauso das anheben des gestreckten Beines in die Höhe. Nein er fragte kackfrech wo ich denn jetzt schmerzen hätte, hallo. Als ich mich dann nach vorne beugen sollte, meinte er lapidar wie weiter geht es nicht. Wie mein Beistand später anmerkte, ihm schien dies bewußt so abgelaufen zu sein.

Auch mir schien es bewußt so gemacht worden zu sein, wohl in der heimlichen Hoffnung ich würde meinerseits die Untersuchung vorzeitig abbrechen, denn dann hätte man ja einen guten Grund zu behaupten ich hätte bei der Untersuchung nicht mitgewirkt und schon wäre eine Begründung für die Rentenablehnung vorhanden. Nur leider biß ich die Zähne zusammen und hab dann im Anschluss alles im Protokoll aufgeschrieben. Bis heute liegt mir auch das schriftliche Ergebnis dieser Untersuchung noch nicht vor, warum wohl.

Bei den Gutachtern muß man ungemein aufpassen, denn die arbeiten mit allen Tricks auch abseits des etisch zumutbaren.


Grüße saurbier
 

gila

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Das ist alles sehr bedauerlich und wäre die nächste Gelegenheit gewesen, das ungastliche Haus zu verlassen... Es ist schon so, dass man das Recht auf einen Beistand hat, aber es ist auf der anderen Seite auch so, dass der Arzt das nicht für sich dulden muss... Er kann schon entscheiden dass er das nicht möchte, aber dann muss man einen anderen Gutachter bekommen...

Ich wusste ich habe es vor Jahren schon mal gelesen und habe es archiviert:

 
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saurbier

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Hallo gila,

also ich hab mich da auf nachfolgende Urteile berufen - auf die Rechtsprechung der OLG Hamm, Beschluss vom 03.02.2013 - 14 UF 135/14 , Landessozialgericht Rheinland-Pfalz, Urteil vom 20.06.2006 - L 5 KR 39/05 -.

Interessant war ja auch, daß die SB welche meine Akte bearbeitete dem Arzt als Zeugin diente. Im nächsten Verfahren wird dies sicherlich noch eine Rolle spielen, denn ich hab da meine Zweifel das es sich da tatsächlich um medizinisches Personal handelt. Spielen wir hier doch die Würde Karte - ehm vor einer wildfremden Frau entkleiden - na wo gibt es denn sowas.

Das ist alles sehr bedauerlich und wäre die nächste Gelegenheit gewesen, das ungastliche Haus zu verlassen
Wie ja schon gesagt, ich hatte anhand der Untersuchung den Eindruck das man genau darauf hin agierte. Nur hätte ich jetzt die Untersuchung abgebrochen hätte man mir garantiert ratz fatz die Weiterbewilligung mangels Mitwirkung abgelehnt - nicht ist doch einfacher für die Herrschaften.

Das sieht man doch bereits daran, daß man bei meinem Krankheitsbild (steht ja in der Gerichtsakte als auch allen bereits vorliegenden sozialmedizinischen Gutachten) seitens des Arztes nicht einmal ein aktuelles Röntgenbild verlangt oder hat anfertigen lassen. Ich bekomme doch bereits seit 1998 eine unbefristete BU-Rente weil die Wirbelsäule kaputt ist (sieht man auf Röntgenbild) und spätestens seit 2012 auch die Schulter-/ wie Hüftgelenke. Alll das läßt sich ganz einfach per simplen Röntgenbild klären. Aus welchem Grund also bitte verzichtet man auf sowas.

Man achte dazu dann mal auf die Anforderungen für ein ärztliches Gutachten (Anlage) was die DRV ja selbst verfaßt hat.

Aber die eigenen Weisungen interessieren die Mitarbeiter inzwischen eh nicht mehr.

Ich warte jetzt eh nur noch auf den Alehnungsbescheid der vielleicht im nächsten halben Jahr hier mal eintrudelt um dann in Widerspruch und Klage zu gehen und letztere wird auf die letzten Reha-Entlassungsberichte und deren dortiger Aussage der leitenden Fachärztin für Orthopädie aufbauen - Die Beurteilung der qualitative/quantitative Leistungsfähigkeit erfolgt ausschließlich in Hinblick auf die zugrundeliegende(n) orthopädische(n) Grunderkrankung(en) -. Wer weiß schon was sich dann in der Zwischenzeit hier noch alles gesundheitlich ergibt.


Grüße saurbier
 

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