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Ist ein Antrag auf Erwerbsunfähigkeitsrente wegen Depression und PTBS sinnvoll?

Michel

Elo-User*in
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Hallo und guten Tag,

ich benötige mal ein paar Tipps bzw. gute Ideen.
Seit Anfang Juni 18 bin ich wegen Depressionen in Verbindung mit einer posttraumatischen Belastungsstörung von einem Psychiater krankgeschrieben. Das zieht sich bei mir schon ganz lange hin. 2009 war ich bereits in erfolgloser Psychotherapie. In der Zwischenzeit habe ich immer wieder Gespräche mit meinem Hausarzt geführt. Seit August 2017 bin ich bei einem anderen Psychologen in Therapie. Das Ganze läuft für mich ebenfalls recht erfolglos.
Meine Kindheit war geprägt von Alkoholismus des Vaters, Gewalt des Vaters, Zuwendung gab es nur wenig. Mein Psychologe sagt, dass meine Kindheit auch eine Art Missbrauch war, kein sexueller aber ein emotionaler Missbrauch
Meine Probleme, u. a. Existenzängste, Versagensängste, Soziophobie, werden kein Stück besser. Nicht mal derzeit, wo ich Krankengeld bekomme, fühle ich mich halbwegs in der Lage, meinen Alltag einigermaßen zu meistern. Ich rechne damit, dass ich bald zum MDK muß und der dortige Vertreter mich wieder arbeiten schickt.
Beruflich bin ich seit 4 Jahren Geschäftsführer, trage Verantwortung für mich, meine Investoren und Mitarbeiter. Den Job kann ich zu 80 % in Heimarbeit ausfüllen. In meiner Branche ist es so, dass man viel viel viel Ärger mit Kunden hat, man oft beschimpft wird, Gewalt angedroht wird und mal ein wütender Kunde vor der Haustür steht. Alles nicht so angenehm.
Ich habe diesen Job damals angenommen, weil ich davon ausging, dass sich meine Psyche wieder regenerieren würde. Praktisch eine Flucht vor der realen Welt. In der Branche war ich vorher schon 10 Jahre, so dass ich dachte, dass ich den Ärger abkönne bzw. gut einschätzen kann. Dem ist aber nicht so. Je älter ich werde, je labiler werde ich.
Seit Jahren habe ich mich von der realen Welt abgekapselt, Soziale Kontakte sind gleich Null. Ich bin viel zu ängstlich, irgendwas zu wagen oder neu zu beginnen.
Bisher habe ich 26 Beitragsjahre voll, war nie arbeitslos oder längerfristig krank. Daher kann ich mit der derzeitigen Situation nicht umgehen und kenne mich nicht aus, was ich tun könnte um Ruhe zu haben.
Ich würde in absehbarer Zeit gern einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente stellen, dazu würde ich den Versuch starten und das auch als Berufskrankheit bzw. eine durch den Beruf gekommene Krankheit zu deklarieren.
Meine Fragen wären:

Was ist beim MDK zu beachten? Gibt es Fallen, in die man tappen kann? Benötige ich Gutachten vom Psychiater und Psychologen?

Was passiert bei einem Rentenantrag? Von wem kann man sich dabei helfen lassen?

Wie sind die Chancen auf BU-Rente?

Was kann man mir raten, um zumindest einen Versuch für die BU-Rente zu starten, der nicht gleich im Papierkorb landet?
 

Muzel

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AW: Antrag auf BU-Rente wg. Depression und PTBS sinnvoll?

Wenn eine Berufserkrankung im Raume steht, wäre ein Arbeitsmediziner eine Option.
Eine Berufserkrankung und eine daraus resultierende Berufsunfähigkeit ist nicht ausreichend für die EM-Rente. Dazu müsste der Arbeitsmediziner dir genauere Infos geben können.
 
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ExitUser

Gast
AW: Antrag auf BU-Rente wg. Depression und PTBS sinnvoll?

Von wem kann man sich dabei helfen lassen?
Ich rate ja immer dazu sich einen Termin bei der DRV geben zu lassen zum unterstützenden Ausfüllen des Antrages.

Man muss dazu in der entsprechenden Niederlassung nur anrufen das man einen Antrag auf EM-Rente stellen möchte mit Unterstützung eines Sachbearbeiters.

Dann bekommt man ein paar Tage später schriftlich einen Termin zugeschickt mit einer Liste welche Unterlagen man mitbringen muss da kann man schon mal nix vergessen was man später erst nachreichen müsste.

Zum Termin hilft dann der SB bei ausfüllen des doch recht umfangreichen Antrages wo manchmal die entsprechenden Fragen ein wenig kompliziert sind da kann man nix falsches angeben/ankreuzen.

Dann werden auch gleich notwendige Dokumente entgegengenommen, der SB gibt alles in das EDV-System ein und zum Schluss bekommt man noch ein Schreiben zur Vorlage bei Behörden das ein Antrag auf EM-Rente gestellt wurde.

So hab ich es damals auch gehandhabt und war froh über die Unterstützung...:wink:



liesa
 
Zuletzt bearbeitet:

Kerstin_K

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AW: Antrag auf BU-Rente wg. Depression und PTBS sinnvoll?

Man kann den Termin auch online vereinbaren. Die Liste mit den benötigten Unterlagen bekommt man dan angezeigt.
 

Doppeloma

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AW: Antrag auf BU-Rente wg. Depression und PTBS sinnvoll?

Hallo Michel,

Seit Anfang Juni 18 bin ich wegen Depressionen in Verbindung mit einer posttraumatischen Belastungsstörung von einem Psychiater krankgeschrieben.
Das ist ja (als AU-Zeit) noch nicht besonders lange und wenn man weiter liest schreibst du von Kindheitstraumen und Psychotherapien bereits vor fast 10 Jahren ...

Da dürfte es mehr als schwierig werden daraus eine Berunfs-Krankheit machen zu wollen ... welche BG (Berufsgenossenschaft) wäre denn zuständig für dich, denn die Rentenkasse (DRV) hat mit der Klärung von Berufs-Krankheiten eher nichts zu tun.

Mein Psychologe sagt, dass meine Kindheit auch eine Art Missbrauch war, kein sexueller aber ein emotionaler Missbrauch
Meine Probleme, u. a. Existenzängste, Versagensängste, Soziophobie, werden kein Stück besser.
Das zu lesen tut mir sehr leid für dich aber ich denke nicht, dass man darauf nun eine Berufskrankheit "aufbauen" könnte, du darfst davon ausgehen, dass man diese "Vorschädigungen" dabei nicht übersehen wird ... die BG sind keineswegs "humaner" als die Rentenkasse wenn es darum geht Forderungen abzuwehren.

Auf diesen Versuch, deinen stressigen Job nun für die Chronifizierung deiner psychischen Probleme verantwortlich machen zu wollen, solltest du besser gänzlich verzichten.
Damit fügst du dir nur noch mehr Stress zu, als ohnehin auf dich warten wird wenn du eine EM-Rente beantragen willst.

Nicht mal derzeit, wo ich Krankengeld bekomme, fühle ich mich halbwegs in der Lage, meinen Alltag einigermaßen zu meistern.
Rund 3 Monate AU sind ja auch noch keine wirklich ausreichende Zeit irgendwas in die positive Richtung zu bringen, was sich über Jahrzehnte entwickelt hat und offenbar noch nie durch die bisherigen Therapien wirklich gebessert werden konnte. :icon_evil:

Ich rechne damit, dass ich bald zum MDK muß und der dortige Vertreter mich wieder arbeiten schickt.
Gibt es denn Andeutungen dazu von deinem Arzt oder wie kommst du darauf, in der Regel wird man zunächst (schriftlich) aufgefordert eine medizinische Reha zu beantragen (§ 51 SGB V).
Denn bei der DRV gilt das Prinzip "Reha kommt VOR Rente" und deiner Schilderung nach warst du noch nie in einer Reha oder sonst in einer Klinik ???

Für diese Aufforderung macht der MDK in der Regel ein "Gutachten nach Aktenlage" und dann hast du 10 Wochen Zeit den Antrag zu stellen, ansonsten kann das Krankengeld eingestellt werden.
Da muss man sich noch nicht mal die Mühe machen, dich zum Arzt des MDK zu schicken, dazu kannst du hier auch schon viele Beiträge nachlesen.

Beruflich bin ich seit 4 Jahren Geschäftsführer, trage Verantwortung für mich, meine Investoren und Mitarbeiter. Den Job kann ich zu 80 % in Heimarbeit ausfüllen. ...................
Ich habe diesen Job damals angenommen, weil ich davon ausging, dass sich meine Psyche wieder regenerieren würde. Praktisch eine Flucht vor der realen Welt.
Das ist sicher nicht einfach aber es muss doch was gegeben haben an deiner Persönlichkeit, dass du Geschäftsführer geworden bist und überwiegend zu Hause arbeiten zu können, ist ja das wovon (eigentlich) viele Menschen "träumen" würden ...

Seit Jahren habe ich mich von der realen Welt abgekapselt, Soziale Kontakte sind gleich Null. Ich bin viel zu ängstlich, irgendwas zu wagen oder neu zu beginnen.
Das wird man aber versuchen (wollen) in einer Reha zu ändern, ob es auch gelingen wird ist eine ganz andere Frage und wenn du vorrangig davon sprechen möchtest, dass dich der aktuelle Job so stresst und du dich als Berufs-Unfähig siehst, dann wird man dir anraten dir eine andere Arbeit zu suchen.

Das alleine wäre sicher kein Grund für die Annahme voller Erwerbsminderung und einer entsprechenden EM-Rente, man wird dir wohl eher Unterstützung bei einer beruflichen Veränderung anbieten.
Zumindest in den Reha-Kliniken wird dazu viel versprochen, die Realität nach einer Reha (besonders die berufliche) sieht meist auch wieder völlig anders aus.

Bisher habe ich 26 Beitragsjahre voll, war nie arbeitslos oder längerfristig krank. Daher kann ich mit der derzeitigen Situation nicht umgehen und kenne mich nicht aus, was ich tun könnte um Ruhe zu haben.
Wenn dir die AU aktuell auch keine relative Ruhe bringt ist es schwer dir zu raten was du dafür nun besser tun solltest.
Ich hatte mal sehr ähnliche Probleme und war dann fast 4 Jahre AU geschrieben vom Psychiater, letzter Auslöser dafür war ziemlich sicher auch mein damaliger Stress-Job.

Ich war kein Geschäftsführer, habe im CallCenter im Schichtdienst Kundenbetreuung gemacht im Mobilfunkbereich ... das mit (teilweise) unzufriedenen / ärgerlichen / frechen Kunden kenne ich zumindest auch vom Telefon, wo ich wohne wußten die Kunden zum Glück NICHT.

Mein Psychiater konnte auch nicht verhindern, dass man mich nach knapp 4 Monaten AU unbedingt in eine psychosomatische Reha schicken wollte.
Dort wurde mir allerdings (wie vorher schon per "Aktenlage" vom MDK) bestätigt, dass ich an diesen Arbeitsplatz NICHT mehr zurück kehren sollte, ansonsten war ich aber VOLL Erwerbsfähig für den "allgemeinen Arbeitsmarkt" ... lt. Reha-Bericht musste ich mir also NUR "andere Arbeit" suchen.

Zur Information war ich damals schon Mitte 50 und hatte auch schon ein ziemlich langes Arbeitsleben hinter mir ..., da ich von meinem AG nicht entlassen wurde musste die KK bis zur Aussteuerung dann weiter Krankengeld zahlen.

Sonst hätte man mich sicher gerne früher "zur Arbeitsvermittlung" an die AfA "abgeschoben" ...
Später als mein Krankengeld dann abgelaufen war forderte mich die AfA auf EM-Rente zu beantragen ... man meinte dort NICHT mich noch irgendwie in "andere" Arbeit vermitteln zu können.

Das hat die DRV dann allerdings ganz anders gesehen und mein Antrag auf EM-Rente wurde abgelehnt ...

Ich würde in absehbarer Zeit gern einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente stellen, dazu würde ich den Versuch starten und das auch als Berufskrankheit bzw. eine durch den Beruf gekommene Krankheit zu deklarieren.
Daran kann dich Niemand hindern EM-Rente zu beantragen, du wirst ja sehen was dabei dann herauskommen wird, eine BU-Rente (von der DRV zumindest) vermutlich nicht, ich nehme mal an du bist NACH dem 02.01.1961 geboren ???

Dann gibt es gar keinen Anspruch mehr auf eine gesetzliche Rente wegen Berufs-Unfähigkeit ... dein Unvermögen für die aktuelle Arbeit wird also nicht genügen von der DRV eine EM-Rente zu bekommen.

Dafür darf man am gesamten "allgemeinen Arbeitsmarkt" NICHT mehr Erwerbsfähig sein ... also für KEINE Tätigkeit (welche auch immer) mehr gesundheitlich geeignet.

Du kannst gerade hier in diesem Bereich sehr viele Beispiele dafür nachlesen, welche gesundheitlichen Probleme da bei der DRV immer noch zur Ablehnung führen ...

Was ist beim MDK zu beachten? Gibt es Fallen, in die man tappen kann?
Zum MDK wird man nur selten einbestellt und dann solltest du ein paar aktuelle Arztberichte und die wichtigsetn Befunde (in Kopie) mitnehmen.

Benötige ich Gutachten vom Psychiater und Psychologen?
Nein, du brauchst ganz normale Behandlungsberichte, die man dir ausdrucken kann, es ist nicht nötig extra was zu schreiben und Gutachten werden "in Auftrag" gegeben (von der DRV z.B. wenn du den Antrag auf EM-Rente dann gestellt hast), ein normaler Arztbericht ist KEIN "Gutachten". :icon_evil:

Wie sind die Chancen auf BU-Rente?
Vermutlich liegen deine Chancen auf eine BU-Rente bei genau NULL %, weil du (wahrscheinlich) schon zu spät dafür geboren wurdest.

Was kann man mir raten, um zumindest einen Versuch für die BU-Rente zu starten, der nicht gleich im Papierkorb landet?
Dazu kann man dir gar nichts raten, du stellst ohnehin ganz "allgemein" einen Antrag auf Rente wegen "verminderter Erwerbsfähigeit", einen Antrag auf BU-Rente kann man bei der DRV gar nicht separat stellen.

Hier mal einige Informationen zu den Voraussetzungen für eine EM-Rente ...

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/2_Rente_Reha/01_rente/01_grundwissen/03_rentenarten_und_leistungen/08_erwerbsminderungsrente.html

MfG Doppeloma
 

Michel

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AW: Antrag auf BU-Rente wg. Depression und PTBS sinnvoll?

Moin,
vielen Dank für eure Antworten.
Zuständig ist für mich die Verwaltungsberufsgenossenschaft in Hamburg.
Auf diesen Versuch, deinen stressigen Job nun für die Chronifizierung deiner psychischen Probleme verantwortlich machen zu wollen, solltest du besser gänzlich verzichten.
Damit fügst du dir nur noch mehr Stress zu, als ohnehin auf dich warten wird wenn du eine EM-Rente beantragen willst.
Ein merklichen Knacks habe ich bereits 1999 bekommen, als mein Arbeiter, wo ich auch meine Ausbildung gemacht habe, geschlossen hat. Die Jahre danach haben mich ziemlich fertig gemacht, mußte u. a. bei einem AG wegen Mobbing kündigen.
Gibt es denn Andeutungen dazu von deinem Arzt oder wie kommst du darauf, in der Regel wird man zunächst (schriftlich) aufgefordert eine medizinische Reha zu beantragen (§ 51 SGB V).
Denn bei der DRV gilt das Prinzip "Reha kommt VOR Rente" und deiner Schilderung nach warst du noch nie in einer Reha oder sonst in einer Klinik ???
Bisher gibt es da keine Andeutungen. Ich habe bisher nur oft gehört, dass sich der MDK recht schnell einschalten soll und nicht unbedingt hilfsbereit sein soll.
In einer Reha war ich bisher noch nicht. Ich habe aus freien Stücken 2010 mal in einer Tagesklinik vorgesprochen und meine Probleme geschildert. Dort hätte ich dann einmal am Tag einkaufen gehen sollen, irgendwas mit Holz arbeiten und kochen sollen. Einmal am Tag hätte es dort ein 45-minütiges Gruppengespräch gegeben. Daran habe ich dann nicht teilgenommen.
Das ist sicher nicht einfach aber es muss doch was gegeben haben an deiner Persönlichkeit, dass du Geschäftsführer geworden bist und überwiegend zu Hause arbeiten zu können, ist ja das wovon (eigentlich) viele Menschen "träumen" würden ...
Ich träumte auch davon. Deshalb habe ich das Angebot auch angenommen. Mit ein Grund für den Wunsch nach Heimarbeit war der, dass ich bei Vorstellungsgesprächen immer versagt habe. Auf der Fahrt zu den Gesprächen mußte ich mich übergeben, Durchfall, Schweißausbrüche etc. Das führte dann dazu, dass ich vor einer Firma direkt umgedreht habe und wieder weg gefahren bin.
Ich war kein Geschäftsführer, habe im CallCenter im Schichtdienst Kundenbetreuung gemacht im Mobilfunkbereich ... das mit (teilweise) unzufriedenen / ärgerlichen / frechen Kunden kenne ich zumindest auch vom Telefon, wo ich wohne wußten die Kunden zum Glück NICHT.
Ich glaube, die Position ist heutzutage relativ egal. Als für den Kunden greifbarer Mitarbeiter ist man leider immer der Prellbock und wird mit respektlosen Menschen konfrontiert.
Vermutlich liegen deine Chancen auf eine BU-Rente bei genau NULL %, weil du (wahrscheinlich) schon zu spät dafür geboren wurdest.
Gesetzlich BU-Rente werde ich nicht bekommen, bin 1975 geboren. Ich dachte an die EM-Rente, sowie die Inanspruchnahme meiner privaten BU-Rentenversicherung. Nur bei der privaten BU-RVS habe ich bedenken, dass bei abgelehnter Antragsstellung die Versicherung den Vertrag kündigt.

Gibt es unabhängige Hilfsorganisationen, die Rat geben können? Beim VdK bin ich gewesen, fand ich nicht so kompetent und hilfreich. Mein Psychiater hat auch nur ca. 15 Minuten Zeit für mich. Die Sitzungen beim Psychologen dauern ca. 45 Minuten. Wahrscheinlich sind beide auch nicht geeignet um verbindlichen Rat zu Anträgen etc. einzuholen.
Ich möchte den Weg zur EM-Rente gern gehen. Für mich wird das Leben immer schwerer und belastender. Eventuell ist es eine Möglichkeit wieder normal zu werden, wenn man den Existenzdruck erstmal los werden kann. Wenn nicht jetzt, wann dann?
 

RobbiRob

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AW: Antrag auf BU-Rente wg. Depression und PTBS sinnvoll?

Man kann den Termin auch online vereinbaren. Die Liste mit den benötigten Unterlagen bekommt man dan angezeigt.
Wobei da pauschal erstmal alles steht.

Ich bin da mit einem dicken Packen aufgelaufen, der gar nicht notwendig war.
Und fertig ausgefüllt war gut, aber den Hauptantrag wollte er trotzdem selber einklimpern. Von mir aus ....

Aber besser alles oberperfekt, statt die Hälfte vergessen. ;-)

Der Zeitpunkt der Terminvergabe gilt als Antragsdatum, so war es bei mir.
Weil 6 Wochen Wartezeit. Scheinen viel zu tun zu haben.

Absolut empfehlenswert die Beratungsstellen, gerade auch für Leute die Hilfe bei manch einer Frage benötigen.
Die prognostizierte Rente der Beratungsstelle lag nur 30€ von der tatsächlichen entfernt.

Zum Fall hier:
Zu den anerkannten Berufskrankheiten zählt das nicht.
Aussichtslos.
 

Muzel

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Meine BU-Rente wurde ohne Schwierigkeiten bewilligt als die EM-Rente genehmigt war.
Stell den Rentenantrag und lass dich überraschen.
Der MdK muss dich auch nicht schrecken. Antworte so wenig und so kurz wie möglich.
 

RobbiRob

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Die private BU hat in der Regel wesentlich leichtere Zugangsvoraussetzungen, als die gesetzliche Erwerbsminderungsrente.

Ich beziehe zum Beispiel schon seit 2016 eine private BU und erst seit Juli 2018 eine EMR.

Es gibt natürlich diverse Vertragskonstrukte, z.B. Zugang zur BU-Rente automatisch ab dem 7. Monat der AU etc.

Allen gleich ist aber, dass man weniger als 50% der Arbeitszeit im letzten Beruf leisten kann.

Ich hatte z.B. glaubhaft dargelegt in den letzten 5 Jahren regelmäßig min.12h/d gearbeitet zu haben.
Also war die Hürde weniger als 6h/d.

Eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente habe ich nur deshalb bekommen, weil ich nach Gutachten weniger als 3h in irgendeiner Tätigkeit leisten kann.
Also Pförtner als Beispiel. Vollkommen egal, dass ich vorher Manager war.

Ich hoffe ich konnte Dir das einigermaßen klar machen.

Ob Deine Ärzte Dir guten Rat geben, weiß ich nicht.
Eins ist aber klar, ohne Rückhalt und Befürwortung des behandelnden Facharzt wird das nichts.
 

Michel

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Vielen Dank erstmal.

Ich melde mich, nach meinem nächsten Arztbesuch
 

Muzel

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Ich hatte keine FA und es hat auch auf Anhieb geklappt.
Der Versicherungsälteste der RV hat mir gesagt, dass die meisten Leute überhaupt nicht vom FA behandelt werden.
 

Michel

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So, die Krankschreibung läuft bisher recht problemlos. Der Facharzt (Psychiater) hat mit Psychophamarka aufgeschrieben.

Bisher wirken die Tabletten nicht. Ich habe 3 verschiedene Wirkstoffe bekommen. Von den ersten beiden müßte ich mich kontinuierlich übergeben, den jetzigen Wirkstoff vertrage ich, aber es hilft nicht. Mir ist auch bisher nicht klar, wie Tabletten meine Probleme klären bzw. mildern können.

Heute rief die Krankenkasse an, wie es mir denn gehen würde, ob und was man für mich tun könnte. Vorgeschalgen wurde ein Psychotherapie oder eine stationäre Reha. Normalerweise müßte die KK wissen, dass ich bereits seit 14 Monaten eine Psychotherapie mache.

Eien stationäre Reha ist das letzte, was ich will. Ich habe ja schon Ängste, wen nich mal länger als 3 Stunden von Zuhause weg bin bzw weg muß. Dann zeigt mein Körper schon Stresssymptome. Da muß ich mit meinen Psychologen drüber reden, dass das nicht in Frage kommt.

Wie sind die Erfahrungen, wenn Tabletten so gar nicht wirken, bzw. keine sicht- und fühlbare Verbesserung eintritt?
 

Muzel

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Für posttraumatische Belastungsstörungen bekommt man einen GdB von 30 oder manchmal auch 40.
Wenn deine posttraumatischen Belastungsstörungen voll anerkannt sind, hast du es bestimmt leichter die EM-Rente durchzusetzen.
 

Bitas

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Ist zwar nicht deine Frage aber ich gebe dir trotzdem den Tipp deine Telefonnummer und Mailadresse sofort löschen zu lassen. Es bringt in aller Regel nur Probleme mit KK, JC, AfA zu telefonieren und alles gesprochene hat keinerlei rechtliche Grundlagen.
Rechtlich mußt du nur auf den Postweg erreichbar sein.
 

Caye

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Ich hab Krankengeld bis zum Ende der Leistungsdauer bekommen, ohne dass der MDK da eingeschaltet worden wäre. Das geht auch.
Zwischendrin hat wohl zwei, drei Mal jemand von der KK versucht anzurufen, aber anrufe von unbekannten Nummern nehme ich normalerweise nicht an.

Und bei mir ists auch so, dass die private BU-Versicherung anstandslos zahlt, während die gesetzliche Rente konsequent abgelehnt wird - zugegebenermaßen allerdings, weil man den Leistungsfall konsequent so datiert, dass ich die Voraussetzungen nicht erfülle, seitens der DRV wird immer wieder betont, dass man an meiner vollen Erwerbsminderung nicht zweifelt. Die Antragstellung bei der privaten Versicherung war dennoch sehr viel einfacher und unkomplizierter und die Anerkennung dort erfolgte auch schon vor dem DRV-Rentenantrag.

Ein Antrag bei deiner privaten Versicherung wäre wohl auf jeden Fall nach sechs Monaten AU sinnvoll (das ist bei den meisten Versicherungen der Zeitpunkt, ab dem sie zahlen, schaue dazu mal in die AVB).

Bei der DRV wird wohl ohne (teil-)stationäre Reha nix gehen. Das Programm einer Klinik solltest du nicht unterschätzen, auch wenn du meinst, dort unterfordert zu sein, weil es sich nach "nicht viel" anhört - da kommen idR noch diverse andere Termine dazu und dann hat man kaum noch Zeit, zwischendrin mal Luft zu holen.
Allerdings wäre eine auf PTBS spezialisierte Klinik am sinnvollsten, und das ist die Tagesklinik bei dir vor Ort ja vermutlich nicht (es sei denn, du hast da Glück). Bevor die DRV dich dazu auffordert und dir womöglich eine total unpassende Klinik zuweist, wäre es besser, wenn du dich da selbst schonmal informierst und dir was raussuchst - viele Kliniken sind ja auch Krankenhäuser und werden über die Krankenkasse bezahlt.
Hast du darüber schonmal mit deinem Therapeuten gesprochen?
 

Muzel

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Man soll sich da nicht täuschen lassen. Bei einer privaten BU-Versicherung sollte man immer das Kleingedruckte lesen.
Meine BU-Rente wurde erst gezahlt als ich die 2. EM-Gutachten vorlegen konnte. Die Bu-Versicherung stellt keine eigenen Ermittlungen an.
 

Buchfan

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Hallo Michel!
Du kannst Dir bei dem Papierkram auch von einer Sozialberatungsstelle (AWO u.a.) helfen lassen. Erkundige Dich doch mal, Wer bei Euch so etwas anbietet.
Zu den Pillen: Sie wirken spürbar erst nach 3 - 4 Wochen. Je nach Wirkstoff wird zuerst mit einer niedrigeren Dosis begonnen und dann langsam raufdosiert. Entsprechend bei Absetzen successive ausgeschlichen.
Ich ps. finde für ein solches Vorgehen einen stationären Aufenthalt sinnvoll. Denn es gibt zu jd. Tages- und Nachtzeit Gesprächspartner und man kann die Medikation bedarfsgerecht und schneller anpassen als ein Niedergelassener. Den siehst Du ja wahrscheinlich nur alle paar Wochen.
[>Posted via Mobile Device<]
 

Michel

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Ein stationärer Aufenthalt ist aufgrund meiner Sozialphobie eher kontraproduktiv. Mein Körper reagiert schon daruaf, wenn ich mal mti dem Bus fahren muss, viele Menschen dort sind etc. Dann kriege ich schon Magenschmerzen, muß mich übergeben und brauche dringend eine stehende oder hängende Keramikschüssel.

Seit 6 Wochen nehme ich nun andere Antidpressiva. Ändern tut sich nichts, kein Antrieb, Scheissegal-Einstellung, mir ist manchmal egal ob ich lebe oder nicht, alles zum Kotzen, soryy aber ist so.
Ich weiß gar nicht, ob ich mich weiter als Versuchskanninchen für die Pharmaindustrie verwenden lassen soll.

Die Psychotherapie bringt mich auch nicht weiter. Was ich tun muß, Mut haben, positiv denken etc, wieß ich alles selber. Habe ja schon lange mit den Problemen zu kämpfen. Nur weiß ich immer noch nicht, wie ich das machen soll. Der Therapeut sagt, dass ich mutig sien muß. Ein Teufelskreis, wen nder Körper bei mutigen Versuchen einen Strich durch die Rechnung macht.
 

little

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Seit 6 Wochen nehme ich nun andere Antidpressiva. Ändern tut sich nichts, kein Antrieb, schei*segal-Einstellung, mir ist manchmal egal ob ich lebe oder nicht, alles zum Kotzen, soryy aber ist so.
Ich weiß gar nicht, ob ich mich weiter als Versuchskanninchen für die Pharmaindustrie verwenden lassen soll.
Hab Geduld und sei mutig (im gewissen Rahmen).

Ich brauchte seinerzeit 26 (!!) verschiedene Antidepressiva, 3 stationäre Aufenthalte und mehrere Psychiater, bis wir(mein Doc und ich) die richtige Kombi gefunden hatte, welche mir seit mehreren Jahren ein beschwerdeärmeres Leben schenkt.
Ich bin aktuell bei Duloxetin 120mg/Tag

Gruss,
little

P.S. Bin seit vielen Jahren schon deshalb EM auf Dauer
 

Muzel

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PTSD ist keine anerkannte Berufserkrankung.
Wegen deiner Probleme in deiner Kindheit könntest du eventuell über das OdF Rente bekommen, was ziemlich schwierig ist. Deshalb würde ich mich an deiner Stelle beim Weißen Ring beraten lassen. Lebt dein Vater noch? Könnte er dir helfen?
 
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