Ist diese Eingliederungsvereinbarung bezüglich Bewerbungs- und Reisekosten, Probearbeiten usw. in Ordnung?

Taranza7339

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Guten Tag,
Empfange ALG1 und ist nach Jahren meine erste EGV...
nun kam nach dem telefonischem Gespräch mit dem SB die EGV.
Der SB meinte am Ende, er würde mir eine Zusammenfassung und die EGV zuschicken. Siehe da, die EGV ist also die Zusammenfassung...

Der Punkt mit dem Bewerbungskosten stört mich, die wenigsten verschicken per Post...meine zu Online-Bewerbungen mal gelesen zu haben das es mit 1€ berechnet wird.
Das mit den Reisekosten ist auch so üblich? mir entstehen ja schon ab dem 1km kosten. Dann erst ab 15km mit 20 cent zu vergüten finde ich happig.

Bei dem dokumentieren der Bewerbungen, muss ich also keine E-Mail oder Telefonnr. angeben oder mit wem ich dort gesprochen habe? Bloß stumpf wie es da steht Datum, Firma und Tätigkeit?

Die 3 Eigenbewerbungen schaffe ich auch nicht, aufgrund der aktuellen lage sind es 2. außerdem gibt es viele berufe wo mir sonstige Qualifikationen fehlen.
Mein SB sagte dazu, ich solle mir bei meinen nächsten Bewerbungen noch aufschreiben was für qualifikationen gefordert werden die ich nicht habe, weil man das dann mit einem Kurs angehen könnte.

Mir ist auch nicht verständlich weshalb ich diese Stellenempfehlung unbedingt bis xx.07. zuschicken muss...Auf dem dortigen schreiben steht bloß, es wäre freiwillig und würden auch keine folgen entstehen falls ich mich bei den stellen nicht bewerben sollte.

Wie ist das mit der Probearbeit zu verstehen? Das ich bei jeder Bewerbung erwähnen soll oder muss, das man probearbeit anbietet?

Meint ihr es lohnt sich da was abzuändern?
 

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abcabc

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Der SB meinte am Ende, er würde mir eine Zusammenfassung und die EGV zuschicken. Siehe da, die EGV ist also die Zusammenfassung...
Hast du ein oder zwei Ausfertigungen zugeschickt bekommen?
Hat der SB was dazu gesagt, ob du die unterschrieben zurückschicken sollst oder im Begleitschreiben was dazu geschrieben?
So lange das Teil nicht unterschrieben ist, ist sie vollkommen unverbindlich....

Der Punkt mit dem Bewerbungskosten stört mich, die wenigsten verschicken per Post...meine zu Online-Bewerbungen mal gelesen zu haben das es mit 1€ berechnet wird.
Kostenerstattung bei Online Bewerbungen ist Willkür. Hängt vom SB und der AfA Niederlassung ab, ob und wieviel es gibt.

Das mit den Reisekosten ist auch so üblich? mir entstehen ja schon ab dem 1km kosten. Dann erst ab 15km mit 20 cent zu vergüten finde ich happig.
Bei ALG I geht man davon aus, dass du eine gewisse Eigenleistung bringen kannst im Gegensatz zu ALG II.

Bei dem dokumentieren der Bewerbungen, muss ich also keine E-Mail oder Telefonnr. angeben oder mit wem ich dort gesprochen habe? Bloß stumpf wie es da steht Datum, Firma und Tätigkeit?
Ja, Dienst nach Vorschrift. Aber so lange du die EGV nicht unterschreibst eh egal, ob du es machst oder nicht.

Die 3 Eigenbewerbungen schaffe ich auch nicht, aufgrund der aktuellen lage sind es 2. außerdem gibt es viele berufe wo mir sonstige Qualifikationen fehlen.
12 pro Monat ist auch etwas viel in Corona Zeiten....

Mein SB sagte dazu, ich solle mir bei meinen nächsten Bewerbungen noch aufschreiben was für qualifikationen gefordert werden die ich nicht habe, weil man das dann mit einem Kurs angehen könnte.
Dann scheint der SB was zu taugen und die Fördermöglichkeiten mit etwas Glück dir zu ermöglichen...

Mir ist auch nicht verständlich weshalb ich diese Stellenempfehlung unbedingt bis xx.07. zuschicken muss...Auf dem dortigen schreiben steht bloß, es wäre freiwillig und würden auch keine folgen entstehen falls ich mich bei den stellen nicht bewerben sollte.
Musst du garnicht, ist freiwillig. Da steht ja nur, wenn du es willst müsstest du die Einwilligung unterschreiben...

Wie ist das mit der Probearbeit zu verstehen? Das ich bei jeder Bewerbung erwähnen soll oder muss, das man probearbeit anbietet?
Dass du es anbieten kannst, wenn DU es willst oder dich darauf einlassen kannst, wenn der AG es verlangt und du echtes Interesse an der Stelle hast.

Meint ihr es lohnt sich da was abzuändern?
Das Teil hat keine RFB (Rechtsfolgebelehrung). Prinzipiell könntest du es unterschreiben und komplett ignorieren. Da kann keine Sperre folgen.


Und das was als RFB dort steht ist Quatsch. Es gibt keine Pflicht Auskunft darüber zu geben, wo du einen Job anfängst.
 

Ghansafan

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Guten Tag,
Empfange ALG1 und ist nach Jahren meine erste EGV...
Hallo @Taranza7339,

dann wäre vor dem Anbieten der EGV erstmal eine Potenzialanalyse gemäß § 37 SGB III notwendig gewesen.
nun kam nach dem telefonischem Gespräch mit dem SB die EGV.
Erachte ich für nicht korrekt, die EGV hätte man mit Dir in einem persönlichen Gespräch zusammen erarbeiten müssen. Und nicht telefonisch.

§ 37 SGB III:
(2) 1In einer Eingliederungsvereinbarung, die die Agentur für Arbeit zusammen mit der oder dem Ausbildungsuchenden oder der oder dem Arbeitsuchenden trifft, werden für einen zu bestimmenden Zeitraum festgelegt ....
Quelle: https://www.buzer.de/gesetz/6003/a82846.htm

Eigenleistung hin oder her, erachte ich für nicht korrekt, erst ab dem 15.km die Kosten zu übernehmen.

Korrekt ist es für mich auch nicht, dass man AG (kostenloses) Probearbeiten anbieten soll. Es gibt eine Probezeit, allenfalls wäre ein sogenanntes Einfühlungsverhältnis möglich, wo man für wenige Tage mal die Firma kennenlernt.

Unter Bewerbungsaktivitäten verstehe ich auch dokumentierte Stellensuchen im Internet, Zeitung, etc.

Wurde ja schon erwähnt, Rechtsfolgebelehrung ist falsch, hier hätte auf § 159 SGB III verwiesen werden müssen. Nämlich auf die Rechtsfolgen, die eintreten, so Du den Pflichten aus der EGV ( Eigenbemühungen) nicht nachkommst.

War mal meine Einschätzung zu der EGV.
 
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Onkel Tom

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Uups.. Was ist denn in der Mobbörse die "Call Me Funktion" ?

Das unbedingt streichen, sonst darfst Du dich eventuell auf "ZAF-Telefonterror" gefasst machen..
Und diese Funktion unverzüglich Deaktivieren lassen !..

Wenn denn Eintragungen in die Mobbörse, dann besser nur "annoym" oder "intern".. ;)

Da solltest Du am besten so schnell wie möglich ein "Datenabgleich" mit deinen SB machen.
(Einstellungen prüfen u.s.w.)

Wieso bei ALG-1-Bezug überhaupt eine EGV ? Habe ich da etwas verpasst ?
EGV bei ALG 1 soll doch auf rein freiwilliger Basis möglich sein ?
 

Taranza7339

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Hast du ein oder zwei Ausfertigungen zugeschickt bekommen?
Hat der SB was dazu gesagt, ob du die unterschrieben zurückschicken sollst oder im Begleitschreiben was dazu geschrieben?
So lange das Teil nicht unterschrieben ist, ist sie vollkommen unverbindlich....
Eine Ausfertigung. Von Unterschreiben meine ich während des Telefonats nichts gehört zu haben.

Kostenerstattung bei Online Bewerbungen ist Willkür. Hängt vom SB und der AfA Niederlassung ab, ob und wieviel es gibt.
Meiner Meinung nach Chaotisch gemacht, sitzen alle mit ALG1 im selben Boot aber die Behörden machens nach Willkür...


Dass du es anbieten kannst, wenn DU es willst oder dich darauf einlassen kannst, wenn der AG es verlangt und du echtes Interesse an der Stelle hast.
Gut. Im Schreiben steht ich muss mir das von der AfA genehmigen lassen....
Der SB meinte ich könne im eCenter denen eine Nachricht schicken oder Telefonisch bei der Hotline...
Muss ich noch auf was schriftliches warten? oder reicht allein meine info an die schon dafür? ich mein wenn ich dann noch evtl. 2-3 tage auf die post mit der bestätigung warten muss, hat sich das mit dem probearbeiten vielleicht auch schon erledigt..



Korrekt ist es für mich auch nicht, dass man AG (kostenloses) Probearbeiten anbieten soll. Es gibt eine Probezeit, allenfalls wäre ein sogenanntes Einfühlungsverhältnis möglich, wo man für wenige Tage mal die Firma kennenlernt.
Sehe ich genau so, laut SB könne ich bis zu 3 Wochen Probearbeiten anbieten(was ich als pure Ausbeute sehe), da ich weiterhin ALG1 oder eine andere Leistung von der AfA bekommen würde.

Uups.. Was ist denn in der Mobbörse die "Call Me Funktion" ?
Das Stach mir auch sofort ins Auge..noch nie zuvor gehört, habe die Jobbörse aber auch nie wirklich genutzt, damals zwar die Daten eingegeben weil man es wohl musste...

Das unbedingt streichen, sonst darfst Du dich eventuell auf "ZAF-Telefonterror" gefasst machen..
Und diese Funktion unverzüglich Deaktivieren lassen !..
Kann sein das es an mir liegt, aber nach den ersten persönlichen Gesprächen ist bei keiner ZAF damals je irgendwas bei rum gekommen.



Wieso bei ALG-1-Bezug überhaupt eine EGV ? Habe ich da etwas verpasst ?
EGV bei ALG 1 soll doch auf rein freiwilliger Basis möglich sein ?
Ich weiß leider nicht mehr ob ich damals eine EGV bekam, habe aber damals schon irgendwo aufgeschnappt das man das wohl nicht unterschrieben zurückschicken braucht...
Gilt das heute auch noch für VVs mit RFB? Oder ist da auch wieder ein Unterschied zwischen ALG1 und ALG2?


Danke für eure Antworten!
Kann mir also die Mühe sparen da was abzuändern und kann es stattdessen ignorieren.
Wann kommt die VA? Oder gibt es das bei ALG1 nicht?
 
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Ghansafan

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Gilt das heute auch noch für VVs mit RFB? Oder ist da auch wieder ein Unterschied zwischen ALG1 und ALG2?
Hallo @Taranza7339,

ist in der Regel so, dass man sich innerhalb von 3 Tagen auf einen VV bewerben soll, Im Antwortschreiben das entsprechende ankreuzt z.B. beworben am xx.xx. und ans Amt zurückschickt.
Kann mir also die Mühe sparen da was abzuändern und kann es stattdessen ignorieren.
Das musst Du selber entscheiden, ob Du einfach den VA abwartest ( dagegen kann man zumindestens Widerspruch einlegen) oder doch Änderungswünsche einreichst, obwohl das ja nicht so korrekt gelaufen ist ( postalische Zusendung der EGV).
Wann kommt die VA? Oder gibt es das bei ALG1 nicht?
Kann man nicht vorhersagen, wann der VA erlassen wird.

Doch, auch bei Alg I wird ein VA erlassen, so keine Eingliederungsvereinbarung zustande kommt.

§ 37 SGB III:
Kommt eine Eingliederungsvereinbarung nicht zustande, sollen die nach Absatz 2 Satz 1 Nummer 3 erforderlichen Eigenbemühungen durch Verwaltungsakt festgesetzt werden.
Quelle: https://www.buzer.de/gesetz/6003/a82846.htm
 

Kerstin_K

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Bei ALG I kann es sich lohnen, die EGV doch zu unterschreiben, wenn sie einigermassen passt. ( Für Dinge, die mir völlig gegen den Strich gehen, wäre mir meine Unterschrift zu wertvoll.) eine EGV im SGB III ist ein zahnloser Tiger, in der Regel ist die Rechtsfolgebelehrung so ausgestaltet, dass man keine Sperrzeiten bekommen kann, auch wenn man gegen die EGV verstösst. Bei einem VA könnte das anders aussehen.
 

Taranza7339

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Hallo @Taranza7339,

ist in der Regel so, dass man sich innerhalb von 3 Tagen auf einen VV bewerben soll, Im Antwortschreiben das entsprechende ankreuzt z.B. beworben am xx.xx. und ans Amt zurückschickt.
Hat sich mittlerweile auch was daran geändert? Damals habe ich die Anfangs noch artig zurückgeschickt, dann zufällig mitbekommen das man das gar nicht muss und deshalb zwar ausgefüllt aber nie zurückgeschickt.

Das musst Du selber entscheiden, ob Du einfach den VA abwartest ( dagegen kann man zumindestens Widerspruch einlegen) oder doch Änderungswünsche einreichst, obwohl das ja nicht so korrekt gelaufen ist ( postalische Zusendung der EGV).
Wie wäre die richtige Vorgehensweise gewesen? Mir gab es zu denken, das von einer Zusammenfassung und EGV beim Telefonat gesprochen wurde...
Daraus ergibt sich für mich das es zwei verschiedene Sachen wären?
 

Ghansafan

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..., das man das gar nicht muss und deshalb zwar ausgefüllt aber nie zurückgeschickt.
Hallo @Taranza7339,

ok., wenn das bei Deinem Amt so ist, dann schickst Du die Antwortschreiben halt nicht zurück. In Deiner EGV steht auch nur zu VV s, dass man Dir welche zuschickt, wenn geeignete Stellen vorliegen.

Wie wäre die richtige Vorgehensweise gewesen? Mir gab es zu denken, das von einer Zusammenfassung und EGV beim Telefonat gesprochen wurde...
Daraus ergibt sich für mich das es zwei verschiedene Sachen wären?
Verhandeln ist von der Sache her eigentlich nicht schlecht, kann man sich darauf berufen bei Erlass eines VA, dass man eine EGV nicht abgelehnt hat, sondern verhandlungsbereit war. Allerdings, wie ich schon schrieb, finde ich das Vorgehen nicht korrekt, postalische Übersendung der EGV zur Unterschrift, keine vorangegangene Potenzialanalyse.

Dazu auch:
Der Abschluss einer Eingliederungsvereinbarung ergibt allerdings erst Sinn, wenn die Potenzialanalyse durchgeführt worden ist, das Ziel der Eingliederungsbemühungen festgelegt werden konnte und eine Strategie entwickelt wurde, die nunmehr zur Umsetzung in der Eingliederungsvereinbarung eingeplant wird. Insoweit sind ggf. weitergehende Feststellungen erforderlich, die einer konkreten Eingliederungsvereinbarung vorausgehen müssen, z. B. Feststellungen zur konkreten Leistungsfähigkeit auch durch Einschaltung der Fachdienste, Auswertung der Lage und Entwicklung des relevanten Ausbildungs- und Arbeitsmarktes.
Quelle:https://www.haufe.de/personal/haufe...ungsvereinbarung_idesk_PI42323_HI3218570.html

Wurde mit Dir überhaupt schon mal eine Potenzialanalyse (Profiling) durchgeführt ?

Daraus ergibt sich für mich das es zwei verschiedene Sachen wären?
Was meinst Du damit ?

Überlegen solltest Du vielleicht auch, ob Du diesbezüglich überhaupt noch telefonisch mit dem Amt kommunizierst.


Nachtrag - Was ich im Übrigen auch nicht in der EGV korrekt finde,dass darin aufgeführt ist, dass Du Veränderungen dem Amt mitzuteilen hast. Das zählt zu den Mitwirkungspflichten und diese sind eigenständig im SGB I geregelt.
 
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