Ist die Verrechnung von Resturlaub mit der Freistellung nach Kündigung korrekt?

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Terabyte

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Hallo,
ich bin ab dem 01.09. arbeitslos und habe am Freitag meine letzte Gehaltsabrechnung erhalten. Resturlaub hatte ich bei der Kündigung noch insgesamt 29 von 30 Tagen und wurde für diesen Monat freigestellt. Den komplette Urlaub aus dem letzten Jahr habe ich leider verfallen lassen und der wurde auch im März dann (endgültig) gestrichen. Ich dachte, dass bei der Verrechnung Ende des Monats noch etwas übrig bleiben sollte und mir mit dem Gehalt ausbezahlt wird. Allerdings wurde dieser damit komplett auf 0 reduziert und mir wurde gesagt ich hätte für diesen Monat noch 22,5 Tage übrig gehabt. Auch wenn der übergesetzliche Urlaub entfallen sollte, wäre trotzdem etwas übrig oder sehe ich das falsch? Außerdem wurde im Arbeitsvertrag für die ersten Monate ein Gehalt festgelegt, welches Brutto 100 € niedriger lag als die tatsächliche Auszahlung und ab dem 01.08. um 200 € erhöht werden sollte. In der Abrechnung war das Gehalt gleichbleibend. Hätte ich dort trotz vorheriger "Mehrzahlung" trotzdem einen Anspruch auf die geplante Erhöhung?
Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe.


Auszug aus dem Arbeitsvertrag:
§ 11 Urlaub und Freistellung

Der Anspruch auf bezahlten Urlaub beträgt jährlich 30 Arbeltstage (5 Tage/Woche).
Der Urlaubsanspruch besteht aus 20 Tagen gesetzlichen und 10 Tagen übergesetzlichen Urlaub.

Der übergesetzliche Anteil des Urlaubsanspruchs kann erstmalig nach einer sechsmonatigen Zugehörigkeit zum gleichen Betrieb oder Unternehmen geltend gemacht werden (Wartezeit).

II. Beginnt oder endet das Beschäftigungsverhältnis im Laufe eines Urlaubsjahres, beträgt der Urlaubsanspruch, vorbehaltlich des gesetzlichen Mindestanspruchs, ein Zwölftel für jeden vollen Monat. in dem das Beschäftigungsverhältnis während des betreffenden Urlaubsjahres bestand.

V. Genommener Urtaub wird zuerst auf den gesetzlichen Anteil des Urlaubsanspruchs dann auf den übergesetzlichen Anteil angerechnet. Gekündigten Arbeitnehmern kann der Urlaub während der Kündigungsfrist gewährt werden.

I. Übergesetzlicher Urlaub verfällt, wenn er nicht bis zum 31.12. des Urlaubsjahres gewährt und genommen ist. Im Falle der Übertragung von Urlaub auf das nächste Kalenderjahr muss er in den ersten drei Monaten des Folgejahres gewährt und genommen werden.

II. Im Übrigen gelten die zwingenden gesetzlichen Bestimmungen.

III. § 616 BGB findet keine Anwendung.
 
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vidar

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Moin @Terabyte,

Solltest du hier zum 30.09.2020 gekündigt worden sein, und aufgrund deines Resturlaubsanspruch bereits ab dem 01.09.2020 freigestellt worden sein, dann dürfte die Berechnung richtig sein.

Jahresurlaub 30 Tage / 12 Monate = 2,5 Tage pro Monat * 9 Zeitmonate = 22,5 Tage anteiligen Urlaubsanspruch

BTW:
Ich gehe davon aus, dass dich bereits nach dem Erhalt der Kündigung bei der AfA arbeitssuchend gemeldet hast. Spätestens am ersten Tag deiner Arbeitslosigkeit musst du dich auch noch persönlich beim Amt melden.
.
 

Terabyte

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Hallo vidar,
vielen Dank für deine schnelle Rückmeldung. Gekündigt wurde ich zum 31.08. am 31.07. Arbeitslos gemeldet habe ich mich bereits direkt nach der Kündigung :)
 

Curt The Cat

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Verrechnung von Resturlaub korrekt?
 
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