Ist die Pfändung von Mietschulden bei ALG2-Beziehern möglich?

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FragenderVermieter

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Hallo zusammen,

vorne weg, ich bin weder ELO noch prekär beschäftigt, vermiete allerdings mehrere Wohnungen.
Oft wird kritisiert, dass Vermieter keine ALG 2 Empfänger als Mieter akzeptieren, ich ebenfalls nicht. Allerdings verstehe ich auch, dass dies bei Betroffenen zu Frustration führt. Von Vermieter Seite besteht oft die Befürchtung, dass im Falle von Mietschulden bzw. Schäden die über die Kaution hinausgehen nichts zu holen ist und die Mieter nichts zu befürchten haben. Im Endeffekt ist es wohl auch so, dass Mieter die auf absehbare Zeit kein pfändbares Einkommen, z.B aufgrund schlechter Qualifikation und/oder Familie, erwirtschaften werden, kaum Folgen aufgrund solcher Schulden spüren werden.

Das Argument, die Miete komme vom Amt, ist natürlich ein Scheinargument, da man eine Anordnung, dass das Amt die Miete direkt überweisen soll auch wieder widerrufen kann.

Mir ist daher die Idee gekommen, ob es nicht sinnvoll wäre, dass Mietschulden mit mindestens 10€ pro Monat generell pfändbar sind, unabhängig von der Pfändungsfreigrenze.
Dies würde dazu führen, dass unter anderem auch ALG 2 Empfänger Konsequenzen aus Mietschulden spüren würden und so Vermieter mehr Vertrauen in ALG 2 Empfänger hätten.
 

FragenderVermieter

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Noch einmal zum wirtschaftlichen Risiko, natürlich gehört Mietausfall zum Risiko, deswegen versucht man es zu minimieren. Sicherlich bezahlt der überwiegende Teil von ALG 2 Empfängern seine Rechnungen, aber die angesprochenen Probleme mit dem JC und auch mangelndes Verantwortungsbewusstsein bei Wenigen führen eben zu solchen Verhältnissen.
Man kann es auch so betrachten, Verantwortungslosigkeit führt teilweise zu Arbeitslosigkeit, deswegen ist der Anteil Verantwortungsloser bei ALG 2 Empfängern erhöht.

Mir geht es auch gar nicht so sehr um das Geld für Vermieter, 10€ über 12 Monate würden kaum etwas ausmachen.
Die meisten Vermieter würden es begrüßen, wenn der Staat mehr Geld für Wohnen mehr Geld zur Verfügung stellt, schon allein weil dann die Preise steigen.

Ich möchte noch einmal betonen, dass es sich um eine Luxusentscheidung von Vermietern handelt, aber wenn ich zwei gleichwertige Bewerber habe, dann gibt ALG 2 den negativen Ausschlag. Zur Zeit habe ich immer viele gut geeignte Bewerber, da es einfach zu wenig Wohnungen gibt.
 

ZynHH

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Verantwortungslosigkeit führt teilweise zu Arbeitslosigkeit

Was hat die Verantwortungslosigkeit von Arbeitgebern damit zu tun, wie sich Erwerbslose verhalten? Färbt das Verhalten der Share holder auf die arbeitende Bevölkerung etwa ab?


Richtig spassige wird es, wenn der Gesetzgeber die Mieten festsetzt, damit sich Vermieter nicht an staatlichen Zuschüssen bereichern. Natürlich muss Leerstand dann wie vermietet versteuert werden.... kommt alles noch....:popcorn:
 

Bettelstudent

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Hallo FragenderVermieter,
das must du uns jetzt aber erläutern.
ALG II -Empfänger sind also daran Schuld, das es immer weniger einfache Arbeitsstellen gibt ?
Bzw. das irgendwelche Aktionäre beschließen, wir machen jetzt mal den Betrieb zu, weil es in Asien billiger geht.
@Linuxfan
Leerstände hast du nicht nur in den Neuen Bundesländern, die gibt es auch hier immer mehr.
Und dahin ziehen kannst du nur als Rentner mit einer Spitzenrente,denn sonst bist du im ****** gekniffen.
Weil du einen Pkw brauchst, da in diesen Orten keine Geschäfte mehr sind und der ÖPNV auch bescheiden ist.
Ärzte und so weiter findest du auch nur in den größeren Städten,was dann schon mal 20 Km Autofahrt bedeutet.Oder ein Taxi, wenn du nicht mehr selber fahren kannst.
 
C

ckl1969

Gast
Die meisten Vermieter würden es begrüßen, wenn der Staat mehr Geld für Wohnen mehr Geld zur Verfügung stellt, schon allein weil dann die Preise steigen.

Der Staat, somit der Steuerzahler, soll also mehr Geld für Wohnen zur Verfügung stellen, damit dann die Mietpreise in die Höhe gehen? Klar, dass das die Vermieter begrüßen.

Ich würd mal sagen, der Staat sollte zum einen im hohen Umfang selbst bauen, zumindest in Ballungsgebieten und dort wo er nicht selbst bauen kann/will, zumindest den Sozialenwohnungsbau massiv fördern und damit auf breiter Front zumindest die Mieten stabilisieren wenn nicht gar zurück führen. Was er allerdings keinesfalls tun sollte ist, höhere Mietzuschüsse zu gewähren um damit dann die Mietpreise nach oben zu treiben.
 

Doppeloma

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Hallo FragenderVermieter,

Noch einmal zum wirtschaftlichen Risiko, natürlich gehört Mietausfall zum Risiko, deswegen versucht man es zu minimieren.

Indem man sich gesetzliche Regelungen wünscht, die den Ärmsten der Armen noch das lächerliche Existenz-Minimum einkürzen sollen ... :doh:

Meist hat man schon fast ALLES verloren, bis man dort ist und dann kommen solche Klugschei**er daher und reden vom "Pfändbaren Existenz-Minimum", damit die Vermieter mehr Lust hätten, an ALG II-Kunden zu vermieten ...

Der Kapitalist versucht immer auf Kosten der Allgemeinheit seine eigenen Verluste zu minimieren ...
Lies doch mal etwas mehr hier nach, wie viele (früher bezahlte) Arbeit heute mit arbeitslosen "Praktikanten und Probearbeitern" erledigt wird, weil das billiger ist als Leute anständig bezahlt dauerhaft einzustellen.

Das haben sich NICHT die Arbeitslosen so ausgedacht ... :icon_evil:

Oder wie viele trotz Vollzeit - Beschäftigung nicht genug verdienen, um davon leben zu können und nur deswegen mit ALGII "aufstocken" müssen ... die haben also (trotz Arbeit) keine anständige Wohnung verdient oder nur mit "Sonderklausel" im Mietvertrag ...???

Sicherlich bezahlt der überwiegende Teil von ALG 2 Empfängern seine Rechnungen, aber die angesprochenen Probleme mit dem JC und auch mangelndes Verantwortungsbewusstsein bei Wenigen führen eben zu solchen Verhältnissen.

Was soll uns dieses "Bla-Bla" jetzt wirklich sagen ... es sollen mal wieder ALLE für diese Wenigen büßen müssen ... :doh:

Man kann es auch so betrachten, Verantwortungslosigkeit führt teilweise zu Arbeitslosigkeit, deswegen ist der Anteil Verantwortungsloser bei ALG 2 Empfängern erhöht.

Woher willst du den Anteil "Verantwortungsloser" im ALG II denn kennen ... hast du eine Statistik dazu ... ich glaube die höhere Anzahl "Verantwortungsloser" sitzt ganz wo Anders ...

Ansonsten verstehe ich das nicht, bin ich wahrscheinlich zu intelligent für oder zu alt, oder Beides ... :icon_hihi:

Mir geht es auch gar nicht so sehr um das Geld für Vermieter, 10€ über 12 Monate würden kaum etwas ausmachen.

Um wessen Geld geht es dann, möchtest du moralisierend in das Sozialsystem eingreifen "zum Wohle Aller", das Geld von Mittellosen so großzügig zu verteilen und zu meinen "das macht denen doch nichts aus", ist schon ziemlich anmaßend ... :icon_dampf:

Aber nach dem Motto beurteilen ja Viele, die keine Ahnung haben, das Leben der "Unterschicht" ... weil es ihnen NOCH zu gut geht ... und sie überzeugt sind, dass ihnen das selbst niemals passieren könne ...

Die meisten Vermieter würden es begrüßen, wenn der Staat mehr Geld für Wohnen mehr Geld zur Verfügung stellt, schon allein weil dann die Preise steigen.

Klar, die Vermieter begrüßen das immer, wenn der Staat Mittel zur Verfügung stellt, damit man sich (also Normalbürger mit Normal-Einkommen) Wohnen überhaupt noch irgendwie leisten kann, ohne dass ihre eigenen Gewinne dabei geschmälert werden ... :bigsmile:

Dann werden aus staatlichen Zuschüssen Neubauten "hingeklotzt" mit zunächst schönen Sozial-Wohnungen ... aber leider mit Mietpreisbindung für viele Jahre ...

Was man mit (baldigen) Mieterhöhungen nicht verdienen kann wird schon beim Bau gespart (soweit die minimalsten Vorschriften erfüllt sind), da wird zum Balkon mit 5 mm Press-Pappe "gedämmt" und der Mieter zahlt anschließend horrende Heizkosten ... falls die Heizung nicht gerade mal wieder kaputt ist ...
... damit er sich in seiner schönen Neubauwohnung mit den noch schöneren "Neubau-Rissen" in den Wänden nicht den Hintern abfriert.

Wenn die Bude dann trotzdem feucht und schimmelig wird, stehen die Schränke falsch und man hat (angeblich) zu wenig gelüftet ...
Berechtigte Mängel-Anzeigen werden jahrelang ignoriert, Reparaturen kosten schließlich und die "Neubau-Risse" gibt es nach fast 15 Jahren immer noch oder schon wieder = "schöner Wohnen" ist anders ...

Die Nebenkosten sind dank mangelhafter Isolierung und steigender Heizkosten inzwischen höher als die Grundmiete ... da wird auch sonst geschummelt was nur geht ... die Mieter sind ja "doof" oder bekommen NIX Anderes, wegen Hartz 4 und oder Privat-Insolvenz ...

Mietminderung bringt dem Mieter nichts (als Druckmittel) schafft nur zusätzlichen Stress mit dem JC, weil die dann natürlich entsprechend weniger zahlen.
Meist auch dann noch, wenn der Vermieter wieder die volle Miete haben will oder mit Kündigung droht ... was aber nicht bedeutet, dass die Mängel nun beseitigt wurden... :icon_evil:

Das sind übrigens persönliche Erfahrungen, in dieser (auf den ersten Blick) tollen "Sozial-Wohnung" habe ich 15 Jahre lang gelebt und musste zusehen wie das Haus immer mehr verkommen ist ... wohl weil es nicht genug "abgeworfen" hat, für die (mehrfach wechselnden) Vermieter.

Ich möchte noch einmal betonen, dass es sich um eine Luxusentscheidung von Vermietern handelt, aber wenn ich zwei gleichwertige Bewerber habe, dann gibt ALG 2 den negativen Ausschlag.

Wenn du dann doch ALG II als negativen Ausschlag siehst, sind die Bewerber ja aus deiner Sicht eben NICHT "gleichwertig", du lässt dich vom aktuellen sozialen Status leiten.
Da kann dein heute bevorzugter Bewerber aber in naher Zukunft auch landen wenn er demnächst die Entlassung bekommt ... glaubst du das wird er dir erzählen, falls er das schon weiß oder zumindest ahnt ... :icon_evil:

Zur Zeit habe ich immer viele gut geeignte Bewerber, da es einfach zu wenig Wohnungen gibt.

Dann ist es also doch vorwiegend der Wohnungsmangel und zusätzlich deine persönlichen Vorurteile, dass Hartz-4-Empfänger bei dir (und anderen Vermietern) keine Chance haben.

Da müssen mehr bezahlbare Wohnungen her (die auch bezahlbar bleiben !!!), damit die Vermieter nicht mehr nach sozialem Status auswählen können, weil sie sonst mit komplettem Leerstand leben müssten ... der Mieter "ist König" und kann sich den Vermieter aussuchen ... :cheer2:

Diesen märchenhaften Zustand wird es aber in einer Profit-orientierten Gesellschaft niemals geben ... :icon_evil:

MfG Doppeloma
 
M

Mitglied 61702

Gast
In jeder vernünftigen Kostennutzenplanung, die man als Gewerbetreibender eigentlich immer zu machen hat, werden solche Risiken von vorne herein in das Entgeld eingepreist. Ganz egal, ob es sich um den voraussichtlichen Schwund (beim Gemüsehändler) durch Fäulnis, oder (beim Einzelhändler) durch Diebstahl, oder eben (beim Vermieter) durch einen gelegentlichen Mietausfall handelt.

Dieses Risiko bezahlt der Käufer/Nutzer bereits mit dem Preis oder der Miete. Und wenn der Vermieter Glück hat - wie meistens - dann ist das sogar ein etwas unredlicher Gewinn. Hat er Pech, dann hat er sein Geld auch schon. Nur wenn er dumm war, dann hat er nicht...

Mag ja sein, daß ein Mini-Vermieter, der seine Einliegerwohnung an jemand vermietet, zu winzig oder zu dumm ist, das ordentlich einzupreisen, aber jeder größere Vermieter, den ich kennenlernte, der hat das fein selbst gemacht. Deshalb reicht diesen Leuten dann auch die Kaution, denn das finanzielle Risiko des Mietausfalls war ja zusätzlich noch auf die Miethöhe mitverteilt.

Und Versicherungen gegen Messis etc. gibt es ja bereits. Die dürften aber bereits im Vorfeld auffallen.
 

iSlave

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Solche Schäden sind für kleine Vermieter teilweise unkalkulierbar. Sie reichen von paar Hundert Euro bis zur Kernsanierung für mehrere 10000. Sobald ein solcher Mieter die Kündigung erhält, gibt es oft keine Mietzahlungen mehr und bis zur Zwangsräumung kann über ein Jahr vergehen. Bis dahin wird alles kaputt gemacht, was man kaputt machen kann.
Den Mietaufschlag der ein solches Risiko für einen kleinen Vermieter abfedert würde keiner zahlen...
 
M

Mitglied 61702

Gast
Dann sollte ein solcherart betriebswirtschaftlich minderbemittelter kleiner Vermieter eben nur noch an Bekannte und Verwandte vermieten. In jede Miete sind solche Risiken einzupreisen.

Betrachte ich mir den hiesigen Wohnungsmarkt, mit Preisen von jenseits der 400 Euro netto für 20 qm, dann hat jeden Vermieter, der nicht begreift, daß hier Rücklagen bereits drin sind, die gefälligst auch für solche Fälle zurückgelegt werden müssen, seinen Beruf verfehlt. Die Welt ist kein Ponyhof.

Er hat ja die Wahl nicht zu vermieten, oder die Wohnung zu veräußern, oder selbst drin zu wohnen. Der Casus Knacktus in so einem Fall ist, daß die Art von Mietern, bei denen 1000%ig gesichert ist, daß er ihnen lässig in die Tasche greifen kann, in solchen Buden garnicht erst hausen wollen. Die zahlen müde lächelnd 1,200 Euro und mehr für die lichtdurchflutete spitzenrenovierte Altbauwohnung mit jenseits der 80 qm. Oder mieten gleich ein Haus.

Und wer heute noch 1 Jahr dazu braucht, einen Nichtzahler loszuwerden, der hatte einen schlechten Rechtsanwalt. Die Zeiten sind auch schon lange vorbei.
 

iSlave

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Die einen preisen es ein, die anderen Versuchen sich vor potenziellen Problemmietern fernzuhalten. Und die Wahrscheinlichkeit an solche zu gelangen ist unter Hartz 4 Beziehern leider höher. Mal abgesehen von der fehlenden Pfändbarkeit.
 
M

Mitglied 61702

Gast
Daß ALGII-Empfänger (fast) das Ende der Nahrungskette sind, ist doch allein schon aus dem fehlenden wirtschaftlichen Schlag heraus ganz normal. Mir geht aber die Hutschnur hoch, wenn sich Kapitalisten zu fein für ihren Job sind und immer noch eine Schippe aufgelegt haben wollen.

Mal völlig davon ab, daß der typische Vermieterschreck - ob nun Mietnomade oder Messi - regelmäßig kein Hilfeempfänger ist. Aus der Hilfe fallen solche Leute nämlich recht schnell raus. Der typische ELO ist angepaßt und schwer drauf bedacht braver Mieter zu sein.

Hier in der Gegend haben sie grade rein zufällig die dritte Wohnung ausgehoben, in der vollflächig Cannabis angebaut wurde. Sehr zum Entsetzen der Vermieter (so ne Wohnung ist dann echt kernzusanieren, wenn nicht das halbe Gebäude bereits schimmelt), denen ihr ganzen Auswahlkriterien nicht dabei geholfen haben, sehr solvente Drogenhändler zu vermeiden. Klar können die jetzt versuchen, dem Drogenbaron im Knast noch Kohle abzuknöpfen.

Hättense mal an ELOs vermietet...
 
C

ckl1969

Gast
Der Casus Knacktus in so einem Fall ist, daß die Art von Mietern, bei denen 1000%ig gesichert ist, daß er ihnen lässig in die Tasche greifen kann, in solchen Buden garnicht erst hausen wollen. Die zahlen müde lächelnd 1,200 Euro und mehr für die lichtdurchflutete spitzenrenovierte Altbauwohnung mit jenseits der 80 qm. Oder mieten gleich ein Haus.

Es soll laut diverser Gerüchte auch den einen oder anderen Ort in Deutschland geben, in dem man für 1.200 EURO eher weniger renovierte und schon gar nicht lichtdurchflutete spitzenrenovierte 80qm grosse Altbauwohnungen bekommt.

Da gibt es für 1.200 Euro (und mehr) gerade mal unrenovierte und unsanierte 50 qm die dann auch weniger lichdurchflutet sind und schon mal gar nicht in einem stilligen Altbau liegen. Eher typischer 50er, 60er Hochbaustill mit dem für diese Bauweise typischen Charme und Still.
 

renasia

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@ fragender Vermieter

Ich lass die Mietervollverwaltung jc überweisen ( mittlerweile nur noch n Teil) und auch da kam es schon öfters zu Problemen.

Ich lag in der Psyschatrie und bin genau zu der Zeit durch Trennung umgezogen, vom Jc genehmigt u mitgeteilt das es direkt überweisen soll. Und plötzlich ne fristlose Kündigung.
Beim jc angerufen, wir wollten abwarten bis sie raus sind und dann mit Ihnen erstmal wegen der kautionübernahme sprechen. Zum Glück war ich in der Klinik u der Sozialarbeiter half mir das ganze geregelt zu bekommen. ( nur man kann deswegen nicht mal eben 3 Monate keine Miete bezahlen)

Dann hat es mal länger gedauert bis der Wba bearbeitet wurde ( über 3 mon); hatte dann auch ne Mahnung im Briefkasten, sofort vom angeschrieben, Kontakt zum jc aufgenommen, zur Sozialberatung gegangen etc. Mit der VM auch sieht das ich Handel.

Vorletztes mal, wba per Fax losgeschickt mit Sendebericht, wäre angeblich nicht angekommen, ,im jc gewesen, ja ich wäre heute schon der zweite ( das jc hatte 30 min auf) wo dies der Fall wäre da ging diesmal ne Beschwerde an die höhere Instanz raus, ab da wurde dann gehandelt . Antwort auf die Beschwerde (4.9.18) hab ich allerdings bis heute nicht.

Also leider baut das jc auch viel Mist u selbst wenn es immer vom Jc gezahlt würde und der elo es nicht ändern könnte wäre man nicht auf der sicheren Seite.
 
M

Mitglied 61702

Gast
Da gibt es für 1.200 Euro (und mehr) gerade mal unrenovierte und unsanierte 50 qm die dann auch weniger lichdurchflutet sind und schon mal gar nicht in einem stilligen Altbau liegen. Eher typischer 50er, 60er Hochbaustill mit dem für diese Bauweise typischen Charme und Still.

Bibbeleskäs.

Dann kosten ebendiese halt 2,000 oder 3,000 Euro. Diese Klientel wird trotzdem nicht ins typische Wohnklo ziehen für das sich der typische ELO interessiert. Ist also unerheblich.
 

Caramell

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fragender Vermieter, echt bei Deiner Antwort, da fällt einem fast nichts mehr ein.

Verantwortungslosogkeit führt also zur Arbeitslosigkeit. Das stimmt, es ist das verantwortungslose Verhalten einiger Chefs.

Das verantwortungslose Verhalten vom JC kann man wohl kaum dem ELO anlasten. :icon_evil:

Und die Vermieter würden es begrüßen, wenn der Staat mehr für Wohnen ausgibt? Klar dann kann man die Wohnungen noch teurer machen.

Ich kann Dir nur wünschen, das Du immer gute Mieter findest und vor allem das Du gesund bleibst, nie an einen Mietnormaden geraten tust und so mit auch nie in finanzielle Schwierigkeiten kommst.

Neid war noch nie mein Ding, ehrlich ich möchte kein Vermieter sein. Aber ich möchte auch nie bei Dir eine Wohnung beziehen. Selbst wenn ich es könnte. Du hast so viele Vorurteile, ne das ist dann doch zu viel des Guten.
 

Claus.

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Dies würde dazu führen, dass unter anderem auch ALG 2 Empfänger Konsequenzen aus Mietschulden spüren würden und so Vermieter mehr Vertrauen in ALG 2 Empfänger hätten.
Allerdings wird umgekehrt ein Schuh draus ...

Denn das fehlende Vertrauen der Vermieter in sozial schwache* Mitbürger kommt zu einem Teil aus "Hausbesitzer-Fachzeitschriften", wo man sich irgendwann noch schwer überlegen werden muss ob die nicht besser verboten werden sollten, und zu einem anderen Teil aus dem Umstand daß ein verflixt großer Teil der Vermieter von absolut gar nichts eine Ahnung hat.

*"Sozial Schwache": AlgII-Empfänger, Sozialhilfe-Empfänger, körperlich oder geistig Beeinträchtigte, Rentner, Alleinerziehende, Hippies, dauerhaft Unrassierte, Mode-Unbewusste, Arbeitsklamotten-Träger, Attraktivitätsbehinderte allgemein, nicht so redebewandte und noch ein paar mehr ...

Das ganze fängt bei Standard-Mietverträgen an, die ohne geringste Rechtskenntnis so derart verändert werden, das sie einem bei einer warum-auch-immer- Überprüfung einfach nur noch um die Ohren fliegen können. Anstatt daß mal überlegt würde, ob nicht analog Staatsrecht als auch Vereinsrecht genauso eine Unterteilung in Mietvertrag und "Mietvertragsausführungsübereinkunft" möglich wäre. Hätte nämlich den Vorteil, daß man in zweiterem präzisieren, abändern und ergänzen könnte bis es einem schwindlig wird - und im Fall der Fälle würde lediglich das untergeordnete 2.te Pamphlet fliegen. Aber brauchts ja nicht - der völlig absichtliche massivste Missbrauch der Salvatorischen Klausel wirds schon richten^^.

Das geht weiter über die gerne Jahr für Jahr wieder aufs neue falschen Betriebskostenabrechnungen; einschl. dem jährlich daran anschließenden Gejammere vonwegen "der böse Mieter zahlt nicht". Anstatt daß man sich einmal für 40€ ein -vernünftiges- Buch (ggf. sogar inkl. Software-CD) kaufen würde. Um sich da endlich mal ein wenig einzuarbeiten, und endlich mal zu kapieren daß nicht der sündteure Abrechnungsdienstleister sondern (weiterhin) der Vermieter die Verantwortung für die falschen oder richtigen BK-Abrechnungen trägt.

Und das angstvolle Geheule vonwegen "es könnte sich ja mal ein böser Mieter aus dem Staub machen ohne vorher noch die Nebenkosten zu bezahlen" ist sowieso immer wieder megageil. Denn beim Strom ist es völlig normal daß der Mieter seinen eigenen Vertrag abschließt und den selbst bezahlt. Beim Wasser ginge das genauso - ja wenn man denn beim bauen die Wasserleitung nicht einfach vom Keller ins EG ins 1. OG ins 2. OG durchgehend gemacht, sondern die Wohnungen jeweils einzeln angefahren hätte. Wären öfter mal nur etwa 17m Rohr a 6€/m = 102€ plus 30min Mehr-Arbeitszeit = 30€, also insg. pi mal 132€ mehr gewesen; und schon könnte jede Wohnung eine eigene Wasseruhr vom Wasserwerk haben - dem Schallschutz hätte es nebenbei auch ganz gut getan. Mülltonne das selbe - ach ja, dafür müsste der Vermieter ja Mülltonnenunterstände in entsprechender Anzahl bereitstellen, was selbstverständlich gaaar niemals nicht geht. Da lässt man lieber jew. 3 Parteien eine 110L -Tonne malträtieren, und regt sich regelmäßig darüber auf das des arme Ding überläuft. Anstatt mal u.a. darüber nachzudenken, ob es evtl. einen Grund dafür geben könnte daß Gemeinden normalerweise (bei 14-tägiger Leerung) mind. eine 60L -Tonne pro Wohnung verlangen; und die 45L -Tonnen nur an 1-Personen-Haushalte und nur auf extra Antrag hin und nur auf jederzeitigen Widerruf rausrücken.
Gäbe noch mehr ... übertriebener Geiz oder /und Blödheit fällt einem halt irgendwann auf die Füße.

Zur Zeit habe ich immer viele gut geeignte Bewerber, da es einfach zu wenig Wohnungen gibt.
Da fährt der smarte anzugtragende Quarklaberer nebst seiner irre geilen Freundin im 100€ teuren Kleidchen mit einem Ausschnitt bis zu den Knien in seinem Audi RS 4 vor ... und irgendwann kommt halt doch raus daß der neue Idealst-Mieter schon seit Ewigkeiten Probleme hat zum seine monatlichen 320€ Leasingrate zu bezahlen, und die Mietzahlung sich daher auch "um ein paar wenige Tage verzögern wird"?.
Da könnte ich noch eine Menge dazu schreiben - hole ich auch gern nach wenn gewünscht.

Mit der Extrawurst geht es mir vor allem darum [...]
Die Extrawurst gibt es doch bereits - nennt sich ´Mietkaution´.
Wenn der Vermieter seine Extrawurst nicht (richtig) einzusetzen vermag, ist doch wohl der Vermieter schuld.

Nebenbei: ich habe schwere Zweifel daran, daß die Mietkaution für den Ausgleich von Mietschulden gedacht ist. M.W.n. muß vielmehr erst ein Richter der Gegenrechnung Kaution <> ausstehende Miete zustimmen. Die ist auch keine zusätzliche Miete, auch wenn wohl etliche Vermieter die generell einsacken (versuchen). Sondern die ist m.M.n. rein für den Ausgleich von mutwilligen Beschädigungen an der Mietsache vorgesehen.

Damit tut sich die Frage auf, welcher mutwillige Schaden (Beispiele!) denn 1000 oder gar 1200€ kosten sollte. Fängt z.B. der Mieter an den Putz von den Wänden zu pickeln, wird das wohl unter "normalen Umständen" auch der Vermieter mitbekommen - und er kann gerade noch rechtzeitig eingreifen, er kann aber auch weghören (dann ist er allerdings selber schuld). Kernsanierung notwendig aufgrund Drogenplantage doch das selbe - da muß wohl vorher schon wochenlang das ganze Haus gestunken haben.
Es ist dazu eh schon gerichtlich bestätigt, daß einem Vermieter das Recht zusteht, -nach Vorankündigung- einmal pro Jahr die Wohnung in Augenschein zu nehmen. Das ginge in begründeten Ausnahmefällen wohl auch öfter und schneller. Nur, warum tut es der Vermieter nicht - hat er Angst daß der Mieter die Chance nutzen und ihn dabei auf Schimmel, undichte Fenster, zugesetzte Eckventile, heruntergefallene Rollläden, Verletzung der Wegesicherungspflicht, sonstige Probleme hinweisen könnte?

Konsequenzen aus Mietschulden ... wenn ein Vermieter schon zu doof ist zum sich über ´rechtssichere Zustellung´ von Schreiben zu informieren, eine Räumungsklage nicht für max. 500€ hinbekommt weil er unbedingt einen RA für durchschnittlich 160-180€ pro Stunde als (absichtlich ohne Hirn arbeitende) Schreibkraft einsetzen muß, usw., der blickt natürlich auch da nicht durch. Kann er natürlich stolz drauf sein, wenn er meint.
Er könnte aber auch einen Titel in vollstreckbarer Ausfertigung beantragen. Und daraufhin 30 (dreißig!) Jahre lang pfänden lassen. In den Arbeitslohn hinein. In das Privatvermögen hinein. In die sonstigen Besitztümer hinein. Für einen Überblick, was alles zu pfänden ginge /geht, muß man nur mal in die Zoll-Auktionsseite reinschauen; da wirds einem schlecht. Glücklicherweise sind aber nur die Hauptzollamts-GVZ´s Beamte, und die normalen GVZ´s lassen sich lediglich vom AmtsG die Pfändungsfälle zuweisen und arbeiten die dann als Selbständige auf eigene Rechnung ab inkl. eigener betriebswirtschaftlicher Betrachtung und evtl. damit einhergehender Arbeitsvermeidung.
 

Bettelstudent

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Hallo Claus,


richtig, die Mietkaution hat nichts mit Mitschulden zu tun.

Für Mietschulden gibt es offiziell die Umlage für Mietausfallwagnis die jeder VM seinen Mietern gemäß BGB in Rechnung stellen darf bei den Nebenkosten.

Der Gesetzgeber sieht diese übrigens nicht nur für Mietschulden, sondern generell für Mietausfall vor.
Weil es ja nicht immer so ist, das ein Mieter auszieht und der nächste sofort ein.Für diese Leerstände ist diese ebenfalls gedacht.



Beim Zoll und dem normalen GVZ vergleichst du aber Äpfel mit Birnen.

Der Zoll pfändet in der Masse geschäftliche Sachen.

Die GVZ der Amtsgerichte haben es fast nur mit privaten Schuldnern zu tun und da ist nun mal nix zu holen.

Nehmen wir mal den im Privathaushalt "teuersten" Posten, die beliebte Einbauküche.Kaufpreis locker 30.000 € aber realer Wert 6 - 8.000 € und das auch nur neu.
Nach ein paar Jahren ist die nix mehr wert,weil sie für diese Wohnung maßangefertigt wurde.
So verhält es sich auch mit vielen anderen Sachen, der Unterschied zwischen Verkaufspreis und realem Wert ist enorm ebenso der Wertverlust.

Am Schlimmsten ist es übrigens bei elektronischen Geräten, da ist der Preisverfall so enorm,das oft schon nach einem halben Jahr der Wert gegen Null ist.
 
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Doppeloma

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Hallo Bettelstudent,

Leerstände hast du nicht nur in den Neuen Bundesländern, die gibt es auch hier immer mehr.

Das ist wohl wahr, wenn Vermieter mehr daran "verdienen" können, als Leute mit weniger Geld darin wohnen zu lassen, ein leeres Haus kann ruhig weiter "vergammeln", da beschwert sich ja keiner mehr und will was repariert haben. :icon_evil:

Und dahin ziehen kannst du nur als Rentner mit einer Spitzenrente,denn sonst bist du im ****** gekniffen.
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Hier muss ich dir teilweise widersprechen, wir haben auch nur EM-Renten am sozialen Limit, man hat uns sehr gerne eine Wohnung gegeben, sogar den ersten Monat mietfrei, als wir endlich diese marode "Sozial-Wohnung" (2 Zi / Küche /Bad/ 3. Etage) im Berliner "Speckgürtel" verlassen konnten.

Wir wohnen jetzt dort wo Andere Urlaub machen (falls es nicht unbedingt Mallorca sein muss :bigsmile:) 1000 Meter zu Fuß von der Ostsee entfernt in einer schönen, warmen und trockenen Genossenschafts-Wohnung.

Fast 10 m² größer als die alte Wohnung, ein kleines Zimmer mehr (also verbessert in jeder Hinsicht) und im Hochparterre für rund 100 € weniger Gesamt-Miete als vorher.

Mieterhöhungen gab es in den letzten 4 Jahren noch nicht und die Nebenkosten sind angenehm gering, wir wohnen direkt über dem Heizungskeller, haben sehr ruhige Nachbarn und fühlen uns sehr wohl mit unserer Entscheidung. :cheer2:

Ärzte und so weiter findest du auch nur in den größeren Städten,was dann schon mal 20 Km Autofahrt bedeutet.Oder ein Taxi, wenn du nicht mehr selber fahren kannst.

Alle häufiger nötigen Ärzte haben wir vor Ort gefunden, nur für Spezialisten muss man teilweise in die nächste größere Stadt aber das ist nur 2 - 3 Mal im Jahr nötig (geht auch mit dem Zug).

Einkaufsmöglichkeiten (dank Tourismus) sehr gut, reichlich und auch in der Nähe, da kann man in der Saison sogar am Sonntag einkaufen.

Nah- und Fernverkehr dadurch auch kein Problem, aktuell haben wir aber noch ein altes Auto, das hat zumindest seinen festen Stellplatz, bis uns der TÜV mal scheiden wird.

Warum gibt es hier trotzdem (leider) viel Leerstand und es wohnen überwiegend ältere Leute hier, man freut sich noch über JEDEN Zuzug von Außerhalb ... da wird auch mal eine Wohnung länger frei gehalten, vorher noch saniert / modernisiert.
Es gibt einfach zu wenig ARBEIT (meist nur Saison-Beschäftigung im Gaststätten- und Tourismus-Bereich) was junge Leute und Familien wohl abhält, sich hier günstig einzumieten. :icon_cry:

Unsere Genossenschaft hat übrigens KEIN Problem mit Hartz 4-Empfängern, wir kennen inzwischen einige Bewohner, auch bei uns im Aufgang wohnt eine jüngere Familie, die darauf schon zeitweise angewiesen war. :idea:

Wir brauchten nur unseren Rentenbescheid (als Einkommens-Nachweis) und eine Bescheinigung vom bisherigen Vermieter, dass es keine Mietschulden gibt.
Dann sind wir nach 2 Wochen Urlaub schon mit der festen Zusage wieder nach Hause gefahren ... wir konnten sogar wählen (nach Besichtigung) unter den freien Wohnungen, die in unserem (persönlichen) Preis-Limit waren. :bigsmile:

Wir haben allerdings auch keine übertriebenen Ansprüche, sind zu zweit mit unseren gut 60 m² hochzufrieden und wollen hier NIE wieder weg ... unsere Enkel sind sehr gerne in den Ferien bei Oma und Opa an der Ostsee. :cheer2:

Es gibt sie also gelegentlich, diese "paradiesischen Zustände", auch auf dem Wohnungsmarkt, man muss nur wissen WOOOO und darf (möglichst) keine Arbeit mehr benötigen, zumindest muss man dafür dann wohl eine längere Pendelzeit in Kauf nehmen (wollen).

MfG Doppeloma
 
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