Ist die Behandlung bei Bürgerarbeit in der Gemeinde rechtens?

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ingok

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Hallo,
ich habe folgendes Problem.
Ich habe im März bei der Gemeinde als Bürgerarbeiter angefangen.
Ich hatte nun das Glück von der Gemeinde einen ganz normalen Arbeitsvertrag(30 Stunden die Woche,befristet auf 18 Monate)zu bekommen.
Ich bin zwar in der billigsten Lohnstufe eingestuft die es gibt,habe aber zumindest einen Tarifvertrag nach TVöD.
Nun bekommt man ja eine Stellenbeschreibung vor Antritt und wie das nun mal so ist,macht man diese Arbeit natürlich nicht und macht andere Tätigkeiten.
Nun ist es auf dem Bauhof so,das die regulären Arbeitnehmer für jeden Furz Zuschläge bekommen(egal ob mähen mir Motorsense oder Rasenmäher,arbeiten an öffentlichen Strassen,Maschinen bedienen usw.).
Die schreiben sich dann auch jeden Abend genau auf was sie wie lange gemacht haben(müssen sie auch vom Vorgesetzten her machen,damit die Zuschläge berechnet werden können).
Mein Kollege(der 2. Bürgerarbeiter) und ich brauchen das nicht,da uns gesagt wurde,das in unserem Entgelt dieses Geld schon enthalten wäre.
Aber 1.dürfte ich diese Arbeiten gar nicht tätigen(ich darf laut Ausschreibung nur Arbeiten tätigen,die in der Ausschreibung stehen und keine die die regulären Mitarbeiter eigentlich sowieso machen) und 2. habe ich einen ganz normalen Arbeitsvertrag wie auch die Festangestellten(halt nur befristet) und da steht nicht mal der Lohn drin,geschweige denn das mit dem Entgelt alles abgegolten wäre.
Mir geht es darum,ob ich ein Anrecht auf die Zuschaö+läge habe,ein Anwalt will 190€ für ein Beratungsgespräch,und das geld habe ich nicht.
Danke in voraus
 

Speedport

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Hallo,
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Aber 1.dürfte ich diese Arbeiten gar nicht tätigen(ich darf laut Ausschreibung nur Arbeiten tätigen,die in der Ausschreibung stehen und keine die die regulären Mitarbeiter eigentlich sowieso machen) und 2. habe ich einen ganz normalen Arbeitsvertrag wie auch die Festangestellten(halt nur befristet) und da steht nicht mal der Lohn drin,geschweige denn das mit dem Entgelt alles abgegolten wäre.
Mir geht es darum,ob ich ein Anrecht auf die Zuschaö+läge habe,ein Anwalt will 190€ für ein Beratungsgespräch,und das geld habe ich nicht.
Danke in voraus


Willkommen im Forum.

Die Antwort hast Du Dir schon selbst gegeben.

Du darfst die Arbeiten nach Deinem Vertrag nicht ausführen.

Wenn Du sie dennoch ausführst, ist das Dein Privatvergnügen. Inwieweit das bei Unfällen für Dich ungünstige Auswirkungen hat, kann ich nicht beurteilen.

Fordere schriftliche Aufklärung von Deiner Gemeinde und weise auch auf den Grundsatz "Gleiches Geld für gleiche Arbeit".

Falls die Gemeinde nicht zahlen will, verweigere diese Arbeiten mit Hinweis auf Deinen Vertrag. Oder besser ausgedrückt: Weise Deine Vorarbeiter darauf hin, daß Dir von der Gemeinde ausdrücklich vertraglich untersagt wird, diese Arbeiten auszuführen.
 

ingok

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Die Antwort hast Du Dir schon selbst gegeben.

Du darfst die Arbeiten nach Deinem Vertrag nicht ausführen.

Wenn Du sie dennoch ausführst, ist das Dein Privatvergnügen. Inwieweit das bei Unfällen für Dich ungünstige Auswirkungen hat, kann ich nicht beurteilen.

Fordere schriftliche Aufklärung von Deiner Gemeinde und weise auch auf den Grundsatz "Gleiches Geld für gleiche Arbeit".

Falls die Gemeinde nicht zahlen will, verweigere diese Arbeiten mit Hinweis auf Deinen Vertrag. Oder besser ausgedrückt: Weise Deine Vorarbeiter darauf hin, daß Dir von der Gemeinde ausdrücklich vertraglich untersagt wird, diese Arbeiten auszuführen.

Das hat nichts mit meinem Vertrag zu tun,das ist ein ganz normaler Arbeitsvertrag den jeder Bauhofmitarbeiter hat.Ich rede von der Beschreibung der Stelle die man vor Aufnahme der Tätigkeit durch das Jobcenter bekommt.Und gerade weil ich diesen normalen Arbeitsvertrag von der gemeinde habe nach TVöD sehe ich das so,das ich ein recht auf diese Zuschläge habe(auch wenn ich diese arbeiten nicht tätigen dürfte).
 

ingok

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Das hat nichts mit meinem Vertrag zu tun,das ist ein ganz normaler Arbeitsvertrag den jeder Bauhofmitarbeiter hat.Ich rede von der Beschreibung der Stelle die man vor Aufnahme der Tätigkeit durch das Jobcenter bekommt.Und gerade weil ich diesen normalen Arbeitsvertrag von der gemeinde habe nach TVöD sehe ich das so,das ich ein recht auf diese Zuschläge habe(auch wenn ich diese arbeiten nicht tätigen dürfte).

Hier nocheinaml zur Erklärung was in der Stellen Ausschreibung des Jobcenter als letzter Satz steht(vorher sind die Sachen beschrieben die ich eigentlich tätigen soll)steht:
"Es handelt sich bei den Arbeiten um neue Projekte,bei denen insbesondere Gestaltungsarbeiten durchgeführt werden.Es handelt sich um Arbeiten,die ohne den Einsatz eines Bürgerarbeiters nicht durchgeführt werden könnten,
Für die Dienstleistung des Bürgerarbeiters werden keine Einnahmen erzielt."

Es weiss ja auch jeder das sogar jeder 1 Euro Jobber Arbeiten durchführt die er eigentlich nicht dürfte,mir geht es aber darum,das ich den ganzen Tag mit einem zusammen arbeiter der sich Abends für die gleiche Tätigkeit noch die Zuschlaäge aufschreibt und ich habe angeblich kein Anrecht darauf.
 

Speedport

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Hier nocheinaml zur Erklärung was in der Stellen Ausschreibung des Jobcenter als letzter Satz steht(vorher sind die Sachen beschrieben die ich eigentlich tätigen soll)steht:
"Es handelt sich bei den Arbeiten um neue Projekte,bei denen insbesondere Gestaltungsarbeiten durchgeführt werden.Es handelt sich um Arbeiten,die ohne den Einsatz eines Bürgerarbeiters nicht durchgeführt werden könnten,
Für die Dienstleistung des Bürgerarbeiters werden keine Einnahmen erzielt."

Es weiss ja auch jeder das sogar jeder 1 Euro Jobber Arbeiten durchführt die er eigentlich nicht dürfte,mir geht es aber darum,das ich den ganzen Tag mit einem zusammen arbeiter der sich Abends für die gleiche Tätigkeit noch die Zuschlaäge aufschreibt und ich habe angeblich kein Anrecht darauf.

Dann bestehe auf Deinen Vertragsrechten.

Die Bürgerarbeit ist meiner Meinung nach zweitrangig, das JC hat hat als oberstes Ziel, Dich in eine versicherungspflichtige Arbeit zu bringen.
Die hast Du jetzt mit einem gültigen Arbeitsvertrag nach dem aktuellen Tarifvertrag.

Ich würde das so machen:

Aktuell würde ich überhaupt nichts unternehmen, nur für mich selbst dokumentieren, wann ich welche Zusatzarbeiten ausführte (Stunden).

Erst am Ende der Bürgerarbeit oder wenn eine Verjährung der Ansprüche droht, würde ich das Geld für alle Zusatzarbeiten einfordern. Einen evtl. daraus entstehenden Prozess würde ich gewinnen.

Wenn Du dagegen sofort dagegen klagst, werden sie Dich so schnell wie möglich entsorgen und Du erhältst zwar auch die Zusatzgelder, aber nur für die paar Wochen,die bisher angelaufen sind.
 

Anna B.

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Hallo,

hast du dich denn mal mit dem Personalrat bzw. mit der Gehaltsabrechnungsstelle unterhalten?

Man kann doch mit den Kollegen (ja, auch die in der Verwaltung sind Kollegen) ein Gespräch führen und den Kollegen, der die Gehaltsabrechnungen macht, mal fragen, wie sich das mit den zuschlägen verhält...
vielleicht weiß dein "Vorarbeiter" gar nicht, wie sich das bei dir errechnet...wozu soll er das auch wissen, er macht ja nicht die Gehaltsabrechnungen...

also da würd ich mich beim Personalrat bzw. bei "Buchhalter" der die Gehaltsabrechnungen macht, erkundigen...

Ohne Vorwürfe ohne Theater, einfach nur mal um Aufklärung bitten...weil du halt was nicht richtig verstanden hast...manchmal muss man das Pferd von dieser Seite aufzäumen, damit man zum Ziel kommt...
 

Speedport

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Hallo,

hast du dich denn mal mit dem Personalrat bzw. mit der Gehaltsabrechnungsstelle unterhalten?

Man kann doch mit den Kollegen (ja, auch die in der Verwaltung sind Kollegen) ein Gespräch führen und den Kollegen, der die Gehaltsabrechnungen macht, mal fragen, wie sich das mit den zuschlägen verhält...
vielleicht weiß dein "Vorarbeiter" gar nicht, wie sich das bei dir errechnet...wozu soll er das auch wissen, er macht ja nicht die Gehaltsabrechnungen...

also da würd ich mich beim Personalrat bzw. bei "Buchhalter" der die Gehaltsabrechnungen macht, erkundigen...

Ohne Vorwürfe ohne Theater, einfach nur mal um Aufklärung bitten...weil du halt was nicht richtig verstanden hast...manchmal muss man das Pferd von dieser Seite aufzäumen, damit man zum Ziel kommt...

Glaubst Du wirklich, daß ein Vorarbeiter ohne Anweisung von oben bezüglich des Gehaltes Behauptungen aufstellt, wie "....ist schon enthalten..."?
 

ingok

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Glaubst Du wirklich, daß ein Vorarbeiter ohne Anweisung von oben bezüglich des Gehaltes Behauptungen aufstellt, wie "....ist schon enthalten..."?


Richtig Speedport,ich war beim Personalrat,auf dem rathaus die dafür zuständig sind und die sagen alle das gleiche.Das hier ist eine kleinere Gemeinde und da hakt eine Krähe der anderen Krähe kein Auge aus.
 

ingok

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Dann bestehe auf Deinen Vertragsrechten.

Die Bürgerarbeit ist meiner Meinung nach zweitrangig, das JC hat hat als oberstes Ziel, Dich in eine versicherungspflichtige Arbeit zu bringen.
Die hast Du jetzt mit einem gültigen Arbeitsvertrag nach dem aktuellen Tarifvertrag.

Ich würde das so machen:

Aktuell würde ich überhaupt nichts unternehmen, nur für mich selbst dokumentieren, wann ich welche Zusatzarbeiten ausführte (Stunden).

Erst am Ende der Bürgerarbeit oder wenn eine Verjährung der Ansprüche droht, würde ich das Geld für alle Zusatzarbeiten einfordern. Einen evtl. daraus entstehenden Prozess würde ich gewinnen.

Wenn Du dagegen sofort dagegen klagst, werden sie Dich so schnell wie möglich entsorgen und Du erhältst zwar auch die Zusatzgelder, aber nur für die paar Wochen,die bisher angelaufen sind.

So mache ich es auch.Ich habe genau stehen was ich vom ersten Tag an immer von wann bis wann gemacht habe(eigentlich hatte ich das nur für mich selbst mal angefangen,aber nun hat es ja wahrschenlich einen grösseren Sinn).Aber was interesannt wäre,weiss jemand wann solche Ansprüche verfallen?Natürlich warte ich noch ab mit eventuell rechtlichen schritten,auf jeden Fall bis November wo es eigentlich Weihnachtsgeld gibt.Und da bin ich mal gespannt was sie sich da einfallen lassen um es nicht zahlen zu müssen oder denken nicht zu müssen.
 

Anna B.

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Hallo,


wenn die Rückfragen im Personalbüro keinen Erfolg zeigten, dann würde ich mich an den Landkreis wenden...die kennen sich mit den kleinen Gemeinden auch aus und dort wissen sie auch, welche Bezüge gezahlt werden müssen.

auf jeden fall notiere dir, was du tatsächlich geleistet hast...
 

Falling Down

Elo-User'in - eingeschränkt
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Mir geht es darum,ob ich ein Anrecht auf die Zuschaö+läge habe,ein Anwalt will 190€ für ein Beratungsgespräch,und das geld habe ich nicht.
Dann solltest Du schnellstmöglich der für Deinen Beritt zuständigen Gewerkschaft beitreten. Dürfte in Deinem Fall ver.di sein.
 

Glücksrabe

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Wenn du dort dieselben Tätigkeiten ausführst, die andere im ersten Arbeitsmarkt mit anderer, sprich tariflicher (höherer) Entlohnung ausführen, dann kannst du auf die Barrikaden gehen und ganz offiziell auf den Tisch hauen (Beschwerde einreichen).

Bzgl. Rechtsberatung - du kannst die nächstgelegene Rechtsberatungsstelle aufsuchen! Die Beratung kostet dich als "Bedürftiger" ca. 7,50€ und als "Otto Normal" ca. 15€. Dort sitzen unparteiische Rechtsanwälte, die sich oftmals mit solchen Fällen befassen und dir eine Auskunft erteilen bzw. Beratung anbieten.

Lieben Gruß

Glücksrabe
 
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