Ist die Angabe einer Bankverbindung an den MT bei Fahrtkostenübernahme erforderlich oder reicht eine Abtretung an JC? (1 Betrachter)

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SonnyX

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Hallo liebe elo's,

ich habe heute einen Brief vom SB erhalten worin ein Formular (welches ich anonymisiert an diesen Beitrag angehängt habe) für die Fahrtkostenerstattung enthalten war.

So diesen soll ich ausfüllen und an den MT bei Maßnahmeantritt überreichen.

Jetzt zu meiner Frage: muss ich trotzdem meine Bankverbindung für den MT angeben, auch wenn ich einer Abtretung an das JC zustimme?

Ich trete meine Ansprüche auf die individuellen Fahrkosten für die Teilnahme an dieser Maßnahme an den Träger der Maßnahme ab, der diese für mich gegenüber dem Jobcenter verauslagt (empfohlen).
Wenn ich dieser Abtretungserklärung nicht zustimme, werden die Fahrkosten direkt an mich überwiesen.
Danke im Voraus für eure Bemühungen :smile:

Euer SonnyX
 

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Sonne11

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Es gibt ja ein Feld, wo Du mit "nein" ankreuzen kannst und das Geld an Dich direkt geht. Ist doch viel besser, oder? Gegenüber dem JC hast Du Handlungsmöglichkeiten, falls etwas nicht ausgezahlt wird.

Und gegenüber einem Träger kannst Du was tun?

Das Schreiben solltest Du also nicht dem MT aushändigen, sondern an das JC zurück. Denn es ist Dein Leistungsträger.

Zudem verrätst DU so dem MT Deine Kundennummer/BG: Num. und das sollte man nicht tun!
Jetzt zu meiner Frage: muss ich trotzdem meine Bankverbindung für den MT angeben, auch wenn ich einer Abtretung an das JC zustimme?
Die Abtretung ist an den MT, nicht das JC. Ob der MT Dir das Geld dann bar gibt oder überweist, steht hier im Formular nicht. Der Träger wird das dann bei der Maßnahme direkt entscheiden.

Würde nie einer Abtretung zustimmen.
 

SonnyX

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Hab irgendwie nichts verstanden sorry :(

Wenn das Formular an das JC gerichtet sein sollte weil dieser Leistungsträger ist, warum muss ich dann nochmal meine Bankdaten angeben? Das JC hat doch alle Informationen.

Hatte vergessen folgendes zu erwähnen:
Zudem steht in einem zusätzlichen Schreiben drin, dass ich dieses Formular zum MT mitbringen und diesen dort einreichen muss. Daraufhin wird mich der MT über das Prozedere der Kostenerstattung informieren und die notwendigen kosten durch den MT erstattet werden.

Zudem habe ich die Abtretungserklärung auch nicht richtig verstanden. Könnte mir einer bitte diese etwas verständlicher erklären?

Jetzt weiss ich gar nicht was die richtige Handlung in dieser Situation wäre..

Wäre um weitere Antworten dankbar
 

Zeitkind

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Willkommen im Forum. :welcome:Rezeption
Jetzt zu meiner Frage: muss ich trotzdem meine Bankverbindung für den MT angeben,
auch wenn ich einer Abtretung an das JC zustimme?
Hinsichtlich der vorliegenden Erklärung über die Teilnahmekosten ist die Frage nicht richtig gestellt.
In dem Bogen geht es um die Abtretung der Fahrtkostenerstattung an den MT.

Abtreten bedeutet, daß Du die Erstattung der Ansprüche,
welche Du gegenüber dem JC geltend machst, auf den MT überträgst.
Deshalb auch das Feld mit der Bankverbindung, welche der MT bei ggf. Überweisung benötigt.
Die Abtretung hat einen wesentlichen Nachteil. Du überträgst einen sozialrechtlichen Anspruch an eine privatrechtliche Firma.
Was, wenn diese Fa. plötzlich Insolvenz anmeldet und verauslagte Fahrtkosten nicht auszahlt?
Durch die Abtretungserklärung könntest Du die Kosten nicht mehr beim LT geltend machen.

Wenn Du die Fahrtkosten also nicht durch den MT erhalten willst, brauchst Du diese Erklärung nicht einreichen.
Allerdings mußt Du dann die Fahrtkosten zur Maßnahme beim JC gesondert beantragen,
je nachdem, was in der EGV zur Zusicherung der Kostenübernahme vereinbart wurde.
Eine EGV habe ich in Deinem anderen Thema nicht gefunden.
Dort läßt sich entgegen der Überschrift nicht herauslesen, ob Du wirklich den Weg des Widerstandes wählst.
Sei beim MT achtsam, was Dir dort zur Unterschrift vorgelegt wird.
Besser nichts unterschreiben und die (privatrechtlichen) Verträge zu Prüfung mitnehmen.
 

Sonne11

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Was, wenn diese Fa. plötzlich Insolvenz anmeldet und verauslagte Fahrtkosten nicht auszahlt?
Durch die Abtretungserklärung könntest Du die Kosten nicht mehr beim MT geltend machen.
Es geht noch nicht einmal um Insolvenz. So weit muss es nicht gehen! Ich kenne Fälle, da will der Träger weniger Geld auszahlen, weil angeblich keine Unterschrift in der Liste, da Teilnehmer angeblich morgens nicht erschienen, da Teilnehmer Krank... und andere, schikanierende Vorwürfe. Die benutzen es dann "ach, sie wollen nicht unterschreiben? Dann kein Fahrgeld!"

Die Träger benutzen auch das Fahrgeld zur Erpressung, wenn man an anderen Orten nicht erscheinen will, weil der MT etwas veranstaltet und so weiter und weiter.

Es gibt ganz oft Ärger, wenn MT das Geld auszahlen soll (Meine Erfahrung). Ich denke auch, dass MT den monatlichen Betrag vom JC erhält, aber bei weniger Auszahlung an TE die Differenz behält. (meine Meinung)
Allerdings mußt Du dann die Fahrtkosten zur Maßnahme beim JC gesondert beantragen,
Du musst nichts gesondert beantragen. Das ist bereits der Antrag an das JC! Dort ist nur das Kästchen Abtretung an MT. Also dort nicht zustimmen und den Antrag beim JC gegen Stempel einreichen. (Kopie für Dich und da kommt der Stempel rauf. Oder Kopie für Dich und abschicken)

Die wollen Dich austricksen, indem Du den Antrag beim MT abgibst und die regeln das dann unter sich. Mache dies nicht!

Wenn Du noch Fragen hast, dann stelle sie hier ruhig! Manches ist nicht immer sofort klar.

Es macht keinen Sinn etwas abzutreten, wenn es doch ganz einfach vom JC an Dich gehen kann.

Und nicht Geld an Träger, dann vom Träger an Dich. So wollen Die das. :wink:
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
Das Schreiben solltest Du also nicht dem MT aushändigen, sondern an das JC zurück. Denn es ist Dein Leistungsträger.
Ausfüllen, "Nein" ankreuzen, unterschreiben und ab ans JC.

Deshalb auch das Feld mit der Bankverbindung, welche das MT bei ggf. Überweisung benötigt.
Kommt das Geld vom JC, braucht der MT diese nicht.
Nennt sich Datensparsamkeit.

Durch die Abtretungserklärung könntest Du die Kosten nicht mehr beim [tdgs]MT[/tdgs] JC geltend machen.
:wink:
 

SonnyX

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Ist es ok wenn ich meinem SB noch einen Schrieb aufsetze indem ich ihm nach dem Prozedere frage? Also ob ich in Vorkasse treten muss etc.? (Was sollte ich noch beachten bzw. mit reinschreiben?)

In meiner EGV steht lediglich folgendes zu dem Thema:

Das Jobcenter übernimmt die notwendigen und angemessenen Fahrkosten, die Ihnen durch die Teilnahme an der Maßnahme zusätzlich entstehen.
Wenn Ihnen entsprechende Kosten entstehen, reichen Sie einen ausgefüllten Erklärungsbogen ein. Nach Prüfung durch das Jobcenter erhalten sie dazu einen gesonderten Bescheid. Um die Kosten, die für die Teilnahme an der Maßnahme an sich anfallen, müssen Sie sich nicht kümmern. Diese Maßnahmekosten werden durch das Jobcenter direkt mit dem Träger abgerechnet.
 

Holler2008

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Dafür ist der SB da. Genau das ist seine Aufgabe, dir alles zu erklären, was du fragst.
 

SonnyX

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Kann ich mich auf das Recht (SGB III - § 337) berufen?
 
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