Ist der Todesfall der Großmutter ein wichtiger Grund für Ortsabwesenheit ? (2 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 2)

ZynHH

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Mehr als 6 Wochen geht lt. Verordnung nicht.
So lange dauert die Beerdigung wohl auch nicht. Ansonsten : hätte, hätte Fahrradkette.....
Entweder willst du zur Beerdigung oder es ist dir egal. Da muss man schon mal den Hintern hochbekommen und sich etwas einfallen lassen. Aber ganz bestimmt mache ich mich da nicht vom Wohlwollen eines jc sb abhängig. Für zwei Tage würde ich nicht mal ne AU holen, sondern einfach losfahren.
 

Caye

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Die Zeitgrenzen gelten sogar bei einem stationären Aufenthalt. Mehr als 6 Wochen geht lt. Verordnung nicht.
Das ist totaler Blödsinn. Es macht zwar Sinn, daß JC über einen Klinikaufenthalt zu informieren, damit es weiß, dass man nicht nur AU sondern auch weg ist, aber das ist keine OAW und es gibt da keine zeitliche Begrenzung für. So weit käme es auch noch...

Und ansonsten - natürlich kann das zuständige Amt zweifeln. Und seine Zweifel nicht beweisen.
Da es im geschilderten Fall nur um einen Tag geht, ist der TE ja streng genommen nicht mal oaw. Es geht "nur" um die Maßnahme. Und selbst wenn man eine Nacht und zwei Tage weg bleibt, ist es noch keine OAW. An Tag 1 kontrolliert man die Post bevor man fährt, an Tag 2 nach der Rückkehr. Und was man in seiner AU tut, geht keinen was an, solange es der Gesundung nicht schadet.
 

avrschmitz

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Die Zeitgrenzen gelten sogar bei einem stationären Aufenthalt. Mehr als 6 Wochen geht lt. Verordnung nicht.
Mir ist nicht klar, was Du damit meinst bzw. woher Du Dein Wissen beziehst. Ich lag letztes Jahr über 2 Monate stationär. Da brauchte ich weder eine AU und schon gar nicht wäre ich auf die Idee gekommen OAW zu beantragen.
 

OldieButGoldie

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Hier wird aber auch fast immer alles angezweifelt, statt erst mal selbst nachzuschauen. Und auch zu lesen, was genau geschrieben wurde.

Zu raten, eine AU zu machen, wenn OA abgelehnt wurde ist nicht wirklich ratsam. Das könnte theoretisch später nach hinten los gehen und gegen einem verwendet werden.
Sonst wird doch auch oft gemeckert, wenn man AU empfiehlt. Gmeckere scheint sich nach Sympathie zu richten und nicht nach der Sachlage?

Ich habe die OAW Regeln nicht gemacht, ich schreibe nur, was dort, wie geregelt ist.
Ich behauptete ebenfalls nicht, dass das zwingend so durchgesetzt wird!

Ok, die Version aus 2001 habe ich jetzt nicht gefunden auf die Schnelle....
§ 3 Aufenthalt außerhalb des zeit- und ortsnahen Bereichs
(1) 1Erfüllt der Arbeitslose nicht die Voraussetzungen des § 2 Nrn. 1 bis 3, steht dies der Verfügbarkeit bis zu drei Wochen
im Kalenderjahr nicht entgegen, wenn das Arbeitsamt vorher seine Zustimmung erteilt hat. 2Die Zustimmung darf jeweils
nur erteilt werden, wenn durch die Zeit der Abwesenheit die berufliche Eingliederung nicht beeinträchtigt wird.
(2) Abs. 1 ist entsprechend anzuwenden
1. bei Teilnahme des Arbeitslosen an einer ärztlich verordneten Maßnahme der medizinischen Vorsorge oder Rehabilita-
tion,
(3) In Fällen außergewöhnlicher Härten, die aufgrund unvorhersehbarer und für den Arbeitslosen unvermeidbarer Ereig-
nisse entstehen, kann die Drei-Wochenfrist nach Abs. 1 und 2 vom Arbeitsamt tageweise, höchstens um drei Tage verlän-
gert werden.
...., aber hier steht es auch so drin. Sogar nur 3 Wo Reha. https://www.info-also.nomos.de/fileadmin/infoalso/doc/Aufsatz_infoalso_07_01.pdf
2.2.4 Medizinische Maßnahmen

Mir ist nicht klar, was Du damit meinst bzw. woher Du Dein Wissen beziehst. Ich lag letztes Jahr über 2 Monate stationär. Da brauchte ich weder eine AU und schon gar nicht wäre ich auf die Idee gekommen OAW zu beantragen.
Aus der Verordnung, die ist halt so rigide formuliert. Dass Rehas oft 6 Wochen oder mehr gehen ist klar. Ich war auch 8 Wo in Reha und es passierte nichts.
Ändert aber nichts an der 3 Wochen Grenze und dass längere OA wegen Reha nicht explizit geregelt und vorgesehen ist. Es gibt ja auch Ausnahmen, wenn man krank ist.

Das ist totaler Blödsinn.
Das steht genau wo?? Mach mich schlau.
 
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ZynHH

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Für kkhs Aufenthalte benötigt man überhaupt keinen Antrag auf oaw, da er garnicht abgelehnt werden kann.
Ist aber hier auch nicht das thema.
 

Birt1959

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Wofür? Also, wie ist meine Krankheit? Trauer? Wer schreibt mich dafür AU?
Ich würde das nicht tun. Ich würde mir "AU erbetteln" aufheben für Notfälle (wenn überhaupt). Ich bin sicher, dass das ein ausreichend wichtiger Grund ist, um das Fernbleiben von einer Maßnahme straffrei zu entschuldigen.
Es, gibt weil selbst damit beglückt worden, die reaktive Depression nach Tod eines engen Angehörigen ICD Code F32.9

Je nach Mensch kann die früher oder später eintreten. Ob die normale Trauer ein Krankheitsbild darstellt, weiß ich nicht. Allerdings ist der Tod eines geliebten Menschen eine außerordentliche psychische Belastung und da findet ein/e kluge und einfühlsame Mediziner/in schon was.

Es soll Menschen geben, denen geht es dann wirklich nicht gut und auch darüber kann man offen sprechen.
Eben und da kann ein Arzt oder Ärztin diesen Menschen auch vorübergehend krankschreiben. Dann besteht eigentlich nur noch die Frage, ob der oder die während der AU sich weiter vom Wohnort weg begeben kann, ohne weitere Behandlung zu bekommen.

Die Krankheit würde ich dem Arzt überlassen....

"Betteln" muss man da bei einem halbwegs empathischen Arzt sicher nicht. Man erklärt dass die Oma beerdigt wird, die AfA nicht erlaubt dass man fahren darf, man deswegen total fertig ist und eine AU die einzige Möglichkeit ist, ungestraft zur Beerdigung zu kommen. Da wird höchstens die Rückfrage kommen, wie lange man die AU denn braucht und die Sache ist geregelt.
Sehe ich auch so, denn wenn jemandem die Oma schnurz ist, will er/sie sicher nicht auf die Beerdigung. So eine schöne Veranstaltung ist das ja denn wieder auch nicht.

Wenn ein AN keinen Anspruch auf Sonderurlaub hat, so hat er immer noch normalen Urlaubsanspruch. Das geht in solchen Fällen auch mal spontan. Der Vergleich einzig mit möglichem Sonderurlaub hinkt.
Wenn SB so unmenschlich ist, die oaw zu verbieten, ist die AU die logische Konsequenz.
Das habe ich bisher, auch in Fortbildungen, so erlebt. In der Regel sollte sich ein SBchen schon denken können, dass der/die TE da auch nicht besonders aufnahmefähig ist und demzufolge nicht sehr viel lernt. Da kann er/sie auch auf die Beerdigung.

Gib die Hoffnung nicht auf. Meine Mama wollte auch nicht mehr atmen, die Ärzte meinten schon, wir sollen uns verabschieden. Dann ging es plötzlich wieder und sie hat noch mehrere Jahre gut gelebt.
So etwas Ähnliches beschreibt oder beschrieb Frau Kübler-Ross (ich habe keine Ahnung, ob sie noch lebt oder sie noch verlegt wird) in ihren Büchern über den Umgang mit Sterbenden. Hellsehen können Ärzte und Ärztinnen auch nicht.

Bist Du sicher? Dann gäbe es doch kein Recht auf "frei" wegen Krankheit des Kindes? Glaube (Kinder sind kein hübsches Thema für mich...), AU des Kindes bzw. Bescheinigung der Kinderärztin reicht.
Doch es gibt Regeln für "Krank mit Kind" und der Arzt oder Ärztin kann krankschreiben. Gästin erklärt es weiter unten.

Sicher nicht, aber im Normalfall ist man nunmal durch den Wind.
Dem stimme ich zu. Die meisten Leute verdauen den Tod eines Angehörigen nicht von jetzt auf gleich. Vielleicht ist der Tod von jemandem, mit dem oder der man/frau weniger zu tun hatte, schneller verarbeitet. Aber Omas sieht man/frau in der Regel ja mehr als einmal im Leben.

ich kenne es bei einem kranken Kind bis 12 Jahre so, dass der Kinderarzt einen Elternteil bis 5 Tage im Jahr krankschreiben kann,
wenn er/sie es für nötig hält.
Und dann gibt es auch noch die Fälle, wo man für An- und Abreise jeweils einen Tag braucht, also Minimum 3 Tage frei....

Ich bin natürlich sofort los gefahren und kam mitten in der Nacht an. Am nächsten Morgen war Muttern tot, und ich rief im JC an. ...

Zur Beerdigung 3 Wochen später gabs nochmal anstandslos paar Tage frei, aber da vorher geregelt.
So ähnlich habe ich es beim Tod meines Vaters auch erlebt. Kommentar der SBin: "Da könnte ich mich auch nicht sofort wieder bewerben." Bewerbungen sind ja eigentlich Sinn und Zweck der AW.

Nur die Trauerkleidung konnte sie mir nicht als einmaligen Bedarf bewilligen.

DAs KOnstrukt Pflegezeit ist völlig unbrauchbar. Einfach aus dem Grund, weil man vorab genau ssagen muss, wie lange man benötigt. Das ist nielas vorhersehbar. Dieses Gesetz haben Theoretiker verbrochen.
Der ganz normale Wahnsinn - das ist genauso blöd, wie die voraussichtliche Krankheitsdauer.
 

Caye

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Das steht genau wo?? Mach mich schlau.
Die von dir zitierte EAO gilt im Bereich des ALG I. Wenn man ALG I bezieht, bekommt man KG, wenns ins KH geht, oder Übergangsgeld, wenns in die Reha geht. D.h. in dieser Zeit (egal wie lange sie dauert) ist man sowieso nicht im ALG I-Bezug und die EAO greift nicht. Die drei Wochen sind also höchstens für eine ambulante Vorsorgekur relevant, während der man ja auch nicht AU ist.

Fürs ALG II gilt §7 Abs. 4a SGB II. Da steht, dass die OAW in der Regel drei Wochen im Kalenderjahr nicht überschritten werden sollte. D.h. im Umkehrschluss auch, dass eine längere OAW möglich ist und da es bei einer Reha oder einem KH-Aufenthalt keinen Ermessensspielraum gibt, dies hingenommen werden muss, egal wie lange. Vor allem steht darin aber, dass diese Regelung nur für erwerbsfähige Erwerbslose gilt. Man kann sich vortrefflich darüber streiten, ob und in welchem Umfang das nun auch für (längerfristig) arbeitsunfähige Erwerbslose gilt. Da der Sinn dieses Paragraphen ist, dass man der Vermittlung zur Verfügung steht, und man das eben sowieso nicht tut, wenn man AU ist, bestehen daran berechtigte Zweifel. Ein Grundsatzurteil zu diesem Thema ist mir nicht bekannt, wohl vor allem, weil in diesen Fällen OAW meist gar nicht bemerkt werden (und man über KH und Reha ja eh nicht diskutieren muss).

Im hier eigentlich diskutierten Fall geht es um eine Maßnahme im ALG I-Bezug. Es geht nicht mal um eine tatsächliche Ortsabwesenheit, sondern darum, der Maßnahme ein oder zwei Tage fernzubleiben. Wenn die Beurlaubung von der Maßnahme tatsächlich verwehrt werden sollte, kommt eben die AU. Daran kann die AfA zweifeln so viel sie will. Der Arzt wird entweder eine Diagnose aufschreiben, die man im Nachhinein nicht überprüfen kann (Magen-Darm funktioniert da sehr gut) oder eben eine psychische Belastung diagnostizieren, die durch zwei freie Tage und den Besuch der Beerdigung geheilt wird.
 

grün_fink

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So ähnlich habe ich es beim Tod meines Vaters auch erlebt. Kommentar der SBin: "Da könnte ich mich auch nicht sofort wieder bewerben." Bewerbungen sind ja eigentlich Sinn und Zweck der AW.

Nur die Trauerkleidung konnte sie mir nicht als einmaligen Bedarf bewilligen.
So ähnlich war bei mir die Einstellung der SBin auch.
Bei mir wäre ein Fahrgeld sehr hilfreich gewesen, ging aber nicht zu bewerkstelligen.
 
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