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Ist das Zusätzlich? Was ist überhaupt Zusätzlich?

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Green

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#1
Ist das zusätzlich? Was ist überhaupt zusätzlich?

Hallo,

Bin seit drei Wochen in einem 1-Euro-Job tätig, gezwungen weil sonst Sanktion.:icon_kotz:

Die Tätigkeit die ich ausübe ist auf dem Bau, sprich zurzeit bin ich mit anderen für ein Schulhof verantwortlich (alles ungelernte, außer der Leiter glaube ich), also Steine legen, alles genau abmessen und natrülich viel schaufeln. Nur habe ich davon keine Ahnung, aber von mir wird verlangt das ich es Perfekt mache, rum stehen geht gar nicht, da wird man gleich vom Chef angemeckert, weil sonst die von der Schule bei ihm also beim Chef über uns meckern, weil wir nur rum stehen. Weil die 1-Euro-Jober ein schlechten Ruf haben, wie der Chef mir sagte. Gibt auch noch andere Arbeiten, wie streichen, oder Bänke bauen u.s.w..

Was ich mich frage ist, braucht man dafür heutzutage keine Ausbildung mehr? Ist es denn überhaupt Zusätzlich? Und was ist überhaupt Zusätzlich? Es kann doch nicht sein, das ungelernte Arbeitskräfte diese Tätigkeit ausüben, für was man normaler weise eine Ausbildung haben sollte. Die Tätigkeit die ich ausübe wurde als Bauhilfskraft angegeben. Nur sind wir eigentlich alles ungelernte, wie gesagt bis auf dem Chef.

Gehe seit drei Wochen hin und frage mich das schon seit dem ersten Tag.
 
E

ExitUser

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#2
Im Prinzip ist es der gleiche Fall wie dieser: http://www.elo-forum.org/euro-job-mini-job/36544-euro-job-krankheit.html


Der Job auf dem Bau kann nicht zusätzlich sein, denn diese Arbeiten wurden früher auch gemacht und können nicht liegen bleiben.

Es stimmt aber nicht, dass du dich gegen den EEJ nicht wehren konntest. Du hast sicherlich eine EGV unterschrieben und damit gesagt: "Ja, diesen Job will ich haben" und eine Zuweisung erhalten und keine Ablehnung geschrieben. Es ist mir bekannt, dass die Ablehnung eines solchen Jobs nervig ist, aber wenn es eine Sanktion gibt, dann kannst du mit Beratungsschein zum Anwalt gehen. Der kostet dich doch nur 10 Euros und schreibt dir alles. Im eilverfahren hast du die Sanktion auch in ca. 4 Wochen zurück.-
 

Green

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#3
Klar hätte ich das, aber dann hätte ich ja wieder was anderes bekommen. Gartenarbeit gab es noch, war mir aber zu weit weg und meine Schwester hatte dort schlechte erfahrung gemacht, mit Arbeitskleidung u.s.w.. Und 4 Wochen können lange sein, gerade wenn es schon so kaum reicht. Deswegen habe ich dann auch unterschrieben, wusste ja nicht was genau auf mich zu kommt, das ich dort arbeiten verrichte, die eigentlich Ausgebildete machen sollten.
 

hartzhasser

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#4
das ist keinesfalls zusätzlich, sowas wird im grunde von einer Tiefbaufirma gemacht, es ist schon beschäment für was ein ALG2 Empfänger ausgebeutet wird, und dann muss man sich auch noch von so einen möchtegern Vorgesetzten runtermachen lassen,

lg hartzhasser
 

Rounddancer

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#5
Hm, also für mich sind das gewöhnliche Bauarbeiten,- die eigentlich zumindest von regulär zu bezahlenden Bau-Hilfsarbeitern, wenn nicht gar von gelernten Pflasterlegern gemacht werden sollten. Zudem gehören Bauarbeiten ja ins Entsendegesetz und haben einen gesetzlichen Mindestlohn von m.W. zwölf Euro nochwas pro Stunde, nicht pro Tag.

Ich würde da zu meiner Gewerkschaft gehen und zum Gewerbeaufsichtsamt.

Zusätzlich sind arbeiten, die, wenn sie nicht gemacht würden, niemandem existenziell fehlten. Zusätzlich sind z.B. die "Grünen Damen" der Krankenhäuser dann, wenn es auch einen Pförtner gibt. Zusätzlich ist z.B. auch der Heizer auf der E-Lok, der Vorleser im Altersheim, der Fahrstuhlführer im Selbstbedienungsaufzug, der Hundeausführer im Tierheim.
 

Andreas1

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#7
Hallo

Also mein SB meinte bei über 25 Jährigen 30%.Bei unter 25 sogar 100% .

Mfg
Andreas
 

biddy

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#8
Stimmt auch. U25 bekommen dann nur noch die KdU.
 
E

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#9
Bekommt man dann die "so begehrten" Lebensmittelgutscheine trotzdem oder gerade deswegen?
 

Rounddancer

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#10
Die KANN man bekommen, wenn man mind. 30% Sanktion und Kinder hat,-

und man KANN sie bekommen, wenn man 60 oder mehr Prozent Sanktion hat.

Nur: KANN heißt nicht SOLL, denn SOLL bedeute im Regelfall MUSS.
 

Green

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#13
Irgendwie wird es da immer schlimmer. Heute z.B. wurde kurz vor Feierabend uns gesagt das wir erst um 14:15 aufzuräumen haben und nicht vorher, da bis 14:30 sonst wird uns 1€ weniger gezahlt.:eek: Immer muss man sich vom Chef was erzählen lassen, Hände aus den Taschen usw..
 
E

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#14
Irgendwie wird es da immer schlimmer. Heute z.B. wurde kurz vor Feierabend uns gesagt das wir erst um 14:15 aufzuräumen haben und nicht vorher, da bis 14:30 sonst wird uns 1€ weniger gezahlt.:eek: Immer muss man sich vom Chef was erzählen lassen, Hände aus den Taschen usw..

Zwangsarbeit eben. Unter Bewachung. Hast Du schon etwas in die Wege geleitet?
 
E

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#15
Klar hätte ich das, aber dann hätte ich ja wieder was anderes bekommen. Gartenarbeit gab es noch, war mir aber zu weit weg und meine Schwester hatte dort schlechte erfahrung gemacht, mit Arbeitskleidung u.s.w.. Und 4 Wochen können lange sein, gerade wenn es schon so kaum reicht. Deswegen habe ich dann auch unterschrieben, wusste ja nicht was genau auf mich zu kommt, das ich dort arbeiten verrichte, die eigentlich Ausgebildete machen sollten.
Dann muss man sich auch gegen den nächsten Job wehren. Zugegebenermaßen ist es nervig und man kann damit nicht sehr gut leben. Lässt du dich aber so schnell unterkriegen?
 
E

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#16
Hallo

Also mein SB meinte bei über 25 Jährigen 30%.Bei unter 25 sogar 100% .

Mfg
Andreas
Um hier ein Missverständnis zu vermeiden: Jugendliche unter 25 J erhalten eine SAnktion von 100%. Die Kdu wird in den meisten Fällen an den Vermieter direkt bezahlt.

Ich meinte aber mit den 30% etwas anderes. Die Frage von Gavroche lautete: Wie hoch ist die Möglichkeit, bei Ablehnung eines EEJ trotzdem eine Sanktion zu bekommen? Das schätze ich mal auf 30%. DAnn muss man zum Anwalt gehen, damit er das im Eilverfahren einklagt. Klappt bei fehlender Zusätzlichkeit immer. Meist geht das Amt vor dem Richter in die Knie, weil sie sonst den Job nicht mehr besetzen können.
 

Rechtsverdreher

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#17
Irgendwie wird es da immer schlimmer. Heute z.B. wurde kurz vor Feierabend uns gesagt das wir erst um 14:15 aufzuräumen haben und nicht vorher, da bis 14:30 sonst wird uns 1€ weniger gezahlt.:eek: Immer muss man sich vom Chef was erzählen lassen, Hände aus den Taschen usw..
Was steht denn auf Deiner vom Arbeitsamt abgesegneten Tätigkeitsbeschreibung?
Alles was da nicht drauf steht muss man auch nicht ausführen.

Liegt überhaupt ein Profiling und ein Eingliederungskonzept vor?
Wenn nicht, dann sofort zum Anwalt.

Wenn dieser EEJ unrechtmäßig ist, dann kannst Du das Arbeitsamt auf Schadenersatz verklagen. Die haben sich nämlich an Deiner Arbeitskraft unrechtmäßig bereichert.

Wenn Du wie ein Bückling durchs Leben wackelst, dann wirste auch wie einer behandelt.
 
E

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#18
Mensch Mann! Woher beziehst du nur deine Infos!

Was steht denn auf Deiner vom Arbeitsamt abgesegneten Tätigkeitsbeschreibung?
Alles was da nicht drauf steht muss man auch nicht ausführen.
Er will da aber abbrechen.

Liegt überhaupt ein Profiling und ein Eingliederungskonzept vor?
Wenn nicht, dann sofort zum Anwalt.
Du bekommst doch erst eine Beratungsschein, wenn eine Sanktion vorliegt! Wer soll denn die Anwaltskosten übernehmen!

Wenn dieser Ein-Euro-Job unrechtmäßig ist, dann kannst Du das Arbeitsamt auf Schadenersatz verklagen. Die haben sich nämlich an Deiner Arbeitskraft unrechtmäßig bereichert.
Woher hast du denn diese Info??? Wenn der Job unrechtmäßig für DICH ist, dann ist er es noch lange nicht für die ARGE! D.h., du musst erstmal eine Feststellungsklage beim Sozilagericht stellen. DAzu muss es aber erst mal einen Anlass geben, damit der Richter in Bewegung kommt. Einfach eine Feststellungsklage nur so, weil ja, das macht der nicht.

Sollte er es aber doch machen (weil z.B. eine Sanktion wegen Abbruch vorliegt), dann kannst du keine Schadensersatz verlangen, weil du nicht geschädigt worden bist. Du kannst nur einen Lohn verlangen. Den wirst du auch noch einklagen müssen, weil die ARGE den selbstverständlich nicht freiwillig rausrückt. Und wenn du ihn dann hast, werden sie ihn dir deiner Leistung anrechnen.

Wegen solchen Scherzen ist man ja noch keinen Schritt wegen nicht zustäzlichen Jobs weitergekommen!


Wenn Du wie ein Bückling durchs Leben wackelst, dann wirste auch wie einer behandelt.
Wenn du aber mit dem Kopf gegen die Wand rennst, tust du dir gewaltig weh und alle lachen auch noch darüber.
 

Green

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#19
Bezeichnung der Tätigkeit ist: Bauhilfsarbeiter steht dort, mit verschiedenen Gewerke umfassen, wie Garten und Landschaftsbau. Bau von Schulhöfen, Spielplätzen usw. unter Fachlicher Leitung inkl. Lernteil.

Wie schon geschrieben habe, sind dort alles 1-Euro-Jober bis auf dem Leiter und dem Chef. Wir Arbeiten da eigentlich selbstständig, bekommen was gesagt und müssen es dann auch so machen.

Eine Sanktion kann ich mir nicht mehr leisten, weil ich schon eine hatte, also ist die nächste 100% was eine Katastrophe wäre.

Die Tätigkeit geht bis Ende November 09, habe angefangen am 17.02.2009.
 

Volker

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#20
Bezeichnung der Tätigkeit ist: Bauhilfsarbeiter steht dort, mit verschiedenen Gewerke umfassen, wie Garten und Landschaftsbau. Bau von Schulhöfen, Spielplätzen usw. unter Fachlicher Leitung inkl. Lernteil.
Au weia,
wo und bei wem spielst sich das denn ab?

Was sagen denn die anderen dazu? Sprecht doch mal darüber.

Volker
 
E

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Gast
#21
Bezeichnung der Tätigkeit ist: Bauhilfsarbeiter steht dort, mit verschiedenen Gewerke umfassen, wie Garten und Landschaftsbau. Bau von Schulhöfen, Spielplätzen usw. unter Fachlicher Leitung inkl. Lernteil.

Wie schon geschrieben habe, sind dort alles 1-Euro-Jober bis auf dem Leiter und dem Chef. Wir Arbeiten da eigentlich selbstständig, bekommen was gesagt und müssen es dann auch so machen.

Eine Sanktion kann ich mir nicht mehr leisten, weil ich schon eine hatte, also ist die nächste 100% was eine Katastrophe wäre.

Die Tätigkeit geht bis Ende November 09, habe angefangen am 17.02.2009.
Der Job ist eindeutig nicht zusätzlich. Es gibt 2 Möglichkeiten:

1. Die schnelle und wenig riskante:

Du brichst den Job ab. Schreibst an die SB ein Briefchen, so ähnlich wie: "Der EEJ ist rechtswidrig. Gem. § 16 SGB II sollen diese Jobs "zusätzlich" sein. Ein zusätzlicher Job ist ein Job der davor nicht, nicht in dem Maße oder zu einem späteren Zeitpunkt von mind. 2 Jahren gemacht worden wäre. Folgende Tätigkeiten habe ich ausgeübt:---(Auflistung der Arbeiten).... Dieser Job ist rechtswidrig wegen fehlender Zusätzlichkeit". Und dann gehst du einfach nicht mehr hin. Ich wette, die SB probiert es mit einer Sanktion wegen Abbruch der Maßnahme. Sie schickt dir vermutlich erst eine Anhörung. In diese schreibst du den Text von soeben nochmal rein. Sie will es eben nochmal auf ihrem Bogen lesen. Und dann wird sie vermutlich sanktionieren oder auch nicht, wenn sie sich nicht traut.

Sollte sie sanktionieren (Kürzung von 105 Euros über 3 Monate), dann holst du dir beim Amtsgericht eine Beratungsschein und gehst damit zum Fachanwalt für Sozialrecht. Der schreibt dir den Widerspruch und reicht eine einstweilige Anordnung beim Gericht ein, d.h. er beantrag die Rückzahlung der Sanktion im Eilverfahren. Dann bekommst du in ca. 4 Wochen die 105 Euros zurück. Kannst du 4 Wochen vorerst mit 105 Euros weniger leben, die du im Anschluss dann zurückbekommst??? Dann wähle diese Variante. Der Anwalt kostet dich nur 10 Euros insgesamt mit allem pipapo, wenn du den Beratungsschein hast.

2. Die sichere Methode

Erstelle einen Zettel mit allen Tätigkeiten, die du dort gemacht hast, und reiche eine Feststellungsklage zur Prüfung der Zusätzlichkeit dieses EEJobs beim Sozialgericht ein. Da helfen wir dir hier hier dabei; das ist nicht so schwer. Dafür bekommst du keinen Anwalt, weil keine Sanktion vorliegt. Man schreibt an das Sozialgericht, dass man diesen Job zugewiesen bekommen hat (anbei EGV bzw. Zuweisung), dass du den Job angetreten bist und dieses und jenes machtest und dies unmöglich gem. § 16d SGB II rechtskonform sein kann. Zwecks Einklagung von Lohn lässt du den Job von ihm prüfen.

Dann wird der Richter vermutlich entscheiden, dass der Job nicht zusätzlich ist und dann darfst du sanktionsfrei abbrechen. Dauert aber alles ca. 4 - 6 Monate. In der Zwischenzeit musst du den Job weitermachen, es sei denn du wirst krank, oder deine ARGE zieht dich da ab, weil sie von der Feststellungsklage Wind bekommen hat (die wird vom Richter ja angeschrieben).

Im Anschluss kannst du noch von der ARGE den Lohn dafür einfordern. Bringt dir aber nichts, denn man zieht es dir vom ALG II wieder ab. Aber zumindest hat deine ARGE dermaßen eins aufs Dach bekommen wegen rechtswidrigem Handeln (den Job dürfen die nie wieder besetzen), dass sie dich bei EEJobs mit Samthandschuhen in der Zukunft anfassen werden.
 

Green

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#22
Der Job ist eindeutig nicht zusätzlich. Es gibt 2 Möglichkeiten:

1. Die schnelle und wenig riskante:

Du brichst den Job ab. Schreibst an die SB ein Briefchen, so ähnlich wie: "Der Ein-Euro-Job ist rechtswidrig. Gem. § 16 SGB II sollen diese Jobs "zusätzlich" sein. Ein zusätzlicher Job ist ein Job der davor nicht, nicht in dem Maße oder zu einem späteren Zeitpunkt von mind. 2 Jahren gemacht worden wäre. Folgende Tätigkeiten habe ich ausgeübt:---(Auflistung der Arbeiten).... Dieser Job ist rechtswidrig wegen fehlender Zusätzlichkeit". Und dann gehst du einfach nicht mehr hin. Ich wette, die SB probiert es mit einer Sanktion wegen Abbruch der Maßnahme. Sie schickt dir vermutlich erst eine Anhörung. In diese schreibst du den Text von soeben nochmal rein. Sie will es eben nochmal auf ihrem Bogen lesen. Und dann wird sie vermutlich sanktionieren oder auch nicht, wenn sie sich nicht traut.

Sollte sie sanktionieren (Kürzung von 105 Euros über 3 Monate), dann holst du dir beim Amtsgericht eine Beratungsschein und gehst damit zum Fachanwalt für Sozialrecht. Der schreibt dir den Widerspruch und reicht eine einstweilige Anordnung beim Gericht ein, d.h. er beantrag die Rückzahlung der Sanktion im Eilverfahren. Dann bekommst du in ca. 4 Wochen die 105 Euros zurück. Kannst du 4 Wochen vorerst mit 105 Euros weniger leben, die du im Anschluss dann zurückbekommst??? Dann wähle diese Variante. Der Anwalt kostet dich nur 10 Euros insgesamt mit allem pipapo, wenn du den Beratungsschein hast.

2. Die sichere Methode

Erstelle einen Zettel mit allen Tätigkeiten, die du dort gemacht hast, und reiche eine Feststellungsklage zur Prüfung der Zusätzlichkeit dieses Ein-Euro-Jobobs beim Sozialgericht ein. Da helfen wir dir hier hier dabei; das ist nicht so schwer. Dafür bekommst du keinen Anwalt, weil keine Sanktion vorliegt. Man schreibt an das Sozialgericht, dass man diesen Job zugewiesen bekommen hat (anbei EGV bzw. Zuweisung), dass du den Job angetreten bist und dieses und jenes machtest und dies unmöglich gem. § 16d SGB II rechtskonform sein kann. Zwecks Einklagung von Lohn lässt du den Job von ihm prüfen.

Dann wird der Richter vermutlich entscheiden, dass der Job nicht zusätzlich ist und dann darfst du sanktionsfrei abbrechen. Dauert aber alles ca. 4 - 6 Monate. In der Zwischenzeit musst du den Job weitermachen, es sei denn du wirst krank, oder deine ARGE zieht dich da ab, weil sie von der Feststellungsklage Wind bekommen hat (die wird vom Richter ja angeschrieben).

Im Anschluss kannst du noch von der ARGE den Lohn dafür einfordern. Bringt dir aber nichts, denn man zieht es dir vom ALG II wieder ab. Aber zumindest hat deine ARGE dermaßen eins aufs Dach bekommen wegen rechtswidrigem Handeln (den Job dürfen die nie wieder besetzen), dass sie dich bei Ein-Euro-Jobobs mit Samthandschuhen in der Zukunft anfassen werden.
Würde mich ganz klar für die sichere Methode entscheiden. Bei mir würden auch 100% Sanktioniert werden, weil ich noch U25 bin und ich schon mal Sanktioniert wurde.

Hier mal eine kleine liste was ich bis jetzt gemachte habe:

- Malerarbeiten, erste Baustelle.
- Ein großen Berg Splitt, zum anderen Ort geschaufelt, mit der Schubkarre.
- Dann geschaufelt um eine Abgrenzung zu entfernen, die dann mit Spezialen Bohrern entfernt wird.

@Volker

Ja, mit den Leuten redet man, aber irgendwie sind die alle so "Hauptsache Arbeit, ja sager halt" Einstellung, aber ansonsten sehr nette Kollegen.
 
E

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#23
Für eine Feststellungsklage benötigt man den genauen Wortlaut deiner EGV und der Zuweisung. Kannst du beides hier einmal einscannen?
 
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#24
Zusätzlich ist, wenn Du Dir 2x den Hintern abwischst, obwohl 1x ausreichen würde.

Geh' einfach zum Anwalt, der soll das Arbeitsamt auf Schadenersatz verklagen (öffentlich rechtlicher Erstattungsanspruch) und Dir gleichzeitig den Job vom Hals schaffen. Ganz einfache Übung für den.
 

Green

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#25
Für eine Feststellungsklage benötigt man den genauen Wortlaut deiner EGV und der Zuweisung. Kannst du beides hier einmal einscannen?
Werde ich noch machen, sobald ich wieder daheim bin.
 
E

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#27
Du hast doch noch eine EGV dazu bekommen, die du unterschrieben hast. Kannst du die auch einscannen? Eigentlich müsste man eine Feststellungsklage zur EGV machen und prüfen lassen, ob der darin enthaltene Job zusätzlich ist.

Das kann man leider nicht im Eilverfahren machen, weil keine Kürzung ist. D.h., es dauert einige Monate. Anders wirst du den Job schnell und ohne vorherige mögliche Sanktion nicht los.
 

Green

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#28
Du hast doch noch eine EGV dazu bekommen, die du unterschrieben hast. Kannst du die auch einscannen? Eigentlich müsste man eine Feststellungsklage zur EGV machen und prüfen lassen, ob der darin enthaltene Job zusätzlich ist.
Wenn ich das mit der Feststellungsklage mache, bekomme ich dann keine Sanktion? Bin da sehr vorsichtig, das kann ich mir nicht erlauben.
 
E

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#30
Wenn ich das mit der Feststellungsklage mache, bekomme ich dann keine Sanktion? Bin da sehr vorsichtig, das kann ich mir nicht erlauben.
Nein, bei Feststellungsklage nicht. Sehe es bitte so: Du lässt gerichtlich feststellen, ob die EGV, die du da unterschrieben hast, einschl. EEJ (der ja nicht zusätzlich ist) rechtskonform ist. Du verhälst dich ja nicht falsch. Sanktion bedeutet immer: "Ich hab etwas nicht richtig gemacht". Du lässt nur prüfen. Dafür bestraft dich keiner.

Die EGV kann nicht rechtskonform sein. Kann ich dir im voraus schon wegen diesem Job, der nicht zusätzlich ist, sagen. Dann muss deine ARGE dich da zurückziehen und darf den Job nie wieder besetzen. Kann aber einige Monate dauern, bis ein Gericht entscheidet. So lange musst du den Job irgendwie weitermachen. Ist leider keine schnelle Lösung, dafür aber eine Lösung ohne mögliche Sanktion.

Der Richter kann nur feststellen: Die EGV + Job sind rechtskonform oder rechtswidrig. Ich tippe gewaltig auf "rechtswidrig". Dann brichst du den Job ab und klagst bei deiner ARGE den Lohn zum ortsüblichkein Tarif ein. Ich wette, die teilen dich nie wieder zu einem EEJ danach ein.

Und: Sozialgerichte sind kostenlos. Du hast keine Kosten.
 

Green

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#32
Der Vorschlag ist nach § 16 Abs.3 Satz 2 ausgerichtet, der seit 01.01.2009 nicht mehr gültig ist. Den Vorschlag bekam ich aber erst im Jahr 2009 am 30.01.2009.
 

wolliohne

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#33
ich würde mich sofort krank schreiben lassen.

dann hast du auch genügend Zeit juristische Schritte einzuleiten.

Woher kommst du ?
 
E

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#34
Der Vorschlag ist nach § 16 Abs.3 Satz 2 ausgerichtet, der seit 01.01.2009 nicht mehr gültig ist. Den Vorschlag bekam ich aber erst im Jahr 2009 am 30.01.2009.
Das hilft in deinem Fall nichts, denn du hast ja eine EGV unterschrieben. D.h., im Fall einer Sanktion kann nach Verstoß einer EGV-Pflicht sanktioniert werden.

Diese müsste man noch sehen.
 

Green

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#36
Das hilft in deinem Fall nichts, denn du hast ja eine EGV unterschrieben. D.h., im Fall einer Sanktion kann nach Verstoß einer EGV-Pflicht sanktioniert werden.

Diese müsste man noch sehen.
Achso, gut, werde ich heute Abend machen.

@wolliohne

Krankschreiben wie schon gesagt hat kein Sinn, müsste dann auch mit einer Verlängerung rechnen.
 
E

ExitUser

Gast
#37
Krankschreiben wie schon gesagt hat kein Sinn, müsste dann auch mit einer Verlängerung rechnen.
Evtl. ist über die Feststellungsklage bereits beschlossen worden, wenn du wieder gesund bist. Dann brauchst du sowieso nicht mehr hin.
 
E

ExitUser

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#38
oder es wird erst lange nach dem "Job" entschieden, weil die Gerichte überlastet sind bzw. weil der "normale Rechtsweg" über den Widerspruch nicht eingehalten wurde.

Wer so lange krank sein kann, ok.
 
E

ExitUser

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#39
Dann kann man aber immernoch den Lohn einklagen und die werden sich hüten, jemals wieder einen EEJ zuzuweisen. Der Spuk ist jedenfalls für Green vermutlich vorbei. Eigentlich hat man nichts zu verlieren.

Erfahrungsgemäß wird man auch nach einigen Wochen krankschreibung vom Job abgezogen, weil man ja nichts leistet. Wer soll denn die ganze Arbeit machen. Aber die Feststellungsklage läuft trotzdem weiter!
 
E

ExitUser

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#40
Dann kann man aber immernoch den Lohn einklagen und die werden sich hüten, jemals wieder einen Ein-Euro-Job zuzuweisen. Der Spuk ist jedenfalls für Green vermutlich vorbei. Eigentlich hat man nichts zu verlieren.

nö, aber er müsste wahrscheinlich bis zur Entscheidung dort antreten. Was eher den Vorteil hätte, das auch noch zu belegen, das es eben nicht Zusätzlich ist.

Erfahrungsgemäß wird man auch nach einigen Wochen krankschreibung vom Job abgezogen, weil man ja nichts leistet. Wer soll denn die ganze Arbeit machen. Aber die Feststellungsklage läuft trotzdem weiter!
ca nach 2 oder 3 Wochen wird man dann "entlassen".

Ein Widerspruch zusätzlich wäre aber trotzdem angebracht. Wenn er aber nach der Krankschreibung abgezogen würde, wäre allerdings so eine Feststellungsklage so gesehen hinfällig, weil er ja dort nicht tätig ist.
 

Muzel

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#41
Hallo Green, ich würde ganz langsam arbeiten. Du hast die Arbeit doch nicht gelernt.
 

Muzel

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#42
Hallo Green, nicht das du mich da falsch verstehst, du kannst nicht von einem Tag auf den anderen Tag 50% weniger arbeiten (das geht in die Hose). Du kannst aber deine Arbeitsleistung täglich reduzieren. Wenn dich dann einer fragt, warum du so wenig arbeitest, dann kannst du sagen, dass du aufgrund deines geringen Verdienst zu Hause extremen Stress hättest. Das würde sich auch auf deine Arbeitsleistung auswirken. Wenn dein Verdienst besser wäre, würde sich deine häusliche Situation bessern und dies würde sich auch auf deine Arbeitsleistung auswirken.
Ich habe dies schon einmal mit Erfolg durchgezogen.
 

Green

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#43
So, hier jetzt die erste Seite der EGV, wenn die anderen auch noch wichtig sind werde ich dann noch machen.

http://img27.imageshack.us/img27/3636/20090316062220.jpg

@Muzel

Selbstverständlich Arbeite ich langsamer, sehe auch gar nicht ein das ich dort schnell alles fertig mache, werde auch Pro Stunde mit einem Euro bezahlt und nicht für die Schnelligkeit.
 
E

ExitUser

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#44
Was stand denn nach "Tätigkeit"??? Bauarbeiter???

Und das istja nur die 1. Seite! Da waren doch mindestens ncoh 2 weitere Seiten. Kannst du die bitte auch einscannen? Wenn man eine Festellungsklage macht, muss man alle aus der eGV beanstanden.
 
E

ExitUser

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#46
Ok, da lässt sich durchaus etwas machen. Benötige aber 1 - 2 Tage Zeit hierzu. Kannst du in der Zwischenzeit herausfinden, welches Sozialgericht für deinen Ort zuständig ist? Hier findest du eine Liste aller SGs:

DGUV: Bundes-/Landes-/ Sozialgerichte

Bitte das Sozialgericht (nicht das Landessozialgericht).
 
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