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Fienchen

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Habe bei der Jobbörse der Arbeitsagentur ein Stellenangebot gefunden, da wird eine Sekretär/in/Mitarbeiter/in im Büro des Superintendenten (ev.-luth. Kirche) der Stadt C. gesucht. (bin keine, habs mir nur mal so angeschaut)

Da steht weiter unten folgendes: Sie haben Interesse an kirchlichen Fragen und identifizieren sich mit den Zielen unserer Kirche. Die Mitgliedschaft in unserer Kirche ist für Sie selbstverständlich. :eek:

Ich dachte immer, das niemand auf Grund seiner Religion, politischen Weltanschauung etc. benachteiligt werden darf??
 
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ExitUser

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Habe bei der Jobbörse der Arbeitsagentur ein Stellenangebot gefunden, da wird eine Sekretär/in/Mitarbeiter/in im Büro des Superintendenten (ev.-luth. Kirche) der Stadt C. gesucht. (bin keine, habs mir nur mal so angeschaut)

Da steht weiter unten folgendes: Sie haben Interesse an kirchlichen Fragen und identifizieren sich mit den Zielen unserer Kirche. Die Mitgliedschaft in unserer Kirche ist für Sie selbstverständlich. :eek:

Ich dachte immer, das niemand auf Grund seiner Religion, politischen Weltanschauung etc. benachteiligt werden darf??
bei den Kirchen sollte man einer Religion angehören (kath oder Ev.)

War eigentlich schon immer so.
 

oni71

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Kenne das auch nicht anders das zb. in kirchlichen Einrichtungen in denen ich mich als Krankenschwester bewerbe eine Religionszugehörigkeit erwünscht ist.
 

Jesaja

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Die Kirchen haben leider ihr eigenes Arbeitsrecht.

Die arbeitsrechtlichen Regelungen für Mitarbeiter der Kirchen und kirchennaher Organisationen unterscheiden sich in Deutschland erheblich von den für sonstige Arbeitnehmer anwendbaren Bestimmungen.
Die Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften, hierzu zählen insbesondere die großen Kirchen, regeln nämlich ihre Dienstverfassung selbst. Das hat seine Grundlage in Artikel 137 IIIder Weimarer Reichsverfassung, der nach Artikel 140 GG in das Grundgesetz inkorporiert ist und dadurch bis heute seine Gültigkeit behalten hat (sog. Kirchliches Selbstbestimmungsrecht).
Arbeitsrecht der Kirchen – Wikipedia

Meines Wissens nach gibt es in kirchlich betriebenen Einrichtungen auch kein Streikrecht.
In ostdeutschen Gegenden verhält es sich manchmal etwas anders, da es dort zum Teil eher wenig Menschen gibt, die einer Großkirche angehören.
Dafür sind dort die Freikirchen im Aufschwung, und deren Mitglieder werden oft mit offenen Armen von diakonischen Betrieben empfangen.
 

Arania

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Ist normal , nur 1-Euro-Jobber, die nehmen sie auch wenn sie nicht der Kirche angehören, seltsam nicht?
 

holla

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Ist normal , nur 1-Euro-Jobber, die nehmen sie auch wenn sie nicht der Kirche angehören, seltsam nicht?
Tja,das ist doch alles Zusätzlich!Da braucht es doch keine Zugehörigkeit zu diesen "Zwangsgruppierungen",Ich für meinen Teil bin nur Zwangsweise Mitglied weil der Austritt Geld kostet!
 

Emma13

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Habe bei der Jobbörse der Arbeitsagentur ein Stellenangebot gefunden, da wird eine Sekretär/in/Mitarbeiter/in im Büro des Superintendenten (ev.-luth. Kirche) der Stadt C. gesucht. (bin keine, habs mir nur mal so angeschaut)

Da steht weiter unten folgendes: Sie haben Interesse an kirchlichen Fragen und identifizieren sich mit den Zielen unserer Kirche. Die Mitgliedschaft in unserer Kirche ist für Sie selbstverständlich. :eek:

Ich dachte immer, das niemand auf Grund seiner Religion, politischen Weltanschauung etc. benachteiligt werden darf??
Du hast völlig recht Fienchen - habe ich auch gesehen und werde mich auch bewerben - gehöre zwar nicht der ev.luth. Kirche an - werde dies aber zur Sprache bringen und den guten Herrn Superintendenten mal so richtig ins Schwitzen bringen - habe ich schon des öfteren praktiziert - einmal wurde mir sogar vorgeschlagen, doch die Konfession zu wechseln, weil man sooooooo interessiert an meiner Mitarbeit gewesen wäre ......

Bringt zwar nix - denn die Kirchen stellen ohnehin nur ihre Mitglieder ein - aber gesagt werden muss dies immer wieder - wo bleibt denn hier die Ökumene, oder ??? :icon_party:

Grüße - Emma
 

Martin Behrsing

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Sie haben Interesse an kirchlichen Fragen und identifizieren sich mit den Zielen unserer Kirche
Ich stelle mir gerade vor, wenn wir (Das Erwerbslosen Forum Deutschland) in der Lage wären Mitarbeiter einzustellen?
Natürlich wäre für Bewerber ein absolutes Muss, dass man sich mit unseren Zielen identifierziert und engagiert dafür eintritt.

Aber leider sind wir weit davon entfernt, um überhaupt darn zu denken, dass man mit unserer Arbeit Geld verdienen kann.
 

Clint

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Also das mit der Gesinnung.....
Religionsgemeinschaften, Gewerkschaften und Parteien sind sg. Gesinnungsgemeinschaften. Und als Arbeitgeber können die von Dir verlangen, daß Du hinter deren Zielen stehst. Ansonsten Rausschmiß.
Siehe kath. Krankenschwester, die Geschiedenen kath. verheirateten ehelicht.
Und wenn Du bei der IG-Metall arbeitest und nebenbei eine Minnischlosserei mit einem Angestellten betreibst wars das mit Deinem Job.
Taxi mit Fahrer reicht aber auch. Halt eben Unternehmer sein.
Ebenso würds Dir ergehen wenn Du nach Feierabend das "braune Hemd"
anziehst.
Leider kann ich als gläubiger, missionarisch veranlagter Atheist meinen Mitarbeitern die Ausübung einer Religion nicht verbieten.
Manche Tiere sind halt eben gleicher als andere.

LG

Clint
 

Seehase

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Hallo hier im Forum,

aus eigener Erfahrung (hatte eine Bewerbung in einem Krankenhaus laufen welches einem katholischem Orden unterstellt war) kann ich sagen, es kommt hier auf den Job und auf die sich hierauf bewerbenden Kandidaten an.
Ich bin vor ca. 20 Jahren aus der kath. Kirche ausgetreten, wurde hierüber auch im Vorstellungsgespräch vom Gesprächsführer in der Vorstellungskommision angesprochen. Gleichzeitig wurde mir auch erklärt, das meine Konfessionslosigkeit kein Kriterium für eine Einstellung sei!

Ich habe meine Bewerbung nach diesem Vorstellungsgespräch zurückgezogen. Hatte aber auch absolut nichts mit der Kirche zu tun. Selbstverständlich für mich ist, wenn ich in einer kirchlichen Einrichtung tätig bin, ich die hier geltenden betrieblichen Gepflogenheiten auch wenn diese kirchlich geprägt sind, akzeptiere und nicht dagegen arbeite bzw. mein Verhalten konträr ausrichte.

Ich denke, auch religiöse Einrichtungen zeigen sich hier zunehmend weltoffener.
Denn wer hätte nicht mehr Verständnis für menschliche Schwächen, kleinen Sünden und deren Folgen, wie die Kirchen selbst.:icon_smile:

Also nur Mut und auf Stellenangebote der Kirchen bewerben, egal welcher Religion oder auch nicht man selber angehört. Lediglich gegen Ron Habert haben wohl alle Kirchen grundsätzlich was.

Gruß vom Seehasen
 

Clint

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@ Seehase
Mag ja sein, daß manche Kles sich mW. zu Menschen weiterentwickelt haben.
Aber der Verein darf per Gesetz trotzdem arschartig sein! Und darum gehts!

LG

Clint
 

Muzel

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Nur wegen der spezifischen Privilegien der Kirche, haben die noch so viel Macht und natürlich auch Mitglieder.
 

Seehase

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@ all,

bitte seht es einfach realistisch.
Wir werden dieses nicht ändern, :icon_evil: sondern jeder für sich sollte die Situation nach seinen Möglichkeiten nutzen.

Wenn nun einer garnicht persönlich damit leben kann in einer kirchlichen Intitution zu arbeiten, auch wenn er sich nicht dazu bekennen kann, kann er es doch einfach sein lassen und sich alternativ Arbeitsplätze auf dem Markt suchen.

Für mich kann ich sagen: Ich kann es mir vorstellen unter einer kirchlichen Regie zu arbeiten wenn man mich dann meinen Job machen läßt. Wenn dann irgendwann, irgendwelche Glocken läuten stört mich dieses persönlich wenig, da ich für meinen Job bezahlt werde und nicht für meine Gesinnung.

Gruß v. Seehasen
 

Fienchen

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@all: danke für eure zahlreichen Meinungen. Es ist ja nicht so, das ich keiner Religion zugehöre. Nur gerade nicht der ev.luth. ;-) Und ja, irgendwo leuchtet es natürlich ein, das man mit Kirche per se was anfangen können sollte, wenn man dort arbeitet.

Ich dachte nur, das es gegen das Gleichheitsgebot verstösst, wenn man explizit so seine zukünftigen Mitarbeiter aussucht, da eben niemand auf Grund seiner Religion etc. benachteiligt werden darf.
 

Clint

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@all: danke für eure zahlreichen Meinungen. Es ist ja nicht so, das ich keiner Religion zugehöre. Nur gerade nicht der ev.luth. ;-) Und ja, irgendwo leuchtet es natürlich ein, das man mit Kirche per se was anfangen können sollte, wenn man dort arbeitet.

Ich dachte nur, das es gegen das Gleichheitsgebot verstösst, wenn man explizit so seine zukünftigen Mitarbeiter aussucht, da eben niemand auf Grund seiner Religion etc. benachteiligt werden darf.
Hallo Fienchen,
den großen Kirchen is es scheißundeins zu welcher Du gehörst. Und es gibt Muslimas in kath. Kindergärten. Und der böse Wirt im Weinachtsmärchen war Türke und Maria ne Aische. Jedenfalls vor 8 Jahren bei meinem Sohn.
Probleme gibts nur bei Geschiedenenehen oder nicht hetero sein oder wie bei mir. Bekenntnis: Gott gibts nicht! Und wenns ihn gäbe, will ich für seine Verbrechen seinen Kopf haben! Es kann nur einen geben grins

LG

Clint
 

Muzel

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Die Kirchen sind ein elitärer Verein und wer von außen kommt stört.
 

FAR2009

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Ohne die höheren Weihen gibts da keinen Job! :icon_evil:

Und dann heissts Ora et labora - Bete und Arbeite! :icon_lol:
 

Rounddancer

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Kirchen, Parteien, Gewerkschaften sind Tendenzbetriebe,-

das ist vom Gesetzgeber so akzeptiert. "Wes Brot ich eß, des Lied ich sing!".

Bei Kirchen ist es so, daß es der kath. Kirche in der Regel reicht, wenn man entweder katholisch, oder evangelisch ist, oder einer der anerkanten christlichen Kirchen angehört. Will man nen Job bei der evangelischen Kirche, dann hat man nur dann eine Chance, wenn man evangelisch ist.

Bei Beteiligungsbetrieben der kath. Kirche, z.B. dem Siedlungswerk, das zur Hälfte der kath. Kirche gehört,- ist das m.W. nicht so.

Auch bei Parteien macht es Sinn, in der Partei zu sein, für die man arbeitet.
Selbiges gilt für die Arbeit in den Gewerkschaften.
Und zwar muß das in der Gewerkschaft sein, für die man arbeitet.
Denken wir daran: Früher hatte der DGB z.B. die Lebensmittel-Ladenkette Konsum, der später co op hieß. Wer da eingestellt werden wollte, mußte in einer Gewerkschaft sein. Wer aber die ersten vier Wochen im Job überleben wollte, der mußte nicht nur in einer, sondern in der HBV sein. Wer vier Wochen nach seiner Einstellung beim Konsum z.B. noch immer in der DAG war, der flog ...
 

oni71

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Es gibt aber auch andere Beispielte.

Das Katholische Krankenhaus in unserer Stadt hat sogar moslemische Mitarbeiter und toleriert hier sogar das Kopftuchtragen bei der Arbeit.

Es geht auch anders,moderner ......
 
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