Ist das möglich oder bekomme ich Sanktionen? (1 Betrachter)

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Bianca.Aachen

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Hallo

ich habe für mich ein großes Problem und hoffe dass ihr mir helfen könnt bzw einige Tipps/euro Meinung sagen könnt.

Ich bin seit dem 15.12.08 arbeitslos (Antrag gestellt noch kein Geld erhalten)
gestern bekam ich einen Vorschlag für einen Zeitarbeiter ging hin und die nahmen mich (unbefristeter Vertrag). So muß also nachher anfangen für ca 7,50. Habe dann eben mit meiner alten Firma gesprochen, die sind bereit mich ab 10 Kw wieder einzustellen aber befristet (verdiene dort 3 Euro mehr). So nun zu meiner Frage kann ich beim Zeitarbeiter während der Probezeit also zum 3 März (10 KW) kündigen und dann ab 3 März bei meiner alten Firma
wieder befristet anfangen?

Muß ich mit Sanktionen rechner oder wie funktioniert das?

Vielen dank für eure Hilfe
Bianca
 
E

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Gast
Wer von einem unbefristeten Vertrag in einen befristeten Vertrag wechselt, der bekommt bei nachfolgender, eintretender Arbeitslosigkeit in den meisten Fällen wegen Selbstverschulden eine Sperre von drei Monaten (höheres Gehalt ist uninteressant), beim ALG1. Bei ALG2 ist das sicher nicht viel anders.
 
E

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Gast
Nein, aber in meinem alten Betrieb war das so, obwohl ich den Leuten das damals gesagt hatte. Ich würde mal sagen, es kommt in den meisten Fällen zu einer Sperre, nicht in allen.
Ich werde aber nach einer Quelle suchen.
 
E

ExitUser

Gast
Hallo Bianca,
ich sehe da kein Problem/auch keine Sanktion
wenn es ein allgemeinüblicher Vertrag ist, dann kann während einer Probezeit das Arbeitsverhältnis mit einer Kündigungsfrist von 2Wochen gekündigt werden.
Und du wechselst dann ja in ein anderes für dich günstigeres Beschäftigungsverhältnis.
Und vor Ablauf dieses Beschäftigungsverhältnisses meldetst du wieder die drohende Arbeitslosigkeit an

(übrigens du bist zu Anfang deiner Arbeitslosigkeit nicht verpflichtet Arbeitsverhältnisse anzunehmen die ein gewissen Prozentsatz deines bisherigen Lohnes unterschreiten - vielleicht hat hier ja noch jemand einen genauen link dazu, das ist gestaffelt)
 
E

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Gast
Wenn natürlich nicht vorhersehbar ist, dass das neue Arbeitsverhältnis nicht doch verlängert wird, dann gibt es keine Sperre. Da muss man dann eben klagen, wie hier in dem Fall.

Keine Sperrfrist bei Wechsel des Arbeitsverhältnisses
Wechselt ein Arbeitnehmer freiwillig von einem unbefristeten in ein befristetes Arbeits-
verhältnis, führt dies in der Regel nicht zur Verhängung einer Sperrfrist beim
Arbeitslosengeld. Das hat das Landessozialgericht Frankfurt/Main im Fall einer
Montagehelferin entschieden, die ihr bei einer Zeitarbeitsfirma bestehendes
unbefristetes Arbeitsverhältnis zugunsten eines besser bezahlten aber befristeten
Arbeitsverhältnis bei einem anderen Arbeitgeber gekündigt hatte. Infolge ver-
schlechterter Auftragslage wurde das neue Arbeitsverhältnis nach Ablauf der Befristung
nicht verlängert, woraufhin die Arbeitagentur eine 12-wöchige Sperre des
Arbeitslosengeldes verhängte. In seiner Begründung verweist das Gericht darauf, dass
die Arbeitnehmerin ihre Arbeitslosigkeit nicht grob fahrlässig herbeigeführt habe. Sie
habe vielmehr einen wichtigen Grund für ihr Verhalten gehabt. Eine längerfristige
Beschäftigung bei dem neuen Arbeitgeber sei nicht von vorneherein ausgeschlossen
gewesen. Ohnehin sei in der Arbeitswelt bei der Vereinbarung eines neuen
Arbeitsverhältnisses zumindest eine Probezeit üblich und zunehmend würden nur
befristete Arbeitsverhältnisse angeboten. Dem Arbeitnehmer sei in der Regel nicht klar,
aus welchen Gründen eine Befristung erfolge und unter welchen Voraussetzungen eine
Verlängerung oder unbefristete Beschäftigung eingegangen werde. Dieses Risiko
müsse der Arbeitnehmer auf sich nehmen, um überhaupt in ein Arbeitsverhältnis zu
gelangen. Diese Flexibilität und Mobilität könne ihm daher nicht zum Vorwurf grober
(Urteil des Landessozialgerichts
Fahrlässigkeit gemacht werden. Frankfurt/Main vom 15. April 2005; Az.: L7/10 AL
119/04).
Man kann ja das Risiko eingehen, ist jedem selbst überlassen. Wenn es zu keiner Sperre kommt, um so besser. :wink:
 
E

ExitUser

Gast
Hallo

ich habe für mich ein großes Problem und hoffe dass ihr mir helfen könnt bzw einige Tipps/euro Meinung sagen könnt.

Ich bin seit dem 15.12.08 arbeitslos (Antrag gestellt noch kein Geld erhalten)
gestern bekam ich einen Vorschlag für einen Zeitarbeiter ging hin und die nahmen mich (unbefristeter Vertrag). So muß also nachher anfangen für ca 7,50. Habe dann eben mit meiner alten Firma gesprochen, die sind bereit mich ab 10 Kw wieder einzustellen aber befristet (verdiene dort 3 Euro mehr). So nun zu meiner Frage kann ich beim Zeitarbeiter während der Probezeit also zum 3 März (10 KW) kündigen und dann ab 3 März bei meiner alten Firma
wieder befristet anfangen?

Muß ich mit Sanktionen rechner oder wie funktioniert das?

Vielen dank für eure Hilfe
Bianca
ich denke, das ist kein Problem... solange du in der Probezeit bist, hast du ja das Recht jederzeit zu kündigen.

Macht dir das Amt Schwierigkeit dann kannst du immer argumentieren, daß du dich nicht wohl gefühlt hast und damit gerechnet hast, daß DIR in der Probezeit gekündig werden wüürde, du dem lieber zuvor gekommen bist und wieder auf deinem altem Arbeitsplatz weiter machen wolltest: da weißt du, was du hast und nach Ablauf des Vertrages, wie sich ja schon einmal gezeigt hast, wirst auch wieder eingestellt, wenn Bedarf besteht...

da hat man bei einer evtl. verhängten Sperrzeit durchaus ne gute Chance, die aus der Welt zu schaffen!
 

Bianca.Aachen

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Hallo Leute,

danke für eure Hilfe, die Sache hat sich eben zerschlagen,
heute morgen um 10 Uhr anruf von Aachen ja heute arbeiten eben um 13 Uhr anruf aus Alsdorf (Nebenstelle)
nicht arbeiten.

Dann habe ich auf der Hauptstelle in Aachen angerufen und gesagt:
Jetzt hü dnn hot sowas ist doch scheisse. jetzt möchte ich einen befristeten Vertrag bis ende Februar um zusehen wie der Hase läuft. Wollte Sie nicht habe ich gesagt schicksal dann lassen wir es.

Habe eben das Arbeitsamt angerufen, sie sind der Meinung
das ich eine Sperrzeit bekomme aufgrund § 144 SGB 3 da ich durch kündigung meines unbefristeten Vertrags in einen befristen Vertrag meine Arbeitslosigkeit selbst herbeiführe.

Bianca
 

Mario Nette

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Habe eben das Arbeitsamt angerufen, sie sind der Meinung
das ich eine Sperrzeit bekomme aufgrund § 144 SGB 3 da ich durch kündigung meines unbefristeten Vertrags in einen befristen Vertrag meine Arbeitslosigkeit selbst herbeiführe.
Haben die Kristallkugeln?

Mario Nette
 
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