Ist das Bewerbungstraining wirklich so schlimm?

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Pagode

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Hallo Forianer

eine Frage habe Ich aus ALG 1 heraus.
Ist es nicht sinnvoll sich ein Bewerbungstrainig über einige Wochen oder Monate zu gönnen?
Oder bringt das nichts?
Wenn Ich zb monatelang in Vollzeit so ein Training besuchen würde, wäre Ich doch erst einmal aus dem Bewerbungskarussel raus.
Oder sehe Ich das alles nicht richtig?
 

Terra09

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Naja, warum solltest du da raus sein?
Priorität 1 ist ja immer noch dich zu vermitteln, du wirst trotzdem VVs mit RFB bekommen und sollst Vorstellungsgespräche wahrnehmen.
 

Ruhrpottmensch

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Was willst Du jetzt genau hören?!
Das in solchen "Maßnahmen" alles "eitel Sonnenschein" ist?

Oder ob Du ein paar Wochen einen "faulen Lenz" machen kannst?!
Dann grüble vielleicht noch mal kurz über das Wort B.E.W.E.R.B.U.N.G.S.T.R.A.I.N.I.N.G. ;)

Was und mit welchem Ziel wird da wohl trainiert? ;)

Ich zitiere mal:
  • Die Inhalte der Maßnahme sind:​

    • Profiling und Erarbeitung eines Stärken- und Kompetenzprofils
    • Erarbeitung aussagekräftiger Bewerbungsunterlagen
    • Entwicklung einer individuellen Bewerbungsstrategie
    • Tipps und Tricks für den Bewerbungsprozess
    • Übung von Vorstellungsgesprächen und Interviewfragen
    • Selbstmarketing
    • Erstellung/Optimierung von Online-Profilen wie LinkedIn & Xing für die Selbstpräsentation im Web
    • Formulierung von Anschreiben
    • Nachsteuerung des Bewerbungsprozesses


Ein Bewerbungstraining, ein Coaching, eine berufliche Weiterbildung oder die Vermittlung in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis, das mit einem AVGS gefördert wird, heißt „Maßnahme zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung“. Zweck der jeweiligen Maßnahme ist die fachkundige Unterstützung der Aktivierung und Eingliederung des Anspruchsberechtigten in den Arbeitsmarkt.

 

Gollum1964

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nabend,

den einzigen Vorteil bei dir sehe ich darin, dass sich die Bezugsdauer an ALG1 um 50% der Maßnahmendauer verlängern würde. Aber im Gegenzug wird der Druck zum intensiven Bewerben stark zunehmen und durch den MT sicher auch penibel überwacht werden. Ich würde mir so eine mehrmonatige Maßnahme nicht antun wollen, wenn man weiß, wie eine Bewerbung auszusehen hat. Wenn überhaupt, maximal so 2 Wochen, sonst sitzt man irgendwann die Zeit nur noch ab.

Da die MT gegenüber den Arbeitsbehörden auch ihren Erfolg nachweisen müssen, um zukünftig weitere Maßnahmen zu erhalten, ist die Gefahr auch sehr groß, dass gerne in Callcenter oder Zeitarbeitsfirmen zu vermitteln versucht wird, wo wegen hoher Fluktuation immer Personalbedarf besteht.
 
Zuletzt bearbeitet:

Stauer

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Ist es nicht sinnvoll sich ein Bewerbungstrainig über einige Wochen oder Monate zu gönnen?
Oder bringt das nichts?
Das kann garnichts bringen, denn Bewerben muß man sich, so oder so. Nur das man das dort unter "Aufsicht" macht. 4x täglich Anwesenheitskontrolle ist etwas anderes, als sich etwas zu gönnen.
Dann beißt sich da noch etwas: Z.B. Ein Elo bekommt 21 VV's mit RfB, in 1,5 Wochen zugestellt. Da kann man doch davon ausgehen, daß der Elo weiß, wie man sich bewirbt und das dem Amt auch bekannt ist.
Gleichzeitig behauptet das Amt, der Elo muß das erstmal lernen. Also ab in die Maßnahme. Das ist reine Zeitverschwendung, Elo - Ausbeute und Steuergeldverschwendung.
 

Onkel Tom

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Für Leute, die ihren Bewerbungskram (Bewerbungsmappe) auffrischen will, wäre
so ein 14 tägiges "Bewerbungs-Aktuallisierungsding" ganz ok, solange nicht zu viel
in deiner persönlichen Ausdrucksweise im Anschreiben rumgefingert wird und das
ganze Geschehen, was daraus geworden ist, beim JC-SB in Form einer Beurteilung
auf dem Tisch landet..

Das "gelbe Telefonbuch" würde ich nie für initiative Bewerbungen nutzen !

Der Arbeitsmarkt ist Schwankungen ausgesetzt und da kann es auch mal passieren, das
eine Mindest-Bewerbungs-Anzahl pro Monat nicht erreicht werden kann.

Es ist also nicht schlimm, wenn es ein auf und ab um den Grenzbereich geht. Schließlich
soll mensch sich ja auch nicht sinnlos bewerben.

Wer sich mit der "..Stellensuche auch in den gelben Seiten.." in einer EGV "knebeln"
lässt, ist dann auch kaum mit dem Urteil mehr zu helfen, der eine Sanktion wegen
Grenzschwankungen seiner Bewerbungsbemühungen verhinderte.. (ca.2010 ?)

Das Sammeln von Bewerberdaten zwecks Vorratspeicherung in eigene Bewerberpools
ist für den Arbeitgeber laut der Nutzungsbedingungen der Mobbörse untersagt.

Deswegen kann Bewerber_in locker her gehen, sich auf die ausgeschriebene Stelle
zu bewerben, ohne sich auf ein "Hallo, wir haben aber stattdessen noch was anderes.."
einlassen zu müssen.. Die meisten Leihbuden, sind auf diese Weise unterwegst..
 

Terra09

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Z.B. Ein Elo bekommt 21 VV's mit RfB, in 1,5 Wochen zugestellt. Da kann man doch davon ausgehen, daß der Elo weiß, wie man sich bewirbt und das dem Amt auch bekannt ist.
Gleichzeitig behauptet das Amt, der Elo muß das erstmal lernen. Also ab in die Maßnahme.

Oh hey, that's me. :LOL:

Leute aus der Statistik zu kicken, bei denen die Zumutbarkeit das Vermittlungshemmnis darstellt, klappt damit halt super. Absolut wunderbar jedes Recht des Elos "umgangen" (oder zumindest abstrafend kompensiert) und eigene Instrumente gekonnt ausgespielt.
 

ZynHH

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Also jemand der 40 Jahre immer an ein und dem selben Arbeitsplatz war und gar nicht mehr weiß, wie man heute einen Lebenslauf gestaltet, einen Brief fehlerfrei zu Papier bringst, dem kann ein ein bis zwei wöchiges Bewerbungstraining bei einem professionellen Trainer sicherlich nicht schaden.
 

Terra09

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Selbst ich hätte nichts gegen 1-2 Wochen, vielleicht lernt man was. Reicht dann aber auch.

Leider sind die meisten Maßnahmen zu so was ja wesentlich länger. Bei mir 8 Wochen, wobei der MT sogar irgendwo zwischendrin stehen hat, dass es auch 12 Wochen sein können. Inkl einem digitalen Führerschein (jap, mit 28 und seit dem 12. Lebensjahr im Internet unterwegs, kann ichs kaum erwarten, endlich zu lernen wie man seinen PC vor Viren schützt und Social Media benutzt..).
 

Faldo311

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Wenn Ich zb monatelang in Vollzeit so ein Training besuchen würde, wäre Ich doch erst einmal aus dem Bewerbungskarussel raus.
Das Gegenteil kann da eher der Fall sein. Du wirst nicht nur ins Bewerbungskarussell gesteckt, sondern unter Bewachung und Kontrolle solange in diesem Karussell rumgeschleudert bis dir schlecht wird. Bei jedem sollten die Alarmglocken angehen, wenn da irgendwas über Monate gehen soll. Es kann dann gut sein, dass da nicht nur die Bewerbungsunterlagen, sondern auch der Arbeitslose selbst gründlich durchleuchtet werden soll.

Wenn etwas nur über zwei Wochen gehen soll oder es nur ein paar wenige Termine sein sollen, hätte ich zwar weniger Bedenken, aber man sollte trotzdem vorsichtig bleiben. Leider ist das alles in diesem System ausgeartet. Es muss natürlich am Ende jeder für sich entscheiden.
 

Zermürbt38

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Meiner Meinung kommt es darauf an, ob die Person wo das Bewerbungstraining abhält auch kompetent ist. Es bringt nichts, wenn im Nachhinein die Bewerbung in Anführungsstrichen ruiniert ist und man danach alles wieder ins richtige Licht rücken muss. Ich hatte leider schon solche und solche.
Vermittlungsvorschläge wirst du je nach Jobcenter trotzdem bekommen. Du wirst auch zum größten Teil dort am PC nach Stellen suchen und dich bewerben.
 

Kitty123

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@Pagode Es steht dir frei hinzugehen und nichts zu unterschreiben.
Du musst auch nicht begründen warum du nichts unterschreibst, da es keine gesetzliche Grundlage dafür gibt .
 

lino

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Ob ein Bewerbungstraining etwas nützt kommt darauf an, ob du "Marktkunde" bist oder nicht. Das sind die "Kunden" mit den besten Chancen auf dem Arbeitsmarkt und daher schnell vermittelbar sind. Alter zwischen Ende 20 und Mitte 30, gut ausgebildet mit Berufserfahrung. In dem Fall kann ein Bewerbungtraining etwas bringen, falls man sich in der Zwischenzeit nicht grossartig bewerben brauchte.
In allen anderen Fällen kommts kommts auf den Bewerber selbst an. Bei mir hats nix gebracht, aber das ist dem Arbeitsamt ja egal, Hauptsache, der Kurs ist voll belegt.
 

Pagode

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Hallo zusammen,
dann lasse Ich den Gedankengang mal ganz schnell fallen.
Wie Bewerbungen geschrieben werden, weis Ich denke Ich schon, mit 3 Kindern die wir in Arbeit gebracht haben.
Werde dieses Jahr 60, habe Anspruch auf 24 Monate ALG1, mir fehlen noch 17 Monate um 45 Jahre voll zu bekommen und werde eh früher in Rente gehen.
Danke an alle für eure Beiträge.
 
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