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Ist Bürgerarbeit freiwillig? Antwort des BMAS

Vader

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Hallo Forum,

"Ist Bürgerarbeit freiwillig?" Diese simple Frage habe ich dem BMAS gestellt. Für alle Interessierten gibt es jetzt die ausführliche Antwort im Anhang.
 

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elo237

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Schön soweit
aber für die 50+ gelten ja andere Regeln soweit ich das in Erinnerung habe
 

Martin Behrsing

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Also nicht freiwillig, da ja fördern und Fordern so betont wird. Aber war doch eigentlich klar, dass das gar nicht anders gehen kann, da man sonst das SGB II hätte ändern müssen.
 

götzb

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Kommt auch auf die Stadt bzw. Gemeinde an ob freiwillig oder nicht.
Aber diese Antwort des BMAS ist wieder mal so typisch.
Viel geschrieben-nichts gesagt.
 
E

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Stimmt, hier in HL ist es (noch) auf freiwilliger Basis.

Ich gehöre leider nicht zur Zielgruppe,hier darf man nicht älter als49 sein.

Bin 51,tja,so ein Mist aber auch.:icon_party:
 

arbeitslos in holland

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Also nicht freiwillig, da ja fördern und Fordern so betont wird. Aber war doch eigentlich klar, dass das gar nicht anders gehen kann, da man sonst das SGB II hätte ändern müssen.
interessant ist was ganz anders(imho)

1.) wie oft sich die behörde widerspricht !

2.) wie abenteuerlich "zusätzlich" definiert wird

zu 1.)

die behörde behauptet, dass die bürgerarbeit zur eingliederung in den 1. arbeitsmarkt nutzt. das würde aber nur dann stimmen, wenn man leute nicht in ihrem fachbereich als billigjobber einsetzt(was man ja bei @vader versucht hat)
statt @vader ganz normal und ordentlich nach öd zu bezahlen, soll er als billigjobber ausgenutzt werden.
sozusagen hat der träger das interesse, @vader für ein taschengeld zu beschäftigen und damit würde @vader im bezug bleiben, statt mit ordentlichem gehalt unabhängig vom jc zu sein !
weder jc noch träger können ein interesse daran haben, dass @vader ordentlich beschäftigt wird !

zu 2.)

nach dem schreiben, aber nicht nur danach, wird als zusätzlich definiert, jede arbeit die zitat

nicht, nicht in diesem umfang oder später
ausgeführt wird. dh. nicht mal dann, wenn nachweislich reguläre beschäftigung abgebaut, bzw. eine reguläre einstellung verhindert wird, soll die arbeit nicht-zusätzlich sein :icon_neutral:
die spinnen, die römer :biggrin:

die glauben doch wohl nicht im ernst, dass wenn die einräumen, dass man @vader ob seine qualifikationen nur dann einstellen wird, wenn er als bürgerarbeiter in seinem fachbereich arbeitet, dass das ein richter so hinnimmt !?
darum habe ich @vader empfohlen, sich als fachkraft zu bewerben, neben der bürgerarbeit. wird dann abgelehnt, weil er zwar qualifiziert ist, er aber zu teuer wäre, dann wäre schwarz auf weiss klar, dass es nur um das pure ausnutzen geht und nicht darum @vader in den 1. arbeitsmarkt zu fördern !
 
E

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Gast
solche massnahmen waren noch nieee freiwillig
damals hies es das 1euro jobs auch freiwwilig seien
was war ? VAs mit den teilen wurden versand

das selbe passiert mit der zwangsbürgerarbeit auch
wers glaub das es freiwillig sei
der lebt in einer traumwelt^^
 

gast_

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Also nicht freiwillig, da ja fördern und Fordern so betont wird. Aber war doch eigentlich klar, dass das gar nicht anders gehen kann, da man sonst das SGB II hätte ändern müssen.
Nicht freiwillig? Sehe ich anders: Denn da steht das Wort "gemeinsam" drin...heißt also, daß die Burgerarbeit nicht einseitig angeordnet sondern in einer EGV vereinbart werden soll - oder was sonst?

Und eine EGV muß man nicht unterschreiben, wennn man mit dem Inhalt nicht einverstanden ist...
 
E

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Gast
Nicht freiwillig? Sehe ich anders: Denn da steht das Wort "gemeinsam" drin...heißt also, daß die Burgerarbeit nicht einseitig angeordnet sondern in einer EGV vereinbart werden soll - oder was sonst?

Und eine EGV muß man nicht unterschreiben, wennn man mit dem Inhalt nicht einverstanden ist...

Ich musste die Antwort des BMAS auch doppelt lesen, um einen wirklichen "Wert" zu erkennen.

Mir kommt es so vor, als hätte das BMAS keine Lust auf ein eindeutiges JA oder NEIN.
Es kommt eher wie ein "Woher sollen wir das wissen?" herüber.

Ich bin allerdings erstaunt, das hier überhaupt geantwortet wurde :eek:
 

Vader

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Wollen wir gemeinsam eine Antwort verfassen? Vielleicht auch in Form eines öffentlichen Briefes?
 

Cally

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Habe mal zusätzlich allgemein bei der Bundesagentur für Arbeit nachgefragt. Die Antwort:

§ 2 SGB II regelt, dass Sie alle Möglichkeiten zur Beendigung oder Verringerung ausschöpfen müssen. Dazu gehört auch, dass Sie bereit sein müssen, Bürgerarbeit anzunehmen, soweit diese zumutbar ist. Das Jobcenter kann dies z.B. in einer Eingliederungsvereinbarung so festhalten. Grundsätzlich gilt dies bundesweit.
Insoweit kann man hier nicht von Freiwilligkeit sprechen.
 

Vader

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Das ist ja allgemein bekannt. Aber dennoch gibt es bei Bürgerarbeit z.T. gute Angriffsmöglichkeiten.
 
E

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Hallo Forum,

"Ist Bürgerarbeit freiwillig?" Diese simple Frage habe ich dem BMAS gestellt. Für alle Interessierten gibt es jetzt die ausführliche Antwort im Anhang.
Was mir jetzt erst auffällt (Guten Morgen!), dort (Anhang #1) heißt es nicht mehr, dass die Leute auf dem 1. AM "unterkommen" sollen, nein, es heißt nun "auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt".
Wie ist denn dann eigentlich der "allgemeine Arbeitsmarkt" definiert?
 

Vader

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Wie ist denn dann eigentlich der "allgemeine Arbeitsmarkt" definiert?
Ich nehme an, dass der "allgemeine Arbeitsmarkt" der ist, in dem du ohne Berufsabschluss unterkommst. Siehe Amazon Lagerarbeit.
 

Vader

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Den Tipp habe ich mal von @arbeitslosinholland bekommen. (Wenn ich mich recht erinnere)
Ich hatte einen VV Bürgerarbeit, welche augenscheinlich einen regulären Arbeitsplatz verdrängte. Also habe ich mich einmal auf den VV und einmal um den regulären Arbeitsplatz im selben Haus beworben.
Regulär hätten sie mir natürlich einen anständigen Lohn zahlen müssen. Mit Bürgerarbeit hätten sie mich mit 900 Euro abgespeist.
Logischerweise hätten sie mich aus kostengründen lieber als Bürgerarbeiter gehabt und der regulären Bewerbung eine Absage erteilt. Ergo hätte ich mich selbst vom Arbeitsmarkt verdrängt. Paradox :icon_eek: Und das geht nicht! Sie hätten mich - wenn sie mich genommen hätten - zwangsläufig regulär einstellen müssen. Sonst hätte ich geklagt.
Das Ende vom Lied war, dass meine Bewerbungen unbeantwortet blieben :icon_klatsch:
 

blinky

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Die Kommunen machen auch Rückzieher wenn Tariflohn verlangt wird.

Deswegen überlegte ja auch Das Arbeitsministerium ob in diesem Fall Arbeitnehmerüberlassung zuläsig wäre, damit keiner auf die Idee kommt Tariflohn für öffentlichen Dienst zu fordern.
 

teddybear

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Ich meine mich betrifft es ja nicht, weil ich es schriftl. von einer JC-Bereichsleiterin habe, dass die Bürgerarbeit freiwillig sei. :biggrin:

Meinst du Vader, dass die zweite Bewerbung dann in etwa so formuliert werden sollte?

In etwa, wenn man als Maler eine Bürgerarbeit übergeholfen bekommt!

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie mir durch mein zuständiges Jobcenter Bla bekannt, suchen Sie derzeit händeringend nach einen Maler für ihr Unternehmen.


Neben meiner Bewerbung zu diesem Arbeitsplatz in Form der Bürgerarbeit, möchte ich mich aber dennoch gern auf ganz normalem Wege bei Ihnen bewerben und hoffe zugleich, dass Sie mir den Arbeitsplatz auch in Form einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung anbieten werden, um somit auch letztlich meine Hilfebedürftigkeit beenden zu können. Dies wäre mir leider sonst in Form der Bürgerarbeit vergönnt.

Teamfähigkeit, Leistungsbereitschaft und weiterer Bewerberschmalz......
 

Vader

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@Teddy die Bewerbung zur Bürgerarbeit ist wie eine ZAF Bewerbung gewesen. Die zweite war eine ganz normale, anständige Bewerbung um die Berufsbezeichnung die im VV verlangt war, ohne den VV zu erwähnen. Beides hatte keinen Bezug zueinander.
 

Anna B.

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Hi,

und du hast gar keine Antwort erhalten?

Da hätte ich wohl noch einmal direkt nachgefragt....

"ist meine Bewerbung bei Ihnen eingegangen?..wenn nein, reiche ich sie gerne noch einmal nach.."

Den Spaß hätte ich mir gegönnt...

Gruß
Anna
 

Vader

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Ich habe beide persönlich eingeworfen. Die werden schon wissen, warum sie nicht geantwortet haben.
 

arbeitslos in holland

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jupps, das war mein geistesblitz

hintergrund war der, dass @vader genau den job machen sollte, für den er speziell qualifiziert war oder ist(it)
das argument hätte nicht funktioniert, wenn man @vader einen x-beliebigen helferjob abgeboten hätte. aber so war klar, dass man ihn deshalb wollte, weil er super qualifiziert ist. das einzige problem ist/war die bezahlung seiner tätigkeit. da stellt sich einfach die frage, wieso @vader nicht regulär bezahlt werden sollte.
wenn sich @vader jetzt regulär bewirbt und abgelehnt wird(obwohl man ihn als bürgerarbeiter sofort genommen hätte), hat sich @vader als bürgerarbeiter selbst verdrängt.

paradox?

klar, was will man denn von hirnlastigen beamtenärschen anderes erwarten ? :biggrin:
 

JesseJames49

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@Teddy die Bewerbung zur Bürgerarbeit ist wie eine ZAF Bewerbung gewesen. Die zweite war eine ganz normale, anständige Bewerbung um die Berufsbezeichnung die im VV verlangt war, ohne den VV zu erwähnen. Beides hatte keinen Bezug zueinander.
Stell dir vor dir müssten einen Stapel Bewerbungen sichten und die merken nicht, dass von dir zwei kommen. Da kann es passieren, dass doch eine reguläre Lohnarbeit rausspringt.Aber eigentlich auch nicht, denn die bekommen nur Einzelbewerbung, wo sofort ersichtlich ist.
Ähnliches ist mir mit einem EEJob passiert, wo ich machen sollte. Doof nur für die Einrichtung, dass die mich vorher selbst als 400€-Jobber abgelehnt haben. Bin noch zu dem "Vorstellungsgespräch" hin und konnte mal so richtig reden, wie ich wollte. Meiner SB habe ich nur die Ablehnung gezeigt und der Zahn war gezogen.

jupps, das war mein geistesblitz
Der einfach nur genial war.
 

Vader

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Ich möchte diesen meinen Thread nutzen, um euch den mir heute zugegangenen, neuen VV zu Bürgerarbeit vorzustellen.
Diesmal ist die Berufsbezeichnung nicht ganz eindeutig. Aber ich gehe davon aus, dass die Tätigkeit keinen regulären Job verdrängt. Oder etwa doch? :biggrin: Entscheidet selbst!
 

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warpcorebreach

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tätigkeitsbeschreibung sollte es doch auch bei bürgerarbeit geben, das ist das erste was man jetzt anfordern sollte. am besten beim jc und beim träger, nur um mal zu sehen ob die übereinstimmen.

und das mit der regulären bewerbung ist nicht schlecht. ich sehe auch keinen grund das bei jedem angebot zu machen.
 

Hartzeola

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Diesmal ist die Berufsbezeichnung nicht ganz eindeutig. Aber ich gehe davon aus, dass die Tätigkeit keinen regulären Job verdrängt. Oder etwa doch? :biggrin: Entscheidet selbst!
Eine Bekannte von mir macht so einen Job als Bürgerarbeit und ist sehr zufrieden.

Der Job ist zusätzlich, früher gab es nicht. Es gibt allerdings jetzt einen Bibliothekar weniger.
 

JesseJames49

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An welche denkst du da konkret?
Ausgabe und Rücknahme von Medien macht der Bibliothekar.
Der Aufbau des Fachbuchbestandes für die Schule sollte Aufgabe der Schule sein. Du als Laie kannst nicht so gut entscheiden, was in den Augen der Lehrer der Schule als Fachbuch gebraucht wird und ist. An der Schule meines Sohnes machen das die Eltern. Die leiten die Schulbücherei.
Unterstützung der Schüler bei der vor- und Nachbereitung von Unterrichtsprojekten... das sollte auch Lehreraufgabe sein. Das wird hier auch von den Eltern übernommen zum Teil. Bertelsmann war und ist ja für die Privatisierung der Schule. Da kommt dann sowas bei raus. Hast du pädagogische Erfahrungen? Wobei die Pädagogik heuzutage in die Tonne gehört, mMn.
Aktualisierung der Datenbanken gehört mMn in die Hände von IT- Fachkräften.
Gegenseitige Unterstützung in den geöffneten Schulen ist bitte genau was?

Da wird über Fachkräftemangel gejammert, welcher nicht eingestellt werden will von den Stellen, die den Bedarf haben. Wobei ich jetzt nicht in Abrede stellen will, dass du keine Fachkraft, in welcher Richtung auch immer, bist und für die Tätigkeit dort geeignet bist.
Der 1. Arbeitsmarkt wird immer mehr abgebaut zu Gunsten des 2., 3., ... Arbeitsmarktes, der so schleichend aufgebaut wird.
 

Vader

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Aktualisierung der Datenbanken gehört mMn in die Hände von IT- Fachkräften.
Ich bin Fachinformatiker FR Systemintegration. Also schicke ich wieder 2 Schreiben ab. Eine Bewerbung auf VV mit Hinweis auf meine reguläre Bewerbung, in dem ich mich konkret in der IT Bewerbe. Umgang mit Medien ist ja m.M.n. auch DVD etc. ... also könnte das passen.
 

dellir

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Es gibt allerdings jetzt einen Bibliothekar weniger.
Und das ist völliger Blödsinn. Zum einen stehen Bibliothekare nicht vorne an der Theke und teilen bücher aus und zum anderen sind Bibliothekare Beamte, die man nicht etwa wegen Bürgerarbeit kündigt.:cool:
 

warpcorebreach

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ich würde mich garnicht sosehr darauf versteifen das an stelle xy irgendwelche pseudoanforderungen gestellt werden. fakt ist wenn man im rahmen von bürgerarbeit geeignet ist dann ist man es auch bei normaler bezahlung.
 

dellir

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Ausgabe und Rücknahme von Medien macht der Bibliothekar.
Das stimmt so nicht. In der Regel sitzt der Bibliothekar in seinem Arbeitszimmer, verwaltet den Bestand, leitet die Bibliothek, Personal usw. Natürlich kann er mal auch Medien ausgeben (wenn alle anderen Mitarbeiter krank sind), aber das ist NICHT seine Aufgabe. :cool:
 

Hartzeola

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Und das ist völliger Blödsinn. Zum einen stehen Bibliothekare nicht vorne an der Theke und teilen bücher aus und zum anderen sind Bibliothekare Beamte, die man nicht etwa wegen Bürgerarbeit kündigt.:cool:
Sollte ich darauf antworten?
Bist du sicher, dass du Beamten richtig aufgestellt hast? Und wie wäre es mit Angestelltelten im öffentlichen Dienst?
 

dellir

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Und wie wäre es mit Angestelltelten im öffentlichen Dienst?
So, und diese kündigt man dann ähnlich wie 1€-Jobber oder wie? Bibliothekar (an öfftl. Bibliotheken) ist eine Beamtenstelle, daran hat auch die Bürgerarbeit nichts geändert.
 

Anna B.

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Hallo,

@vader..ich würd mich regulär bewerben, ohne Hinweis auf den VV....und 1 Tag später eine Bewerbung aufgrund des VV versenden....auch ohne Hinweis auf deine 1. Bewerbung...

wenn diesbezüglich Fragen kommen sollten, hast du die "normal" Bewerbung bereits auf den Postweg gebracht, als der VV kam...

und dann mal schauen, wie reagiert wird...

bin wirklich gespannt..

viel Erfolg

Gruß
Anna
 
E

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Ausgabe und Rücknahme von Medien macht der Bibliothekar.
Hier in der Hauptstelle der Stadtbücherei machen das mehr u. mehr Maschinen.

Leihe ich mir ein Buch aus, ziehe ich erst meinen Ausweis, dann das Buch über den Scanner, fertig. Braucht man sich nicht am Schalter anstellen.

Zur Rückgabe eines Buches muß man nicht mal mehr ins Gebäude. Da gibt es einen Schacht in der Außenwand des Gebäudes...
Wieder Ausweis hinhalten, dann Buch reinlegen. (Zurückräumen wird es dann noch jemand müssen.)
 

Vader

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Hallo,

@vader..ich würd mich regulär bewerben, ohne Hinweis auf den VV....und 1 Tag später eine Bewerbung aufgrund des VV versenden....auch ohne Hinweis auf deine 1. Bewerbung...

wenn diesbezüglich Fragen kommen sollten, hast du die "normal" Bewerbung bereits auf den Postweg gebracht, als der VV kam...

und dann mal schauen, wie reagiert wird...

bin wirklich gespannt..

viel Erfolg

Gruß
Anna
Hallo Anna, das klingt aber recht weit hergeholt. Selbst wenn ich im VV auf reguläres Schreiben verweisen, können sie dies nicht ignorieren. Wenn sie mich regulär ablehnen aber für BA haben wollen, müssen sie sich erklären.
 

Hartzeola

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So, und diese kündigt man dann ähnlich wie 1€-Jobber oder wie? Bibliothekar (an öfftl. Bibliotheken) ist eine Beamtenstelle, daran hat auch die Bürgerarbeit nichts geändert.
Erstens eine Auskunft: 1 €-Jobber kündigt man nicht. Diese haben keinen Arbeitsvertrag.

Zweitens: Ich habe nicht behauptet, dass jemand gekündigt wurde.

Drittens: hast du Stellenbeschreibung gelesen? Als erste kommt "Ausgabe und Rücknahme von Medien". Das ist sicherlich zusätzlich, weil das keiner sonst in einer Bibliothek macht. Zusatzlich wäre zu prüfen, ob das Buch immer noch alle Seiten drin hat oder eine fehlt.

Du kannst auch Stellenbeschreibung weiter lesen.
 

Vader

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@Hartzeola aber da ist auch einiges eben dabei, dessen "Zusätzlichkeit" diskutabel wäre.
 

dellir

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Erstens eine Auskunft: 1 €-Jobber kündigt man nicht. Diese haben keinen Arbeitsvertrag.
Willst du jetzt Erbsen zählen? Nenn eine Kündigung wie du willst, aber die betroffenen 1€-Jobber dürfen am nächsten Tag nicht wiederkommen.


Als erste kommt "Ausgabe und Rücknahme von Medien". Das ist sicherlich zusätzlich, weil das keiner sonst in einer Bibliothek macht.
Wars du schon mal in einer Bibliothek? Denn dann dürfte dir aufgefallen sein, daß jede Bibliothek diese Stelle hat -mit Festangestellten versteht sich.
 

Hartzeola

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@Hartzeola aber da ist auch einiges eben dabei, dessen "Zusätzlichkeit" diskutabel wäre.
Da bin ich auch deiner Meinung. Leider kenne ich die Abläufe in der Bibliothek nicht besonders, vermute aber, dass es nicht viel Zusätzliches und Überflüssiges gibt.
 

JesseJames49

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Das stimmt so nicht. In der Regel sitzt der Bibliothekar in seinem Arbeitszimmer, verwaltet den Bestand, leitet die Bibliothek, Personal usw. Natürlich kann er mal auch Medien ausgeben (wenn alle anderen Mitarbeiter krank sind), aber das ist NICHT seine Aufgabe. :cool:

Was, zum Henker, sind dann die, die die Bücher ausgeben? Büchereitanten und -onkels?
Dieses umbenenne der Berufsbezeichnungen finde ich genauso zum k..., wie das Heranzüchten eines sonstwievielten Arbeitsmarktes, um das Ausnutzen von Elos zu fördern. Ihre sch... Bürgerarbeit sollen doch die machen, die das ausgesonnen haben und so supertollblablabla finden.
Über die Ideen dieses sch... Staates darfst keinem was erzählen. Das ist nur noch peinlich. Es ärgert mich maßlos, wie die Menschen als doof hinstellen wollen.

Hier in der Hauptstelle der Stadtbücherei machen das mehr u. mehr Maschinen.
Na toll.
Biete Marktlücke: Wie wird Mensch zur Maschine. Wer es schafft da was zu erfinden teilt seinen Gewinn mit mir brüderlich halbehalbe dafür, dass ich ihn auf die Idee gebracht habe. Aber vielleicht gibts dafür demnächst ne Fortbildung vom JC.

Als erste kommt "Ausgabe und Rücknahme von Medien". Das ist sicherlich zusätzlich, weil das keiner sonst in einer Bibliothek macht.
In meiner Stadtbücherei gibt es dafür nette Frauen. Die sind auch fest angestellt.
Hier gehts um eine Schulbibliothek, glaube ich.

Zusatzlich wäre zu prüfen, ob das Buch immer noch alle Seiten drin hat oder eine fehlt.
Das machen in meiner Bücherei auch die netten Frauen.
Für die Schulbücherei reichen ja billige Arbeitskräfte. Kinder sind uns nichts mehr wert. Reicht doch, wenn sie von einer mürrisch dreinguckenden, weil zu dieser Arbeit gezwungenen, Person bedient werden.
____________________________-
Die MM an der Schule hier macht noch freudig. Klar, für die Kinder tut man gerne... auch irgendwann Schulgeld bezahlen. Bertelösmann wird das Ziel schon erreichen. Ich weigere mich und habe mit einer Lehrerin da auch schon eine Diskussion gehabt. Der Staat fordert Schul(haus)pflicht, dann soll er auch dafür die notwendigen Mittel locker machen und nicht Menschen zwingen, die er für Abschaum und Schmarotzer hält.
 

Hartzeola

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Wars du schon mal in einer Bibliothek? Denn dann dürfte dir aufgefallen sein, daß jede Bibliothek diese Stelle hat -mit Festangestellten versteht sich.
Sorry, ich habe vergessen"Ironie on" zu schreiben, du bist darauf reingefallen.
 

Vader

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Leute, bitte nicht streiten. Lasst uns lieber an einem Strang ziehen. Es reicht, wenn das H4-System uns zermürbt. Das müssen wir nicht noch untereinander im Forum machen.
 

kelebek

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O. K. - Vader mit #50 folgend - ist dies ein im Folgenden hier zu ignorierendes, anderes Quasi-OT:

Erstens eine Auskunft: 1 €-Jobber kündigt man nicht. Diese haben keinen Arbeitsvertrag.
Meiner Erfahrung nach ist bei 1-€-Jobs - wir sprechen hier von AGH-MAEs? -, wie bei allen AGH-Formen, ein Arbeitsvertrag notwendiger Bestandteil für das Zustandekommen der Maßnahme für den LE.
 
E

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Dann ist der "allgemeine" Arbeitsmarkt das Argument, um gewisse Förderungen ablehnen zu können. Zu irgendwas musste die Einführung dieser neuen Bezeichnung ja gut sein ...

Ich nehme an, dass der "allgemeine Arbeitsmarkt" der ist, in dem du ohne Berufsabschluss unterkommst. Siehe Amazon Lagerarbeit.
Was mir jetzt erst auffällt (Guten Morgen!), dort (Anhang #1) heißt es nicht mehr, dass die Leute auf dem 1. AM "unterkommen" sollen, nein, es heißt nun "auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt".
Wie ist denn dann eigentlich der "allgemeine Arbeitsmarkt" definiert?
 

Hartzeola

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Meiner Erfahrung nach ist bei 1-€-Jobs - wir sprechen hier von AGH-MAEs? -, wie bei allen AGH-Formen, ein Arbeitsvertrag notwendiger Bestandteil für das Zustandekommen der Maßnahme für den LE.
Ich habe nie gesehen, dass dieser ein Arbeitsvertrag heisst.

Aber lieber wieder zum Thema.
 

Vader

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Dann ist der "allgemeine" Arbeitsmarkt das Argument, um gewisse Förderungen ablehnen zu können. Zu irgendwas musste die Einführung dieser neuen Bezeichnung ja gut sein ...
Ablehnen wäre ja eine Pflichtverletzung und würde sicher im Hinblick auf Sanktionen Probleme bereiten.
Wenn ersichtlich ist, dass ein regulärer Arbeitsplatz verdrängt wird, würde ich eher darauf bestehen, regulär eingestellt zu werden als das Ganze abzulehnen.
 

haef

Neu hier...
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Ich bin Fachinformatiker FR Systemintegration. Also schicke ich wieder 2 Schreiben ab. Eine Bewerbung auf VV mit Hinweis auf meine reguläre Bewerbung, in dem ich mich konkret in der IT Bewerbe. Umgang mit Medien ist ja m.M.n. auch DVD etc. ... also könnte das passen.
die Tätigkeitsbeschreibung dürfte den niederen bis mittleren Aufgaben eines Bibliothekars entsprechen.
Das Zauberwort lautet hier aber, wie in vielen anderen Fällen, "Assistenz", heißt also ergänzende, zuarbeitende Tätigkeiten und auf die kann man auch verzichten oder, mit anderen Worten, sie sind zusätzlich. Das tatsächlich häufig damit, wie in diesem Fall vermutlich auch, eine reguläre Tätigkeit verbunden ist bzw. ersetzt wird, ist bestenfalls erst nach Absolvierung beweisbar.

Bzgl. Bürgerarbeit ist/war, von Schönfärberei mal abgesehen, doch ohnehin alles klar und das bestätigt diese Antwort "...unterliegt den Bedingungen des SGB II."

fG
Horst
 

Vader

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die Tätigkeitsbeschreibung dürfte den niederen bis mittleren Aufgaben eines Bibliothekars entsprechen.
Das Zauberwort lautet hier aber, wie in vielen anderen Fällen, "Assistenz", heißt also ergänzende, zuarbeitende Tätigkeiten und auf die kann man auch verzichten oder, mit anderen Worten, sie sind zusätzlich. Das tatsächlich häufig damit, wie in diesem Fall vermutlich auch, eine reguläre Tätigkeit verbunden ist bzw. ersetzt wird, ist bestenfalls erst nach Absolvierung beweisbar.

Bzgl. Bürgerarbeit ist/war, von Schönfärberei mal abgesehen, doch ohnehin alles klar und das bestätigt diese Antwort "...unterliegt den Bedingungen des SGB II."

fG
Horst
Dem kann ich nur zum Teil zustimmen. Das Bearbeiten und Warten der hausinternen Datenbanksysteme klingt zumindest im ersten Ansatz nicht nach einer zusätzlichen Tätigkeit.

Wie dem auch sei. Beide Anschreiben gehen morgen mit der Post raus. In diesem Punkt bin ich meiner Pflicht dann nachgekommen und habe mich auf den VV beworben.
Wie der AG jetzt beide Anschreiben bewertet, bleibt ihm überlassen. Mit meinen eher ihm unangenehmen Fragen wird er sich ohnehin erst bei einem Vorstellungsgespräch auseinander setzen müssen.

Und schlussendlich bleibt mir ja die Möglichkeit, durch einen RA die im Arbeitsvertrag betitelten Tätigkeiten (sowie den kompletten Vertrag an sich) auf Zusätzlichkeit prüfen zu lassen.
 
E

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Und das ist völliger Blödsinn. Zum einen stehen Bibliothekare nicht vorne an der Theke und teilen bücher aus und zum anderen sind Bibliothekare Beamte, die man nicht etwa wegen Bürgerarbeit kündigt.:cool:
Das lass eine Freundin von mir nicht hören. Denn das ist totaler Quatsch und ja, ihr Job steht auch auf dem Spiel, weil hier wohl auch bald Bürgerarbeit eingeführt wird, womit dann kostengünstig sozialversicherungspflichtige Jobs abgebaut werden können. Mal schauen, ob sie dann als billige Bürgerarbeiterin wiederkommen darf.
 

dellir

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Was, zum Henker, sind dann die, die die Bücher ausgeben? Büchereitanten und -onkels?
Das sind wie schon gesagt Fachangestellte/r für Medien- u. Info.Dienste bzw. Bibliotheksassistenten. Das sind auch keine soo neue Berufsbilder, zumal man sich schon ewig analoge Datenträger in einer Bibliothek ausleihen konnte. Ein Bibliothekar dagegen war nie und nimmer für die Ausleihe vorgesehen.


Wie auch immer, ich finde die Stelle ist völlig o.k. -nur der Lohn ist lächerlich. Man bedenke nur, für das Geld muß einer draußen Schnee schippen oder als "Pfleger" arbeiten...:icon_kinn:
 

Vader

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Wie auch immer, ich finde die Stelle ist völlig o.k. -nur der Lohn ist lächerlich. Man bedenke nur, für das Geld muß einer draußen Schnee schippen oder als "Pfleger" arbeiten...
Also in Ordnung finde ich die Stelle und die Tätigkeiten auch. Und ich hätte auch gar kein Problem damit, dort zu arbeiten.
Womit ich ein Problem habe, ist der Sklavenlohn. Denn würde ich aufgrund meiner Berufsausbildung dort eingestellt werden, wäre der weitaus Höher. Abzuklären wäre ja auch, inwiefern die 900 Euro Brutto dem TVöD entsprichen oder nicht.
 

dellir

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ihr Job steht auch auf dem Spiel, weil hier wohl auch bald Bürgerarbeit eingeführt wird, womit dann kostengünstig sozialversicherungspflichtige Jobs abgebaut werden können.
Und deine Freundin ist eine Dipl. Bibliothekarin? Das glaube ich einfach nicht, denn die Rede war ja davon daß ein Bibliothekar bald arbeitslos wird. Was das Personal (wie immer die auch heißen mögen) an der Theke angeht, so werden diese Stellen schon seit Jahren von Teilzeitfirmen für 1100 bzw.1200€ Brutto angeboten. Also die Bürgerarbeit an sich verdrängt mit Sicherheit nicht den Job deiner Freundin.
 

dellir

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Womit ich ein Problem habe, ist der Sklavenlohn.
Tja, man muß abwägen. Diesen Sklavenlohn wirst du fast überall bei Bürgerarbeit finden -die Frage ist aber welche Arbeit dir für die nächsten 2 Jahre angenehmer wäre. :wink:
 
E

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Da hammer uns aber gründlich missverstanden.
Ich bezog mich mit meiner Feststellung ganz allgemein auf Förderungen aus dem VB. Vieles könnte dann einfach abgelehnt werden mit dem Argument, für den "allgemeinen" Arbeitsmarkt ist diese oder jene Weiterbildung überflüssig. Es wurde ja lange schon angekündigt, dass die Mittel für Weiterbildungen zusammengestrichen wurden/werden.

Hat eigentlich nur am Rande etwas mit der Ausgangsfrage zu tun, weil sie halt im Antwortschreiben des BMAS so auftaucht, die Bezeichnung "allgemeiner Arbeitsmarkt".

O.k., ich zieh mich hier raus jetzt. Nix für ungut.

Ablehnen wäre ja eine Pflichtverletzung und würde sicher im Hinblick auf Sanktionen Probleme bereiten.
Wenn ersichtlich ist, dass ein regulärer Arbeitsplatz verdrängt wird, würde ich eher darauf bestehen, regulär eingestellt zu werden als das Ganze abzulehnen.
Dann ist der "allgemeine" Arbeitsmarkt das Argument, um gewisse Förderungen ablehnen zu können. Zu irgendwas musste die Einführung dieser neuen Bezeichnung ja gut sein ...
 

götzb

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Die Knödel vom Zwangsarbeitszuführungs und Sanktionierungscenter scheinen der Logik versessen,die jenigen die sich wehren und müssen wir es so richtig zeigen.

ABM Maßnahme Jagd 2011 für Jokecenter MA

Anstatt die innere Logik denen sagt,es ist vielleicht sinnvoller nur Leute da herein zu stecken die das wollen,hier und auch woanderes wären viele froh in Bürgerarbeit zu kommen,warum gibt es dann nicht das Angebot für diese Zeitgenossen ?

Bibliothekare sind reguläre städtische Angestellte ohne das Potential besteht für echte Zusatzjobs a la Bürgerzwangsarbeit.
 
E

ExitUser

Gast
Und deine Freundin ist eine Dipl. Bibliothekarin? Das glaube ich einfach nicht, denn die Rede war ja davon daß ein Bibliothekar bald arbeitslos wird. Was das Personal (wie immer die auch heißen mögen) an der Theke angeht, so werden diese Stellen schon seit Jahren von Teilzeitfirmen für 1100 bzw.1200€ Brutto angeboten. Also die Bürgerarbeit an sich verdrängt mit Sicherheit nicht den Job deiner Freundin.
Sie ist Bibliothekarin, ja. Zuständig für alles, auch dass alte Bücher restauriert werden müssen etc. Wenn das mit der Bürgerarbeit hier kommt und sie ihren Job verliert, kann ich mich ja nochmal melden.

Habs aber schon in anderen Bereichen gesehen, dass sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze in 1 Euro Jobs oder ABM oder ÖBs umgewandelt wurden.
 

dellir

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Wenn das mit der Bürgerarbeit hier kommt und sie ihren Job verliert, kann ich mich ja nochmal melden.
Das kannst du gerne machen, wird aber nicht passieren.


Und wer sollte überhaupt einen langjährigen Bibliothekar ersetzen? Ein Langzeitarbeitsloser, der im besten Fall in irgendeiner Maßnahme Aktenordner sortiert hat und daher qualifiziert genug ist? Nein, das würde sich keine -und noch so kleine- Bibliothek antun.
 

[HartzFear]

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Also in Ordnung finde ich die Stelle und die Tätigkeiten auch. Und ich hätte auch gar kein Problem damit, dort zu arbeiten.
Womit ich ein Problem habe, ist der Sklavenlohn. Denn würde ich aufgrund meiner Berufsausbildung dort eingestellt werden, wäre der weitaus Höher. Abzuklären wäre ja auch, inwiefern die 900 Euro Brutto dem TVöD entsprichen oder nicht.
Wahrscheinlich überhaupt nicht! Deshalb laufen die Gewerkschaften auch Sturm gegen dieses Modell und raten jedem Betroffenen mit einem RA für Arbeitsrecht die ordentliche Vergütung nach TVöD einzuklagen. Bis auf die Einspar- und Mitnahmeeffekte für die Begünstigten gibt es keine plausiblen Gründe, warum ein Mitarbeiter aus dem ALG II-Bezug weniger verdienen sollte, als ein Mitarbeiter der sich regulär auf die Stelle beworben hat. Davor scheinen die Träger wohl auch Angst zu haben. Vielleicht ist das der Grund, weshalb von diesem Instrument nicht so rege Gebrauch gemacht wird, wie zu Zeiten als es Ein-Euro-Jobs geregnet hat. Die Vergütung von 900 Euro brutto ist daher auch höchstwahrscheinlich sittenwidrig.

Leitfaden Bürgerarbeit, zur Sittenwidrigkeit der Vergütung sollte ein Blick in das Urteil des BSG vom 16.12.2008-AZ B 4 AS 60/07 R und dem Beschluß der 55. Kammer des SG Berlin vom 19.9.2011 AZ S 55 AS 24521/11 ER ausreichen, um die Frage zu klären.

Außerdem
Mindestlohn

Das Bruttoarbeitsentgelt muss bei einer Beschäftigung von 30 Wochenstunden mindestens 900,- € und bei 20 Wochenstunden mindestens 600,- € monatlich betragen. Sofern Tarifverträge bzw. Branchenmindestlöhne gelten und diese über 900,- € bzw. 600,- € monatlich liegen, so ist das höhere Bruttoarbeitsentgelt zu zahlen.
BVA Internet: Stichwortverzeichnis A-Z
 

Vader

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Danke dir für die Tipps und Links :icon_daumen:
Wie gesagt, ein Vorstellungsgespräch wäre hier dann toll. Ich bin gespannt. :cool:
 

arbeitslos in holland

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Das kannst du gerne machen, wird aber nicht passieren.
wieso ? weil DU dich als bürger/in beschweren würdest? und wen interessiert schon DEINE meinung? was zählt ist, was der kämmerer spart.......

Nein, das würde sich keine -und noch so kleine- Bibliothek antun.
das interessiert den kämmerer aber nicht. polizisten hat man doch auch(in teilbereichen)durch "schwarze sherrifs" ersetzt. proteste dagegen sehe ich keine........
 

Vader

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raten jedem Betroffenen mit einem RA für Arbeitsrecht die ordentliche Vergütung nach TVöD einzuklagen
Nachdem der Arbeitsvertrag unterschrieben wurde? Was glaubst du, wie dann die Chancen stehen?
 

Vader

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Voraussetzungen: Anspruch auf Nachzahlung haben Sie nur, wenn Ihr Jobcenter oder Ihre Arbeitsagentur Sie zu einem rechtswidrigen Ein-Euro-Job herangezogen hat und Sie gegen den Zuweisungsbescheid Widerspruch eingelegt und gegebenenfalls auch geklagt haben, so dass der Bescheid nicht rechtsbeständig geworden ist.
Das fällt schonmal aus, da es ja ein VV war. Ich glaube, das Risiko ist mir dann doch zu groß, damit auf die Nase zu fallen.
 

[HartzFear]

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Das fällt schonmal aus, da es ja ein VV war. Ich glaube, das Risiko ist mir dann doch zu groß, damit auf die Nase zu fallen.
Ob Vermittlungsvorschlag oder Heranziehungsbescheid. Ausschlaggebend sind die Kriterien der (Un)Zumutbarkeit einer Arbeit. Dazu zählt auch ihre Bezahlung. Ein Arbeitsrechtler wird dir dazu sicherlich mehr Informationen liefern können. Willst du wirklich freiwillig auf eine angemessene Bezahlung verzichten, wenn sie dir zustehen würde?
 

Cally

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noch was anderes zwischendurch: Auf der BVA Seite steht:

Bewilligungszeitraum (Änderung/Verschiebung)

1. Der Antrag auf Änderung des Bewilligungszeitraums muss bis zum 31.12.2011 (Posteingang) beim Bundesverwaltungsamt vorliegen. (An diesem Tag ist auch der Antragsschluss für die reguläre Bewilligung.)
das Datum hab ich jetzt schon paar mal gelesen, ist das der Stichtag für die ganze Bürgerarbeit? Danach sind wir wieder "frei"? :)

edit: ja ok, scheint wirklich so zu sein, also müssen wir jetzt einfach noch knapp 1 Monat überbrücken. Machbar.

edit2: hm, Nachbesetzung ist möglich...
 

gpm777

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Ich möchte diesen meinen Thread nutzen, um euch den mir heute zugegangenen, neuen VV zu Bürgerarbeit vorzustellen.
Diesmal ist die Berufsbezeichnung nicht ganz eindeutig. Aber ich gehe davon aus, dass die Tätigkeit keinen regulären Job verdrängt. Oder etwa doch? :biggrin: Entscheidet selbst!
Fakt ist, dass Engelsdorf bis 2005 eine Bibliothek hatte:
bibliocity: Leipziger Stdtische Bibliotheken, Stadtteilbibliothek Engelsdorf
Leipziger Stadtbibliothek Leipzig / Engelsdorf
Schließung wegen Personalabbau; Auslagerung in größere Teilbibliothek


Leipzig / Engelsdorf, den 29.12.2005


Bibliothekssterben.de - Traueranzeigen

Seitdem wird dieser Ort von der Fahrbibliothek betreut, die auch für Schulen mitverantwortlich ist. Ob das alles 'zusätzlich' ist, kann ich nicht einschätzen, aber die Leipziger Stadtbibliotek ist auch für die Bereitstellung von Klassensätzen für Deutsch-Unterricht und Zusammenarbeit mit Leipziger Schulen zuständig.



In Leipzig-Holzhausen könnte demnächst vllt. ähnliches ('Bürgerarbeit') anstehen, falls es zur Schließung von deren Zweigstelle kommen sollte.
Leipziger Linkspartei will Personalkürzung bei Bibliotheken begrenzen - Citynews - Leipzig - LVZ-Online


Gruß
 
E

ExitUser

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Das kannst du gerne machen, wird aber nicht passieren.


Und wer sollte überhaupt einen langjährigen Bibliothekar ersetzen? Ein Langzeitarbeitsloser, der im besten Fall in irgendeiner Maßnahme Aktenordner sortiert hat und daher qualifiziert genug ist? Nein, das würde sich keine -und noch so kleine- Bibliothek antun.
Sie hat ihren eigenen Job schon zwischendurch als ABM Stelle gehabt. Also nichts ist unmöglich...
 

Vader

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Sooo :biggrin:
Ich habe eine Einladung erhalten: Bürgerarbeit - Vorstellungsgespräch
Ich bin mal gespannt, ob die Damen und Herren meine reguläre Bewerbung überhaupt wahrgenommen haben oder ob sie gar "verloren gegangen" ist.
 

warpcorebreach

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Sooo :biggrin:
Ich habe eine Einladung erhalten: Bürgerarbeit - Vorstellungsgespräch
Ich bin mal gespannt, ob die Damen und Herren meine reguläre Bewerbung überhaupt wahrgenommen haben oder ob sie gar "verloren gegangen" ist.
du kannst ja sicherheitshalber noch eine kopie mitnehmen und direkt überreichen :biggrin:
 

hartaber4

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„Der Reichsarbeitsdienst ist Ehrendienst am deutschen Volke. Alle jungen Deutschen beiderlei Geschlechts sind verpflichtet, ihrem Volke im Reichsarbeitsdienst zu dienen. Der Reichsarbeitsdienst soll die deutsche Jugend im Geiste des Nationalsozialismus zur Volksgemeinschaft und zur wahren Arbeitsauffassung, vor allem zur gebührenden Achtung der Handarbeit erziehen. Der Reichsarbeitsdienst ist zur Durchführung gemeinnütziger Arbeiten bestimmt.“
– Reichsarbeitsdienstgesetz vom 26. Juni 1935

LINK:

Reichsarbeitsdienst
 

götzb

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Wer einen BüAr oder RAD Platz nicht vemeiden kann,soll eben sich so richtig strohdoof anstellen,hier und da kann auch was herunterfallen so oder so.

Das Nest ist in das man hineingezwungen wurde,soll man richtig schmutzig machen. :icon_twisted:
 

haef

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„Der Reichsarbeitsdienst ist Ehrendienst am deutschen Volke. Alle jungen Deutschen beiderlei Geschlechts sind verpflichtet, ihrem Volke im Reichsarbeitsdienst zu dienen. Der Reichsarbeitsdienst soll die deutsche Jugend im Geiste des Nationalsozialismus zur Volksgemeinschaft und zur wahren Arbeitsauffassung, vor allem zur gebührenden Achtung der Handarbeit erziehen. Der Reichsarbeitsdienst ist zur Durchführung gemeinnütziger Arbeiten bestimmt.“
– Reichsarbeitsdienstgesetz vom 26. Juni 1935

LINK:

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...und dazu das entsprechende Abzeichen

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die Tätigkeitsbeschreibung dürfte den niederen bis mittleren Aufgaben eines Bibliothekars entsprechen.
Das Zauberwort lautet hier aber, wie in vielen anderen Fällen, "Assistenz", heißt also ergänzende, zuarbeitende Tätigkeiten und auf die kann man auch verzichten oder, mit anderen Worten, sie sind zusätzlich. Das tatsächlich häufig damit, wie in diesem Fall vermutlich auch, eine reguläre Tätigkeit verbunden ist bzw. ersetzt wird, ist bestenfalls erst nach Absolvierung beweisbar.
Das ist doch nur Alibi, dieser Assistenz Mist, denn diese angeblichen zusätzlichen Arbeiten werden regulär von den Festangestellten ebenfalls ausgeführt.
 

haef

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Zitat von haef
die Tätigkeitsbeschreibung dürfte den niederen bis mittleren Aufgaben eines Bibliothekars entsprechen.
Das Zauberwort lautet hier aber, wie in vielen anderen Fällen, "Assistenz", heißt also ergänzende, zuarbeitende Tätigkeiten und auf die kann man auch verzichten oder, mit anderen Worten, sie sind zusätzlich. Das tatsächlich häufig damit, wie in diesem Fall vermutlich auch, eine reguläre Tätigkeit verbunden ist bzw. ersetzt wird, ist bestenfalls erst nach Absolvierung beweisbar.

Das ist doch nur Alibi, dieser Assistenz Mist, denn diese angeblichen zusätzlichen Arbeiten werden regulär von den Festangestellten ebenfalls ausgeführt.
Richtig und so hatte ich ja auch geschrieben.
Ich habe es nur noch einmal ausdrücklich erwähnt, da hier wie in vielen anderen threads häufig auf die Zusätzlichkeit abgehoben wird ("...geht nicht, ist nicht zusätzlich..."), die allerdings zunächst nicht Sache des Betroffenen ist, d.h. weder wir noch er entscheiden was zusätzlich ist und was nicht.
Er kann lediglich Zweifel daran äußern. Ob diese allerdings von JC oder SG berücksichtigt oder wie sie gewichtet werden, ist außerhalb seines Einflußes.

Vieles in der Maßnahmebeschreibung, nicht nur "Assistenz", spricht dafür, dass sie "sorgfältig" auf diese angebliche "Zusätzlichkeit" abgestimmt ist, nicht zuletzt auch die Trägerform, der offensichtlich Erfahrung damit und sich vermutlich auch abgestimmt hat.
Die Zusätzlichkeit dann als zentrales Argument zu nehmen ist schlicht "für die Katz".
Ähnlich verhält es sich auch mit der Zumutbarkeit. Bei "regulären Löhnen" von 700 - 1000 € wird eine "Bürgerarbeit" mit ca. 1200 € (40 Std.) mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht als unzumutbar beurteilt, und das höhere Qualifikationen ohnehin kein Gehaltskriterium sind, sollte sich ja langsam aber sicher schon herumgesprochen haben.

Zu beachten hier allerdings das post von gpm777 mit Hintergrundinfos.

fG
Horst
 

Vader

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Ähnlich verhält es sich auch mit der Zumutbarkeit. Bei "regulären Löhnen" von 700 - 1000 € wird eine "Bürgerarbeit" mit ca. 1200 € (40 Std.) mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht als unzumutbar beurteilt,
Das sehe ich genauso aber muss sich der Arbeitgeber dann auch damit auseinander setzen, wenn man a) den Tariflohn einklagt und/oder b) den dreijährigen Arbeitsvertrag angreift und auf Festeinstellung klagt.
 

haef

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Das sehe ich genauso aber muss sich der Arbeitgeber dann auch damit auseinander setzen, wenn man a) den Tariflohn einklagt und/oder b) den dreijährigen Arbeitsvertrag angreift und auf Festeinstellung klagt.
völlig richtig, würde ich genauso machen und jedem auch so empfehlen.
Es kommt nur darauf an wie man welche Argumente gewichtet, welches man in den Vordergrund stellt.
Macht man da einen Fehler, kann es das schon gewesen sein.

fG
Horst
 

hartaber4

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Vielleicht nütz das ja einigen bei der Argumentation?
(leider finde ich direkten LINK nicht zur Entscheidung)

Im vorliegenden Fall wurde einer Hartz IV Bezieherin eine Arbeitsgelegenheit mit Entgeltvariante angeboten. Für diese Tätigkeit in Vollzeit sollte die Klägerin einen Arbeitslohn von 900 Euro Brutto pro Monat erhalten. Die Klägerin lehnte mit Hinweis auf Sittenwidrigkeit des Lohns die Arbeitsgelegenheit ab. Daraufhin wurden der Betroffenen die Arbeitslosengeld II Regelleistung aufgrund einer „unbegründeten Ablehnung einer Arbeitsgelegenheit“ als Sanktion gekürzt. Im Anschluss klagte die Frau per einstweiligen Rechtsschutz und bekam durch das Sozialgericht Berlin Az: S 55 AS 24251/11 ER Recht zu gesprochen. Die Sozialrichter sahen es als erwiesen an, dass das veranschlagte Entgelt zu niedrig bemessen war. Schließlich sollte die Frau bei einer Wochenarbeitsstundenzahl von 38,5 ein Bruttolohn von nur 900 Euro erhalten. Nach Meinung des Sozialgerichts hätte der Lohn jedoch mindestens 1.085 Euro betragen müssen, um mindestens das Grundsicherungsniveau eines volljährigen, alleinstehenden ALG II Beziehers zu erreichen. Auch wenn man den zuletzt ermittelten Wert des Existenzminimums-Berichts zu Rate ziehen würde, hätte der Klägerin ein Bruttoentgelt von 989 Euro bzw. von mindestens 769,87 Euro netto für eine Vollzeitarbeit zustehen müssen. Jedes Bruttoentgelt darunter sei sittenwidrig, so die Richter.

Link zu Auszug:

Tacheles Forum: Re: Entggeldmanahme
 

Vader

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Macht man da einen Fehler, kann es das schon gewesen sein.
Was für Fehler meinst du da? Wie sollte man den "richtig" vorgehen?

@hartaber4
Ich soll für 30 Stunden pro Woche 900 Euro Brutto bekommen. Ist das schon sittenwidrig? TöVD wären glaube ich 1035 Brutto, wenn ich das recht in Erinnerung habe.
 

Hartzeola

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Bereits besprochen, 900€ Bürgerarbeit, AA zahlt noch 180€ AG Anteil.

900+180=1080€
 

Vader

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Bereits besprochen, 900€ Bürgerarbeit, AA zahlt noch 180€ AG Anteil.

900+180=1080€
Ist das denn in dieser Kombination... sagen wir... vertretbar bzw. legitim im Hinblick auf den Tariflohn? Dass das JC 180 zahlt, muss vorher definitiv besprochen werden bzw. schriftlich festgehalten werden oder anhand einer Rechtslage festgehalten werden. Ich will da nichts dem Zufall überlassen.

Bleibt also nur noch die 3 jährige Befristung, die es gilt anzugreifen, vorausgesetzt, dass die Arbeit tatsächlich zusätzlich ist.
 

Hartzeola

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3
Gegenstand der Förderung (Arbeitsplatz)
3.1
Gefördert werden sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze (ohne Versicherungs-pflicht in der Arbeitslosenversicherung). Die Arbeitszeit muss 30 Wochenstunden und das Bruttoarbeitsentgelt muss mindestens 900,- € monatlich betragen. Für Personen, denen eine Beschäftigung von 30 Wochenstunden nicht möglich ist, können alternativ auch Beschäftigungen mit 20 Wochenstunden und einem Bruttoarbeitsentgelt von min-destens 600,- € monatlich eingerichtet werden.
3.2
Neben dem Bruttoarbeitsentgelt wird auch der Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung (ohne Arbeitslosenversicherung gemäß § 421 u SGB III) samt gesetzlicher Umlagen (U1, U2, Insolvenzgeld) gefördert.
3.3
Die volle monatliche Zuwendung in Höhe von 1080,- € (bei 20 Wochenstunden 720,- €) wird nur gewährt, wenn die Summe der Beträge nach Ziffern 3.1 und 3.2 mindestens den vorgenannten Betrag erreicht.
http://www.bva.bund.de/DE/Aufgaben/Abt__II/esf-projekte/Buergerarbeit/Foerdergrundlagen/Download__Leitfaden,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/Download_Leitfaden.pdf
 

Vader

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Danke dir. Vom Bruttogeld 900 Euro gehen aber alle üblichen Dinge wie Krankenversicherung etc. ab und die 180 gibt es quasi netto... Oder verstehe ich etwas falsch?
 

Hartzeola

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Danke dir. Vom Bruttogeld 900 Euro gehen aber alle üblichen Dinge wie Krankenversicherung etc. ab und die 180 gibt es quasi netto... Oder verstehe ich etwas falsch?
Du zahlst 180€ Arbeitnehmeranteil, kriegst also 720€ netto, AA zahlt 180€ Arbeitgeberanteil.

Das Problem ist aber, dass im ÖD auch Arbeitgeberanteil existiert, also AG zahlt auch 20% zum Bruttolohn.

Das heisst, dass dein Bruttolohn tatsächlich 900€ beträgt.
 

Vader

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Das heisst, dass dein Bruttolohn tatsächlich 900€ beträgt.
Das entspricht dann aber nicht dem TVöD. Der liegt glaube bei normal 40 Wochenstunden bei 1400 ca. Brutto. Also wären das glaube um die 1080 Brutto bei 30 Stunden.
 

Hartzeola

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Das entspricht dann aber nicht dem TVöD. Der liegt glaube bei normal 40 Wochenstunden bei 1400 ca. Brutto. Also wären das glaube um die 1080 Brutto bei 30 Stunden.
Es liegt unter dem Tarif, inwiefern weiss ich nicht genau. Das Schöne für JC dabei ist, dass es 900€ Fördergeld aus ESF bekommt und für lediglich 180€ dich aus der Statistik weg schafft.
 

Henrik55

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Ich sags ja, die EU muss weg. Dann ist es auch mit der Bürgerarbeit vorbei:biggrin:.
 

Vader

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Es liegt unter dem Tarif, inwiefern weiss ich nicht genau. Das Schöne für JC dabei ist, dass es 900€ Fördergeld aus ESF bekommt und für lediglich 180€ dich aus der Statistik weg schafft.
Hier ist die TVöD Tabelle. Bei E1 wäre ich bei ca. 1400 Euro Brutto. Und so hätte ich es gern auch im Arbeitsvertrag, entsprechend der 30 Stunden. Natürlich nur für 2 Jahre befristet oder unbefristet. Und natürlich bekommt das vorher ein Anwalt zu sehen. Und verdi. etc etc.
Bin doch nicht blöd. :icon_party:
 

Hartzeola

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Stimmt mit Gehalt.

Verdi beschäftigt sich schon lange damit.
 

Hartzeola

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Was jetzt? Die 900 Brutto? :icon_eek:
Hast du eine Wahl?

Ich würde sagen, wenn dir die Stelle zusagt, machen weitere 200€ bei einer Aufstockung keinen grossen Unterschied.

Du wirst auch in Ruhe gelassen. Möglicherweise wirst du allerdings diesen ewigen Kampf mit JC vermissen, er wird dir einfach fehlen.
 

Henrik55

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Wenn es Bürgerarbeit ist wird er halt nicht in Ruhe gelassen. Neben den 30 Stunden darf man sich weiterhin von so einen Coach veräppeln lassen der einen angeblich in Arbeit bringen soll.
 
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